Barboros Altug, Sticht in meine Seele

Derin ist Journalistin. Sie ist so türkisch wie französisch und lebt in Paris. Als sie sich gerade auf den Weg machen will, um über einen ermordeten Kollegen in Istanbul zu schreiben, begegnet ihr kurz vor dem Abflug ein Armenier. Seine Geschichte fesselt sie, wirft aber auch Rätsel auf. In Istanbul angekommen, beginnt sie zu recherchieren und eine so irritierende wie dramatische Suche beginnt, deren Ergebnis sie vollkommen erschüttert.

„Derin ist die Migrantin mit Biss, eine Gipfelstürmerin voller Melancholie & Grazie. Wer seine Herkunft hinter sich lässt, steigt allein auf und stürzt einsam ab. Ich weiß gerade nicht, wann ich das zum letzten Mal so schön gelesen habe wie in Barbaros Altuğs federleicht-saganesken und zugleich blutschwarzem Roman.“ Jamal Tuschik, Freitag Community

„Mit seinen Romanen will der türkische Schriftsteller Barbaros Altuğ Sand ins offizielle türkische Geschichtsnarrativ streuen, erklärt er im taz-Interview. In seinem neuen Roman „Sticht in meine Seele“ gehe es daher auch um den Genozid an den Armeniern, den so zu benennen in der Türkei selbst Intellektuelle ablehnen: Eine gute Freundin, ebenfalls Schriftstellerin, „sagte während eines gemeinsamen Essen zu mir, dass es keinen Genozid an den Armeniern gegeben hätte, als ich ihr von meiner Buchidee erzählte. Und ich sagte, doch. Ich erzählte ihr von meinen Besuchen in den Archiven und Museen und wollte es eigentlich auch dabei belassen, wir waren ja eigentlich zu einem gemütlichen Essen verabredet. Aber sie schrieb mir bis in die Morgenstunden Nachrichten, dass ich auf dem falschen Dampfer unterwegs wäre und bitte über ein anderes Thema schreiben sollte. Das schrieb mir eine Intellektuelle! Und genau hier muss ich wohl ansetzen.“ Perlentaucher. Das Kulturmagazin. Weitere Informationen: www.orlanda.de

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