Barbara Berkhan, Ach was?

Wo Menschen zusammen kommen und ihre Ziele verfolgen, ob gleiche, ähnliche oder gar konträre, besteht nun mal ein permanentes Konfliktpotential. Fein, dass es so viele verträgliche Zeitgenossen gibt, aber eben nicht nur diese. Obendrauf bekommen wir immer wieder auch noch ein paar Nörgler, Nervensägen und andere Quälgeister quasi als „kostenfreie Trainingspartner, für unsere persönliche Weiterentwicklung, beigepackt“! Nicht jeder dieser lieben Mitmenschen will uns absichtlich ärgern oder Unfrieden stiften. Zu oft ist einfach nur die Ansprache „verunglückt“ und kommt dann „total daneben“ an. Und ja, manchmal will uns gar einer geradezu zum Kampf einladen, warum auch immer.

Die Frage ist dann, wie wir damit umgehen. Fühlen wir uns provoziert oder brennen gar die Sicherungen durch? Nehmen wir den Kampf an? Möchten wir den „Kampf der Worte“ gewinnen oder gibt es eine andere, vernünftigere Alternative? Aber sicher, spätestens bei Barbara Berckhan werden wir fündig:
Die sympathische Hamburger Kommunikationstrainerin vertritt die diplomatische Seite der Medaille. Ihr Anliegen und wahrscheinlich auch das ihrer vielen Trainingsteilnehmer ist die De-Eskalation. Nicht die blitzartige Schlagfertigkeit ist ihre erste Wahl, es ist eher die feine Klinge der Diplomatie. Dabei ermuntert sie Ihre LeserInnen und Coachees, auf das trennende, und publikumswirksamere Wortgefecht zu verzichten. Statt dessen setzt sie auf die Methode: „abperlen lassen“. Auf einen konkreten verbalen Angriff, ein- oder zweisilbig zu antworten und den Angreifer mit dieser Antwort einfach stehen zu lassen hat schon etwas ganz spezielles! Diese Methode erinnert stark an asiatische Kampfeskünste. Dem Angreifer so geschickt auszuweichen, dass er am Ende selbst alle Mühe hat, nicht zu stürzen. Und wo liegt der Gewinn bei dieser Kurzsilbigkeit? Nun ja, diese kluge Form der Abwehr, kostet so gut wie keine Energie! Wie Sie ab sofort mit Ihrer wertvollen Energie sorgsamer umgehen können, weniger Konflikte austragen müssen und insgesamt besser mit Ihrem privaten und beruflichen Umfeld zurechtkommen, lernen Sie unter Anderem, aus diesem Buch. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Jürgen Domian, Dämonen

»Die Stille und der Tod, das sind meine Themen – mit Hansen gehe ich ihnen auf den Grund.« (Jürgen Domian) Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben. Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden des Abschieds bringt dieser Rückzug den Kampf: Die Dämonen der Stille fallen ihn an. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

 

 

Konstantiv Wecker, Der Klang der ungespielten Töne

Auf seiner Suche nach der Wahrheit der Musik droht der junge talentierte Musiker Anselm Cavaradossi sich selbst zu verlieren. Weder Blues noch Rock 'n' Roll noch die Begegnung mit dem geheimnisvollen Lehrer Karpoff vermögen seine Sehnsucht zu stillen. Enttäuscht gerät er in die Fänge des Musikbusiness: Partys, falsche Freunde und die Ehe mit einer Frau, die er nicht liebt. Erst die Cellistin Beatrice öffnet ihm die Augen …
Mit der Sinnlichkeit, die auch seine Lieder unvergessen macht, erzählt Konstantin Wecker von Träumen, zerstörten Illusionen und von der Kraft der Kunst, das Leben zu verwandeln. Weitere Informationen: www.gvth.de

Michael Zichy, Menschenbilder

Menschenbilder sind wichtig, darüber ist sich die Wissenschaft einig. Nicht von ungefähr spielt die Berufung auf ein Menschenbild in vielen öffentlichen Debatten eine zentrale Rolle. Doch was ist überhaupt gemeint, wenn von einem "Menschenbild" die Rede ist? Was sind die Inhalte dieser Bilder? Welche Funktion haben und welche Rolle spielen sie? Vor allem aber: Welche Auswirkungen haben Menschenbilder im Alltag? Sind Menschenbilder tatsächlich, wie manche meinen, das Fundament unserer moralischen und politischen, ja selbst der existenziellsten Orientierungen im Alltag? 

Fragen wie diese sind bislang weitgehend unbeantwortet geblieben. Denn so beliebt und zentral der Begriff des Menschenbildes ist, so unbestimmt ist er; er besitzt kein wissenschaftliches Profil. Bis heute gibt es keine gründliche theoretische Untersuchung zum Begriff und keinen Versuch, das Phänomen Menschenbild im Allgemeinen theoretisch umfassend zu bestimmen. Selbst in manchen Nachschlagewerken sucht man den Terminus vergebens. Eben dieser längst überfälligen Forschungsarbeit nimmt sich dieses Buch an: der Klärung des Begriffs "Menschenbild" einerseits und der allgemein-theoretischen Bestimmung des Phänomens Menschenbild andererseits. Ziel ist es, damit der verbreiteten Rede vom Menschenbild endlich ein tragfähiges wissenschaftliches Fundament zu verleihen. Weitere Informationen: www.alber-verlag.de

Richard David Precht, Erkenne die Welt

Erkenne die Welt stand weit oben auf meinem Wunschzettel, dennoch wagte ich mich nur mit einer gehörigen Portion Respekt daran. Sporadisch hatte ich mich immer wieder intensiver mit der Philosophie befasst, mich jetzt aber mit diesem Sachbuch auseinanderzusetzen, wollte gut geplant sein. Denn Lesen allein ist nicht alles. Es muss schließlich auch verdaut und hinterfragt werden. Dabei kamen eigen Anschauungen auf den Prüfstand und neue Erkenntnisse müssten sich im Alltag bewähren. Richard David Precht erhebt selbst nicht den Anspruch der Vollständigkeit für sein Werk. Es ist ein gut geordneter Abriss, mehr können die 576 Seiten auch nicht hergeben. Aber zwei weitere Bände zu dieser Geschichte der Philosophie sind ja noch im Entstehen. In diesem 1. Band widmet sich Precht speziell um die Geschichte der Philosophie in der Antike und im Mittelalter.

Vieles war neu für mich, vieles aber auch bekannt, manches wurde in ein anderes Licht gerückt. Aber so geballt und im Zusammenhang betrachtet bekommt der interessierte Laie ein gutes Rüstzeug in die Hand, um die Welt ein wenig besser verstehen zu können. Das Buch ist gut durchdacht, logisch aufgebaut und hochinteressant. Ein wenig bedaure ich es, dass es solch ein allgemeinverständliches Werk nicht gab, als ich als Jugendliche die Welt zu erkennen und zu hinterfragen begann. Weitre Informationen: www.randomhouse.de

Nicolaus Schneider, Als flögen wir davon

Als wir Kinder waren, war man mit siebzig Jahren alt und mit achtzig eine Greisin. Dies hat sich in unserer westlichen Welt durch viele günstige Lebensumstände massiv geändert. Viele Menschen starten mit Eintritt ins Rentenalter noch einmal "richtig durch". Der Erkenntnis, den Zenit des Lebens überschritten zu haben, kommt aber niemand aus. Wer auf ein langes Leben zurückblickt, wird seine/ ihre je eigenen Schlüsse ziehen: Würde ich es noch einmal so machen? Wie gestalte ich den Rest meines Lebens? Bereite ich mich auf den Tod vor oder verdränge ich die Tatsache meiner Sterblichkeit? Nikolaus Schneider, der wie kein anderer öffentlich und dennoch zutiefst persönlich über das Sterben gesprochen hat, will von seinen Gesprächspartner*innen - z.T. Weggefährt*innen - wissen, wie bewusst sie sich auf die letzte Wegstrecke machen. Gedanken von Franz Alt, Christine Bergmann, Eleonore Frey, Gisela und Manfred Kock, Hans Küng, Lore Maria Peschel-Gutzeit, Fulbert Steffensky, u.v.a.m. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Margot Käßmann, Was uns Zuversicht gibt

Die Reformationsbotschafterin predigte in den vergangenen sieben Jahren in unzähligen Kirchen weltweit und vor millionenfachem Publikum. Und immer reiste sie mit Handgepäck: der Bibel. Die für sie wichtigsten biblischen Texte bringt die begabte Rednerin in den Dialog mit den Fragen nach Frieden und Gerechtigkeit, aber auch dem privaten Glück. Emphatisch zeigt sie, wie Menschen zu allen Zeiten Zuversicht aus den biblischen Schriften schöpften. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

 

Ellen Überschär, religiös & ruhelos

Mehr Politik, weniger Staat. Sie hat es noch erlebt, die Peinlichkeit, in der religionsfeindlichen Schule für ihren Glauben verspottet zu werden: Ellen Ueberschär, heute Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages, war zu Zeiten der Friedlichen Revolution gerade mal Anfang 20. Und sie hat erlebt, wie ein mutiges Bekenntnis Mauern zum Einstürzen bringt. Religion ohne politische Einmischung ist für Ellen Ueberschär daher undenkbar. Christliche Werte in der pluralen Gesellschaft und im Dialog der Religionen, Beteiligungskirche statt Betreuungskirche und eine reflektierte Religiosität sind die Stichworte der Zukunft. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Christoph Markschies, Aufbruch oder Katerstimmung?

Was bleibt vom Reformationsjubiläum, wenn der letzte festliche Gottesdienst gefeiert und der letzte wissenschaftliche Vortrag gehalten ist? Gibt es den allseits erhofften ökumenischen Aufbruch, den Viele als längst überfällig empfinden? Oder kommen wir gar in der multireligiösen Gegenwart an, in der künftig christliche, islamische und jüdische Theologie an einer Fakultät gelehrt werden? Christoph Markschies, der den Grundlagentext der EKD "Rechtfertigung und Freiheit" entscheidend geprägt hat, schildert den Weg des Jubiläums durch Gremienarbeit, mediale Öffentlichkeit, wissenschaftliche Kritik und weltweite Rezeption. Wegweiser in die Zukunft werden sichtbar: Das Reformationsgedenken feiert Versöhnung statt Spaltung; Wissenschaftler und Kirchenämter diskutieren über Christsein heute; Theologie gewinnt öffentliche Relevanz. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Menahim Pressler/Holger Noltze, Dieses Verlangen nach Schönheit

Mit über 90 Jahren gehört Menahem Pressler zu den ältesten aktiven Konzertpianisten der Welt. Lange war er vor allem als Pianist des Beaux Arts Trios bekannt – 53 Jahre hatte das Ensemble Bestand. In Gesprächen des Jahrhundertpianisten mit dem Musikjournalisten Holger Noltze entstand das Buch »Das Verlangen nach Schönheit«.

Nach Auflösung des Ensembles schloss Pressler eine faszinierende Karriere als Solist an: mit Konzerten und Aufnahmen, die Lektionen in Schönheit sind. Das erste Buch, das mit und über ihn in deutscher Sprache erscheint, entstand in Zusammenarbeit mit dem Musikjournalisten Holger Noltze über sein Leben für die Musik, das Glück des Hörens und Spielens – und das immer wache Verlangen nach Schönheit. »Wir wissen«, sagt Pressler, »dass für uns das Leben aufhört ohne die Musik, dass es ein Irrtum wäre, eine Öde. Aber wer die Ohren hat zu hören, spürt den Reichtum der Welt.« Am 12. Dezember setzten beide ihr Gespräch über Presslers Lebenswerk und die Frage nach Wesen und Wirkung der Musik im KörberForum fort. Weitere Informationen: www.koerber.stiftung.de