Denk-mal50plus: »Wehe dem Sieger!«

 
Denk-mal50plus: »Wehe dem Sieger!«Die Leipziger Autorin Daniela Dahn stellt fest: »Vom Verlierer nicht lernen, heißt verlieren lernen« und so fragt sie: Was ist aus uns geworden in den 20 Jahren seit dem Mauerfall? Warum konnte der Sieger mit seinem Sieg nichts anfangen? Sein Abstieg setzte just im Moment des größten Triumphes ein. Für die simple Einsicht, dass der Markt nicht perfekt ist, hat er zu lange gebraucht. Fehlte ihm das Korrektiv sozialistischer Ideen? Waren beide Seiten gar nicht autonom, sondern hingen an einer Nabelschnur? Haben wir aus 40 Jahren Teilung nichts gelernt?, fragt Daniela Dahn und ist überzeugt: Damit die Krise nicht auch die Demokratie in den freien Fall zieht, muss der Kapitalismus aufhören, er selbst zu sein.

Daniela Dahn (60) lebt in Berlin, Journalistikstudium in Leipzig, danach Fernsehjournalistin. Seit 1981 arbeitet sie als freie Autorin; Mitglied des P.E.N seit 1991, Gründungsmitglied des »Demokratischen Aufbruchs«. Sie ist Trägerin des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Luise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises. Bei Rowohlt erschienen bislang acht Sachbücher u.a folgende Titel: »Demokratischer Abbruch«, »Prenzlauer Berg-Tour«, »Vertreibung ins Paradies«, »Westwärts und nicht vergessen« und »Wir bleiben hier oder Wem gehört der Osten«. Weitere Informationen: www.rowohlt.de

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