Denk-mal50plus: »Der skandalöse Trend – Treibt diese Gesellschaft ihre eigenen Alten in den Tod?«

 
Denk-mal50plus: »Der skandalöse Trend – Treibt diese Gesellschaft ihre eigenen Alten in den Tod?«Erst kürzlich sorgte Hamburgs Ex-Justizsenator Roger Kusch mit der Präsentation eines »Injektionsautomaten« zur Sterbehilfe in einem Altenheim für Wirbel: Sterbewillige können per Knopfdruck eine tödliche Injektion auslösen. Fakt – und einer der größten Skandale unserer Gesellschaft – ist: Immer mehr alte Menschen nehmen sich unbeachtet von der Öffentlichkeit und unentdeckt von Ärzten das Leben. Und längst sind es keine Einzelschicksale mehr, die sie in den Tod treiben. Christine Swientek nennt Zahlen und Tendenzen, analysiert Stimmungen – und fordert den Wandel.

Christine Swientek, Kriminologin und Sozialarbeiterin und Autorin des bei Herder erschienenen Buches »Letzter Ausweg Selbstmord – Was alte Menschen in den Tod treibt« verharmlost nicht, nennt Tatsachen beim Namen – sie orientiert sich am Artikel 1 unseres Grundgesetzes: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.«

Christine Swientek appelliert: »Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass alte Menschen »nicht mehr wollen« und man sie also getrost »gehen lassen« kann, denn sie haben ihr Leben doch gehabt« und folgert: »Alte Menschen sind weder teuer noch überflüssig. Sie sind nicht bedeutungslos und sie sind nicht wertloser als Menschen anderer Altersstufen. Sie haben ihren Platz in jedem Sozialwesen. Die Qualität einer Gemeinschaft erweist sich in ihrem Umgang mit Schwächeren: mit Kindern, Behinderten und Alten. Keiner von Ihnen darf so missachtet werden, dass er sie nicht mehr liebens- und lebenswert fühlt.« Weitere Informationen: www.herder.de

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