Max Otte: »Wer hat die Macht, etwas zu verändern?«

Seit drei Jahren befindet sich die Weltwirtschaft in der Dauerkrise. Immobilienblase, Lehman-Zusam-menbruch, Bankenpleiten, die Spät-folgen der Abwrack-Prämie, Island, Griechenland, Euro-Abwertung. Die Medien schreiben von der schlimms-ten Krise seit dem großen Crash 1929.

Max Otte analysiert die Schwierig-keiten an den Kapitalmärkten und die Veränderungen in der Weltwirtschaft. Warum haben die Ökonomen versagt und wo liegen die wahren Probleme? Wer sind die Verantwort-lichen? Wer hat die Macht, etwas zu verändern? Zudem widmet er sich den brennenden Fragen nach der weiteren Entwicklung: Wie geht es nach der Wirtschaftkrise 2.0 weiter? Wie sicher ist der Euro? Bekommen wir eine Inflation? Wie teuer wird Griechenland für uns? Dabei gibt er auch zahlreiche Tipps für den verun-sicherten Bürger, der sich fragt, was er jetzt mit seinen Ersparnissen anfangen soll. Stellvertretend für den Leser stellt Thomas Helfrich die Fragen, die Otte wissenschaftlich fundiert, aber verständlich und unterhaltsam beantwortet. Weitere Informationen: www.ullsteinverlage.de

DFDS Seaways: »Auf nach St. Petersburg – Maritim und romantisch-rustikal – Добро пожаловать в Россию!«

Erstmalig werden am 27. Juli auch Passagiere von Kiel über Sassnitz nach Russland mit der Fracht-Passagierfähre »Kaunas« in See stechen! Nutzen Sie die Gelegenheit für ein einmaliges Erlebnis: Entspannt, unkompliziert und mit Ihrem PKW. Nach zwei Tagen auf See erreichen Sie Ust-Luga, nördlich von Narva gelegen und nur ca. 100 km von St. Petersburg entfernt. Ein Erlebnis schon auf See mit der größten Zweideck-Eisenbahnfähre der Welt. Sie reisen unverschämt günstig. Zu Vergleichsanbietern machen Sie mit DFDS Seaways mit Abstand den besten Deal: schon ab € 249,- für 2 Personen in einer Meerblick-Kabine inkl. PKW! Leinen los für eine unvergessliche Fahrt mit DFDS Seaways! Die Linie Kiel –Sassnitz – Ust-Luga verbindet Russland mit Deutschland. Auf dieser Route verkehrt die Kaunus, die Überfahrt dauert 57 Stunden. St. Petersburg liegt ca. 100 km entfert.

St. Petersburg, die ehemalige Haupt-stadt des russischen Reiches, wurde erst 1703 von Peter dem Großen gegründet und konnte seinen Glanz als einstige Zarenresidenz bis heute bewahren. Der Stadtgründer und seine Nachfolger holten die besten europäischen Baumeister an die Newa, die prächtige Paläste und monu-mentale Kathedralen von barocker Pracht und klassizistischer Schönheit entstehen ließen. Über 300 Brücken, vergoldete Kuppeln und Turmspitzen spiegeln sich in den Flüssen und Kanälen der Stadt. Das „Venedig des Nordens“ ist wie ihr italienisches Gegenstück auf Millionen von Pfählen im sumpfigen Gebiet des Fluss-Deltas gegründet.

St. Petersburg, das bedeutet Zeit für literarische Spaziergänge und Entdeck-ungen: der Sommergarten und das Sommerpalais Peter des Großen, die Peter-und-Paul-Festung, Petershof – das russische Versailles, das Winterpalais, die Alte Eremitage. Wer mit der Fähre nach Ust-Luga anreist, gelangt auf der Nordroute über St. Petersburg und Vyborg rund um den Finnischen Meerbusen nach Helsinki in Finnland oder aber über Narva nach Tallin, das Baltikum bietet hervorragende Urlaubsziele. Der Bildband »St. Petersburg« erscheint im Verlagshaus Würzburg. Weitere Informationen: www.dfds.de

Psychosozialverlag: »Elternschaft ist ein intensives Beziehungsgeschehen«

Elternschaft ist ein intensives Bezie-hungsgeschehen, das gerade heutzu-tage mit vielfältigen Bedürfnissen und Konflikten verknüpft ist. Die Eltern begegnen nicht nur dem realen Kind, sondern auch dem Kind, das sie selbst waren oder gerne gewesen wären. Zugleich müssen sie Familie, Liebe und Arbeit miteinander vereinbaren.

Elternarbeit in der Kita kann den Eltern einen Übergangsraum für diese biografischen und alltäglichen Themen eröffnen.

Im Fokus steht dabei die gelingende Entwicklung der Kinder. Vor diesem Hintergrund geht es eingangs um die Bedeutung der Eltern und pädago-gischen Bezugspersonen für die kindliche Entwicklung. Im zweiten Teil werden wichtige Themen heutiger Elternschaft, psychosoziale Belas-tungen sowie verschiedene Familienformen untersucht. Schließlich werden praktische Konsequenzen für die Elternarbeit erörtert. Zahl-reiche Praxisbeispiele veranschaulichen die Argumentation. Weitere Informationen: http://web.psychosozial-verlag.de

Ute Karen Seggelke: »Ich erkenne, hier sind meine Wurzeln.«

Wo komme ich her, wie wurde ich zu der, die ich bin? Fragen wie diese bewegen Frauen immer wieder. Für ihr neues Buch hat Ute Karen Seggelke je drei Frauen einer Familie porträtiert: Großmutter, Mutter und Tochter. Zehn solcher »Trios« versammelt das Buch.

Die Leserin erfährt aus dem Leben von Schauspielerinnen und Musikerinnen, Bäuerinnen und Handwerkerinnen. Man begegnet z.B. Charlotte Knobloch, bis 2010 Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, der weltbe-rühmten Klarinettistin Sabine Meyer und der Berliner Theaterschauspiele-rin Inge Keller. Wenn die Frauen erzählen, scheinen spannende Muster in den Beziehungen zwischen den drei Generationen auf. Ob von tiefer Verbundenheit oder von Abgrenzung die Rede ist eines empfinden alle Befragten: »Ich erkenne, hier sind meine Wurzeln.«

Ute Karen Seggelke, 1940 in Braunschweig geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Hamburg. Nach ihrer Ausbildung zur Fotografin war sie Mitarbeiterin der Theaterfoto-grafin Rosemarie Clausen und des Architekturfotografen Heinrich Heidersberger. Zwölf Jahre lehrte Ute Karen Seggelke an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (Fotografie in Kunstpädagogik und Freier Kunst). Die Fotodesignerin und Autorin hat zudem das Museum für Photographie in Braunschweig mitbegründet und über viele Jahre geleitet.

Heute lebt und arbeitet Ute Karen Seggelke als freie Fotografin in Hamburg und Nordfriesland. Ihre Schwerpunkte sind Menschendarstellung, Architekturfoto-grafie und Kulturreportagen. So porträtiert sie Künstler, Politiker und Manager und entwirft Bildstrecken für diverse Zeitschriften. Ihre Fotografien reflektieren die Lebensumstände und Beziehungen von Menschen, ihr Verhältnis zu Alter und Schönheit. Für ihre Arbeit wurde Ute Karen Seggelke vom Art Directors Club und der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. In ihrer Freizeit widmet sie sich dem Lesen und Schreiben und interessiert sich für Sprachen, Ballett und Reisen.Weitere Informationen: www.gerstenberg-verlag.de

Berlusconi: »Willkommen im großen italienischen Staatstheater. Unterhaltung garantiert«

Er verehrt seine Mamma, schwärmt für Fußball, vergöttert seine fünf Kinder aus zwei Ehen und hält es auf feucht-fröhlichen Feiern noch länger aus als auf der Kirchenbank. Also ist er einer von uns, schlussfolgern viele Italiener. Die Benachteiligten der Gesellschaft erreicht er – ob bewusst oder nicht – gerade durch seine Aussetzer: Noch 2010 sagt er „Gogol“ statt „Google“. Oder fragt arglos, wofür eigentlich diese neue Sache, das Internet, gut sei. Vermutlich auch dafür, seine vielen Fauxpas zu dokumentieren. Wenn er Queen Elizabeth, Barack Obama oder Angela Merkel trifft, sind diploma-tische Possenspiele garantiert. Langeweile kommt in seinem Staatstheater nicht auf.

Über Silvio Berlusconi scheint alles Wichtige längst gesagt – zumal in Deutschland, wo seine Fürsprecher nicht einmal eine Eckkneipe füllen könnten. Die wichtigste Frage allerdings harrt nach wie vor der Erklärung: Warum eigentlich haben die Italiener Berlusconi drei Mal – 1994, 2001 und 2008 – zum Ministerpräsidenten ihres Landes gewählt?

Beppe Severgnini beleuchtet satirisch-ernst die wichtigsten Aspekte dieses leicht unheimlichen Erfolges. Neben der italienischen Tradition der Ein-Mann-Herrschaft und dem lamentablen Zustand der Opposition wären das z. B. der Chamäleon-Faktor (Berlusconi passt sich vielen Umgebungen an), der Haremsfaktor (mit 73 Jahren keine Selbstverständlichkeit) und der menschliche Faktor (wozu auch seine Entgleisungen zählen). Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Meinungsmache: »Ein kritisches Buch für kritische Bürger, das die Lust am Zweifel weckt!«

Viele Wähler schließen mit der Politik ab, denn diese wird zunehmend über ihre Köpfe hinweg gemacht.

Damit die Menschen trotzdem schlucken, was man ihnen vorsetzt, beeinflussen parteiische Experten und gezielte Kampagnen massiv die öffentliche Meinung.

Albrecht Müller deckt auf, wer diese Kampagnen steuert und wie wir manipuliert werden.

Ein kritisches Buch für kritische Bürger, das die Lust am Zweifel weckt – eine Anleitung zum Selberdenken, die auch verrät, woran wir erkennen, dass wir manipuliert werden sollen, und wo und wie wir uns noch zuverlässig informieren können. Weitere Informationen: www.droemer-knaur.de

Seniorentreff: »Es ist großartig, 65 zu sein!«

Es ist großartig, 65 zu sein! Man kann sich langweilen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, man kann andere Leute stundenlang aus seinem (eigentlich nicht sonderlich) bewegten Leben erzählen, ohne dass die den Mut hätten, einen zu unterbrechen (schließlich ist man jetzt eine Respektsperson!), man kann ungestraft jammern, und man kann sich überglücklich eingestehen, dass es für gewisse Dinge nun wirklich einfach zu spät ist, und die Balletttänzerinnenkarriere getrost vergessen … Virginia Ironside beweist in ihrem neuen Buch erneut auf überzeugende und äußerst witzige Weise, dass es Spaß macht, die ewige Jugend hinter sich zu lassen!

Virginia Ironside begann ihre berufliche Laufbahn als Journalistin und veröffentlichte im Alter von zwanzig Jahren ihr erstes Buch. In den Sechzigern schrieb sie eine Rockmusik-Kolumne für die „Daily Mail“ und wechselte später als Kummerkastentante zur Zeitschrift „Woman“. Sie arbeitete für den „Sunday Mirror“ und „Today“ und hat eine wöchentliche Kolumne mit Ratschlägen für alle Lebensfragen im „Independent“. Virginia Ironside hat bereits mehrere Ratgeber sowie Kinderbücher verfasst. Die Autorin lebt und arbeitet in London. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Salutogenese – »Neue Gesundheitskonzepte und die Entfaltung einer Integrativen Medizin«

In jüngster Zeit haben sich neue Gesundheitskonzepte entwickelt, die „salutogenetisch“ ausgerichtet sind. In der pathogenetisch orientierten Schulmedizin steht die Krankheit im Vordergrund, also die Frage nach den Faktoren, die uns krank machen, während es bei der Salutogenese um die Frage geht, was uns gesund werden lässt oder gesund erhält.

Durch diesen Perspektivwechsel gewinnt die individuelle Gestaltung des Lebens für die Gesundheit an Bedeutung: eine gesundheits-förderliche Lebenshaltung und -führung, soziale Kontakte, Kreati-vität, Lebenssinn und Selbstver-wirklichung. »Salutogenese« wird der Schlüsselbegriff für die Gesundheitsdebatte der kommenden Jahre.

Marco Bischof zeigt, wie sich heute eine integrative Medizin heraus-bildet, in welcher der selbstverantwortliche, kreative Mensch und sein subjektives Empfinden für Gesundheit im Mittelpunkt stehen.
Weitere Informationen: www.drachenverlag.de

Tahar Ben Jelloun: »Das Zentrum der Welt hat sich nach Nordafrika verlagert«

Das Zentrum der Welt hat sich nach Nordafrika verlagert. Ägypten, Tunesien, Libyen. Welche anderen Länder werden noch folgen? Das Volk geht auf die Straße und besetzt die Plätze: Kifaya – es reicht! Manchmal solidarisieren sich Polizei und Militär und alles geht ganz schnell, in anderen Fällen wird die Revolte blutig unterdrückt. Diese Länder sind dabei, den Wert von bürgerlichen Freiheiten und der Autonomie des Individuums zu entdecken, erklärt Tahar Ben Jelloun.

Es ist wie der Fall einer riesigen Berliner Mauer. Nichts wird mehr sein wie zuvor, weder in der arabischen noch in der westlichen Welt. Nach seinen Bestsellern über den Rassismus und über den Islam wendet sich der marokkanische Autor mit französischem Pass der unmittelbaren Aktualität zu, erklärt die kulturellen und historischen Hintergründe, stellt aber auch ein paar unbequeme Fragen an den Westen. Weitere Informationen: www.berlinverlage.de

Freya von Moltke: »Ein Leben. Ein Jahrhundert.«

Freya von Moltke (1911–2010) war eine Symbolfigur des bürgerlichen Widerstands gegen Hitler: Gemein-sam mit ihrem Mann Helmuth James bildete sie den Kern des «Kreisauer Kreises». Heimlich trafen sich die Regimegegner auf dem Gut der Familie, um Pläne für ein demokra-tisches Deutschland zu schmieden.

Während ihr Mann Anfang 1944 verhaftet und später zum Tode verurteilt wurde, fand Freya mit den zwei Söhnen Zuflucht zuerst in Südafrika, dann in den USA. Nicht nur hielt sie als eine der letzten Zeitzeuginnen das Andenken an die Widerstandskämpfer wach, sie spielte auch eine maßgebliche Rolle im schwierigen Prozess der deutsch-polnischen Annäherung – und wurde zu einer der herausragenden Frauengestalten des letzten Jahrhunderts.

Auf der Grundlage bisher nicht beachteter Quellen zeichnet Sylke Tempel das wechselvolle Leben Freya von Moltkes nach: von den frühen Jahren im Kölner Bankiershaushalt, ihrer Studienzeit im Hitler-Deutschland, die sie mit einer juristischen Promotion abschloss, bis hin zu ihrer Schlüsselrolle im deutschen Widerstand und ihrem Wirken nach dem Krieg. Das Lebensporträt einer beeindruckenden, mutigen Frau – und ein lebendiges Panorama der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Sylke Tempel, geboren 1963 in Bayreuth, studierte Geschichte, Politische Wissen-schaften und Judaistik. Nach ihrer Promotion wurde sie Nahostkorrespondentin der „Woche“, später Redakteurin der „Jüdischen Allgemeinen“. Weitere Informationen: www.rowohlt.de