Indien – Die Geheimnisse des Ganges

Für gläubige Hindus ist der Ganges eine lebendige Gottheit. Seinem Wasser wird heilende Wirkung zugeschrieben. In ihm zu baden, reinigt von den Sünden und an seinen Ufern in Varanasi zu sterben, verheißt der Mühsal der Wiedergeburten zu entkommen und direkt ins Nirwana einzugehen. Doch Ganga ist nicht nur heilig, sondern für viele auch Lebensgrundlage. Da sind die Bewohner der Sundarbans im Mündungsdelta, die von ihrem Fisch leben. Die Bildhauer in Kalkuttas Handwerkerviertel Kumortuli, die aus ihrem Schlamm Götterstatuen schaffen. Und die Bootsleute, die ihren Lebensunterhalt mit Fährdiensten verdienen. Und nicht zuletzt ist der Ganges eine unentbehrliche Lebensader, die hunderte Millionen von Menschen mit Wasser versorgt und vor allem in Bangladesch auch ein wichtiger Verkehrsweg ist.

Das Buch folgt dem Verlauf des Ganges von seiner Quelle im Gaumukh-Gletscher bis in das Mündungsdelta im Golf von Bengalen und besucht dabei vor allem die als heilig geltenden Pilgerstätten an seinen Ufern. Es sind Orte, deren Namen jeden Hindu sofort aufhorchen lassen: Gangotri am Fuße schneebedeckter Himalayagipfel, Haridwar, wo Gläubige zu zigtausenden Gangas Geburtstag Jayanthi feiern. Varanasi, wo an den Verbrennungsghats die Angehörigen darauf warten, die Asche der Verstorbenen dem Fluss zu übergeben. Kalkutta, wo hinduistische Ringer am Ufer des Flusses in Arenen aus getrocknetem Gangesschlamm rituelle Kämpfe austragen. Ein Bildband, der tief in das Herz und die Seele Indiens schaut und einen Mythos greifbar macht. Weitere Informationen: www.verlagshaus.com

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