Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Preise an junge Musiker und Dirigenten«

34 junge Solisten und 10 Ensembles haben sich auch 2011 wieder bei den 35 Junge Elite-Konzerten um die begehrten Nachwuchspreise der Festspiele MV beworben. Zum Ensemble-, Solisten- und Publikumspreis kommt in diesem Jahr einmalig ein Dirigentenpreis hinzu.

Der mit 10.000 Euro dotierte Ensemblepreis der NORDMETALL-Stiftung würdigt in diesem Jahr nicht ein bestehendes Ensemble, sondern vier junge Musiker, die ihre Fähigkeit zum Ensemblespiel 2011 bei unterschiedlichen Kammermusikprojekten in besonderem Maße bewiesen haben: Philipp Bohnen (Violine), Wen Xiao Zheng (Viola) und Emmanuel Ceysson (Harfe) beim Kammermusikfest in Hasenwinkel und Ulrichshusen sowie Daniela Koch (Flöte) bei einem Konzert mit jungen Musikern der New Yorker Academy of Carnegie Hall in Benz auf Usedom.


Alondra de la Parra, Foto: (c) Brian Hatton

Der mit 10.000 Euro dotierte Dirigentenpreis wird von Nordex gestiftet und geht zu gleichen Teilen an Alondra de la Parra, die in Klütz die Norddeutsche Philharmonie Rostock und in Greifswald die Kammerakademie Potsdam dirigierte, und Cornelius Meister für seinen Auftritt mit dem NDR Sinfonieorchester und Daniel Hope in der
Konzertkirche Neubrandenburg.

Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV: „Die Kammermusik-Projekte mit unseren Preisträgern sowie europäischen und amerikanischen Nachwuchskünstlern sind ein Herzstück unseres Programms. Dabei haben uns in diesem Jahr Daniela Koch, Philipp Bohnen, Wen Xiao Zheng und Emmanuel Ceysson mit ihrem Können und der Fähigkeit in ganz unterschiedlichen Besetzungen zu spielen so überzeugt, dass wir dies mit dem Ensemblepreis würdigen. Bei den jungen Dirigenten 2011 haben sich Alondra de la Parra und Cornelius Meister dermaßen hervorgehoben, dass wir uns entschlossen haben, dafür einmalig einen Dirigentenpreis zu vergeben.“ Weitere Informationen: www.musikfest-mv.de

Kjell Nordström & Dr. Jonas Ridderstråle, Stockholm: »Das Produktionsmittel der Zukunft ist unser Gehirn«

Marx hatte Recht. Die Arbeiter kontrollieren die Produktionsmittel. Denn das Produktionsmittel der Zukunft ist unser Gehirn. Kreative Köpfe bringen das Kapital zum Tanzen. Unternehmen sind nur erfolgreich, wenn die Leute dort anders denken können. Business as usual ist langweilig. Doch wo es langweilig ist, da wollen die guten Leute nicht arbeiten – und die Kunden nichts kaufen.

Funky Business. Langeweile wird für Unternehmen zur Todesursache Nummer 1. Wenn es keinen Spaß mehr macht, machen wir einfach etwas anderes. Denn kluge Köpfe brauchen Freiraum für neue und spannende Ideen. Dafür darf es ruhig ein bisschen schneller gehen. Aber morgen muss etwas Neues passieren. Funky Times. Funky Village. Technologien, Institutionen und Werte wandeln sich permanent. Das Ergebnis: ein turbulentes globales Dorf, in dem nomadisierende Stämme ständig neue Beziehungen knüpfen. Doch die Stämme von heute definieren sich über ihren Stil: Lebensstil, Arbeitsstil, Konsum-stil, Kommunikationsstil. Funky Inc. Unsicherheit und Zukunftsangst – mehr hat die satte Selbstgefälligkeit traditioneller Großunternehmen ihren Mitarbeitern kaum hinterlassen. Wie wird sich die Funky Inc. der Zukunft von den bürokratischen Dinos unterscheiden? Funky U. Und wo bitte bleibt in diesem ganzen Spiel der Mensch? Im Mahlstrom des Wandels suchen wir nach Verständnis, nach irgendeinem Sinn, nach neuen Einsichten und nach Möglichkeiten, uns und unsere Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Weitere Informationen: www.m-vg.de/redline

Alfons Schubeck: »Reiseimpressionen – Kulturgeschichte und Heilkraft«

Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Alfons Schuhbeck mit den Gewürzen, und seine Neugier nach den Anfängen und Heilkräften dieser Kostbarkeiten wird immer größer. Deswegen begab er sich auf Entdeckungsreise zu den Ursprüngen der Gewürze – nach Marokko, Syrien und Israel, in den Libanon und die Türkei. Entstanden ist ein Buch voller Reiseimpressionen und neuer Rezepte.

In seinem neuen Buch berichtet der Meisterkoch über die spannende, kaum bekannte Kulturgeschichte der Gewür-ze von den frühen Hochkulturen über das antike Griechenland bis hin zum Mittelalter. Auch das alte Heilwissen über Gewürze, das heute in Verges-senheit geraten ist, wird in Alfons Schuhbecks neuem Buch erstmals rekonstruiert und neu entschlüsselt. Denn über Jahrtausende waren Kräuter und Gewürze die einzige Medizin, die den Menschen zur Verfügung stand.

Die kulinarischen Inspirationen von Begegnungen mit Köchen, Händlern und Medizinern vereint Alfons Schuhbeck mit seiner eigenen Kochweise und lässt so 150 ganz neue Rezeptkreationen entstehen! In seinem Buch präsentiert er erstmals eine ganz neue Weltküche der Gewürze! Weitere Informationen: www.zs-verlag.de

Zeruya Shalev erzählt von unserer schicksalhafte Gebundenheit an Ort, Zeit und vor allem an die Familie, in die wir geboren sind.

Noch mal ganz von vorne beginnen — für den Rest des Lebens. Zeruya Shalev erzählt von unserer schicksal-hafte Gebundenheit an Ort, Zeit und vor allem an die Familie, in die wir geboren sind: Je größer die Fliehkräfte von Wut, Enttäuschung und Trauer, umso stärker ist ihre Anziehungskraft.

Chemda Horovitz liegt in ihrem Bett und blickt mit schwindendem Bewusstsein auf ihr Leben zurück. Sie denkt an ihre Kindheit im Kibbuz, an ihre Ehe und ihre zwei Kinder, von denen sie eines zu sehr und das andere zu wenig liebte. Ihr geliebter Sohn Avner ist zu einem Mann herangewachsen, dessen Erfolg als Anwalt ihn nicht von seiner tiefen Verbitterung erlösen kann. Er verfällt einer geheimnisvollen Frau, die seine Liebe nicht erwidert.

Chemdas Tochter schenkt alle Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Tochter. Als diese sich immer weiter von ihr entfernt, entsteht in ihr das mächtige Verlangen, ein Kind zu adoptieren und noch einmal von vorne zu beginnen. Doch der Widerstand ihrer Familie treibt sie in eine Sackgasse. Sie kann den Traum nicht überwinden, der das zu sprengen droht, was er eigentlich retten soll: ihre Familie.

In Für den Rest des Lebens erzählt Zeruya Shalev von den elementaren Kräften zwischen Eltern und Kindern, von Wut, Enttäuschung und Sehnsucht, von Verletzungen und Liebe und davon, wie sich die Familienbande als stärker und beständiger erweisen als alles Sehnen und Streben, diese zu zerschneiden, und stärker als alle Kräfte, die uns trennen.

Die Übersetzerin Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren. Sie übersetzte mehr als 300 Titel aus dem Hebräischen, dem Englischen und dem Niederländischen ins Deutsche. Zudem ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa dem Deutschen Bücherpreis, der Corine und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.Weitere Informationen: www.berlinverlag.de

Berlin Verlag: »Fluss der Wunder – ein überwältigender Abenteuerroman«

Im Auftrag eines Pharmainstituts reist Marina Singh in den brasilia-nischen Urwald, um ihren verschol-lenen Kollegen Anders zu suchen — und um herauszufinden, welche mysteriösen Forschungen die exzentrische Dr. Swenson im Urwald betreibt. Für Marina beginnt eine gefahrvolle Reise zu den Grenzen von Wissenschaft und Mythos, Wahn und Wunder.

Als der Biologe Anders Eckman auf der Suche nach Dr. Swenson im brasilia-nischen Regenwald verschwindet, soll Swensons ehemalige Studentin Marina Singh dem Fall nachgehen und die eigenwillige Forscherin aufspüren, die sich seit Jahren weigert, Berichte an ihr Institut zu liefern. Marina folgt Eckmans Spuren und wagt sich auf eine gefährliche Reise ins dunkle Herz des Amazonas, um zu klären, was es mit Swensons geheimnisvollen Studien über die Fruchtbarkeit der Ureinwohner auf sich hat. Doch je näher sie ihrem Ziel auf dem Rio Negro entgegenreist, desto klarer wird ihr, dass sie sich nicht nur den Gefahren des Urwalds, sondern auch ihren eigenen Ängsten stellen muss …

Fluss der Wunder ist ein intelligenter Abenteuerroman mit einer faszinierenden Heldin, ein packendes Stück Literatur über Wissenschaft und Moral, den Schrecken der Natur und das Grauen im Herzen eines jeden, der Grenzen überschreitet, an denen kein Mensch jemals rühren sollte. WEitere Informationen: www.berlinverlag.de

Theo Sommer: »Unser Schmidt«

Theo Sommer, langjähriger Chef-redakteur und Herausgeber der ›Zeit‹, kennt Helmut Schmidt seit 1961. Er hat dessen politische Karriere journalistisch begleitet und arbeitet seit 1983 mit dem Heraus-geber und Autor Schmidt bei der Wochenzeitung ›Die Zeit‹ zusammen. Er schildert die politischen Stationen Helmut Schmidts, beschreibt seine Vorstellungen und Handlungsgrund-lagen und gibt aus nächster Nähe Einblicke in die zweite Karriere Schmidts als Publizist.

Das ist auch nicht schwieriger, als wenn man als Politiker in ein neues Ressort kommt und sich einarbeiten muss«, sagte Helmut Schmidt, als er 1983 seinen Herausgeberposten bei der ›Zeit‹ antrat. Ganz so einfach scheint es dann doch nicht gewesen zu sein, zumindest nicht für diejenigen, die schon länger bei dem Blatt tätig waren. Schmidt schärfte den Ressortleitern schon mal ein, »die Wohngemeinschafts- und Gossensprache der 68er-Generation« zurückzudrängen.

Die Kollegen konterten: »Eine Redaktion ist kein Ministerium.« Doch schon bald herrschte Einigkeit darin, eine tolerante, weltoffene Zeitung zu machen. Weitere Informationen: www.dtv.de

Gerhard Jelinek: »Reden, die die Welt veränderten«

Es sind oft nur ein, zwei Sätze, die eine Rede berühmt machen, zum Schlagwort einer Epoche, eines Ereignisses werden wie Barack Obamas »Yes, we can« oder Martin Luther Kings »I have a dream«. Es gibt Reden, die tatsächlich eine Änderung der Welt initiiert haben.

Es gibt aber auch solche, die auf fatalen Irrtümern aufbauen oder dreiste Lügen enthalten. Gerhard Jelinek hat wesentliche Auszüge aus berühmten Reden von der Antike bis zur Gegenwart zusammengestellt, erklärt anschaulich, knapp und unterhaltsam den jeweiligen historischen Kontext und erzählt die Wirkungsgeschichte. Wenige Worte – große Wirkung.

Gerhard Jelinek ist seit 1989 beim ORF tätig. Er leitete und moderierte die Fernsehsendung ›Report‹ und war für die Diskussionssendungen ›Presse-stunde‹ und ›Offen gesagt‹ verantwortlich. Derzeit ist er Leiter der Abteilung »Dokumentation und Zeitgeschichte« im Österreichischen Fernsehen. Zahl-reiche TV-Dokumentionen und Buchpublikationen. Weitere Informationen: www.dtv.de

Robert Louis Stevenson: »Der Master von Ballantrae – Ein wiederentdecktes Meisterwerk«

Die spannende Geschichte vom Kampf zweier ungleicher Brüder beginnt im Schottland des 18. Jahrhunderts. James Durie, der Erbe auf Durisdeer, ist tollkühn und skrupellos, Henry zurückhaltend und redlich. James folgt ohne Rücksicht auf seine Pflichten den Fahnen des glücklosen ‚Bonnie Prince Charlie‘. Henry muss seinen Platz einnehmen und heiratet schließlich auch die für den Bruder bestimmte Frau. Doch damit nimmt der schaurige Abenteuerroman erst seinen Anfang, denn Master James ist nicht tot…

Robert Louis Stevenson wurde 1850 in Edinburgh geboren und starb 1894 in Vailima auf der Samoa-Insel Upolo. Als Autor spannender Abenteuerromane und exotischer Südseegeschichten gelangte der schottische Erzähler zu Weltruhm. Seine bekanntesten Werke u.a.: ›Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde‹ (dtv 1887); ›Die Schatzinsel‹ (dtv 1897). Weitere Informationen: www.dtv.de

H.G. Wells: »Die Insel des Dr. Moreau«

Dr. Moreau ist ein fanatischer Wissenschaftler, ein Vivisekteur, der auf einer einsamen Insel aus Tieren Menschen machen will. Der Leser erlebt diesen Nachfolger eines Baron Frankenstein oder Dr. Jekyll und seine Kolonie monströser Tiermenschen in der Erzählung eines Schiffbrüchigen, den Todesangst auf der Insel herumtreibt.

Je mehr sich die Geheimnisse enthüllen, um so grauenvoller wird seine Situation, denn irgendwann werden Dr. Moreaus Kunstgeschöpfe doch vom verbotenen Blut trinken.

Dieser phantastische Roman von H.G. Wells, der bei seinem Erscheinen 1896 einen Sturm der Entrüstung auslöste und bis heute zu seinen berühmtesten Werken zählt, ist im Zeitalter der Genforschung von erschreckender Aktualität.

H(erbert) G(eorge) Wells wurde am 21.9.1866 in Bromley/Kent geboren und starb am 13.8.1946 in London. Nach einer Kaufmannslehre absolvierte er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen; nach nur wenigen Jahren als Dozent lebte er als freier Schriftsteller. Sein Gesamtwerk umfaßt etwa hundert Bände. Zu Weltruhm gelangte er mit seinen Romanen und Erzählungen, die ihn als Begründer der modernen Science-fiction, als genialen phantastischen Utopisten und als kritisch-humorvollen Gesellschaftssatiriker ausweisen. Weitere Informationen: www.dtv.de

Gustav Meyrink: »Der Golem – Der Klassiker der phantastischen Literatur«

»Ungefähr alle dreiunddreißig Jahre begibt es sich nämlich, daß ein voll-kommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongo-lischem Typus aus der Richtung der Altschulgasse her durch die Judenstadt schreitet und plötzlich – unsichtbar wird.« So erzählt man sich in der Prager Judenstadt.

Die Legende vom Golem ist lebendig, noch dreihundert Jahre nachdem sich der hohe Rabbi Loew im späten 16. Jahrhundert den künstlichen Gehilfen schuf. Und nicht nur die Legende lebt: Eines Tages bringt ein fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus dem Gemmen-schneider Athanasius Pernath ein Buch mit einer kostbaren goldenen Initiale zur Reparatur.

Pernaths Erinnerungsvermögen beginnt ihm seltsame Streiche zu spielen. Das Aussehen des Besuchers ist in seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. Um es sich zu vergegenwärtigen, spielt er dessen Ankunft nach. Da kehrt die Erinnerung zurück – und mehr noch: Der Fremde ergreift von ihm Besitz.

Gustav Meyrink (eigtl. Meyer) wurde am 19. Januar 1868 in Wien geboren. Nach der Tätigkeit als Bankier in Prag 1889-1902 lebte er ab 1905 als freier Schriftsteller in München. Meyrink gilt mit seinen bekannten Romanen ›Der Golem‹, ›Das grüne Gesicht‹ und ›Der weiße Dominikaner‹ als Klassiker der phantastischen Literatur.

In sein Werk gingen mystische und kabbalistische Elemente ein, er selbst konvertierte 1927 zum Mahanja-Buddhismus. Er starb 1932 in Starnberg. Weitere Informationen: