Staatskapelle Dresden: Fünf Konzerte in fünf Ländern

 
Mit Jubel und Standing Ovations wurde die Sächsische Staatskapelle Dresden für ihre Konzerte während der am Montag dieser Woche zu Ende gegangenen Europa-Tournee gefeiert. Fünf Konzerte in fünf verschiedenen Ländern standen in der Zeit vom 10. bis 17. Juni auf dem Tourneeplan. Dirigent war der Brite Daniel Harding.

Harding

Den Auftakt der Gastspielreise machte am 10. Juni 2009 ein Konzert in der Kölner Philharmonie. Vor ausverkauftem Haus musizierte die Staatskapelle unter Daniel Harding die «Genoveva»-Ouvertüre und das Violinkonzert von Robert Schumann mit dem Violinsolisten Renaud Capuçon. Nach der Pause erklang die zweite Sinfonie von Johannes Brahms. Große Begeisterung bei Publikum und Presse bedeuteten einen Tourneeauftakt nach Maß. So sprach der Kölner Stadtanzeiger von einem «Saison-Höhepunkt» mit einer «außerordentlichen Spitzenformation».

Tags darauf spielte die Staatskapelle im spektakulären Philharmonie-Neubau in Luxemburg. Auch hier feierte der ausverkaufte Saal das Orchester mit Standing Ovations, die Musiker bedankten sich, wie bei sämtlichen Konzerten, mit Webers «Freischütz»-Ouvertüre als Zugabe. Im Publikum saßen zahlreiche Prominente aus Politik und Gesellschaft, darunter der Großherzog von Luxemburg sowie der deutsche Außenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher.

Luxembureg

Mehrfach im Jahr gastiert die Sächsische Staatskapelle im Pariser Théâtre des Champs-Elysées. Auch das jetzige Gastspiel (12. Juni 2009) geriet wieder zu einem Höhepunkt: Mit einem reinen Schumann-Programm feierte das Pariser Publikum die Gäste aus Dresden – sowie die beiden Wahl-Pariser Daniel Harding und Renaud Capuçon. «Es ist ein Traum, mit diesem Orchester in meiner Heimat zu konzertieren», bekannte Capuçon nach dem Konzert. «Man hat gespürt, wie sehr die Pariser den einzigartigen Klang dieses Orchesters lieben.»

Den Abschluss der Tournee bildeten zwei Konzerte in Dublin und Glasgow. Das Konzert in der historischen National Concert Hall der irischen Hauptstadt war eines der begehrtesten der ganzen Saison und wurde vom irischen Rundfunk mitgeschnitten. Auch in Glasgow, wo die Staatskapelle erstmals gastierte, wurden die Musiker begeistert gefeiert.

«Das Musizieren mit diesem Orchester ist für mich wie eine Offenbarung», schwärmte Daniel Harding bereits während der Tournee. «Die Werke von Schumann und Brahms sind wie geschaffen für den Klang der Kapelle». Bereits in der kommenden Saison kehrt der Brite ans Pult der Staats-kapelle zurück, um mit einem Schumann-Programm in der Frauenkirche den 200. Geburtstag des Komponisten zu würdigen. Fotos: (c) Matthias Creuzinger. Weitere Informationen: www.semperoper.de

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