Sächsische Staatskapelle Dresden:»50 Jahre Städtepartnerschaft Dresden / St. Petersburg«

Im Jahr 2011 feiern St. Petersburg und Dresden das 50-jährige Jubiläum ihrer gemeinsamen Städtepartnerschaft. Ganz im Zeichen dieses Jubiläums steht das 5. Symphoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden am 8., 9. und 10. Januar 2011 in der Semperoper. Vladmir Jurowski dirigiert Werke von Pjotr I. Tschaikowsky und Dmitri Schostakowitsch. Beide Komponisten verbrachten in St. Petersburg ihre Studienjahre, und sie bestimmten Zeit ihres Lebens ganz wesentlich das Musikleben der Metropole an der Newa.


VladimirJurowski (c) Matthias Creutziger

Vladimir Jurowski wiederum, als Sohn des russischen Dirigenten Michail Jurowski in Moskau geboren, absolvierte seine Ausbildung in seiner Heimatstadt sowie in Dresden und Berlin. Seit vielen Jahren ist er der Staatskapelle Dresden eng verbunden und leitete erst vor zwei Jahren eine denkwürdige Aufführung der 7. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch, der so genannten »Leningrader«. Im Mittelpunkt des Konzerts zu Beginn des Neuen Jahres steht nun Schostakowitschs vierte Symphonie, die für Jurowski »die experimentierfreudigste ist und wegweisend für Schostakowitschs gesamtes Spätwerk«.

Die gesamtdeutsche Erstaufführung dieser Symphonie, die Schostakowitsch bereits in den 1930er Jahren komponierte und die er infolge politischen Drucks lange zurückhielt, fand im Jahr 1963 in Dresden statt; am Pult der Staatskapelle stand damals Kyrill Kondraschin. Dieser hatte 1961 bereits die späte Uraufführung in Moskau geleitet. Auf die Frage, ob die Staatskapelle Dresden ein »Schostakowitsch-Orchester« sei, antwortete Vladimir Jurowski kürzlich in einem Interview, sie sei auf jeden Fall das Orchester mit der längsten und reichsten Schostakowitsch-Tradition in Deutschland. Erst im September 2010 hat die Staatskapelle in Gohrisch (Sächsische Schweiz) ein Schostakowitsch-Festival ins Leben gerufen (Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch).

Der Symphonie vorangestellt ist das Violinkonzert von Pjotr I. Tschaikowsky, dessen Musik auch für Schostakowitsch prägend war. Den Solopart im Violinkonzert übernimmt mit Vadim Repin einer der derzeit führenden Geiger weltweit. Nach den Konzerten in Dresden ist die Staatskapelle Dresden mit dem gleichen Programm in Paris und Köln zu hören. Weitere Informationen: www.semperoper.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.