Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Musik aus MV«

 
In der Konzertreihe Musik aus MV rücken die Festspiele das Land noch weiter in den Fokus des musikalischen Geschehens. Kompositionen von in Vergessenheit geratenen Komponisten des Landes werden in den drei Konzerten der Ludwigsluster Klassik (26. – 28.08.) zur Aufführung gebracht. Mit dabei sind Hornist Christoph Eß, die Hamburger Camerata unter Johannes Moesus, die Musica Instrumentalis Schwerin, das Mecklenburgisches Barockorchester „Herzogliche HofKapelle“ sowie der NDR Chor. Zwei Klavierkonzerte, eine Uraufführung sowie eine europäische Erstaufführung, von dem wohl bekanntesten Komponisten Mecklenburg-Vorpommerns, Friedrich von Flotow, interpretiert von Pianist Matthias Kirschnereit und dem MDR Sinfonieorchester unter Michael Sanderling stehen am 07.08. in Putbus auf dem Programm.

Die Neubrandenburger Philharmonie und die Junge Norddeutsche Philharmonie, zahlreiche Chöre und Gesangssolisten aus der Region wagen sich angeleitet von Stefan Malzew mit Mahlers Sinfonie der Tausend in der Wismarer St. Georgen-Kirche an das gewaltigste Werk der chor-sinfonischen Literatur. Unter dem Motto „Händel for Brass“ begrüßt das Schweriner Blechbläser-Collegium am 30.06. seine Gäste auf Burg Stargard, während der Rostocker Motettenchor gemeinsam mit dem Countertenor Maarten Engeltjes und der Musica Baltica Rostock in der Heiligen-Geist-Kirche in Rostock (03.07.) konzertiert.

2010.pngAm 20.06. widmen die Festspiele in Marihn einen ganzen Tag der Gitarre. „Guitars & Roses“ heißt das Programm mit den internationalen Gitarrensolisten Rafael Cortés (Flamenco-Gitarre), Don Ross (Gitarre) und Diknu Schneeberger (Gypsy- und Swing-Gitarre), die zusammen mit der Neubrandenburger Philharmonie das Publikum u. a. mit Eigenkom-positionen sowie Werken von Bizet verzaubern. Ferner präsentiert das Landesjugend-orchester Werke von Wagner, DvoÅ™ák und Schumann am 21.07. in Niendorf auf Poel und das Landesjugendjazzorchester das Programm „Bebop and Beyond“ am 13.08. in Dobbertin.

Matthias Kirschnereit zählt heute zu den führenden deutschen Pianisten seiner Gene-ration. Der in Westfalen geborene Musiker wuchs in der Wüste Namibias auf und studierte an der Musikhochschule Detmold bei Renate Kretschmar-Fischer. Prägende künstlerische Einflüsse erfuhr er durch die langjährige Verbindung mit Claudio Arrau, Bruno Leonardo Gelber, Oleg Maisenberg und Murray Perahia. Seine großen Erfolge u.a. beim Deutschen Musikwett-bewerb in Bonn, beim Internationalen Concours Géza Anda in Zürich sowie beim Internationalen Australischen Klavierwettbewerb in Sydney markierten den Beginn seiner internationalen Konzerttätigkeit, die ihn mittlerweile auf alle fünf Kontinente geführt hat.

Europäische Spitzenensembles wie das Tonhalle Orchester Zürich, das Residentie Orkest Den Haag, die Bamberger Symphoniker, die Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und Leipzig, das Zürcher Kammerorchester sowie die Festival Strings Lucerne luden ihn als Solisten ein. Ein umjubelter Höhepunkt im Jahr 2003 war die Aufführung von Rachmaninows 2. Klavierkonzert beim Festkonzert zur 300-Jahr-Feier St. Petersburgs mit den St. Petersburger Philharmonikern unter Yuri Temirkanov. Die intensive Zusammenarbeit mit Sandor Végh und der Camerata Academica Salzburg hatte insbe-sondere für sein Mozartverständnis nachhaltige Bedeutung. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de und www.institut50plus.de

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