Gudrun Pausewang – eine eindringliche Mahnerin

Spannend, beängstigend und tief berührend. Wer im Jahre 2006 in Leipzig die Uraufführung des Films DIE WOLKE nach dem gleichnamigen Buch von Gudrun Pausewang gesehen hatte, kam zu dem Schluss, dass der Film »Die Wolke« sehr deutlich aufzeige, welche Auswirkun-gen ein Unfall in einem Kernkraft-werk haben kann. Vielen ist seither unklar geblieben, warum sich unsere Regierungen nicht stärker für erneuerbare Energien einsetzen. Stattdessen wurde die Laufzeit der Atomkraft-werke verlängert. Die derzeitigen Beschlüsse der Bundes-regierung lassen vermuten, dass taktische Überlegungen vor der Wahl in Baden-Württemberg eine Rolle spielten.

Und es war kein reißerischer Film, dem man sich nicht entziehen konnte. Die Kultur-filiale meinte: »Statt im genreüblichen Katastrophen-Voyeurismus zu schwelgen, zeichnete er mit feinem Strich ein eindringliches Bild der menschlichen Folgen, die ein atomares Großunglück hinterlässt.« Für viele Menschen war damals die Verfilmung von Gudrun Pausewangs Bestseller eine Sternstunde des politisch engagierten Films.

Auch heute noch ist Gudrun Pause-wang eine eindringliche Mahnerin. Die Ereignisse von Tschnernobyl und Fukushima rücken ihr Buch und ihren Film wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung. Pädagogen wie Schüler sollten dieses Buch wieder in die Hand nehmen – natürlich auch Politiker. Das Buch erscheint nach wie vor im Ravensburger Buchverlag. Dr. Gabriele Runge erarbeitete dazu eine Arbeitshilfe für die Klassen 7-10. Weitere Informationen: www.ravensburger.de

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