Orte der Ankunft – Arrival City: »Über alle Grenzen hinweg ziehen Millionen Menschen vom Land in die Städte«

»Scheitert die Arrival City, wird sie zur Brutstätte von Kriminalität und Extremismus. Bläht sie auf, sichert die Arrival City vor allem auch unsere Zukunft«, so der Autor Doug Saunders nach seiner Recherche. Ein Drittel der Weltbevölkerung zieht – über Provinzen, Länder, Kontinente hinweg – vom Land in die Städte. In unserer Zeit leben zum ersten Mal mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land.

Die These, dass diese radikale, unum-kehrbare Entwicklung eine positive ist – sowohl für die Migranten als auch für die Städte, in denen sie ankommen –, setzt Saunders’ Buch von gern be-schworenen Untergangsszenarien ab. Ob Migration funktioniert oder nicht, hat wenig mit kulturellen Klüften oder religiösen Gegensätzen zu tun. Die Ziele der Neuankömmlinge sind – egal aus welchem Land sie stammen oder in welche Stadt sie gehen – die gleichen. Doch ob sie Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen können, hängt stark davon ab, ob die Stadt auf sie vorbereitet ist.

Drei Jahre lang hat Saunders in Berlin-Kreuzberg, im Londoner East End und den Banlieues von Paris, in den Favelas von Rio de Janeiro und den Barrios in Los Angeles mit Menschen über ihre Lebenspläne und -wirklichkeiten ge-sprochen. Über zwanzig solcher Viertel, Rand- und Außenbezirke, diese Orte der Ankunft – Arrival Citys –, porträtiert Saunders in seinem Buch. Sein Fazit: Scheitert die Arrival City, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zur Brutstätte von Kriminalität und hybridem Extremismus, zum Elendsviertel. Blüht sie auf, wird die Arrival City zur Geburtsstätte der neuen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens einer Stadt. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

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