NDR: »Ein Millionär geht stiften: 100 Jahre Kurt A. Körber«

 
Am 7. September 2009 jährt sich der 100. Geburtstags des Hamburger Unternehmers Kurt A. Körber. Das NDR Fernsehen zeigt aus diesem Anlass am Sonntag, dem 06. September 2009 um 11:30 Uhr den Beitrag »Ein Millionär geht stiften: 100 Jahre Kurt A. Körber«. In einer Mitteilung des NDR heißt es: »Er war nicht nur einer der erfolgreichsten Unternehmer in Hamburg, er war auch vor allem ein außergewöhnlich engagierter Stifter und Anstifter. Die von ihm vor 50 Jahren ins Leben gerufene Körber-Stiftung hat sich zu einer der bedeutendsten deutschen gemeinnützigen Stiftungen entwickelt. Kurt A. Körber fühlte sich als Kapitalist dem Gemeinwohl verpflichtet. Seine Appelle an die Wohlhabenden, mehr Gemeinsinn und Verantwortung zu zeigen, sind heute aktueller denn je.

Der 100. Geburtstag des Hamburger Unternehmers jährt sich am 7. September 2009. In ihrem Dokumentarfilm „Ein Millionär geht stiften“ erzählt Grimme-Preisträgerin und NDR Autorin Uta König die faszinierende Geschichte dieses eigenwilligen und umtriebigen Anstifters, der ständig die Welt verbessern wollte, tausend Ideen hatte – und viel bewegte. Überraschende Einblicke in die Welt des privaten Kurt A. Körber geben Zeitzeugen, die ihm als Weggefährten und Vertraute sehr nahe gekommen sind. Richard von Weizsäcker nennt ihn das „Genie von Bergedorf“, Helmut Schmidt bezeichnet ihn als „begeisterungsfähigen Idealisten“: Kurt A. Körber, Erfinder, Tüftler und Ingenieur.«

»Ein 100 Jahre Kurt A. Körber«»Für mich ist die Stiftung nicht irgendein persönliches Hobby, das ich mir leiste, wie andere sich aufwendige Hobbys leisten. Eine Lebensaufgabe sehe ich darin verwirklicht, dass ich die ökonomische Zielsetzung, nämlich materiellen Gewinn zu erzielen, mit der sozial-kulturellen Zielsetzung, die Gesellschaft, in der und von der ich leben, durch gemeinnützige Aktivitäten zu stärken, verbunden habe.«

Kurt A. Körber war einmalig: ein Mann »zwischen den Systemen«. Er war, wie ihn sein Freund Helmut Schmidt rückblickend charakterisierte, »Ossi und Wessi in einer Person«, so Hermann Schreiber in seinem Essay über Kurt A. Körber. Aufgewachsen in einem sozialistisch geprägten Milieu, wurde er zum lupenreinen Kapitalisten, der aus dem Nichts einen weltweit agierenden Maschinenbaukonzern schuf und eisern an dem Grundsatz festhielt, keine Schulden zu machen.
Das gemeinsame Erlebnis der Not nach dem verlorenen Krieg und ihre Überwindung war sein Antrieb und blieb seine Vision für eine Gesellschaft, in der jeder seine Chancen nutzen kann, aber für das Gemeinwohl verantwortlich bleibt. So ist Kurt A. Körber nach dem Zusammenbruch des Sozialismus und dem Ruin des »Kasino-Kapitalismus« ein Unikat geblieben – und ein Exempel: der gemeinnützige Kapitalist. Weitere Informationen: www.koerber-stiftung.de

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