Dr. Eugen Drewermann am 1. September 2011 in Salzburg: »Von der Macht des Geldes oder Märchen zur Ökonomie«

Die Gesellschaft für Kultursoziologie an der Universität Salzburg präsen-tiert Dr. Eugen Drewermann am 01.09.2011 in den Räumen der Universität. Angesicht der Entwick-lungen auf den Finanzmärkten ist Eugen Drewermann ein vielgefragter Autor, Referent und Gesprächs-partner.

Märchen aus einer Zeit lange vor der industriellen Revolution können Aufschluss über die Ökonomie unserer Tage geben. Sie führen ganz gegen-wärtig vor Augen, was Armut, Hunger und Elend bedeuten. Denn Globalisie-rung hebt nicht allgemein den Lebensstandard, und was bedingungs-lose Gewinnmaximierung in der menschlichen Seele anrichtet, auch darin geben sie Einblick: Rumpelstilzchen präsentiert eine Müllerstochter, die unter höchsten Leistungsanforderungen in den Club der Reichen und Schönen aufsteigt, aber in ihrer völligen Entfremdung beinahe unfähig wird, ein Kind großziehen zu können.

Der gestiefelte Kater lässt mit klug kalkulierten Betrugsstrategien seinen Herrn zum König aufsteigen und wird selbst Minister. Was sind das für Leute, deren Unmoral und Zynismus mit Händen zu greifen sind, die uns gleichwohl regieren, dirigieren und regulieren?

Die Bremer Stadtmusikanten zeigen die vom kapitalistischen System vor die Tür gesetzten vermeintlichen Unproduktiven, Alten und Verbrauchten. Die tun sich zusammen, erklären die Großeigentümer für Räuber und Diebe und schließen keinen Hilfsbedürftigen aus ihren Reihen aus – markiert das den Beginn eines neuen Wirtschaftens aus humanerem Geist? Weitere Informationen: www.patmos.de

Martin Hartmann: »Aber was ist Vertrauen? Wie wird es geschaffen, wie zerstört?«

Vertrauen ist als Thema allgegen-wärtig. Ob von Politikverdrossenheit, Bankenkrise oder Mißbrauchs-skandalen die Rede ist – stets wird vorausgesetzt, daß Vertrauen eine zentrale Ressource sozialen Handelns ist, die nur schwer hergestellt, aber schnell zerstört werden kann. Aber was ist Vertrauen? Wie wird es geschaffen, wie zerstört? Wem sollten wir vertrauen, wem eher mit Mißtrauen begegnen?

Martin Hartmann unternimmt in dieser profunden Studie den Versuch, Vertrauen sowohl begrifflich als auch historisch zu klären. Er veranschaulicht seine theoretischen Überlegungen immer wieder mit konkreten Beispielen aus Politik, Wirtschaft und Familie.

Vertrauen, so zeigt er, reduziert nicht Komplexität, wie oft vermutet, es ist selbst ein hochkomplexes Phänomen, das deutlich macht, wie zerbrechlich und anspruchsvoll Prozesse der Vertrauensbildung sind. Weitere Informationen: www.suhrkamp.de

Sigmund Freud: »Im Seelenleben des Einzelnen kommt ganz regelmäßig der Andere als Vorbild, als Objekt, als Helfer und als Gegner in Betracht«

»Im Seelenleben des Einzelnen kommt ganz regelmäßig der Andere als Vorbild, als Objekt, als Helfer und als Gegner in Betracht, und die Indi-vidualpsychologie ist daher von Anfang an auch gleichzeitig Sozial-psychologie in diesem erweiterten, aber durchaus berechtigten Sinne.« Sigmund Freud, Massenpsychologie und Ich-Analyse

Freuds kultur- und gesellschaftstheo-retische Überlegungen gehören zu den einflussreichsten Konzepten des 20. Jahrhunderts. Psychoanalytiker, Philosophen und Soziologen haben sich immer wieder davon inspirieren lassen. In dieser Tradition stehen auch die Beiträge des vorliegenden Bandes, in dem klassische Texte von Freud, Mitscherlich, Fenichel und Adorno mit zeitge-nössischen Positionen konfrontiert werden. Damit bietet der Band vielfältige Anregungen für den sozial-psychologischen Diskurs.

Mit Beiträgen von Hans-Joachim Busch, Angelika Ebrecht, Rolf Haubl, Robert Heim, Hans-Dieter König, Angela Kühner, Emilio Modena, Johann August Schülein und Hans-Jürgen Wirth. Weitere Informationen: www.psychosozial-verlag.de

Bachblüten-Therapie: »Die Texte machen deutlich, warum negative Seelenzustände entstehen«

Diese großformatigen Meditations-karten sind ein »Schlüssel zur Seele«, sie sollen dem Betrachter ermöglichen, sein ganz persönliches Verhältnis zu den 38 Bach-Prinzipien zu vertiefen.

Die Blütenbilder auf den Vorderseiten wirken direkt auf unbewusste seelische Strukturen und haben eine harmonisierende Wirkung. Die Texte auf den Rückseiten machen deutlich, warum negative Seelenzustände entstehen, und zeigen Schritt für Schritt den Weg zu konstruktiven Verhaltensänderungen auf. Auf diese Weise kann jeder die Original Bach-Blütentherapie schnell und unkom-pliziert erlernen und anwenden.

Mechthild Scheffer, internationale Fachautorität der Original Bach-Blütentherapie, führte das Werk von Dr. Edward Bach 1981 im deutschen Sprachraum ein. Seither wird die Original Bach-Blütentherapie von ihr systematisch in der Anwendung erweitert und ausgebaut. Jahrzehntelang fungierte Mechthild Scheffer als Repräsentantin des englischen Bach Centres in den deutschsprachigen Ländern. Sie gründete die Institute für Bach-Blütentherapie, Forschung und Lehre in Hamburg, Wien und Zürich. Ihre Ausbildungsseminare werden nach wie vor von Anwendern und Therapeuten rege besucht. Mechthild Scheffers mehr als 30-jährige Praxis- und Forschungstätigkeit fand ihren Niederschlag in 14 Büchern und diversen anderen Veröffentlichungen. Einige ihrer Bücher gelten als Grundlagenwerke der Original Bach-Blütentherapie und wurden in viele Sprachen übersetzt. Weitere Informationen:www.randomhouse.de

Das Jahr danach – »Wenn sich Paare trennen«

Mehr als 200 000 Ehen werden jedes Jahr in Deutschland und Österreich geschieden, Millionen von Beziehun-gen scheitern. Das Ende einer Partnerschaft bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich. Lebenspläne werden durchkreuzt, Selbstbild und Rollenverständnis erschüttert, existenzielle und seelische Not stürzen Betroffene oft in eine tiefe Krise.

Das neue Buch von Bettina von Kleist zielt genau auf die Bruchstelle, wenn Vergangenes nicht mehr gilt und Künftiges sich noch nicht geordnet hat. Wie in einer Nahaufnahme leuchtet die Autorin Verhaltensweisen von Trennungspaaren aus, rollt typische Erosionsprozesse der Liebe auf, bezieht die unterschiedliche Sicht von Verlassenen und Verlassenden ein und berücksichtigt Expertenmeinungen.

Narrative Interviews mit Personen zwischen Ende 20 und Ende 60 verdeutlichen, wie unterschiedlich Männer und Frauen die Abwärtsspirale ihrer Beziehungen wahrnehmen und wie anders ihre Bewältigungsstrategien sind. Weitere Informationen: www.christoph-links-verlag.de

Seitensprung – nur Sex oder die Suche nach mehr?

Schon immer waren Menschen bestrebt, den Mangel an sexueller Befriedigung in ihrer Beziehung außerhalb der eigenen Partnerschaft zu kompensieren. Ein altes Thema, aber aktueller denn je: Die Möglich-keiten des Internets machen den Seitensprung zu einem ganz neuen Phänomen unserer heutigen Gesellschaft. Die Möglichkeiten im Netz sind ausgedehnt: vom Seitesprungportal bis zu Fremdgeh-Chats – der Partner für das kleine Abenteuer kann anonym von zuhause aus gesucht werden. Ist der Seitensprung heute nur noch ein Kavaliersdelikt?

Welche Gefahren tun sich bei der Fremdpartnersuche möglicherweise auf? Haben sich die Bedürfnisse im Laufe der Zeit ebenfalls verändert? Und geht es wirklich „nur“ um Sex oder suchen möglicherweise auch ganz andere Wünsche nach Erfüllung? Mit zahlreichen Fallbeispielen aus der Praxis schildert die Paar- und Sexualtherapeutin Andrea Bräu anschaulich, aber ohne moralischen Zeigefinger, was Menschen am Seitensprung reizt, wie sich die Anbahnung des Seitensprungs gesell-schaftlich verändert hat, welchen Einfluss die neuen Medien dabei haben und wie es den Beteiligten dabei geht. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Westend Verlag: »50 einfache Dinge, die Männer über Sex wissen sollten«

Wie man eine Frau zur Ekstase bringt, welche Hilfsmittel man auf dem Weg zur Wonne nutzen kann, wie man mit Problemen im Bett umgeht – Mann findet in diesem Buch alles, was er über Sex wissen sollte. Und dann ist auch der Schritt zum perfekten Liebhaber nicht mehr groß.

Zuerst sich selbst, dann gemeinsam Neues entdecken – das ist das Motto, unter das Arne Hoffmann alle wichtigen Dinge zum Thema Sex stellt. Ob es darum geht, die eigenen Geschlechtsorgane fit zu halten, seine Partnerin mit einem Orgasmus zu beglücken oder abseits gewohnter Pfade erotische Befriedigung zu finden – Arne Hoffmann lässt keine Frage offen. Mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen legt er ein echtes Grundlagenwerk vor, das auch heikle Themen wie männliche Unlust oder sexuelle Gewalt ebenso kenntnisreich wie einfühlsam behandelt.

Arne Hoffmann ist Medienwissenschaftler, Journalist und Buchautor. 2004 erhielt er den Belfort-Bax-Preis der Kellmann- Stiftung für Humanismus und Aufklärung. Zu den Themen Partnerschaft, Sexualität und Erotik hat er bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, etwa „Sex für Fortgeschrittene“, „Eine Frage der Größe: Wie oft Männer an Sex denken“, „Nummer sicher“ oder „Lustvolle Unterwerfung“. Weitere Informationen: www.westendverlag.de

Denk-mal50plus: »Gelassenheit hat 52 Wochen!«

In der eigenen Mitte bleiben, Sorgen verabschieden, sich kleine Freiheiten nehmen, der Zukunft entgegenlächeln – Gelassenheit setzt sich aus vielen Kleinigkeiten zusammen.

Gedichte und spirituelle Texte bekannter Autorinnen und Autoren erinnern daran, dass es gerade diese kleinen Veränderungen sind, die das Leben leichter machen.

Mit Texten von Rose Ausländer, Erich Fried, Rainer Malkowski, Vreni Merz, Christa Spilling-Nöker, Pierre Stutz, Lothar Zenetti und vielen anderen. Weitere Informationen: www.gruenewaldverlag.de