Fabrice Midal, Die innere Ruhe kann mich mal

Innehalten ist der einzig wahre Weg zum Handeln, blinder Aktionismus bringt uns nicht weiter. Doch auch beim Innehalten folgen wir gern Regeln. Was passiert, wenn wir meditieren und dabei versuchen, bestimmte Regeln einzuhalten? Wenn uns die Beine einschlafen, weil wir in einer für uns unnatürlichen Haltung dasitzen, wenn wir krampfhaft versuchen, die eigenen Atemzüge nach einem vorgegebenen Schema zu zählen, den Geist auf nur eine Sache auszurichten oder uns von störenden Gedanken zu lösen?

›Die innere Ruhe kann mich mal‹: eine neue Lebenshaltung
Starre Meditationsregeln, so Fabrice Midal, führen häufig zu Frust und einem Gefühl des Misserfolgs. Dabei ist unser Alltag bereits geprägt von Anforderungen, Stress, Erfolgsdruck und häufig auch von dem Gefühl, nicht perfekt oder gut genug zu sein. Midal fordert dazu auf, uns bei der Meditation von jeglichem Anspruch an uns selbst zu lösen. Es geht ihm um eine Lebenshaltung, die sich starren Regeln, Konformismus, von außen auferlegten Forderungen und Zwängen widersetzt.

Hören Sie auf zu meditieren – tun Sie nichts.
Lassen Sie sich in Frieden – und beginnen Sie zu leben.
Weitere Informationen: www.dtv.de

Schmidt, Selbstfreundschaft

Mit seinem neuen Buch führt Wilhelm Schmid die Überlegungen in seinem Bestseller Gelassenheitfort und weist den Weg zu einer echten Freundschaft mit sich selbst: Die Basis der Gelassenheit ist die freundliche, verlässliche Beziehung zu sich. Sie begründet ein Selbstvertrauen, das einen besseren Umgang mit sich selbst ermöglicht und auch ein besseres Miteinander.

Ermutigen kann die Idee der Selbstfreundschaft alle, die sich erschöpft und ausgebrannt fühlen. Balsam kann sie für diejenigen sein, für die das Selbst zur Wunde geworden ist, zugefügt von Anderen, vom Leben, von unguten Verhältnissen. Eine Perspektive kann die Stärkung der Selbstbeziehung denen bieten, die mit sich allein zurechtkommen müssen. Nicht zuletzt kann sie Menschen weiterhelfen, die nur Selbstverzicht und Pflichterfüllung kennengelernt haben und es als Befreiung ihres Lebens empfinden, sich auch um sich selbst kümmern zu dürfen, ohne sich den Gefahren einer übertriebenen Selbstliebe aussetzen zu müssen. Weitere Informationen: www.suhrkamp.de

Vera Kast, Liebe wie im Märchen

Märchen entführen uns in eine magische Welt. Gleichzeitig haben sie ganz viel mit unserem Leben zu tun, denn sie spiegeln allgemeinmenschliche Erfahrungen wider, auch die Liebe. Einander suchen und finden, sich abgrenzen und aufeinander bezogen sein – um diese Themen geht es immer wieder, wenn wir lieben. Verena Kast interpretiert seit über dreißig Jahren Märchen und übersetzt ihre Sprache ins Heute. Die Märchen, die sie in diesem Buch erschließt – etwa »Der Eisenhans« oder »Jorinde und Joringel« – machen deutlich: In der Liebe entwickeln wir uns und reifen aneinander.

Verena Kasts Psychologie ist geprägt von profundem therapeutischen Wissen und einer Leidenschaft für alles Schöpferische. In diesem Buch zu ihrem 70. Geburtstag zeigt sich, wie der Funke schöpferischen Geistes überspringen kann und ein Feuerwerk entzündet: Weggefährtinnen und Zeitgenossen greifen Impulse aus Verena Kasts Werk auf und zeigen, was heute in Psychologie und Psychotherapie an »schöpferischen Sprüngen« zur Wandlung und Heilung des Menschen möglich ist. Weitere Informationen: www.patmos.de

Manea, Der alltägliche Islamismus

Warum fasst der Islamismus in den westlichen Gesellschaften immer stärker Fuß? Wir müssen uns eingestehen: Auch die Liberalen tragen ihren Teil dazu bei. Die einen trauen sich nicht, Kritik zu äußern, aus Angst als islamophob zu gelten. Bei anderen führt ein falsches Verständnis von Toleranz dazu, dass islamistische Botschaften nicht konsequent bekämpft werden. Davon profitiert vor allem der nicht-gewalttätige Islamismus, der zwar nicht mit Waffen kämpft, dessen Anhänger aber mit anderen Mitteln versuchen, unsere Gesellschaften schleichend zu verändern. Wenn wir unsere demokratischen Werte verteidigen wollen, müssen wir dieser Entwicklung entschieden entgegentreten.

Elham Manea, geb. 1966, ist Privatdozentin für Politikwissenschaft an der Universität Zürich. Sie lehrt u.a. in den Bereichen Politischer Islam und Radikalisierung, Gender und Politik im arabischen Raum sowie Politik der arabischen Halbinsel. Als Menschenrechtsaktivistin berät sie staatliche sowie Nichtregierungsorganisationen. Nach Stationen u.a. in Marokko, Iran und Jemen lebt Elham Manea heute in der Schweiz. WEeitere Informationen: www.koesel.de

 

 

Claudia Ott, Salim Alafenisch, Erste arabische Lesestücke

Mit diesem Buch für deutsche Muttersprachler und Zuwanderer aus dem arabischsprachigen Raum gelingt dies auf vergnügliche Weise. Und am besten lässt sich die jeweils fremde Sprache im Miteinander erlernen und vertiefen. Kleine Geschichten, Gedichte, Witze, Kochrezepte, kurze Sachtexte, dazu kalligraphisch gestaltete Sprichwörter – diese vielfältige Sammlung kann den einen den Zugang zu einer fremden Kultur erleichtern; für andere ist sie vertrauter Teil ihrer Herkunft, und das fernab aller politischen Schwere. Die beigefügte Laut- und Aussprachetabelle und insbesondere die Übertragung aller arabischen Texte in lateinische Umschrift nach wissenschaftlichem Standard, wie sie bislang in keiner Publikation zu finden ist, sind für das Erlernen der arabischen Sprache äußerst hilfreich. Weitere Informationen: www.dtv.de

Amos Oz, Jesus und Judas

Im Winter 1959 kommt der junge Schmuel Asch nach Jerusalem, um seine Magisterarbeit zu schreiben. Allein und ohne finanzielle Unterstützung, braucht er dringend eine Nebenbeschäftigung. Eine Anzeige führt ihn ins Haus eines eigentümlichen alten Mannes namens Wald; nachts liest er ihm vor und unterhält sich mit ihm – über die Ideale des Zionismus, über die jüdisch-arabischen Konflikte. 

Und dort trifft er auf die geheimnisvolle Atalja Abrabanel, deren verstorbener Vater einer der maßgeblichen Anführer der zionistischen Bewegung war. Sogleich ist Schmuel gefesselt von der Schönheit und Unnahbarkeit dieser Frau. Nach und nach gelingt es Schmuel, ihr Geheimnis zu enthüllen – und damit auch das des alten Wald. Amos Oz hat einen Liebesroman geschrieben und zugleich ein Buch über das geteilte Jerusalem vor dem Sechs-Tage-Krieg, eine Geschichte seines Landes mit all seinen Konflikten, seinen Hoffnungen und seiner Verzweiflung. Weitere Informationen: www.suhrkamp.de

Stephen Mc Kenzie, Haertfulness

Viele Menschen merken, dass im Hamsterrad aus Hektik, Leistungsdruck und ständigem Beschäftigtsein etwas ganz entscheidend zu kurz kommt: ihr eigenes Herz. Ohne Nähe zu anderen, ohne das Gefühl von Sinn, Mitgefühl und Verbundenheit rutschen wir leicht in Depression oder einen Burn-out. Achtsamkeit nährt diese Verbundenheit – aber nur, wenn sie so verstanden wird, wie sie eigentlich gemeint ist: als herzerfüllte Haltung und freudige Offenheit. Denn Achtsamkeit als reine Technik oder starre Disziplin bleibt trocken, flach und leblos.
 
Der erfahrene Achtsamkeitslehrer Stephen McKenzie inspiriert, den Schritt von Mindfulness zu Heartfulness zu gehen. Mit praktischen Übungen, viel Humor und bewegenden Geschichten beflügelt er die Leser, voller Freude und aus ganzem Herzen achtsam zu leben. Weitere Informationen: www.scopio-verlag.de

Nadia Domaso, Eat better not less

Mit Superfood ist gesunde Ernährung immer auch unglaublich lecker und genussvoll. Das hat die Foodbloggerin Nadia Damaso schon mit ihrem ersten Bestseller gezeigt. Nun hat sie ihr zweites Kochbuch geschrieben. ,Darin nimm die Foodbloggerin Sie mit auf eine lange kulinarische Reise durch die Welt. Das Buch präsentiert Rezepte für Superfood, inspiriert von reichhaltigen kulinarischen Kulturen aus der ganzen Welt.

Die erfolgreiche Food-Bloggerin Nadia Damaso - auf der Social-Media-Plattform Instagram folgen ihr bereits 170000 User - ist 21 Jahre jung, kommt aus dem Engadin und landete mit ihrem ersten Kochbuch »Eat Better Not Less« bereits einen Bestseller. Für ihr zweites Buch trägt sie die Überzeugung, dass gesunde Ernährung genauso lecker ist wie herkömmliche Ernährung, nun in die Welt hinaus und stellte sie im Kontakt mit anderen kulinarischen Kulturen auf die Probe.

Ihre Reise führt Nadia Damaso durch: Südamerika, Indien, Asien, den Mittlerer Osten, Marokko und auch die Schweiz. An all diesen Orten hat sie sich von den lokalen Spezialitäten inspirieren lassen und auf Basis typischer Produkte viele kreative Rezepte entworfen. Dabei hat sich gezeigt: Das Konzept »Eat Better Not Less«, das Nadia Damaso als Leitfaden dient, ist nicht bloss eine Art sich zu ernähren, sondern ein Lifestyle, der sich überall leben lässt.

Eingebettet werden die Rezepte von kurzen Geschichten über persönliche Erfahrungen und Begegnungen, die Nadia Damaso während ihren Reisen gemacht hat. Die atemberaubenden Landschaftsbilder im Buch versetzen Sie sofort an den Ort des kulinarischen Geschehens. Grosszügig mit Fotos illustriert sind auch die Rezepte selber, Geschmäcke und Gerüche werden beinahe physisch erlebbar.

Es geht Nadia Damaso jedoch nicht darum, die lokale Küche der jeweiligen Länder genau wiederzugeben. Eher verarbeitet sie die Gewürze und Lebensmittel, die vor Ort erhältlich sind, in ihrem ganz eigenen, experimentellen Koch-Stil. Dazu gibt sie jeweils auch Optionen für saisonale und lokale Zutaten an, damit diese Superfood-Rezepte immer und überall nachgekocht werden können.

Wie schon bei ihrem ersten Buch »Eat Better Not Less« richtet sich Nadia Damaso auch mit den Rezepten in diesem Kochbuch nach einem einfachen Grundsatz: Gesunde Ernährung kann genauso lecker und vielfältig sein wie herkömmliche Ernährung. Ausserdem sind ihre Rezepte immer leicht zuzubereiten und inspirieren dazu, eigene Rezepte mit gesundem Superfood zu kreieren. Weitere informationen: www.at-verlag.ch

Im Spinnennetz der Geheimdienste

Geheimdienste wie CIA, FSB, Mossad oder BND sind für uns schlicht eine verbotene Zone, in der nicht nur diskret spioniert, sondern auch die blutige Drecksarbeit streng geheim erledigt wird. Robert E. Harkavy und Patrik Baab werfen mit ihrem Buch ein helles Licht auf die verdeckten Operationen dieser Schattenkrieger.

Am Beispiel der bis heute ungeklärten Todesfälle von Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby beleuchten sie die Strippenzieher und Hintergründe. Sie haben Quellen aus fünf verschiedenen Geheimdiensten angezapft, zahlreiche ehemalige Geheimdienstler interviewt und führen die drei Todesfälle zusammen vor dem Hintergrund der Iran-Contra-Affäre und eines Schattenkrieges der CIA, dessen größter Teil immer noch im Dunkeln liegt. Ein spannender Spionage-Thriller, der leider finstere Realität ist. Weitere Informationen: www.westendverlag.de

 
 

Peer Molander, Die Anatomie der Ungleichheit

Ungleiche Verhältnisse entwickeln sich in jeder Gesellschaft, unabhängig von den Fähigkeiten und dem Arbeitswillen der Menschen, sagt der Mathematiker Per Molander. Ungleichheit ist natürlich – aber sie ist kein Naturgesetz und kann mit den richtigen politischen Maßnahmen überwunden werden.

Wissenschaftlich fundiert und mit vielen anschaulichen Beispielen eröffnet Molander eine ganz neue Perspektive auf eines der weltweit größten Probleme und zeigt auch Lösungswege. Denn handeln wir nicht, geht die Schere zwischen Arm und Reich zwangsläufig immer weiter auseinander, was schließlich zum Verlust jeglichen Vertrauens innerhalb der Gesellschaft führt – zum Schaden aller. Weitere Informationen: www.westendverlag.de