Boris Cyrulnik, Scham – Die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls

Wer kennt das nicht, das Gefühl, vor Scham am liebsten am Boden zu versinken zu wollen. Scham, das geheimnisvollste aller Gefühle – woher kommt es, wie entsteht es? Die vielen Facetten dieser universellen, doch oft tabuisierten Emotion beschreibt der Bestsellerautor Boris Cyrulnik. Auf der Basis von Erkenntnissen aus Hirnforschung und Psychologie erarbeitet er ein neues Verständnis der Scham. Auf sehr persönliche Weise wie auch anhand von vielen Fallgeschichten erklärt er, wie Menschen mit Scham, Schuldgefühlen und Traumatisierungen besser umgehen und wieder zu innerer Freiheit und Würde finden können.

PortraitBoris Cyrulnik ist Neuropsychiater und überlebte als „verstecktes Kind“ den Holocaust. Er lehrt an der Universität Toulon. Unter seinen Büchern sind zahlreiche Bestseller, die insgesamt 1, 5 Mio. Auflagen in Frankreich erreicht haben. Er ist einer der führenden Resilienzforscher und einer der bekanntesten französischen Psychotherapeuten. Auch in Deutschland wurde u.a. sein Buch „Rette dich, das Leben ruft“ zum Bestseller.

Gerald Hüther, Raus aus der Demenzfalle

Demenz ist kein Schicksal. Die aktuelle Demenz-Forschung ist der Überzeugung, dass Demenz durch altersbedingte Abbauprozesse und Ablagerungen im Gehirn verursacht wird. Leicht verständlich und mit überzeugenden Argumenten macht Gerald Hüther, einer der führenden Hirnforscher, deutlich, dass diese im letzten Jahrhundert entwickelte Vorstellung nicht nur unzutreffend ist. Sie hat auch den Blick für das Phänomen verstellt, das tatsächlich für die Herausbildung von Demenz verantwortlich ist: die Unterdrückung der normalerweise bis ins hohe Alter vorhandenen Regenerations- und Kompensationsfähigkeit des Gehirns. Dieses neuroplastische Potential verlieren wir aber fast alle zwangsläufig in einer Welt, in der uns die Freude am eigenen Entdecken und am gemeinsamen Gestalten beim Älterwerden zunehmend abhandenkommt.

»Hüthers ›Raus aus der Demenzfalle!‹ macht deutlich, dass die alten Pfade des Denkens über Demenz verlassen werden müssen.« Weitere Informationen: Offizielle Website von Prof. Dr. Gerald Hüther

Cornelia & Stephan Schwarz, Richtig gut rüberkommen

Wie Sie empathisch und erfolgreich kommunizieren: Nur zu oft belasten Missverständnisse und Streitigkeiten die tägliche Kommunikation. Anhand vieler verblüffender Beispiele zeigen die Autoren, wie man stattdessen konstruktive Gespräche führt: durch empathische Spiegelung und aktive Gesprächssteuerung. So gelingt es, die eigenen Ziele im Einklang mit dem Gegenüber zu verwirklichen. Das ist sanfte Führung – Quiet Leadership. Weitere Informationen: www.dtv.de

Dami Charf, Auch alte Wunden können heilen

Hilfreiches Wissen und therapeutische Möglichkeiten: Dieses Buch ist für alle, die das Gefühl haben, so, wie sie sind, nicht »richtig« zu sein. Sie leiden etwa an unerklärlichen Schuldgefühlen, können eigene Bedürfnisse kaum benennen, keine Grenzen setzen oder spüren ihren Körper nicht. Die Ursache können seelische Verletzungen aus den ersten Lebensjahren sein. Manchmal durch ein schlimmes Ereignis ausgelöst, viel häufiger jedoch dadurch, dass das Aufwachsen ohne sichere Bindung und Zugehörigkeit erfolgte. Die erfahrene Trauma-Therapeutin Dami Charf hilft Betroffenen, in Kontakt mit sich zu kommen, Verständnis für sich selbst zu entwickeln, neue Möglichkeiten zu erkennen und innere Stabilität und Freiheit zu erfahren. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Martin Duda, Licht in der Nacht der Seele

In der Literatur ist die Depression ein immer wiederkehrendes Thema. Dichter und Schriftsteller haben – anders als viele Wissenschaftler und Mediziner – einen unmittelbaren und ganzheitlichen Zugang gerade auch zu den Schattenseiten menschlicher Erfahrungen. Viele Werke der Weltliteratur haben für Leser mit depressiven Verstimmungen eine heilsame und therapeutische Wirkung. Die Gedanken, die sich vorher im Kreis drehten, kommen beim Lesen zur Ruhe, ordnen sich und werden klarer, positive Gefühle stellen sich ein, man sieht die Realität mit anderen Augen und findet wieder mehr zu sich selbst.

Der Bibliotherapeut Martin Duda bietet mit seinen ausgewählten Texten und Buchtipps Hilfe zur Selbsthilfe an. Er zeigt, wie Lesen dazu beitragen kann, der Ausweglosigkeit der Depression zu entkommen. Weitere Informationen: www.patmos.de

Holger Kuntze, Lieben heißt wollen

Fast jedes Paar kommt einmal an den Punkt, an dem das Beglückende der Liebe nicht mehr präsent ist, häufiger Streit das Miteinander bestimmt und sich die Frage stellt: Bleiben oder gehen? 

Der Paartherapeut Holger Kuntze beschreibt einen Weg, um in einer solchen Situation wieder neu aufeinander zu zugehen. Er besteht darin, sich aus den gewohnten Bahnen des Denkens und Handelns zu befreien und innere Flexibilität zu entwickeln. Also automatisierte Reaktionen zu hinterfragen, offen und ohne Abwehr zuzuhören und sich neu für den anderen zu entscheiden. Ein kluges und ermutigendes Buch, das zeigt, warum es den perfekten Partner nicht gibt und wie wir trotzdem miteinander glücklich sein können. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Clemens Kuby, Gelebte Reinkarnation

Wo kommen wir her und wohin gehen wir nach dem Tod? Der Dokumentarfilmer und Bestsellerautor Clemens Kuby hat vielfältige Belege gesammelt, die das Konzept der Reinkarnation begreiflich machen, das in einzigartiger Form das Geheimnis unseres Lebens und Sterbens zu erklären vermag.

Im Zentrum steht die Geschichte des tibetischen Lama Jamgon Kongtrul Rinpoche, der 1992 tödlich verunglückte und 1995 wiedergeboren wurde. Die Dokumentation der Suche nach den Beweisen für diese Wiedergeburt erklärt anschaulich die Lehre der Reinkarnation. Sie ist ein großartiger Beweis für die Kontinuität unseres Bewusstseins: Jeder Mensch besitzt eine unsterbliche Seele, die sich in immer neuen Formen verkörpert. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Jill Cory, Wenn der, den du liebst, dir wehtut

Dieses Buch hilft, Gewalt in der Partnerschaft zu erkennen und sich davor zu schützen. Wenn der Partner manchmal sehr liebevoll ist, dann wieder wütend, verbal verletzend oder sogar übergriffig, kann diese Widersprüchlichkeit verwirren und zutiefst verunsichern. Und sie hält Frauen oft davon ab, sich Hilfe zu suchen.

 

Dieser Ratgeber ist ein erster Anlaufpunkt für Leserinnen, die von Misshandlung betroffen sind – oder den Verdacht haben, es zu sein. Er gibt Antworten auf schwierige Fragen, hilft, sich und seine Situation klarer zu sehen und wieder Selbstvertrauen und Zuversicht zu schöpfen. Mit vielen Fallbeispielen, Übungen, Checklisten und Fragebögen. Weitere Informationen: www.koesel.de

Fabrice Midal, Die innere Ruhe kann mich mal

Innehalten ist der einzig wahre Weg zum Handeln, blinder Aktionismus bringt uns nicht weiter. Doch auch beim Innehalten folgen wir gern Regeln. Was passiert, wenn wir meditieren und dabei versuchen, bestimmte Regeln einzuhalten? Wenn uns die Beine einschlafen, weil wir in einer für uns unnatürlichen Haltung dasitzen, wenn wir krampfhaft versuchen, die eigenen Atemzüge nach einem vorgegebenen Schema zu zählen, den Geist auf nur eine Sache auszurichten oder uns von störenden Gedanken zu lösen?

›Die innere Ruhe kann mich mal‹: eine neue Lebenshaltung
Starre Meditationsregeln, so Fabrice Midal, führen häufig zu Frust und einem Gefühl des Misserfolgs. Dabei ist unser Alltag bereits geprägt von Anforderungen, Stress, Erfolgsdruck und häufig auch von dem Gefühl, nicht perfekt oder gut genug zu sein. Midal fordert dazu auf, uns bei der Meditation von jeglichem Anspruch an uns selbst zu lösen. Es geht ihm um eine Lebenshaltung, die sich starren Regeln, Konformismus, von außen auferlegten Forderungen und Zwängen widersetzt.

Hören Sie auf zu meditieren – tun Sie nichts.
Lassen Sie sich in Frieden – und beginnen Sie zu leben.
Weitere Informationen: www.dtv.de

Schmidt, Selbstfreundschaft

Mit seinem neuen Buch führt Wilhelm Schmid die Überlegungen in seinem Bestseller Gelassenheitfort und weist den Weg zu einer echten Freundschaft mit sich selbst: Die Basis der Gelassenheit ist die freundliche, verlässliche Beziehung zu sich. Sie begründet ein Selbstvertrauen, das einen besseren Umgang mit sich selbst ermöglicht und auch ein besseres Miteinander.

Ermutigen kann die Idee der Selbstfreundschaft alle, die sich erschöpft und ausgebrannt fühlen. Balsam kann sie für diejenigen sein, für die das Selbst zur Wunde geworden ist, zugefügt von Anderen, vom Leben, von unguten Verhältnissen. Eine Perspektive kann die Stärkung der Selbstbeziehung denen bieten, die mit sich allein zurechtkommen müssen. Nicht zuletzt kann sie Menschen weiterhelfen, die nur Selbstverzicht und Pflichterfüllung kennengelernt haben und es als Befreiung ihres Lebens empfinden, sich auch um sich selbst kümmern zu dürfen, ohne sich den Gefahren einer übertriebenen Selbstliebe aussetzen zu müssen. Weitere Informationen: www.suhrkamp.de