Constantin Schreiber, Die Kandidatin

Deutschland in naher Zukunft. Sabah Hussein kandidiert als erste Muslimin um das Amt der Bundeskanzlerin. Kurz vor der Wahl ist das Land tief gespalten. Linke und Rechte stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die einen sehen in Hussein das Gesicht für eine offene, multikulturelle Gesellschaft. Für die anderen steht die Kandidatin für den Verlust von Identität und für eine kulturelle Übernahme, durch die das traditionelle Deutschland abgeschafft wird.

Husseins Chancen, die Wahl zu gewinnen, stehen gut. Doch plötzlich machen brisante E Mails zu Sabahs Leben jenseits der öffentlichen Darstellung die Runde. Wer steckt dahinter? Ihre linken Unterstützer sehen rechtsextreme Kräfte am Werk. Für die Konservativen ist Hussein als Heuchlerin enttarnt. Kurz vor dem Wahlabend entbrennt ein Kulturkampf, der das ganze Land zu zerreißen droht. Weitere Informationen: www.hoca.de

Monika Maron, Was ist eigentlich los?

Zum 80. Geburtstag von Monika Maron am 3. Juni 2021: Ausgewählte Essays aus vier Jahrzehnten von einer großen Schriftstellerin, die immer schon zu aktuellen Debatten und gesellschaftspolitischen Themen Stellung bezog und die sich nie vereinnahmen ließ. Poetisch, elegant, humorvoll und unerschrocken.

James Baldwin, Ein anderes Land

Typisch Kiwi? Mehr Schafe als Einwohner, putzige Vögel, coole Surfer – das sind gängige Klischees über das »Land der Langen Weißen Wolke«. Doch Neuseeland hat mehr zu bieten: So vielfältig wie die Natur, so vielstimmig ist auch die Literatur des Inselstaates.

Short Storys aus den letzten fünfzig Jahren gewähren Einblicke in ein anderes Land: Die Themen reichen vom neuinterpretierten Gründungsmythos der Maori über familiäre Spannungen, heikle Liebesbeziehungen und unerschütterliche Freundschaften bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen.

Mit Erzählungen von Pip Adam, William Brandt, Eleanor Catton, Craig Cliff, Joy Cowley, Tim Corballis, Fiona Farrell, Maurice Gee, Keri Hulme, Witi Ihimaera, Tina Makereti, Owen Marshall, Kirsten McDougall, Vincent O' Sullivan, C.K. Stead, Anna Taylor, Alice Tawhai und Damien Wilkins. Weitere Informationen: www.dtv.de

Ingo Schule, Tasso im Irrenhaus

Drei Geschichten über die Kunst, das Leben und die verrückte bürgerliche Gesellschaft: Ein Schriftsteller-Dissident flieht aus der Öffentlichkeit, um sein Leben zu retten.
In der Installation ›Das Deutschlandgerät‹ findet er ein Muster, um die Gegenwart zu deuten.»Immer wenn man etwas weiß, gibt es gleich wieder etwas, das man nicht weiß.« Mit dieser Behauptung verwickelt ein Schweizer Verleger unseren Erzähler vor Delacroix' ›Tasso im Irrenhaus‹ in ein ambivalentes Gespräch, das für einen Moment seltener Klarheit sorgt. Und in einem Berliner Hospiz hält der Maler Grützke fröhlich Hof, womit er die ängstlichen Besucher überrascht und ihnen Stunden von glücklicher Intensität beschert. Die Kunst und das Leben: tragisch und komisch, abgründig und heiter. Wirft uns das eine virtuos aus der Bahn, setzt uns die andere wieder aufs Gleis. Oder ist es umgekehrt? Weitere Informationen: www.dtv.de

Bernhard Schlink, Abschiedsfarben

Ein Mann verrät den Freund, den er nicht verlieren will. Einen anderen wirft eine Kränkung aus der Bahn und lässt ihn zerstören, was er liebt. Eine späte Begegnung mit der Jugendliebe – kann sich jetzt noch erfüllen, was damals versagt blieb? Eine Frau ringt damit, dem geschiedenen, todgeweihten Mann zu vergeben. Eine Nacht, in der an ein Tabu gerührt wird – kann es danach weitergehen, als sei nichts geschehen?

Ein Junge verbringt mit seiner Mutter einen Sommer am Meer, entdeckt sie, wie er sie nicht kannte, und entdeckt sich selbst. Jemand hat selbstbestimmt Abschied vom Leben genommen – was macht das mit den Hinterbliebenen, wie werden sie damit fertig? Als seine Erinnerungen seine Gegenwart überwältigen, muss ein Mann seinen Frieden mit der Vergangenheit machen. Sie sind miteinander glücklich, er einundsiebzig, sie dreiunddreißig – was hat es mit seinem plötzlichen Gefühl auf sich, er dringe mit seiner Altersliebe in ihr junges Leben ein? Geschichten, die überraschen, verstören und beglücken. Weitre Informationen: www.diogenes.ch

Otto Jägersberg, Der Herr der Regeln

Der Glaube an das Glück erfordert täglichen Kampf. In einer deutschen Kleinstadt sitzen drei Männer beim Spiel. Aus der Gewohnheit entstehen Freundschaften. Im Hintergrund ihrer Familien erziehen, singen und philosophieren die Frauen. Die Männer mischen die Karten. Die Regeln sichern den tiefen Frieden. Bis der Tag der Abrechnung naht. Ein Buch von der Liebe, vom Tod und von den Spielregeln. Weitere Informationen: www.diogenes.ch

Annalena McAfee, Blütenschatten

Eve Laing war einst die Muse eines berühmten Malers, doch jetzt, nach Jahrzehnten zu vieler Kompromisse, steht endlich auch ihr die Anerkennung als Künstlerin und eine große Retrospektive bevor. Während der Arbeit an ihrem bislang ambitioniertesten Werk wirft Eve ihr bisheriges Leben und ihre Ehe über den Haufen - für einen schönen jungen Lover, halb so alt wie sie, der ihre radikale künstlerische Vision zu teilen scheint.

›Blütenschatten‹ folgt Eve auf ihrem nächtlichen Spaziergang durch London, von ihrem alten Leben im gediegenen Westen bis zu ihrem Atelier in East London, wo ihr vollendetes Meisterwerk und eine fatale Wahrheit auf sie warten. Weitere Informationen: www.diogenes.ch

Marianne Philips, Die Beichte der Nacht

Niederlande, Anfang des 20. Jahrhunderts: Heleen wächst auf dem Land in einer armen protestantischen Arbeiterfamilie auf. Doch angetrieben von ihrem Wunsch nach einem Leben voller Schönheit lässt sie sich von nichts aufhalten. Sie geht in die Stadt und erreicht alles, was sich eine Frau ihrer Zeit erträumen kann; trotzdem stellt sich das ersehnte Glücksgefühl nicht ein. Zu klein ist das eigene Selbstvertrauen, zu groß die Angst vor dem Kontrollverlust.

Als sich dazu noch Eifersuchtsgefühle gesellen, verstrickt sich Heleen zusehends in ihrer Gedankenwelt, die sie schließlich zu einer verheerenden Tat treibt. Ein Roman, der seiner Zeit voraus war. Eine Geschichte über weibliche Identität, Selbstbestimmung und das Streben nach dem, was sich Glück nennt. Eine Lebensgeschichte, die auch aus heutiger Sicht nichts von ihrer Faszination verloren hat. Weitere Informationen: www.diogenes.ch

Luca Venture, Bittersüße Zitronen

In einer Nacht auf Capri kommt eine dreirädrige Ape von der Straße ab und stürzt den Abhang hinunter. Das Unfallopfer ist Elisa Constantini, Mutter zweier kleiner Kinder. Bald ist klar, dass das Auto manipuliert wurde und auf Aurora Bellini zugelassen war. Galt der Anschlag also eigentlich der früheren Chefin der Limoncello-Fabrik Bellini?

Und welche Rolle spielt der ehemalige Zitronenpflücker Simon Mugele, der heute den Betrieb führt? Die Ermittlungen führen Agente Enrico Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo in die inneren Kreise der Zitruswirtschaft auf Capri und in Sorrent, wo ein erbitterter Kampf ausgefochten wird: um Absatzzahlen auf der einen Seite – und den nachhaltigen Anbau und alternative Vertriebswege auf der anderen. Weitere Informationen: www.diogenes.ch

Paulo Coelho, Und die Liebe hört niemals auf

Vor mehr als hundert Jahren kamen in einem Garten in der englischen Grafschaft Kent ein Dutzend Menschen zusammen, um den berühmtesten Prediger der damaligen Zeit zu hören. Doch statt selbst zu sprechen, gab dieser das Wort an einen jungen Mann im Publikum weiter, der soeben von einer langen Afrikareise zurückgekehrt war: Henry Drummond. Dieser stellte die Frage nach dem Höchsten und Wertvollsten, das ein Mensch im Leben erreichen kann. Seine bestechend einfachen Worte wurden veröffentlicht und erreichten seither weltweit über 12 Millionen Leser.

»Obwohl ich Christ bin, habe ich in meiner Adaption immer wieder über das Religiöse hinaus zu verallgemeinern versucht, was Drummond in erster Linie unter einem christlichen Gesichtspunkt darlegt. Ich denke, dass die Liebe das Wichtigste auf der Welt ist, ungeachtet des Glaubens, den jemand haben mag. Henry Drummond, der genau dies damals schrieb, wird mir diese Freiheiten mit seinem Text bestimmt nachsehen.« Paulo Coelho in seinem Vorwort. Weitere Informationen: www.diogenes.ch