west.art am Sonntag: »Krisenherd Afghanistan – Deutschlands verdrängter Krieg?«

 
AfghanistanAm kommenden Sonntag, dem 24. Januar 2010 in der Zeit von 11:00 – 12:25 Uhr beschäftigt sich die Sendung west.art am Sonntag mit dem Krisenherd Afghanistan.

Aufbauarbeit leisten und für Stabilität sorgen – mit diesem Auftrag ging die Bundeswehr im Dezember 2001 nach Afghanistan. Von einem Krieg mochte offiziell niemand sprechen. Doch spätestens seit dem Luftangriff bei Kundus im September 2009, der viele zivile Opfer forderte, ist klar: Statt helfen heißt es dort auch kämp-fen, sterben – und töten. Die Debatte um die Präsenz deutscher Soldaten am Hindu-kusch ist seither nicht abgeris-sen. Neue Nahrung erhielt sie zuletzt durch die Intervention der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann, die einen möglichst baldigen Abzug gefordert hatte. Auch der Vorsit-zende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat sich inzwischen geäußert und eine grundlegende Diskussion über die deutsche Sicherheitspolitik angemahnt.

Derzeit sind rund 4.300 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert. Noch Anfang Dezember 2009 verlängerte der Bundestag mit großer Mehrheit das Mandat um ein weiteres Jahr. Die Skepsis in der Bevölkerung allerdings wächst: Fast 70 Prozent der Deutschen sind mittlerweile gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Haben wir das Thema allzu lange verdrängt? Verteidigen wir am Hindukusch wirklich unsere Freiheit? War das Engagement dort ein Fehler? Wissen die Soldaten, auf was sie sich einlassen? Lassen wir sie im Stich?

Über diese Fragen diskutiert Randi Crott vier Tage vor Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz in London mit ihren Gästen. Am 24. Januar 2010 begrüßt sie im WDR-Foyer die Publizistin Carolin Emcke, den ehemaligen Berufssoldaten Tino Käßner, den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe, die Krankenschwester Karla Schefter und dem Publizisten Jürgen Todenhöfer. Die Redaktion liegt in der Verantwortung von Barbara Brückner. Weitere Informationen: www.presse.WDR.de und www.institut50plus.de

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