Elke Heidenreich, Hier geht’s lang

Nichts prägt uns seit frühester Kindheit so sehr wie Bücher – wer wüsste darüber besser zu erzählen als Elke Heidenreich. Vor allem Bücher von Frauen haben sie beeinflusst und ihre lebenslange Freude an Auseinandersetzungen und schwierigen Lektüren geformt. Mit Hier geht’s lang! führt Elke Heidenreich gewohnt unterhaltsam, kenntnisreich und persönlich durch die weibliche Literaturgeschichte und ihr eigenes Leben mit Büchern. Lesen ist der rote Faden in Elke Heidenreichs Leben. Von Anfang an waren besonders Autorinnen und ihre Bücher prägend für sie: In ihrer Kindheit wurde noch streng nach Jungen- und Mädchenbüchern unterschieden, als junge Studentin in den 1960er-Jahren suchte sie sich dann unter lauter Männerliteratur zusammen, was Frauen dachten und schrieben. Später machte Heidenreich das Reden und Schreiben über Literatur zu ihrem Beruf und wurde, wie sie heute ist.

Dass dabei Frauen anders schreiben und lesen als Männer ist offenkundig, doch worin genau liegen die Unterschiede? In ihrer Leseautobiographie zeigt Elke Heidenreich auf, dass der Einfluss von Autorinnen auf Frauen nach wie vor unterschätzt wird. Und so führt sie geistreich und versiert durch das Werk von Schriftstellerinnen wie Francoise Sagan, Sylvia Plath, Karoline von Günderrode, Carson McCullers, Susan Sontag, Anna Achmatowa, Virginia Woolf und Christa Wolf und schildert dabei ihren Weg zu sich selbst, der über die Erfahrungen anderer Frauen in Büchern führte. In Hier geht’s lang! erkundet Deutschlands populärste Literaturempfehlerin, wie Bücher von Schriftstellerinnen uns zu dem machen, was wir sind. Sie gibt Anregungen zum eigenen Lesen und Leben und zeigt, dass es sich lohnt, Frauenperspektiven in der Literatur mehr Platz einzuräumen. Weitere Informationen: www.eisele-verlag.de