Easy Rider in Mc.Pom – Knoefel & Friends: »Eröffnungswochenende am 22.-24. Juli 2011 in Mestlin«

Anlässlich des Konzerts der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am 22. Juli 2011 lädt Knoefel zur ersten Gruppenausstellung ein. Die Präsentation im Haus und Park des Gutshauses Knoefel versammelt 16 Positionen zeitgenössischer Kunst, die zum Teil exklusiv für diesen Ort konzipiert wurden. Ergänzt werden sie durch Skulpturen der Antike aus der Kunstgießerei Markus Schulz.

Die erste Ausstellung im Gutshaus Knoefel vereint unterschiedliche Positionen der zeitgenössischen Kunst aus dem Freundeskreis des Künstlers. Hierbei hat Knoefel als Kurator der Ausstellung darauf ver-zichtet die Arbeiten nach einem Thema aus-zuwählen, sondern bietet den Ort als gemeinsamen Referenzpunkt. Die einzelnen Arbeiten geben einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Künst-ler. Das Spektrum beginnt bei der einfachen schwarz-weiß Zeichnung, geht über in Malerei, Fotografie, Skulptur bis hin zur raum- und land-schaftsbezogenen Installation, die direkt hier vor Ort konzipiert und umgesetzt worden sind. Die Arbeiten werden im Park und in den Räume des ehemaligen Gutshauses präsentiert, das früher als Lehrlingswohn-heim und Kindergarten genutzt wurde.

Vertreten sind Arbeiten von Tina Bara und Alba D‘Urbano (Fotografie, Video), Nina K. Doege (Installation), Gunda Förster (Installation), Matthias Mansen (Holzschnitt), Martin Liebscher (Fotografie), Ronald Lippok (Malerei), Florian Merkel (Wandmalerei), Peter Merkel (Grafik, Collage), Lutz Rainer Müller (Installation), Knoefel (Arbeiten auf Papier), Susanne Schuricht (Installation), Stefan Sehler (Malerei), Wolfgang Stehle (Skulptur), Matthias Jacob (Skulptur), Takwe Kaenders (Skulptur), Michael Schröter (Zeichnung), Markus Schulz (Kunstgießerei).

Gerahmt wird das Eröffnungswochenende durch zwei Konzerte: Im Rahmen der Festspiele MV spielt Emmanuel Ceysson Variationen auf der Harfe (Freitag 22. Juli, um 19:30 Uhr). Die Konzertgäste sind einge-laden, im Rahmenprogramm die Preview der Ausstellung mit der Kunst-historikerin Dr. Reinhild Feldhaus zu entdecken (um 17:00 Uhr). Am Samstag, den 23. Juli, findet ab 17 Uhr die Ausstellungseröffnung im Gutshaus Knoefel statt. Um 20:00 Uhr spielt die Berliner Jazz-Band Pin Addix (mit Sebastian Piskorz (Trompete, Flügelhorn), Ede Merkel (Saxo-phon, Flöte), Nils Marquardt (Posaune, Percussion), Felix Jacobi (Bass), Friedemann Pruß (Schlagzeug)).

Knoefel gibt seine Arbeit, die über zwei Jahre neu angelegte Parklandschaft und das zum großen Teil wiederhergestellte Gutshaus als Spielstätte frei. Die Parkanlage, die als Leinwand für die Ausstellung fungiert, wird durch die Eingriffe der teilnehmende Künstler ständige Veränderungen erfahren. So werden mit der Zeit natürliche Zersetzungsprozesse im Park sichtbar werden und das Gutshaus wird durch Arbeiten der Künstler in ein Objekt der Begierde transformiert.

Tina Bara und Alba D’Urbano zeigen Arbeiten aus der Serie „Kunstwerke: Die Kunst und das schöne Heim“. Es sind Farbfoto-grafien, die sich mit den Wertvorstellungen der 60 Jahre auseinander setzen. Stefan Sehler thematisiert mit malerischen Mitteln die Landschaft. Das Ergebnis gleicht schwarz-weiß Fotografien, die digital entstanden sein könnten. Lutz Reiner Müller
zerlegt vor Ort ein Gartenhaus auf seine Basisarchitektur und entwirft eine Bushaltestelle als Vision des Verreisens. Florian Merkel fertigt für diese Ausstellung eine Wandarbeit, die eine über-lebensgroße, halb nackte Frau darstellt, Sie scheint durch ihre hypno-tische Kraft, die alten Geister aus dem Gutshaus zu vertreiben. Nina K. Doege versenkt eine Tanzfläche in die vorhandene Parklandschaft und holt so ein Versatzstück der städtischen Clubkultur nach Mecklenburg. Gunda Förster bewegt sich mit „Licht und Schatten“ im Spannungsfeld vieler ihrer Arbeiten. Die auf kleine Zettel geschriebenen Zitate verteilt sie an verschiedenen Orten im Haus und im weitläufigen Garten. Matthias Mansen bleibt auch in dieser Ausstellung seiner Arbeitsweise treu. Die zwei großformatigen Holz-schnitte treten aus der Mecklenburgischen Landschaft hervor. Ronald Lippok entführt uns mit seiner Malerei in eine Zeit, in der das Experimentieren im Hinterzimmer und das Infragestellen von Raum und Zeit noch strafbar war. Peter Merkels detailgenaue Zeichnungen zeigen aus der Nähe betrachtet ein wohlüberlegtes Labyrinth aus Strichen und Linien, die sich in der Tiefe auflösen und aus der Distanz Harmonie suggerieren. Martin Liebscher holt mit seiner sich selbst in Szene setzenden, fotografischen Arbeit ein bequemes Berliner Volksbühnen Publikum nach Mecklenburg, welches allein nur für diesen Event angereist zu seien scheint. Wolfgang Stehle produziert für diese Aus-stellung ein architektonisches Konstrukt, das sich mit all seinen Kräften in der Landschaft von Mecklenburg behaupten muss. Die Arbeit beschreibt eine ewig wehrende Konfliktsituation zwischen menschlicher Zivilisation und Natur.

Susanne Schuricht installiert eigens für diese Ausstellung einen neuen Raum-Körper. Ein Belvedere, eine begehbare Rauminstallation. Kontakt und weitere Informationen: www.derknoefel.de und www.musikfest-mv.de

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