Musikfest Erzgebirge: 1. Internationaler Meisterkurs »dirigieren.interpretieren«

Die einzigartigen Kulturschätze der Region Erzgebirge/Sachsen zu bewahren und im nationalen und internationalen Maßstab zu vermitteln – dieser Anspruch des Musikfestes Erzgebirge findet 2012 neben den Konzerten und bereits eingeführten Begleitveranstaltungen eine neue, hochkarätig ausgestaltete Form.


Hans-Christoph-Rademann, Foto: (c) netzwerk projektziel

Vom 18.-23. September veranstaltet das Musikfest Erzgebirge erstmals den Internationalen Meisterkurs „dirigieren.interpretieren“. Der Meisterkurs richtet sich an junge DirigentInnen, KirchenmusikerInnen und Studierende der entsprechenden Studienrichtungen. Ziel ist die Vermittlung des wertvollen kirchenmusikalischen Erbes Sachsens an eine interessierte junge Generation. Mit dem Meisterkurs
„dirigieren.interpretieren“ soll künftig eine Veranstaltungs- und Vermittlungsform von großer Strahlkraft und langer Wirkung etabliert werden, bei der Kirchenmusik von ausgewiesenen Spezialisten vorgestellt und vermittelt wird.

Kursleiter ist einer der gefragtesten und anerkanntesten Chordirigenten unserer Tage, Prof. Hans-Christoph Rademann. Kursort ist die Bergkirche St. Marien in Annaberg-Buchholz, die einzige Bergkirche Sachsens. Als Kurschor steht den Teilnehmern der renommierte Dresdner Kammerchor zur Verfügung. Die Ergebnisse des Kurses werden dann gemeinsam mit den kirchenmusika-lischen Kräften der Region im Abschlussgottesdienst des Musikfestes Erzgebirge in der St. Georgenkirche Schwarzenberg der Öffentlichkeit präsentiert. Somit wird ein belebender Impuls für die konkrete kirchenmusikalische Praxis gegeben.
Zudem konnten drei Gastdozenten für ergänzende öffentliche Vorträge gewonnen werden, in denen in aufführungspraktischer, kulturwissenschaftlicher und theologischer Perspektive die Kursinhalte vertieft werden: Prof. Ludger Rémy („Dirigieren im Sitzen.“ Der Dirigent als Continuo-Spieler: Möglichkeiten und Grenzen), Dr. Christina Siegfried („Nichts als Pest und Krieg?“ Zur Kulturgeschichte der Musik im 17. Jahrhundert) und Prof. Martin Petzoldt (Musik als klingende Theologie). Im Zentrum des Kurses steht die dirigentische Arbeit an ausgewählten Motetten aus zwei der bedeutendsten Motettensamm-lungen des 17. Jahrhunderts: der Geistlichen Chor-Music 1648 von Heinrich Schütz und dem Israelis Brünnlein von Johann Hermann Schein.

Ab sofort können sich junge Dirigenten, Kantoren und Studenten bis 35 Jahre für diesen Kurs bewerben. Der Meisterkurs findet in Kooperation mit dem Arbeitskreis Musik in der Jugend – AMJ und dem Carus-Verlag Stuttgart statt. Weitere Informationen durch OIliver Geisler: www.musikfest-erzgebirge.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.