Marta Kijowska, Was ist mit den Polen los?

Porträt einer widersprüchlichen Nation. Der schwierige Nachbar. Nach erfolgreichem demokratischem Neuaufbau, EU- und Nato-Beitritt ist die positive Stimmung in Polen umgeschlagen. Eine ultrakonservative Regierung verbreitet harsche Töne nach außen wie nach innen, verweigert sich europäischen Vereinbarungen, beschneidet demokratische Grundrechte und setzt rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft. Proteste und Demonstrationen erschüttern das Land.

Diese Entwicklung hat tiefe Wurzeln in der Vergangenheit, die Polen den Verlust der Souveränität und jahrhundertelange Unterdrückung brachte. So stehen ausgeprägtes Misstrauen gegenüber Fremden und eine diffuse Furcht vor Benachteiligung gegen liberale Offenheit und Freiheitssinn. Die traditionell konservative katholische Kirche hat wieder großen Einfluss. Und weit verbreitet ist das Bedürfnis, alles daran zu setzen, sich ja nicht wieder von den Nachbarn aus Ost oder West unterbuttern zu lassen. Weitere Informationen. www.dtv.de

Michael Wolffsohn, Friedenskanzler? Willy Brandt zwischen Krieg und Terror

Willy Brandt zwischen Krieg und Terror. Die Nahostpolitik der Ära Brandt und ihre Folgen. Der Willy Brandt verliehene Friedensnobelpreis und die mit seiner Ostpolitik verbundene Aura wirken bis heute nach. Der Kniefall in Warschau ist legendär. Die bundesdeutsche Nahostpolitik verlief weniger glücklich.

Hier hat die damalige Bundesregierung schwere Fehler begangen und große Risiken in Kauf genommen. Das wird aufgezeigt auf der Basis erstmals zugänglicher Dokumente. Im Fokus stehen das Olympia-Attentat 1972 auf israelische Sportler in München, die Freipressung der Terroristen im Oktober 1972, der Versuch von Israels Ministerpräsidentin Golda Meir, 1973 den Genossen Willy Brandt für die Friedensvermittlung zu gewinnen, und die Krise zwischen Bonn und Washington während des Yom-Kippur-Krieges 1973, als ein atomarer Weltkrieg drohte. Weitere Informationen: www.dtv.de

Heribert Prantl, Der Zorn Gottes

Wann ist der liebe Gott eigentlich lieb? Ärgert er sich, wenn man ihn "Allah" nennt? Und was hat es mit dem "Zorn Gottes" auf sich? Das sind nicht die Fragen, denen sich ein Leitartikel normalerweise widmet. Doch an einigen wenigen Tagen im Jahr - so auch zu Weihnachten - befasst sich Heribert Prantl mit den großen Fragen des Lebens und Sterbens, des Glaubens und des Nichtglaubens. Er schreibt darüber, was uns die alten Geschichten aus der Bibel noch zu sagen haben. Und er sinniert darüber, ob die Weihnachtsbotschaft eine Lüge ist, wenn sie "Friede den Menschen auf Erden verspricht". Entstanden sind Leitartikel, die über den Tag hinausweisen. Weitere Informationen: www..de

Craig Unger, Trump in Putins Hand

Trump in Putins Hand liefert die erste umfassende Untersuchung der jahrzehntelangen Beziehungen zwischen Donald Trump, Wladimir Putin und der russischen Mafia, die letztlich dazu beigetragen hat, Trump ins Weiße Haus zu hieven. Es ist eine erschreckende Geschichte, die in den 1970er Jahren beginnt, als Trump seinen ersten Ausflug in die boomende, geldgierige Welt des New Yorker Immobilienmarktes unternahm und mit der Amtseinführung von Trump als Präsident der Vereinigten Staaten endet. Dieser Moment war der Höhepunkt von Wladimir Putins von langer Hand geplanter Mission zur Untergrabung der westlichen Demokratie, eine Mission, in die er und eine handverlesene Gruppe von russischen Oligarchen und Mafia-Größen Trump hineingezogen hatten und die vor mehr als zwanzig Jahren mit dem Bailout einer ganzen Kette von spektakulären Hotel- und Casino-Pleiten Trumps in Atlantic City ihren Anfang nahm. Trump in Putins Hand bestätigt selbst die schlimmsten Befürchtungen über die russische Verschwörung.

Für die meisten Leser wird es eine haarsträubende Offenbarung sein, dass der Kalte Krieg 1991 keineswegs zu Ende ging, sondern er sich lediglich weiterentwickelt hat, wobei Trumps Immobilien das perfekte Vehikel für die Milliarden von Dollar boten, die aus der kollabierenden Sowjetunion herausgeschleust wurden. In Trump in Putins Hand verfolgt Craig Unger systematisch die tief verwurzelte Allianz zwischen den höchsten Ebenen der amerikanischen Politik und den mächtigsten Strippenziehern der russischen Mafia. Unger zeichnet Donald Trumps schmutzigen Aufstieg vom von der Pleite bedrohten Immobilienmagnaten zum Anführer der freien Welt nach. Parallel dazu zeichnet er den phönixartigen Aufstieg Russlands aus der Asche der Sowjetunion nach dem Ende des Kalten Krieges sowie die unaufhörlichen geheimen Bemühungen der russischen Machtelite nach, sich am Westen zu rächen und Russland wieder zu einer globalen Supermacht zu machen.

Ohne Trump hätte Russland eine Schlüsselkomponente bei seinen Bemühungen, das Land zu imperialer Größe zurückzuführen, gefehlt. Ohne Russland wäre Trump nicht Präsident. Dieses wichtige Buch ist entscheidend für das Verständnis der wahren Kräfte, die im Schattenreich der heutigen Welt am Wirken sind.  Weitere Informaionen: www.ullstein-verlage.de  

Yanis Varoufakis, Die ganze Geschichte

In diesem geistreichen persönlichen Bericht beleuchtet Yanis Varoufakis das Establishment der Europäischen Union und deckt auf, was auf den europäischen Korridoren der Macht wirklich geschieht.

Als griechischer Finanzminister löste Varoufakis eine der spektakulärsten und kontroversesten Auseinandersetzungen der jüngsten politischen Geschichte aus, als er versuchte, die Beziehung seines Landes mit der EU neu zu verhandeln. Trotz der massenhaften Unterstützung seitens der griechischen Bevölkerung und der bestechend einfachen Logik seiner Argumente – dass die gigantischen Kredite und die damit verbundene Sparpolitik, die seinem bankrotten Land aufgezwungen wurden, eine zerstörerische Wirkung haben – hatte Varoufakis nur in einem Erfolg: Europas politisches und mediales Establishment in Rage zu versetzen.

Aber die wahre Geschichte der damaligen Geschehnisse ist beinahe unbekannt, weil so vieles in der EU hinter verschlossenen Türen stattfindet. In diesem couragierten Bericht deckt Varoufakis alles auf und erzählt die ganze Geschichte von waghalsiger Politik, von Heuchelei, Betrug und Verrat, die das Establishment in den Grundfesten erschüttern wird. Dieses Buch ist ein Weckruf, die europäische Demokratie zu erneuern, bevor es zu spät ist. Weitere Informationen: www. kunstmann-verlag.de

Rüdiger Sünner, Geheimes Europa

»Wenn es uns in den kommenden zehn Jahren nicht gelingt, Europa eine Seele zu geben, es mit einer Spiritualität und einer tieferen Bedeutung zu versehen, dann wird das Spiel zu Ende sein«, warnte Jacques Delors, ehemaliger Präsident der EU-Kommission. Der Filmemacher Rüdiger Sünner ist seit drei Jahrzehnten auf der Suche nach spirituellen Traditionen Europas. In seinem Buch schildert er Begegnungen mit wichtigen Vorbildern und Inspiratoren.

Dabei beschäftigt er sich mit den spirituellen Visionen der Romantik, dem Mythenmissbrauch der Nazis, den Friedensmissionen des Schweden Dag Hammarskjöld, der Tiefenpsychologie des Schweizers C. G. Jung, der Anthroposophie des Österreichers Rudolf Steiner, der »Mystikerin« Dorothee Sölle, dem »Schamanen« Joseph Beuys und dem aus Rumänien stammenden Dichter Paul Celan. Mystik und Mythologie, die Traditionen der Gnosis, Kabbala, Alchemie, die Welt der Kelten, Germanen und die Sagen rund um den Heiligen Gral: Sein Buch umkreist ein »Geheimes Europa«, dessen Themen abseits des kulturellen und religiösen Mainstreams liegen. Die sich daraus ergebenden Impulse könnten auch Bausteine für ein künftiges Europa sein, das mehr ist als nur ein Wirtschaftsverbund, sondern eine besondere Seelenlandschaft. Bedeutsam für Rüdiger Sünner ist dabei immer auch die Fragestellung, was die spirituellen Impulse dieses »Geheimen Europa« für die Bewältigung unserer gegenwärtigen Probleme leisten können. Weitere Informationen: www.euopa-verlag.com

Roswitha Quadflieg, Frei

Als Student in den Sechzigerjahren war Janus Emmeran einer der erfolgreichsten Fluchthelfer im geteilten Berlin: Hunderten von Menschen verhalf er durch die Mauer in die Freiheit. Mehr als vierzig Jahre später kehrt Janus in seine Schicksalsstadt zurück. Per Kontaktanzeige lernt er hier die fast 30 Jahre jüngere Colette kennen, Tochter eines linientreuen Hochschulprofessors in der DDR und Inhaberin eines kleinen Verlags. Zwischen den beiden, die verschiedener nicht sein könnten, entwickelt sich eine Amour fou, die bald auch Janus’ bewegte Vergangenheit wieder lebendig werden lässt – vom Tag des Mauerbaus am 13. August 1961 bis hin zum Aufbau des Netzes der Fluchthilfe in den Wochen und Monaten danach.
Ungeachtet ihrer so verschiedenen Lebensläufe in Ost und West versuchen Colette und Janus zueinander zu finden. Bald wird ihnen klar, dass es nicht nur die deutsche Vergangenheit ist, die zwischen ihnen steht. Janus wird von einem Freund und ehemaligen Fluchthelfer gebeten, Anisa, eine verfolgte junge Frau syrisch-kurdischer Abstammung, in seinem Haus in der Schweiz zu verstecken. Anisas Schwester wurde von ihrem Vater und ihrem Onkel umgebracht, nun droht Anisa ein ähnliches Schicksal. Und in Janus erwacht aufs Neue der Drang, zu helfen. FREI, der mit Spannung erwartete Roman von Roswitha Quadflieg und Burkhart Veigel, erzählt vom Verlangen nach Freiheit und beleuchtet eines der abenteuerlichsten Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Mitreißend erzählt, wirft er die Frage auf nach individueller Verantwortung angesichts der politischen Umwälzungen – damals wie heute. Weitere Informationen: www.europa-verlag.com

Helmuth Karasek, Nach dem Krieg

Glänzend erzählt und mit vielen Anekdoten lässt Hellmuth Karasek die Nachkriegsjahre wiederauferstehen und zeigt, wie wir Amis wurden. Erstens, um nicht Russen werden zu müssen, und zweitens, weil der »American Way of Life« so unwiderstehlich war: in Musik, Mode, Kultur und Film.   Im Elend der zerbombten Städte suchten die Besiegten eine neue Identität – und fanden sie, zumindest im Westen des bald geteilten Landes, in der Identifizierung mit den Amerikanern. Junge Frauen flirteten gern mit den properen GIs, junge Männer fanden neue Männlichkeitsbilder bei Marlon Brando und James Dean. Alle liebten die Comics von Micky Maus, die Schmachtfetzen aus Hollywood, die heißen Rhythmen. Da konnten die Bewohner der Sowjetischen Besatzungszone nur neidisch über die innerdeutsche Grenze blicken; eine der Amerikanisierung des Westens entsprechende »Sowjetisierung« hat es dort nie gegeben. Im Gegenteil: Die Bedrohung durch den Osten erfüllte den Zweck, die Identifizierung mit der westlichen Schutzmacht zu steigern.   Hellmuth Karasek entwirft ein differenziertes Bild dieser prägenden Zeit deutscher Geschichte und lässt sie in seinem so persönlichen wie geistreichen Buch lebendig werden wie selten zuvor. Sein letztes Werk, überarbeitet und ergänzt von seinem Freund Michael Seufert, ist eine nuancierte Bestandsaufnahme seiner Beziehung zu Amerika – und unserer eigenen. Weitere Informationen: www.europa-verlag.com

Rüdiger Sünner, Zeige deine Wunde

Der Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Pädagoge Joseph Beuys, zeitlebens umstritten, anstößig im besten Sinne, wollte berühren und berührbar sein. Die seelische und körperliche Verletzlichkeit des Menschen war sein Thema. Nicht zufällig trägt eine seiner bekanntesten Installationen den Titel »zeige deine Wunde«.
Beuys, heute weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts angesehen, hegte tiefes Interesse für Mythologie, Schamanismus, Anthroposophie, Alchemie und Mystik. Vor allem aber war er ein »verwundeter Heiler« im Sinne C. G. Jungs, der unser zunehmend auf ökonomische Ziele und rationale Effizienz reduziertes Bewusstsein durch seine Arbeiten erweitern wollte. Wie die alten Mythen, so bewegte sich Beuys in Bildern und Symbolen, die für ihn wichtige Quellen zur Entwicklung unserer verkümmerten Imagination waren. Sein berühmter Satz »Jeder Mensch ist ein Künstler« meinte nicht, dass jeder wie Mozart komponieren kann, sondern dass in jedem von uns schöpferische Kräfte wohnen, die unseren eigentlichen Wesenskern ausmachen. In den Zeiten von Post- und Postpostmoderne, zwischen Naturalismus, Ironie und Pop à la Jeff Koons erinnert das Buch Zeige deine Wunde an Potenziale der Kunst, die im Verschwinden begriffen sind. Weitere Informationen: www.europa-verlag.com

Gabriele Kaspar, Verhandeln – Hart aber fair

Eine praxisorientierte Hilfe für alle, die in Alltagssituationen ebenso wie in schwierigen Gesprächen und wichtigen Verhandlungen zum Ziel kommen wollen. Gabriele Kaspar, ausgewiesene Seminar-Expertin und Coach, macht den Lesern Mut, Grenzen ergiebiger zu testen, flexibler zu agieren und mehr zu fordern. Dabei zeigt sie, wie es gelingt, authentisch zu bleiben, sich Respekt zu verschaffen und trotzdem Sympathien zu erhalten.
Mit intelligentem Durchsetzungsvermögen lernen die Leser, Vertrauen in die eigenen Verhandlungskompetenzen zu entwickeln. Gabriele Kaspar öffnet den Blick dafür • wie sich Härte und Fairness erfolgreich verbinden lassen • wie man sich fundiert auf wichtige Verhandlungen vorbereitet • wie man persönliche Strategien und Taktiken reflektiert, ordnet und verändert • wie man den Gesprächspartner zur Kooperation veranlasst, Widerstände verringert und den eigenen Handlungsspielraum erweitert Anschauliche Praxisbeispiele und Grafiken erhöhen das Verständnis für den Verhandlungsprozess. Zusammen mit den Inputs zu angewandter Psychologie, Körpersprache und unbewusstem »Kopfkino«, das die eigene Souveranität boykottiert, machen sie Verhandeln – hart, aber fair zum neuen Standardwerk der Verhandlungsführung. • Souverän und selbstbewusst in herausfordernden Gesprächen • Mit vielen praxisnahen Beispielen aus dem Verhandlungsalltag • Gabriele Kaspar gehört zur Champions League der Verhandlungsführung in der Schweiz • Veranstaltungen mit der Autorin • Presseschwerpunkt Schweiz . Weitere Informationen: www.europa-verlag.com