Sachsen: »Martha Argerich gibt ihr lang erwartetes Debüt bei der Staatskapelle Dresden«

 
Er wisse nicht, was er ihr noch beibringen könne, sagte Friedrich Gulda über die damals erst 12-jährige Martha Argerich, die Mitte der 60er Jahre aus Argentinien kommend den europäischen Kontinent im Sturm eroberte. Erfolge bei den Wett-bewerben in Bozen, Genf und schließlich beim Chopin-Wettbewerb in Warschau legten den Grundstein für eine einzigartige Karriere. Mit Maurice Ravels luftig-brillantem G-Dur-Konzert wird Argerich, die der Kritiker Joachim Kaiser einst als «Klavier-Göttin» bezeichnete, nun anlässlich ihres Debüts bei der Staatskapelle Dresden eines ihrer «Paradestücke» im Semperbau präsentieren: Bereits 1984
spielte sie dieses Werk mit Claudio Abbado und dem London Symphony Orchestra
für die Schallplatte ein – eine Interpretation, die bis heute Maßstäbe setzt.

Sachsen: »Martha Argerich gibt ihr lang erwartetes Debüt bei der Staatskapelle Dresden«
«Klavier-Göttin» Martha Argerich

Am Pult in Dresden steht ein anderer Dirigent, mit dem sie bestens vertraut ist: Charles Dutoit, der als langjähriger Chef das Orchestre Symphonique du Montreal (OSM) zu Weltruhm führte. Seit 2008 ist Dutoit Chefdirigent des Philadelphia Orchestra, das er zu alter Klangpracht zurückführen will. Bereits 2004 und 2007 entlockte er auch der Staatskapelle bei seinen bisherigen Auftritten am Kapellpult die faszinierendsten Klangfarben. Neben Ravels G-Dur-Konzert und der mitreißenden Berlioz-Ouvertüre «Le carnaval romain» ist Dutoit ebenfalls mit einem seiner Glanzstücke zu erle-ben: der Orchestersuite «The Planets» von Gustav Holst, für deren spektakuläre Aufnahme mit dem OSM er 1987 den Gramophone Award erhielt. Der Brite Holst schuf mit diesem klingenden Planetarium einen Klassiker der Musik des 20. Jahrhunderts und lieferte nicht zuletzt den Filmmusikkomponisten dankbare Anregungen. Bei den abschließenden Klängen von «Neptun, dem Mystiker» wird die Staatskapelle von den Frauenstimmen des Staatsopernchors unterstützt.

Die Aufführungen des 4. Sinfoniekonzerts: Sonntag, 8. November 2009, 11 Uhr Montag, 9. November 2009, 20 Uhr Dienstag, 10. November 2009, 20 Uhr mit Werken von Hector Berlioz Ouvertüre «Le carnaval romain» op. 9 Maurice Ravel Klavierkonzert G-Dur, Gustav Holst «The Pla-nets» op. 32. Die Ausführenden sind: Charles Dutoit, Dirigent Martha Argerich, Klavier, Damen des Staatsopernchors, Einstudierung Pablo Assante. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

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