Elke Heidenreich: »Was für eine schöne Allianz – Musik und Bücher!«

 
Elke Heidenreich: »Was für eine schöne Allianz – Musik und Bücher!«Vier Neuerscheinungen veröffentlichte die Edition Elke Heidenreich in ihrem ersten Programm: den Roman »Brendels Fantasie« des österreichischen Autors Günther Freitag, das Sachbuch »Die Kraft der Musik« der Cellistin Elena Cheah über die Geschichte des West-Eastern Divan Orchestras, den Essayband »Wie viel Musik braucht der Mensch? « des Opernregisseurs Hans Neuenfels sowie den Roman »Verdi« von Franz Werfel.

Dazu Horst Grenz, Leiter des Flensburger Instituts50plus: »Die Herausgabe dieser Edition ist überfällig. Sie hilft Musik besser zu verstehen, macht neugierig und ermutigt, sich der Musik zuzuwenden – ganz besonders vor dem Hintergrund fehlender oder nicht ausreichender schulischer Angebote.«

Das West-Eastern Divan Orchestra wurde 1999 von Daniel Barenboim und Edward Said in Weimar gegründet. Es vereinigt Musiker aus verschiedenen Ländern des Nahen Ostens. Was als unwägbares kulturelles Experiment begann, wurde bald zu einer einzigartigen Begegnungsstätte. Elena Cheah verwebt die Geschichte des Projekts mit den Porträts von etwa zwanzig Orchestermitgliedern: Ihre Geschichten erzählen von ihren Erfahrungen im West-Eastern Divan Orchestra, ihren Freundschaften und Schwierigkeiten miteinander, von dem alltäglichen Zusammenleben und der Musik, die sie vereint, auch wenn ihr Glaube, die politischen Fakten und reale Grenzen zwischen ihnen stehen. Diese bewegende Nahaufnahme zeigt deutlich, welche verbindende Kraft die musikalische Zusammenarbeit hat, auch wenn der Riss in dieser Krisenregion mitten durch die Herzen der Menschen geht.»Im Grunde undenkbar: ihre Länder führen erbittert Krieg, und sie musizieren miteinander. Die Geschichten dieser Musiker bewegen uns tief«, so Elke Heidenreich.

GeigenlehrerinEin humorvoller, geistreicher und lebenskluger Roman. Seit ihrer Scheidung arbeitet Pearl Swain in McCoy’s Musikalienladen in Los Angeles – einem Kosmos voller skurriler Gestalten, die sich mit Musikunterricht und dem Verkauf von Gitarrensaiten über Wasser halten. Sie kennt ihre Fehler genau – die missglückte Ehe und die fehlgeschlagene Musiker-karriere. Als Pearl jedoch mit Hallie eine hochbegabte Geigenschülerin aus schwierigen Verhältnissen bekommt, ist sie davon überzeugt, dass dieser eine große Zukunft bevorsteht. Also will sie Hallie auf die Karriere vorbereiten, die sie selbst nie hatte. Doch das erweist sich als fatal, denn zunächst mal müsste Pearl ihr eigenes aus den Fugen geratenes Leben in Ordnung bringen. Schließlich erkennt sie: Ein guter Lehrer lernt auch viel von seinen Schülern. Über die Musik, das Leben und sich selbst. Und als sie sich nicht mehr im Weg steht, wird auch eine neue Liebe möglich.

neuenfelsHans Neuenfels ist nicht nur das „enfant terrible“ der deutschen Opernregie, dessen Inszenierun-gen regelmäßig heftige Kontrover-sen hervorrufen, er war auch immer schriftstellerisch tätig. So entstanden Gedichte, Libretti, Erzählungen und ein Roman. In den vorliegenden Texten setzt er sich mit Komponisten und Opern auf eine ganz persönliche und unverwechselbare Weise auseinander. Er nähert sich ihnen an, umkreist sie und träumt sich etwa in Giuseppe Verdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner, Bernd Alois Zimmermann oder Johann Simon Mayr hinein. Dabei sind literarische Miniaturen und Fantasien von enormer sprachlicher Wucht entstanden. Sie sind durchtränkt von der Leidenschaft des großen Theater- und Opernmannes, bieten neue, ungewöhnliche Sichtweisen auf die Komponisten und ihre Werke und tragen zu einem tieferen Verständnis von Neuenfels‘ Denk- und Arbeitsweise bei.Einer der bedeutendsten und provokantesten Opernregisseure unserer Zeit, mehrfach ausgezeichnet. »â€ºKomm in’s Offene, Freund!‹, rief der schwärmerische Hölderlin. Hans Neuenfels geht mit seinen ergreifenden Texten zur Musik ganz tief ins Innere«, so Elke Heidenreich, Herausgeberin dieses Essaybandes. Weitere Informationen: www.randomhouse.de und www.institut50plus.de

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