Institut50plus: »Nikolaï Lugansky zu Gast bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden«

 
Institut50plus: »Vladimir Jurowski und Nikolaï Lugansky zu Gast bei der Sächsischen Staats-kapelle Dresden«Im Zentrum des 8. Sinfoniekonzerts der Sächsischen Staatskapelle Dresden am 29., 30. und 31. März 2009 steht die Aufführung der siebte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch, der sog. «Leningrader» Diese zählt ohne Zweifel zu den populärsten Sinfonien Schostakowitschs, wird jedoch weitaus seltener aufgeführt als viele ihrer Schwesterwerke. Dies mag auch mit den unterschiedlichen politischen Deutungen dieses Werkes zusammenhängen. Warf man Schostakowitsch in seiner Heimat ab 1948 «dekadenten westlichen Formalismus» vor, galt er im Westen – zumindest nach dem Zweiten Weltkrieg – als sowjetischer Staatskomponist. Vladimir Jurowski, der die musikalische Leitung der Konzerte innehat, kann mit diesen Klischees aber wenig anfangen und sagt: «Die siebte Sinfonie wird häufig als reines Propaganda-Stück eingeschätzt, was ziemlicher Unsinn ist. Man darf nicht vergessen, dass der erste Satz bereits fast vollständig vorlag, als der Krieg ausbrach. In der Siebten geht es aber nicht nur um die Zerstörung während des Krieges. Es geht generell um das Böse im Menschen, um die Mechanismen des Bösen und den Widerstand, vor allem den geistigen Widerstand.»

Am Samstag, den 28. März 2009, findet um 10 Uhr eine öffentliche Generalprobe statt – exklusiv für Schüler und Studenten. Vladimir Jurowski liegt die Vermittlung klassischer Musik an junge Menschen besonders am Herzen, und so freut er sich sehr auf die Begegnung mit dem jugendlichen Publikum.

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