Sophie Dudemaine: »Sommerdesserts – Genuss nach Lust und Laune klassisch oder kalorienbewusst«

 
Ob Genießer oder Besser-Esser: Jeder kann sich von Sophies Leckereien verführen lassen, stets in zwei Varianten: klassisch oder kalorienbewusst. Himbeermousse, Kakaosorbet oder Zitronentarte – der Sommer kann kommen!

In der wärmeren Zeit des Jahres kommen Schleckermäuler an luftigem Gebäck, saftigen Früchtedesserts und erfrischenden Eiskreationen nicht vorbei. Dafür hat die französische Erfolgsköchin Sophie Dudemaine Bewährtes und Originelles verführerisch kombiniert.

Hilfreiche Tipps, Variationsmöglichkeiten, Schritt-für-Schritt-Fotografien, das fröhliche Layout und die verlockenden Abbildungen machen das Nachkochen
und -backen zu einem wahren Genuss.

Sophie Dudemaine hat ihr Talent fürs Kochen nicht nur geerbt, denn gelernt hat sie bei den Sterneköchen Daguin, Vigato und Faugeron. Doch schon bald verschrieb sich die umtriebige junge Frau, Mutter zweier Kinder, ganz der Herstellung ihrer »cakes«. Inzwischen ist sie nicht nur eine gefragte Kochbuchautorin, sondern auch Moderatorin einer populären Kochsendung. Weitere Informationen: www.gerstenberg-verlag.de und www.institut50plus.de

Melda Akbas: »Ich bin Türkin, aber ich bin Deutsche«

 
»Vielleicht ist das mein Dilemma. Für Deutsche bin ich eine Türkin, für Türken eher eine Deutsche. Weder Baum noch Borke. Nichts Richtiges. Ein Zwischending. Ich kann weder das eine noch das andere sein, ohne mich teilweise selbst zu verleugnen, aber beides geht eben auch nicht.«

»Ich bin Türkin, aber ich bin Deutsche« – so beschreibt Melda Akbas ihr Leben zwischen muslimischer Tradition und westlicher Freiheit. Auf den ersten Blick scheint sie eine normale jungen Frau in Berlin zu sein: Sie lernt für das bevor-stehende Abitur, macht sich Gedanken über ein Studium, plant, aus der Wohnung ihrer Eltern auszuziehen, triftt sich mit Freundinnen zum Shoppen und Feiern. Doch das ist nur die eine Seite. Denn gleichzeitig ist sie eine Achtzehnjährige, die mehr will und mehr macht als andere, die sich als stellvertretende Schulsprecherin engagierte und im Bezirksschülerausschuss und für die Türkische Gemeinde in Deutschland ein bundesweit beachtetes Projekt auf die Beine stellte. Und dann ist da noch dieses Gefühl, das ihr immer wieder zu schaffen macht: das Gefühl, zwischen allen Stühlen zu sitzen – als Türkin, als Deutsche, als Tochter, als Frau.

Wie sieht das Leben einer jungen Frau mit Migrationshintergrund in Deutschland aus? Wie kann sie die Vorstellungen der Eltern mit ihren eigenen vereinbaren, wo prallen sie aufeinander? Warum muss sie um Rechte und Freiheiten kämpfen, die für die meisten ihres Alters völlig selbstverständlich sind?

Melda Akbas erzählt von ihrer Familie, in der von streng islamgläubig bis überzeugt atheistisch alle Ansichten vertreten sind. Sie schildert scheinbar gewöhnliche Sorgen zwischen Verliebtheit und Prüfungsstress, die in ihrem Fall jedoch tiefer gehen. Und sie beschreibt Alltagserfahrungen in ihrere Geburtstadt Berlin, wo sie häufig immer noch als »Fremde« gesehen wird und mit Vorurteilen zu kämpfen hat.

Melda Akbas liefert einen authentischen Blick auf das Leben einer Migrationsfamilie, die trotz allem in Deutschland ihre Heimat gefunden hat. Ihre Lebensgeschichte zwischen Moschee und Minirock zeigt, dass Integration funktionieren kann – allerdings nur mit viel Mut, Ausdauer und auch Glück. Weitere Informationen: www.randomhouse.de und www.institut50plus.de

Institut50plus: »Überall ist Lönneberga«

 
Willkommen im einzigen Land der Erde, wo Golf Breitensport ist und der Satz »Ich will Ihren Chef sprechen« nur Gelächter hervorruft!

Der Schwede tritt zumeist als multifunktionaler Profi auf: Er trägt Dienstuniform, Overalls mit 20 Taschen sowie kiloschwere Ohrenschützer und ist jederzeit über drei Handys erreichbar. Den Rasen mäht er hingebungsvoll. Er singt laut und oft, vor allem, wenn er Manager ist. Das Allemansrätt – das ungeschriebene Gewohnheits-recht, (fast) überall kurzfristig Quartier aufschlagen zu dürfen – hat ihn tief geprägt: Im Traum nicht käme der Schwede auf die Idee, seine Ferien auf nur einem Campingplatz abzusitzen. Er koppelt seinen Wohnwagen auch nicht ab, sondern fährt damit Brötchen holen. Sein Ordnungs- und Freiheitssinn sind gleichermaßen ausgeprägt. Kein Wunder: Das Land, das er bewohnt, definiert sich seit 1928 als großes „Folkshemmet“ – als „Heim, in dem Gleichberechtigung, Zusammenarbeit
und Hilfsbereitschaft herrschen“.



Die Schweden duzen sich, reduzieren die Grußformeln auf drei Buchstaben und reden sich grundsätzlich nur mit Vornamen an. Obwohl sie feiern, lieben oder streiten wie andere Erdenbürger auch, ist ihnen der Begriff „Privatleben“ weitgehend unbekannt, liegen doch die Steuerverzeichnisse sämtlicher Bürger einsehbar in jeder Polizeiwache.

Gewohnt, ihren Schnaps nur beim Staat zu kaufen, sind die Schweden offen für vielerlei Schnapsideen – um die meisten beneiden wir sie mit gutem Grund. Christoph Borchelt, von Jugend an mit dieser Welt vertraut, porträtiert sie uns augenzwinkernd und informativ, kritisch und liebevoll. Weitere Informationen: www.randomhouse.de und www.institut50plus.de

Power statt Prügel – »Mein Einsatz für gewaltbereite Jugendliche«

 
Rupert Voß ist ein Visionär. In seinem höchst erfolgreichen Jugendhilfeprojekt Work and Box Company kümmert sich der Unternehmer um gewaltbereite junge Männer. Sein Lebensweg führte aber nicht nur zu einem anderen Umgang mit jugendlichen Serienstraftätern. Er motiviert uns alle, mehr aus unserem Leben zu machen: „Wir alle können weit mehr, als wir glauben. Wir müssen uns nur dafür entscheiden.“

Über seine Arbeit wurde ein Film gedreht, der im Seit April 2010 in deutschen Kinos gespielt wird. FRIEDENSSCHLAG – Das Jahr der Entscheidung ist ein inspirierender Kinofilm über die Verwandlung von zerstörerischer Kraft in schöpferische Energie, von Selbsthass in Selbstbewusstsein, vom Verdrängen der eigenen Vergangenheit in Verantwortung für das eigene Leben. Regisseur Gerardo Milsztein dokumentiert Jugendliche der Work and Box Company auf ihrem Weg zurück in die Gewaltlosigkeit.

Rupert Voß lebt ein außergewöhnliches Leben. Bekannt geworden als „der boxende Schreinermeister aus München“, hilft er mit seinem Jugendhilfeprojekt Work and Box Company gewalttätigen Jugendlichen wieder auf die Beine. Für seine Initiativen wurde er schon vielfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit der Berufung zum „Social Entrepre-neur“ durch die weltweit tätige soziale Organisation Ashoka.

Wie kam es zu diesem besonderen Engagement? Rupert Voß beschreibt in diesem Buch seinen von vielen Herausforderungen gekennzeichneten Lebensweg. Die damit verbundenen Krisen hat er als Chancen begriffen und daraus seine erfolgreiche gemeinnützige Arbeit entwickelt. Dabei ermutigt er den Leser, das eigene Leben zu reflektieren und so neue Entscheidungs- und Handlungsfähigkeiten zu gewinnen – geprägt vom allumfassenden Prinzip der Menschlichkeit: „Wenn jeder in unserer Gesellschaft mehr Eigenverantwortung übernimmt, wird zwischen uns auch mehr Menschlichkeit entstehen. Denn eines verbindet uns alle: Wir sind Menschen!“ Weitere Informationen: www.koesel.de und www.institut50plus.de

Jan Faktors erotischer Entwicklungsroman über Widerstände, Schmutz und Schönheit

 
Georg wächst in der schönsten Wohngegend Prags in einem summenden Frauenhaushalt auf. Leider zur Zeit des politischen Terrors, der überirdischen Atomversuche und später des Reformversuchs von ‘68. Zwischen Tanten mit Kriegstraumata, dem tyrannischen Onkel ONKEL und der überstrahlend-schönen Mutter bleibt ihm nur die Flucht nach vorn.

Das sozialistische Prag hat in den Jahren von Georgs Jugend seinen Glanz verloren. In einer Stadt voller gewalttätiger Müllmänner, 50-ccm-Motorradcowboys, sexbe-sessener Fremdgänger und vieler anderer unsozialistischer Elemente nutzt Georg alle sich bietenden Freiräume, um auszubrechen: Er experimentiert mit hoch-explosiven Substanzen, verbringt die Nachmittage mit wilden Jugendcliquen und findet im Kreis der Familie schließlich auch eine Geliebte.

In einer Gesellschaft, die von den Rändern her vergammelt und sich von innen auflöst, bekommt das Körper-liche eine befreiend-subversive Bedeutung. Georg mobilisiert alle Kräfte, um neben der Mutter auch dem stickig-klebrigen Vater-haushalt zu entkommen, in dem er seine verhassten Wochenenden verbringen muss. Als er nach der Okkupation des Landes den kulturellen Niedergang miterlebt und sich der Prager Dissidentenszene nähert, wird ein geschasster Intellektueller, der sich trotz seiner Blindheit wie ein Sehender in der Stadt bewegt, zu seinem Wunschvater.

Georg macht sich seit seiner frühen Kindheit Sorgen um seine Vergangenheit, seiner hellen glücklichen Zukunft ist er sich aber völlig sicher. Die Frage, ob er wirklich glücklich werden wird, beantwortet sich bei einer zufälligen, aber nicht wirklich vermeidbaren Begegnung auf der Straße.

Indem Jan Faktor Georg selbst erzählen lässt, macht er das Erzählen zu einem zweiten subversiven Akt – und führt damit den Entwicklungs- und den Gesellschafts-roman zusammen. So entstehen ein vor Witz strotzendes Psychogramm einer Familie und ein hellsichtiges Porträt einer Stadt.

Denk-mal50plus: »Widerstand oder Unterwerfung«

 
„Die Auflehnung“: zwei Männer stehen vor dieser Alternative. Sie sind Brüder. Der eine, Frank Wittmann, ein erfahrener Teichwirt, sieht seinen Besitz durch Rivalen bedroht, die unter dem Schutz des Gesetzes stehen. Es wird von ihm erwartet, dass er das geltende Recht respektiert; doch das würde seinen Ruin bedeuten. Nicht bereit zur Selbstaufgabe, entschließt er sich, den Schutz seiner Existenz in die eigene Hand zu nehmen; überzeugt davon, dass das Gesetz ihm keine andere Wahl läßt, entscheidet er sich, es zu mißachten.

Sein Bruder Willy, ein international bekannter Teekoster, dessen sensibler Geschmackssinn seiner Firma zu Erfolg und Ansehen verhalf, repräsentiert eine andere Spielart der Auflehnung. Als er eines Tages entdeckt, dass er seiner besonderen Fähigkeit nicht mehr sicher und daß auf sein Urteil kein Verlaß mehr ist, kündigt er und verläßt die Firma. Gleichwohl kann er sich mit dem schwerwiegenden Verlust nicht abfinden: immer wieder stellt er Versuche an, forscht, prüft, sucht sich zu versichern, von dem Wunsch erfüllt, zurück-zugewinnen, was er einmal besessen hat. Allerdings bleibt ihm dabei die Erfahrung nicht erspart, dass es Auflehnungen gibt, die sinnlos sind.´Weitere Informationen: www.randomhouse/dva.de und www.institut50plus.de

Volker Lechtenbrink: »Seine temperamentvolle Autobiographie imponiert durch größte Offenheit«

 
Schon früh entdeckte er, was er wollte: auf der Bühne stehen, Menschen zum Lachen und Weinen bringen. Der Vielseitige mit der rauchigen Stimme wollte alles, spielte alles – und setzte mitunter auch alles aufs Spiel. Seine tempera-mentvolle Autobiographie imponiert durch größte Offenheit. Mit dem Antikriegs-film Die Brücke wurde Volker Lechtenbrink als Fünfzehnjähriger über Nacht berühmt. Später überzeugte er auch als Sänger, Regisseur und Intendant – und immer wieder auf der Theaterbühne.

Den »Bruder Leichtfuß«, wie er vom Spiegel einmal genannt wurde, retteten manchmal nur eine Portion Glück und geduldige Freunde vor zu viel Alkohol und falschen Beratern. Er erzählt von einer herzlichen, chaotischen Patchworkfamilie, von großen Kollegen wie Hildegard Knef und Anthony Quinn, von Freunden wie Peter Maffay und Kris Kristofferson, von Fußball mit Uwe Seeler und Günter Netzer, von der Neigung älterer Männer zu jüngeren Frauen und vom Glück, ganz allein auf einer kleinen Insel zu sein. Weitere Informationen: www.hoffmann-und-campe.de

Hoffmann und Campe: »Von Meer und Küste, Wracks und Tauchern und dem Glück, einen Fisch zu fangen«

 
Die schönsten Meerestexte von Siegfried Lenz in einem Band versammelt,
von Hanjo Kesting zusammengestellt. Dieser Autor, der mit seinem Roman Deutschstunde Weltruhm erlangte, ist nicht nur einer der letzten großen Geschichtenerzähler, er ist auch ein Schriftsteller des Meeres. Strände, Häfen, Inseln, Küsten, Fjorde, große und kleine Schiffe und Wracks sind die Schauplätze seines Werks.

Dieses Buch ist eine bewegende Therapie-Geschichte, die Mut macht, das Leben wieder zu bejahen – es berichtet über verborgene Kräfte, die wir uns tragen. Weitere Informationen: www.koesel.de und www.institut50plus.de

»Der Mann fühlte, wie eine eigentümliche Unruhe ihn ergriff, der Wunsch, an das Wrack zu gelangen, das kaum zwanzig Meter unter ihm lag und groß war, schwarz und unbekannt. Er war allein auf dem Strom, und er ließ sich mehrmals über die Stelle treiben, wo das Wrack lag, aber er konnte nichts erkennen. Er wußte nur, daß es da war, ein Wrack, das nur er allein kannte. Die anderen Wracks, die im Strom gelegen hatten, waren längst gehoben oder unter Wasser gesprengt worden: was er wußte, wußte er allein.« Weitere Informationen: www.hoffmann-und-campe.de und www.institut50plus.de