Gewandhaus Leipzig: »Grosse concerte mit Lawrence Foster und Lisa Batiashvili, Violine«

 
Im Rahmen der »Grossen concerte« am 19. Und 20. November 2009 kommen zur Aufführung: Ludwig van Beethoven, Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 sowie George Enescus, 2. Sinfonie A-Dur.

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In 2007 ist Lisa Batiashvili sowohl vom New York Philharmonic Orchestra als auch von den Berliner Philharmonikern wieder eingeladen worden. Bei Letzteren sogar zweimal: Am 1. Mai war sie Solistin beim Europakonzert der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle, welches live im ZDF übertragen und auf DVD produziert wurde. Im Oktober 2007 wird sie zu den Berliner Philharmonikern mit dem 1. Schostakowitsch Violinkonzert und Vladimir Ashkenazy am Pult zurückkehren.

Weitere Einladungen erhält sie von führenden internationalen Orchestern, wie dem Philharmonia Orchestra, London Philharmonic, City of Birmingham Symphony, Boston Symphony, Philadelphia Orchestra, National Symphony Orchestra Washington, Cincinnati Symphony, der Dresdener Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem hrSinfonieorchester Frankfurt, NDR Sinfonieorchester Hamburg, den Bamberger Symphonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, Stockholm Philharmonic und Finnish Radio Symphony Orchestra.

Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten, z.B. Vladimir Ashkenazy, Christoph von Dohnanyi, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Mikko Franck, Alan Gilbert, Paavo Järvi, Vladimir Jurowski, Zubin Mehta, Sakari Oramo, Jukka-Pekka Saraste und Yuri Temirkanov. »Jeder Ton sang und sprach; Phantasie und Kontrolle, Wärme und Überlegenheit, Strenge und Flexibilität hielten sich die Waage. Einmal mehr erwies sich, dass grosse Geiger sich frühzeitig zu erkennen geben«, urteilte Alfred Brendel bereits 2001 in der Neuen Zürcher Zeitung.

Georges Ensecu ist hierzulande meist nur durch seine Rumänische Rhapsodie bekannt. Eine Popularität, die ihrem Schöpfer selbst nicht geheuer war und die die vielen Facetten des interessanten Komponisten leider verstellt. Enescu wurde 1881 im nördlichen Rumä-nien an der Grenzen zur Ukraine und Moldau geboren, studierte in Wien und Paris, galt als Violine spielendes Wunderkind, machte sich weltweit als Kammermusiker, und Dirigent einen Namen und machte sich für das Musikleben seiner Heimat verdient. Er dirigierte beispielsweise 1914 die erste vollständige Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie in Rumänien und eröffnete 1921 mit Wagner die Bukarester Staatsoper. Er gründete in Rumänien das Georges-Enescu-Sinfonieorchester, die Gesellschaft rumänischer Komponisten und rief den Enescu-Preis für Komposition ins Leben. Er war ein großer Beethoven-Bewunderer, dessen Kammermusik, Violin-Konzerte und Sinfonien er häufig in Zyklen aufführte. Nach einer Konzertreise in die USA im Jahre 1946 kehrte er aus Protest gegen das kommunistische Regime nicht mehr in seine Heimat zurück und starb 1955 in Paris. Die 2. Sinfonie wurde erst 1980 auf Platte eingespielt.

Lawrence Foster, der das Große Concert dirigiert, hat in Leipzig bereits an der Oper erfolgreich dirigiert. Er gilt heute als einer der wichtigsten Ensecu-Interpreten. Foster, in Los Angeles als Sohn rumänischer Eltern geboren, leitete 1998-2001 das Georges-Ensecu-Festival und spielte alle Sinfonien und Orchesterwerke für das Label EMI ein. Seit dieser Spielzeit ist er »Music Director der Orchestre et Opéra National de Montpellier«. Foto: Mat Hennek. Weitere Informationen: www.gewandhaus.de

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