Finnland-Institut Berlin: Prof. Dr. Kari Palonen –»Objektivität als faires Spiel«

Das Finnland-Institut Berlin lädt ein zum Seminar am Donnerstag, dem 3. März 2011 um 18.00 Uhr anlässlich des Erscheinens des Buches „Objek-tivität“ als faires Spiel. Wissenschaft als Politik bei Max Weber von Prof.
Dr. Kari Palonen.

Gesprächsteilnehmer sind Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène, Université de Rennes, Prof. emer. Dr. Wolf-Dieter Narr, FU Berlin, Prof. Dr. Sam Whim-ster, London Metropolitical University sowie Prof. Dr. Kari Palonen, Universität Jyväskylä, Finnland.

Nach Max Weber zielt die »Objektivität« auf die faire Regelung akademischer Auseinandersetzungen. Für Weber ist die Wissenschaft ein Betrieb, in dem Kontroversen permanent an der Tages-ordnung sind. Die deliberative Rede pro et contra ist jenes rhetorische Genre, das der Austragung der Kontroversen mit offenem Ausgang und ohne Einmischung von Dritten entspricht. Als rhetorische Praxis ist die Wissenschaft kein Gegensatz, sondern eher eine besondere Form der Politik. Das faire Spiel bietet für Weber die regulative Idee für die Austragung von Streitigkeiten.

Die Diskussion des fairen Spiels setzt Weber in seiner Parlamentsschrift von 1918 fort. Mit seiner Kritik des Beamtenwissens als Herrschafts-instrument und mit seinen Vorschlägen zu dessen parlamentarischer Kontrolle veranschaulicht Weber die rhetorischen Instrumente des parlamentarischen fairen Spiels. Das Finnland-Institut bittet um Anmeldung bis 28.2.2011 unter Telefon 030-520 02 60 10 oder info@finstitut.de.

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