Franz Liszt: »Biographie eines Superstars«

»Er ist das tolle, schöne, hässliche, rätselhafte, fatale Kind seiner Zeit, dessen Zauberkraft uns bezwingt, dessen Genius uns entzückt, dessen Wahnsinn uns selber die Sinne verwirrt«, so Heinrich Heine.

Franz Liszt (1811-1886) war ein Mann, der sich in immer neuen Rollen gewisser-maßen selbst erfand: Als Wunderkind, Klaviervirtuose, Komponist, Freigeist, Patriarch des Wagner-Clans, Frauenschwarm und katholischer Abbé mit zeitweiligem Wohnsitz im Vatikan. Er war ein begnadeter Schauspieler und verruchter Verführer, manchmal auch ein bombastischer Schaumschläger und Scharlatan. Alles dies findet man auch in seiner Musik, die oft lässig auftrumpfend und ebenso oft zärtlich-fragil ist.

In seiner neuen großen Biographie „Liszt. Biographie eines Superstars“ breitet Oliver Hilmes das außergewöhnliche Leben und das faszinierende Werk dieses schillerndsten Künstlers seiner Zeit vor uns aus. Er nimmt Liszt die zahlreiche Masken ab und verleiht ihm dadurch ein Gesicht. So zeichnet der Autor ein neues Bild dieses romantischen Virtuosen und Wegbereiters der Moderne. Oliver Hilmes beantwortet die Frage, wer dieser Franz Liszt – fernab aller Selbststilisierung – wirklich war, und er entschlüsselt die Bedeutung seiner kühnen Musik und die Faszination, die noch heute von ihr ausgeht. Weitere Informationen: www.randomhouse.de/siedler