Philipp Lahm – Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

Als Junge hat er bloß gern Fußball gespielt. Jetzt ist Philipp Lahm Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und des FC Bayern München. Wie gelingt so eine Karriere als Spitzenfußballer? Und was muss ein moderner Fußballer dafür alles mitbringen?

Philipp Lahm berichtet in vielen überraschenden Details über seinen Aufstieg vom Nachwuchsspieler des FC Bayern zu einem der besten Außenverteidiger der Welt. Er erzählt von unvergesslichen Momenten deutscher Fußballgeschichte und schildert, was hinter den Kulissen von Bundesliga, Champions-League und großen Turnieren geschieht. Und er beantwortet entscheidende Fragen: Welchen Anforderungen muss ein Spitzenfußballer heute genügen? Was bedeutet es, permanent in der Öffentlichkeit zu stehen? Was heißt es, im richtigen Moment Zivilcourage zu zeigen – und wie kann man als Einzelner eine ganze Mannschaft mitreißen?

Philipp Lahm zeigt nicht nur auf dem Platz, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch in diesem Buch. »Der feine Unterschied« hilft mit, die Welt des Fußballs besser zu verstehen. Kinder und Jugendliche, die Fußball spielen, können das Buch als Gebrauchsanweisung für ihre eigene Karriere lesen. Fans erkennen plötzlich Zusammenhänge, die sie so noch nie gesehen haben.

Für alle anderen ist »Der feine Unterschied« eine authentische Einführung in den populärsten Sport der Welt. Weitere Informationen: www.kunstmann.de

Helke Sander: »Der letzte Geschlechtsverkehr und andere Geschichten über das Altern«

„Ohne Partner war man heutzutage gewissermaßen defekt. Alle fanden selbstverständlich, dass es zwar keinen Anspruch darauf geben könne, Millionär zu werden, aber Mutter noch mit sechzig sollte offenbar möglich sein.“

Alt zu werden im 21. Jahrhundert bie-tet viele Vorteile, es führt aber auch zu menschheitsgeschichtlich vollkommen neuen Herausforderungen. Sex im Alter zum Beispiel ist neuerdings ein beliebtes Medienthema, aber wie sieht es damit wirklich aus?
In ganz und gar unverwechselbarem Ton erzählt die bekannte Filmemache-rin und Autorin Helke Sander von Frauen (und Männern), die den Herausforderungen des Alters auf höchst individuelle Weise begegnen. Da ist die Bibliothekarin Ende Vierzig, die Tochter ist schon aus dem Haus, ihre früheren Geliebten sind ihr abhanden gekommen, vom Alleinleben hat sie genug. Aber wie lernt sie einen Mann kennen? Vielleicht doch über eine Annonce? Ist sie die Frau »zum Lachen und Weinen«, die so oft gesucht wird? Da ist die Frau, zeitungs-lesend am WG-Küchentisch, die aufgestört wird durch Geräusche, die sie lange nicht gehört hat. Wie indiskret. Und die Frau, der irgendwann klar wurde, dass für sie das Kapitel Beischlaf offenbar zu Ende, abgeschlossen, perdu war, die sich aber durch den allgemeinen Trend geradezu genötigt sah, diesen Abschied nicht einfach hinzunehmen, wie es für frühere Frauengenerationen noch üblich war.

In diesen leichten, ironischen Geschichten trifft das gelebte Leben auf die Lebensentwürfe, mit denen alle Protagonisten mal angetreten sind, und das ist so wunderbar komisch, auch so wunderbar melancholisch erzählt, dass man nicht aufhören kann zu lesen und denkt, genauso ist es, das Leben. Weitere Informationen: www.kunstmann.de

Die Weltgesellschaft hält Einzug in »Normal«-Beziehungen und »Normal«-Familien, stiftet Unruhe, Verwirrung, Überraschung, Lust, Freude, Zusammenbrüche und Haß.

Familie und Liebe in Zeiten der Globalisierung: Die Großeltern in Thessaloniki und ihr Enkel in Cambridge sprechen jeden Abend miteinander – via Skype. Eine US-Amerikanerin und ihr schweizeri-scher Ehemann ärgern sich über hohe Telefonrechnungen und Reisekosten. Ein europäisches Ehepaar erfüllt sich den Kinderwunsch mit Hilfe einer indischen Leihmutter.

Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim, die Autoren des Bestsellers Das ganz normale Chaos der Liebe, untersuchen in ihrem neuen Buch alle Arten von Fernbeziehungen, von Kontinente und Kulturen verbin-denden Ehen, Skype-gestützten Liebesbeziehungen, Chatroom-Tragödien, globalisierten Dienst-mädchen, indischen Leihmüttern, äthiopischen Arbeitsmigranten (und von vielen mehr). Ihr Befund: Familien sind nicht mehr länger Territorial-, sondern Weltfamilien. Ob die Liebenden oder Familienmitglieder es wollen oder nicht, sie werden im Binnenraum des eigenen Lebens mit der Welt konfrontiert. So gewin-nen in den Liebesbeziehungen die Gegensätze zwischen Erster und Dritter Welt reale Gestalt, sie nehmen Gesichter und Namen an. Hier treffen die Verschiedenheiten der Sprachen, der Vergangenheiten, der rechtlichen und politischen Ordnungen aufeinander.

Die Weltgesellschaft hält Einzug in »Normal«-Beziehungen und »Normal«-Familien, stiftet Unruhe, Verwirrung, Überraschung, Lust, Freude, Zusammenbrüche und Haß. Denn wir leben in einer Welt, in der der Liebste häufig entfernt und der Entfernte der Nächste ist.

Trotz aller Probleme zählen die Autoren nicht zu den Pessimisten der Fernliebe: »Kann es sein, daß das, woran die große Welt scheitert, in den neuen Familien gelegentlich dennoch gelingt: die Kunst des Zwischenraums, die Kunst, mit und über Grenzen hinweg zusammenzuleben?« Weitere Informationen: www.suhrkamp.de

Salim Alafenisch, Heidelberg: »Die Nacht der Wünsche«

Wer von Allah mit der Nacht der Wünsche gesegnet wird, hat drei Wünsche frei. Doch in dieser besonderen Nacht werden sich die Hoffnungen des mächtigen Sultans nicht erfüllen. Als ihn auf dem Lager seiner jüngsten Haremsdame eine sonderbare Schwäche befällt, nutzt die schöne und kluge Zahra das Missgeschick des Tyrannen:

In betörenden Märchen erzählt sie ihm von Geschichte und Gebräuchen, Menschen und Mythen seines Reiches, um die sich der hab- und machtgierige Sultan nie gekümmert hat.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters. Erst mit 14 Jahren lernte er lesen und schreiben, und 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Danach ging er nach London, eigentlich mit dem Ziel, Rechtsanwalt zu werden. Doch nach einem Jahr am Princeton College änderte er sein Berufsziel und nahm an der Universität Heidelberg das Studium der Soziologie, Ethnologie und Psychologie auf, das er 1979 mit dem Magistergrad abschloss. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Erwachsenenbildung entschied sich Salim Alafenisch 1987 für den Beruf des freien Schriftstellers.

Die Lebens- und Vorstellungswelt des Vorderen Orients wurde jetzt zum zentralen Thema seiner Bücher. Seit langem beschäftigt er sich mit der orientalischen Erzählkunst und stellt sie in zahlreichen Autorenlesungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen vor. Er liest seine Geschichten nicht vor, sondern erzählt sie frei. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Heidelberg. Weitere Informationen: www.unionsverlag.ch

Institut50plus: »Shortlist 2011 des Deutschen Buchpreises«

»Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buch-handels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.

Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich mit ihren Titeln direkt um die Auszeichnung bewerben. Die Besonderheit: Auch Titel, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch in der Produktion befinden, sind zum Auswahl-verfahren zugelassen. Darüber hinaus steht der Deutsche Buchpreis für eine garantiert unabhängige und kompetente Preisträgerermittlung: Die sieben Juroren prüfen alle eingereichten und den Teilnahmekriterien entsprechenden Bücher«, so der Börsenverein in eigener Sache.

Das Flensburger Institut50plus präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – es sind dies folgende Titel: Jan Brandt, Gegen die Welt (DuMont Buchverlag), Michael Buselmeier, Wunsiedel (Verlag das Wunderhorn), Angelika Klüssendorf, Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch), Sibylle Lewitscharoff, Blumenberg (Suhrkamp Verlag), Eugen RugeIn, Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt Verlag), Marlene Streeruwitz, Die Schmerzmacherin (S. Fischer Verlag). Weitere Informationen: www.deutscher-buchpreis.de

Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – Hanser Verlag: Alex Capus »Léon und Luoise«

Das Flensburger Institut50plus präsentiert präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – aktuell einen Titel des Hanser Verlags: Alex Capus »Léon und Luoise«.

Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg – bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.

Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt. Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt. Weitere Informationen: www.hanser.de

Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – Suhrkamp Verlag: Sibylle Lewitscharoff »Blumenberg«

Das Flensburger Institut50plus präsentiert präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – aktuell einen Titel des Suhrkamp Verlags: Sibylle Lewitscharoff »Blumenberg«.

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumen-berg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raub-katzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenbergs. Ohne es zu merken, gerät auch eine Handvoll Studenten in seinen Bann, unter ihnen der fadendünne Gerhard Optatus Baur, ein glühender Blumenbergianer, und die zarte, hochfahrende Isa, die sich mit vollen Segeln in den Falschen verliebt.

Blumenberg ist nur nebenbei eine Hommage an einen großen Philosophen, vor allem ist es ein Roman voll mitreißendem Sprachwitz, ein Roman über einen hochsympathischen Weltbenenner, dem das Unbenennbare in Gestalt eines umgänglichen Löwen begegnet. Weitere Informationen: www.suhrkamp.de

Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – Eichborn Verlag: Klaus Modick »Sunset«

Das Flensburger Institut50plus präsentiert präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – aktuell einen Titel des Eichborn Verlags: Klaus Modick »Sunset«.

Weltberühmt und wohlhabend, aber argwöhnisch beschattet von den Chargen der McCarthy-Ära, lebt Lion Feuchtwanger 1956 noch immer im kalifornischen Exil – der letzte der großen deutschen Emigranten. Als ihn an einem Augustmorgen die Nachricht vom plötzlichen Tod Bertolt Brechts erreicht, ist er tief erschüttert. Er hatte Brechts Genie entdeckt, hatte ihn gefördert, war ihm eng verbunden gewesen.

In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Statio-nen dieser Freundschaft wach, ihren Beginn im München der Räterepublik, die literarischen Triumphe der Zwanzigerjahre, die Flucht und das Leben im Exil. Aus seinen Erinnerungen kristallisieren sich zugleich die Antriebsfedern des eigenen literarischen Schaffens heraus: die Trauer um die als Säugling verstorbene Tochter, seine Schuldgefühle und sein Ehrgeiz, die Traumata seiner Kindheit – und schließlich die Liebe und die Vergänglichkeit.

Am Ende des Tages, als die Sonne im Stillen Ozean versinkt, ist der alte Feuchtwanger sich seiner Stärken und Schwächen hell bewusst und hat eine Bilanz des eigenen Lebens gezogen. Weitere Informationen: www.eichborn.de

Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises: Verlag Matthes& Seitz, Berlin: Esther Kinsky »Banatsko«

Das Flensburger Institut50plus präsentiert präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – aktuell einen Titel des Verlags Matthes & Seitz, Berlin: Esther Kinsky »Banatsko«.

›Banatsko‹ ist die Feier einer Land-schaft, des nördlichen Banat. Noch nie wurde dieses Niemandsland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien mit einem so liebenden Blick betrachtet, seine melancholische Poesie so zum Blühen gebracht wie in diesem neuen Roman von Esther Kinsky.

Während der Leser sie in die halbver-fallenen Straßenzüge Battonyas und die sie überwuchernde, sirrende und flirrende Natur begleitet, erzählt sie von einem alten Kino, den Kontakten zu den Dorfbe-wohnern, einer Liebschaft und der langsamen Eroberung des eigenen Zuhauses in dieser neuen Welt.

Vom Rhythmus ihrer Sprache getragen wird der Alltag im ländlichen Banat zum Erlebnis, Kinsky macht ihn hörbar, riechbar. In aller Stille ereignet sich dabei Welt: Den Worten und Dingen wird eine Bedeutung verliehen, die aus der langsamen Annäherung an die fremde Sprache erwächst. Durch genaues Hinsehen wird Einzelheiten auf den Grund gegangen, mit einem Blick, der den Schmerz, der den Dingen innewohnt, mitfühlt, ihn aber nicht beklagt. Weitere Informationen: www.matthes-seitz-berlin.de

Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises: Diogenes Verlag – Astrid Rosenfeld »Adams Erbe«.

Das Flensburger Institut50plus präsentiert die Longlist 2011 des Deutschen Buchpreises – aktuell einen Titel des Diogenes Verlags: Astrid Rosenfeld »Adams Erbe«.

Adam Cohen ist 1938 achtzehn Jahre alt. Edward Cohen wird um das Jahr 2000 erwachsen. Zwei Generationen trennen sie – aber eine Geschichte vereint sie. Von der Macht der Familien-bande und der Kraft von Wahlver-wandtschaften erzählt dieses Debüt, und davon, dass es nur einer Begeg-nung bedarf, um unser Leben für immer zu verändern.

Berlin, 2004. Edward Cohen, Besitzer einer angesagten Modeboutique, hört seit seiner turbulenten Kindheit immer wieder, wie sehr er Adam gleicht – seinem Großonkel, den er nie gekannt hat, dem schwarzen Schaf der Familie. In dem Moment, in dem Edwards Berliner Leben in tausend Stücke zerbricht, fällt ihm Adams Vermächtnis in die Hände: ein Stapel Papier, adressiert an eine gewisse Anna Guzlowski. Berlin, 1938. Adam Cohen ist ein Träumer. Aber er wächst als jüdischer Junge in den dreißiger Jahren in Deutschland auf, und das ist keine Zeit zum Träumen. Selbst wenn man eine so exzentrische Dame wie Edda Klingmann zur Großmutter hat, die ihren Enkel die wichtigen Dinge des Lebens gelehrt hat – nur das Fürchten nicht.

Als Adam mit achtzehn Anna kennenlernt, weiß er, wovon seine Träume immer gehandelt haben. Doch während die Familie Cohen die Emigration nach England vorbereitet, verschwindet Anna in der Nacht des 9. Novembers 1938 spurlos. Wo soll Adam sie suchen? Sechzig Jahre später liest Edward atemlos Seite um Seite und erfährt, wie weit Adam auf seiner Suche nach Anna gegangen ist… Bewegend und mit unerschrockenem Humor erzählt Astrid Rosenfeld von Schicksalen und großen Gefühlen und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart durchdringt. Weitere Informationen: www.diogenes.ch