Verena Liebers, Wolkenballett

Die Biologin und Dichterin Verena Liebers wandert in lyrischen Texten durch innere und äußere Landschaften, sie nimmt den Leser mit zu den sinnlichen Erlebnissen von verschneiten, regennassen und sommerheißen Wegen und schreibt sich facettenreich bis an die Grenzen des Sagbaren.

Musik und Poesie
Bochumer Autorin Verena Liebers
liest unter freiem Himmel

Noch im Februar konnte die Veranstaltungsreihe „Geige und Gedicht“, die das kulturelle Angebot im Ehrenfeld bereichern soll, mit der Biologin und Schriftstellerin Verena Liebers in der Werkstatt des Geigenbaumeisters Lukas Kehnen an der Christstraße stattfinden. Wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist das derzeit undenkbar.

Liebers, die ihre Passion für das Laufen in dem Buch „Vom Abenteuer 100 km zu laufen“ verarbeitet hat, gelingt es in ihren Gedichten, scheinbar Alltäglichem neue Seiten abzugewinnen. So findet sich im Kapitel „Als der Sommer sonnig war“ das Gedicht „Ich biege den Kopf in den Nacken“, das eindrucksvoll das Spiel zwischen Sonne und Wolken beschreibt: Unterstreichen zunächst Schönwetterwolken die Schönheit des Tages, setzt sich dann der Regen durch und verstellt den Blick auf die Farbenpracht der Natur. Der Regen steht für den Rückzug der Menschen in sich selbst. So ist das Gedicht ein Appell, öfter den Kopf in den Nacken zu biegen und sich für die Schönheit der Natur zu öffnen. Weitere Informationen: www.da-ve.de

 

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