Institut50plus: »Abschlusskonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Viviane Hagner«

 
Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern beschließen am Sonntag, dem 13. September um 16:00 Uhr die Saison 2009 mit einem Preisträger-Konzert in der Heiligen-Geist-Kirche in Wismar. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen Julia Fischer wird Viviane Hagner (Geige), die diesjährige Preisträgerin in Residence, als Solistin auftreten und gemeinsam mit Martin Helmchen (Klavier) und der Kammerakademie Potsdam unter Michael Sanderling Werke von Schubert und Mendelssohn Bartholdy präsentieren. Die Besetzungs- und damit einhergehende Programmänderung ist der hocherfreulichen Nachricht geschuldet, dass Julia Fischer in Kürze Mutter wird. Spontan hat sich die Preisträgerin in Residence Viviane Hagner bereit erklärt, ihre Saison selbst mit Mendelssohns Violinkonzert e-Moll abzuschließen. Intendant Dr. Matthias Hülsen freut sich sehr darüber mit Viviane Hagner eine erstklassige Besetzung für das Abschlusskonzert gefunden zu haben.

Institut50plus: »Abschlusskonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Viviane Hagner«Viviane Hagner, Solisten-Preisträgerin der Festspiele MV 1996, hat sich mittlerweile einen festen Platz in der internationalen Musikwelt gesichert und trat bereits mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra und den New Yorker Philharmonikern auf. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten, darunter Claudio Abbado, Daniel Barenboim und Vladimir Ashkenazy.

Pianist Martin Helmchen wurde 1982 in Berlin geboren und wechselte nach dem Studium an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin an die HMT Hannover. Mittlerweile kann er mit dem „ECHO Klassik“ und dem „Credit Suisse Young Artist Award“ auf zwei der bedeutendsten Preise der Musikszene zurück blicken. Martin Helmchen arbeitete mit so bedeutenden Orchestern wie den Wiener Philharmonikern und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Yakov Kreizberg und Kurt Masur zusammen.

Der Dirigent und Cellist Michael Sanderling wurde nach mehreren Wettbewerbs-erfolgen als Cellist (u. a. der ARD-Wettbewerb) bereits mit 19 Jahren Solocellist am Gewandhaus Leipzig. Später wechselte er in derselben Position zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seit der Saison 2006/07 ist Michael Sanderling Künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam. Weiterhin wirkt er als Principal Conductor des Kammerorchesters Berlin und ist Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie. Mit diesen Orchestern unternimmt er zahlreiche Gastspiele, unter anderem in die Alte Oper Frankfurt, nach Essen, Wiesbaden und Aachen.

Die stilistische Vielfalt der Kammerakademie Potsdam reicht von der Barockoper auf historischem Instrumentarium über die klassische Sinfonie bis hin zur Uraufführung zeitgenössischer Werke. Als Solisten traten u. a. Daniel Hope, Steven Isserlis und Gábor Boldoczki mit der Kammerakademie Potsdam auf. Gastspiele führten das Orchester zuletzt in die Musikhalle Hamburg, die Alte Oper Frankfurt/Main und die Frauenkirche Dresden sowie zum Rheingau Musik Festival.

Von Mendelssohn erklingen an diesem Abend ein Spät- sowie ein Frühwerk. Das Rondo brillant für Klavier und Orchester schrieb er mit 25 Jahren und schuf damit eines seiner technisch anspruchsvollsten Konzertstücke. Das Konzert für Violine und Orchester entstand hingegen drei Jahre vor seinem Tod und zählt mittlerweile zu Mendelssohns populärsten Werken. Schuberts 6. Sinfonie, die klar der Wiener Klassik verpflichtet ist, zählt zum Frühwerk des Romantikers und vermittelt gleichzeitig jugendlichen Überschwang sowie romantische Verklärtheit des Komponisten.

Heilig-Geist-KircheDie Heiligen-Geist-Kirche in Wismar vereinigte im Mittelalter Kirche, Klinik und Herberge unter einem Dach. 1250 als Hospital gegründet, wurden fünf Jahre später bereits die ersten Gottesdienste abgehalten und 1323 mit dem Ausbau der heutigen Kirche begonnen. 1411 erfolgte der Anbau eines Siechenhauses, das den Kranken ermöglichte, am Gottesdienst teilzunehmen und das Abendmahl zu empfangen. Im Zuge der Reformation wurde das Siechenhaus in das nahe gelegene Dominikanerkloster verlegt. Die Heiligen-Geist-Kirche erfuhr zahlreiche innere Umbauten. So wurde 1699 die hölzerne Decke eingezogen, die für die heute so geschätzte hervorragende Akustik verantwortlich ist.

Karten für das Konzert, das Programm der Saison sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Die Abendkassengebühr beträgt 2,- Euro pro Karte.

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