Institut50plus: »Sächsische Staatskapelle führt in Sonderkonzert Capell-Compositeure Staud und Mundry zusammen«

Mit einem Sonderkonzert am 4. und 5. Juni 2011 in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen führt die Sächsische Staatskapelle Dresden ihren aktuellen Capell-Compositeur Johannes Maria Staud mit der ehemaligen Capell-Compositrice Isabel Mundry zusammen. Für die Sprechpartie des neuen Werks von Staud konnte Bruno Ganz gewonnen werden.


Bruno Ganz, Foto: Sächsische Staatskapelle

Nach dem für großes Symphonieorchester geschriebenen Werk »Tondo«, welches die Sächsische Staatskapelle Anfang Mai zur Uraufführung brachte, stellt Johannes Maria Staud nun als zweites neues Werk für Dresden sein Monodram »Der Riß durch den Tag« vor. Basierend auf einem Text von Durs Grünbein erlebt dieses Werk nun seine Uraufführung in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen, dem exklusiven Partner der Staatskapelle Dresden. Am Pult eines Ensembles der Staatskapelle steht Asher Fisch, die Rolle des Sprechers übernimmt der international gefeierte und preisgekrönte Schauspieler Bruno Ganz.

Über sein neues Werk sagt der Komponist: »Es ist eine erneute Zusammenarbeit mit Durs Grünbein, der ja bereits den Text für meine Oper ›Berenice‹ geschrieben hat. Ich knüpfe dabei an Fragen an, die ich für mich noch nicht endgültig gelöst habe. Vor allem: Was passiert, wenn ein Sprecher oder ein Schauspieler spricht und Musik ihn begleitet? Man kommt dann schnell auf das Thema Monodram, das ja von Arnold Schönberg wesentlich geprägt wurde. Mit Durs Grünbein, einem gebürtigen Dresdner, habe ich mich auf seinen Text ›Nach den Satiren‹ verständigt, aus dem ich größere Teile extrahiert und in fünf Bildern zusammengestellt habe.«

In der ersten Konzerthälfte erklingen die »Scandello-Verwehungen« von Isabel Mundry, die diese zum 450-jährigen Bestehen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2010 komponierte. Mundry griff dafür auf eine Missa des Dresdner Renaissance-Hofkapellmeisters Antonio Scandello aus der Gründungszeit der Kunstsammlungen wie auch der Staatskapelle zurück. Anders als bei der Uraufführung im vergangenen Jahr, die ebenfalls Asher Fisch in der Semperoper dirigierte, werden die Scanelle-Verwehungen bei der jetzigen Aufführung um die Originalsätze des Gloria und Credo von Antonio Scandello ergänzt. Als Chor wirkt wie schon bei der Uraufführung im vergangenen Jahr das Vocal Concert Dresden mit. Die beiden Komponisten wie auch der Autor Durs Grünbein werden bei den Konzerten anwesend sein. Zu Beginn der beiden Konzerthälften finden kurze Einführungen unter Mitwirkung der Komponisten auf der Bühne statt. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

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