Michael Rühle: »Gute und schlechte Atombomben«

 
Michael Rühle: »Gute und schlechte Atombomben«»Berlin muss die nukleare Realität mitgestalten«, so Michael Rühle in der Reihe Standpunkte der Hamburger Körber Stiftung. »Deutschland hat nukleare Interessen.« Mit dieser knappen und klaren Aussage bricht Michael Rühle ein Tabu. Zwar hat sich die Bundesrepublik aus guten Gründen gegen den Besitz von Kernwaffen entschieden, aber sie genießt seit gut sechzig Jahren den nuklearen Schutz.

Kaum war der Kalte Krieg zu Ende, wuchsen neue Bedrohungen: Seitdem blüht der Handel mit nuklearem Material. Das Prinzip der atomaren Abschreckung wird spätestens dann nicht mehr funktionieren, wenn Kernwaffen in die Hände religiös motivierter Terroristen gelangen. Neue Akteure, neue Technologien, neuer Fanatismus und ein tendenziell abnehmendes Interesse, große Energielieferanten wie Iran an der nuklearen Aufrüstung zu hindern – für Rühle steht fest: Berlin ignoriert dieses »zweite nukleare Zeitalter«. Deutsche Politik darf sich nicht in Abrüstungsbekenntnissen erschöpfen. Überfällig ist in Berlin eine Debatte über die Mitgestaltung der nuklearen Realität. Nur so lässt sich Sicherheit schaffen. Weitere Informationen: www.koerber-stiftung.de

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