Zu Gast in Schleswig-Holstein: »Türkei etwas anders und experimentell, Gastspiele internationaler Stars«

»Türkei etwas anders« stellt türkische Crossover-Projekte in den Mittelpunkt. Das Kolektif İstanbul, die momentan populärste Band der pulsierenden Metropole, stattet Norddeutschland einen Besuch ab und gibt sogar ein Konzert auf der Hamburger Reeperbahn. Die junge Türkin DJ İpek ist laut Berliner Tagesspiegel „hippster DJ Europas“. Mit ihrem wilden Stilmix, den sie »Eklektik Berlinİstan« nennt, unterstützt sie das Kolektif İstanbul. Darüber hinaus gibt sie einen Workshop für junge Nachwuchs-DJs.


Aynur, Foto:(c) Sedat Meder

Die junge Sängerin Aynur, in der hauptsächlich von Kurden besiedelten anatolischen Provinz Tunceli geboren, verarbeitet ihren ethnischen Hintergrund eindrucksvoll in ihrer Musik. Vor allem in ihren Liebes- und Klageliedern bezaubert ihre faszinierende Stimme. Die Musik des aus einer türkischen Romafamilie stammenden Klarinettisten Selim Sesler ist stark beeinflusst von seinen Wurzeln und der türkischen Folklore. Mit seinem hochklassigen Ensemble gibt er sich im Rahmen des SHMF gleich bei vier Konzerten die Ehre.

»Türkei experimentell« präsentiert im Rahmen der SHMF-Reihe »anbruch« einen spannenden Streifzug durch die Neue Musik-Szene der Türkei. Das türkische Bilkent Ensemble interpretiert Werke junger Komponisten ihres Landes, allesamt in den 1970er Jahren geboren. Darüber hinaus würdigen die Musiker den 1991 verstorbenen Ahmed Adnan Saygun. Auch die türkische Geigerin Hande Özyürek huldigt diesem großen türkischen Komponisten mit ihrem Konzertabend »Face to Face with Saygun«.


Anne-Sophie Mutter, Foto: (c) Tina

Gastspiele internationaler Stars – unter anderem von Anne-Sophie Mutter, den King’s Singers, Sol Gabetta, Philippe Jaroussky, Sabine Meyer, Grigory Sokolov, Waltraud Meier, Viktoria Mullova, Pinchas Zukerman, Martin Stadtfeld, Christian Zaccharias, Leonidas Kavakos und Paul McCreesh – runden den Länderschwer-punkt ab. Außerdem öffnet sich der Vorhang für zahlreiche Jungstars, etwa für die Geiger Ray Chen, Patricia Kopatchinskaja, Serge Zimmermann und Linus Roth sowie für die Cellisten Mischa Meyer und Julian Steckel. Durch besondere Auszeichnungen gefördert werden der Komponist Markus Lehmann-Horn (Paul Hindemith-Preis, mit 20.000 Euro dotiert), der Bratschist David Aaron Carpenter (Leonard Bernstein Award, gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe, mit 10.000 Euro dotiert) und die Altistin Wiebke Lehmkuhl (Förderpreis der Walter und Charlotte Hamel Stiftung, mit 10.000 Euro dotiert). Weitere Informationen: www.shmf.de

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