Leipzig: »Rarität der Gewandhaus-Geschichte«

 
Unter Leitung von Riccardo Chailly führen am 7. und 8. Januar, jeweils um 20 Uhr das Gewandhausorchester und der Dresdner Kammerchor Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1 bis 6) von Johannes Sebastian Bach auf. Die Künstler: Carolyn Sampson, Sopran, Matthias Rexroth , Altus, Martin Lattke, Tenor (Evangelist), Wolfram Lattke, Tenor (Arien) und Konstantin Wolff, Bass.

Leipzig: »Rarität der Gewandhaus-Geschichte«

Das Gewandhausorchester wurde noch zu Bachs Lebzeiten gegründet. Über die Jahrhunderte hinweg war es gemeinsam mit dem Thomanerchor und dessen jeweiligem Kantor der Hauptträger der Bach-Pflege in Leipzig. Ein Blick in die Geschichte zeigt allerdings, dass es die Gewandhauskapellmeister seit Mendelssohn waren, deren Engagement Bachs Musik zur entscheidenden Renaissance verholfen haben, indem sie sie Mitte des 19. Jahrhunderts einem breiten Publikum wieder zugänglich machten. Die Idee, Bachs Musik wieder im öffentlichen Konzertleben zu etablieren, ging im Wesentlichen von Leipzig aus.

Eine Ausnahme bildet das Weihnachtsoratorium: 1857 erst wurde es von der Berliner Singakademie wiederentdeckt und aufgeführt. Im Gewandhaus kam es erst in der Amtszeit von Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke (1860-1895) zu Teilaufführungen des Oratoriums. Nach ihm hat kein Gewandhauskapellmeister mehr das Werk im Gewandhaus dirigiert. Dass nun am 7. und 8. Januar 2010 Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly das Bachsche Weihnachtsoratorium mit dem Gewandhausorchester im Gewandhaus interpretiert, ist daher eine Rarität. Das Werk wird für die CD-Veröffentlichung mitgeschnitten und Ende 2010 bei DECCA veröffentlicht. Weitere Informationen: www.gewandhaus.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.