Galerieforum Berlin am Meer: »Finnische Gemeinschaftsausstellung in Berlin«

In der Zeit vom 27.5.−11.6. 2011 veranstaltet das »Galerieforum Berlin am Meer« eine Gemeinschafts-ausstellung finnischer Künstler in der Kollwitzstraße 54. Mitveranstalter ist die »AVA Galleria Helsinki« und das Finnlandinstitut Berlin.

Die Gemeinschaftsausstellung hat den Sprung über Kontinente geschafft: Nach ihrer Präsentation in Osaka/Japan 2010 sind nun im Rahmen eines Austausches zwischen der AVA Galleria Helsinki und dem Galerieforum Berlin am Meer Kostproben des Schaffens zehn finnischer Künstler zu sehen. Ein Kurzfilm veranschaulicht das Projekt.

Raija Heikkilä befasst sich mit dem Zusammenhang des momentanen Augenblicks mit der Vergangenheit. Gunilla Helve verwendet für ihre Arbeiten Bienenwachs und Pigmente auf Spiegeln, auf Aluminium oder auf Stoff. Diese Technik erfordet viel Zeit und Geduld, das Auftragen in Schichten lässt jedoch in positiver Hinsicht Möglichkeiten für „Fehler“ und Zufälle. Jari Järnström verarbeitet in seinen Werken Bilder aus den Medien, die in seinem Gedächtnis haften geblieben sind, distanziert sie von ihrem Ursprung und schafft so neue Darstellungen von Menschen. Das Malen ist für Taru Tomperi eine Reise oder ein Abenteuer in unbekanntem Gebiet. Die Aquarelle der Künstlerin bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Karita Kivikoski-Veijalainens Bilder basieren auf Alltagsthemen. Ihre Themen findet sie in Erscheinungen und Erlebnissen. Marko Viljakka beschriebt seinen Arbeitsstil als impulsiv. Das Malen ist für ihn kein Denkprozess, sondern ein Daseinszustand.

Die Keramikkünstlerin Leena Mäki-Patola reflektiert in ihren Werken Naturkatastrofen ebenso wie gewalttätige Auseinandersetzungen. In ihren „keramischen Bildern“ stellt sie Erde, Luft, Blut und Wasser dar. Die Gemälde, Fotografien und gemeinschaftskünstlerischen Projekte von Tarja Tella basieren u.a. auf ihrer Tätigkeit als Kunsttherapeutin. Ihre Werke aus Ölfarben auf Metallplatten und Plexiglas beschäftigen sich u.a. mit dem Leben indigener Völker. Hannele Haatainen ist zugleich Kunstmalerin und Kunstlehrerin. In ihren Werken beschreibt sie das mythische Reich Pohjola.

Das Galerieforum Berlin am Meer öffnete seine Tore im November 2002. Der Standort verpflichtet doppelt: Berlin-Prenzlauer Berg als seit Jahrzehnten kreative Ecke der Kunstszene und die Kollwitzstraße, benannt nach der großen deutschen Künstlerin Käthe Kollwitz. Das Galerieforum ist eine Kunststätte der Begegnungen mit anderen Kulturen, mit Künstlerinnen und Künstlern aus anderen Ländern, die hier unabhängig von Museumsbetrieb und Kunstmarkt ihre Werke in der Kunstmetropole Berlin vorstellen können. Foto: Jari Järnström, Sinnkarte. Weitere Informationen: www.finnland-institut.de

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