Sound: »Ein Roman, wie es ihn noch nie gab — radikal gedacht, bahnbrechend und ein komplett neues Leseerlebnis«

Sound, den Debütroman des jungen amerikanischen Autors Tom M. Wolf, können wir lesend hören. Erzählung, Bilder und Geräusche gehen eine ganz und gar neue Verbindung ein, die uns gleichzeitig packt wie intellektuell herausfordert.

Ein Sommer an Jerseys Küste. Cincy kehrt, nicht gerade begeistert, in seine Heimatstadt zurück. Unter kommt er bei einem alten Schulfreund, gemeinsam hören sie Platten, ziehen nachts durch die Kneipen, alles ist wie in den guten alten Tagen. Und genau das ist das Problem: eine drückende Atmosphäre des Stillstands, nichts ändert sich jemals, alles wiederholt sich. Über die Stadt und ihr Leben hat sich ein Film aus Nostalgie und Melancholie gelegt wie der Rost über die Karussells im Vergnügungspark. Doch dann trifft Cincy auf Vera.

Sound ist eine Liebesgeschichte, eine Boy-meets-Girl-Story — so alt wie die Menschheit. Aber das Gewand, dass Tom M. Wolf dafür erschafft, ist gänzlich neu und radikal. Der Roman gleicht einer musikalischen Partitur: Dialoge, Gedanken, Hintergrundgeräusche, Herzklopfen unterlegen die Ich-Erzählung mit einem ganz eigenen Soundtrack. Tom M. Wolf arbeitet mit einer Theorie des Loops und gestaltet eine neue Erzählform, die Gleichzeitigkeit von Gedanken und Rede, von Geschichte und Klang ermöglicht. Und dabei ist er ein klarer wie eindringlicher Erzähler. Sound ist ein atemberaubendes Debüt, das ein Meilenstein der amerikanischen Literatur werden wird. Weitere Informationen: www.berlinverlage.de

Ein Neuseelandroman, der das Leben in seiner überwältigenden Vielfalt preist

Emily Perkins hat einen berühren-den Familien-, Generationen- und Neuseelandroman geschrieben, einen Roman, der das Leben in seiner überwältigenden Vielfalt preist, in all seiner Sinnlichkeit und Farbigkeit.

Von New York City nach Auckland, Neuseeland — nach einem Umzug um den halben Globus tauchen die Forrests in eine neue Welt ein, eine Welt tiefen, satten Grüns, wechselnden Lichts und silberglänzender Gewässer. So anarchisch das Familienleben mit vier Kindern und entrückten Eltern, so unbändig ihre Lust, die fremde Umgebung zu erforschen. Die Straßen der Nachbarschaft, die wild wuchernden Gärten der Frauenkommune, in die sie vorübergehend übersiedeln, die Flüsse, die Parks.

Dorothy, genannt Dottie, ist die Hellhörige, Feinnervige unter den Geschwistern, mit wachem Sinn nimmt sie die Welt um sich wahr, fühlt mit und lässt sich mitreißen. Sie ist das Zentrum eines Romans, der von tiefen, unerschütterlichen Verbindungen, die ein Leben durchziehen, erzählt.

Emily Perkins’ Ton ist von großer Intensität, lakonisch und verschwenderisch zugleich. Sie hat einen Roman geschrieben, der die Bewegungen des Lebens aufnimmt, die großen und die kleinen Schwingungen, und es wagt, einen weiten Bogen zu schlagen. Ein Roman voll ungebändigter Kraft und Zuversicht. Weitere Informationen: www.berlinverlag.de

Mette Jakobsen: Ein fesselnder Debütroman, eine Geschichte, die man nie mehr vergisst.

Minous Geschichte, Mette Jakobsens fesselnder Debütroman, ist eine Geschichte, die man nie mehr vergisst. Elegant und mit betören-der Unschuld schreibt sie über große Themen: Liebe, Verlust und Einsamkeit und den ewigen Wettkampf zwischen Vernunft und Phantasie.

Minou ist zwölf Jahre alt. Vor einem Jahr, am Morgen nach der Zirkusvor-stellung, ging ihre Mutter mit einem schwarzen Regenschirm aus dem Haus und machte einen Spaziergang im Regen, von dem sie nie wieder zurückkam. »Vielleicht glaubt ihr meine Geschichte nicht. Vielleicht lest ihr sie wie ein Märchen oder wie eine Fabel aus meiner Phantasie. Aber alles ist wahr.«

Die Geschichte handelt von einem Zauberer und einem Priester und einem Hund namens Namenlos. Und von Papas endloser Jagd nach der Wahrheit. Sie handelt von einem toten Jungen, der zuhört, und von Minous Suche nach Mamas Stimme. Und sie handelt von der Entdeckung der Liebe. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com

Unionsverlag: »Die sieben Briefe des Doktor Wambach«

»Ich habe dieses Buch lieb. Weil es mich rührte, weil es mich nachdenk-lich machte und anregte. Ein kleines Wunder«, so Peter Härtling.

Das Leben des Doktor Hubert Wambach, Obervertrauensarzt im Ruhestand, zieht friedlich dahin: meteorologische Messungen, Hobbymalerei und der regelmäßige Spaziergang zum Grab seiner vielgeliebten Frau – bis Wambach eines Tages auf der Straße die heulende Ise trifft.

Ise ist fünf und beklagt den Verlust ihrer Puppe Rapunzel. Wambach beginnt, Ise zu trösten, und schreibt ihr Briefe im Namen der vermeintlich nach Paris ausge-büxten Puppe. Zugleich erlebt er noch einmal die sehnsuchtsvoll verwandelte Geschichte seiner eigenen Liebe und vollbringt seine letzte, schönste und vielleicht gelebteste Erdentat. Denn es ist nie zu spät, das Leben zu entdecken. Weitere Informationen: www.unionsverlag.com

Parnassia: »Eine ergreifende Suche nach Identität, Erinnerung und Vergebung«

Um sie vor der Deportation zu retten, nimmt ein kinderloses Ehepaar die kleine jüdische Rivka auf. Aus Rivka wird Anneke, doch die Geschichte ihrer Herkunft wird sie — und alle, die sie lieben — ein Leben lang begleiten.

Amsterdam 1942. Die Verfolgung der Juden in den Niederlanden wird immer brutaler. Um ihre kleine Tochter in Sicherheit zu wissen, bringen Rivkas Eltern sie bei einem kinderlosen Pfarrersehepaar unter. Erst Jahre später, nach dem Krieg, kehrt ihr Vater zurück, doch aus Rivka ist Anneke geworden, aus der Jüdin eine Christin. Und so bleibt sie bei ihrer neuen Familie, nimmt eine neue Identität an — jene, der sie ihr Überleben verdankt.

Als Anneke sich in Joost verliebt, der ebenfalls aus einer jüdischen Familie stammt, bricht zum ersten Mal die Vergangenheit wieder auf. Jahrzehnte später trifft sich Anneke nach einer langen Zeit der Entfremdung mit ihrer ältesten Tochter Sandra im Strandlokal »Parnassia« und erzählt ihr nach und nach ihre Geschichte und wie es dazu hat kommen können, dass sie alle, die sie liebten, im Stich ließ, um ein neues Leben zu beginnen. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com

Joanna Briscoe: »Die Folgen dieser heimlichen Affären kommen erst Jahre später ans Licht.«

Die sechzehnjährige Cecilia verliebt sich in ihren Englischlehrer. Gleich-zeitig verliebt sich ihre Mutter in dessen Frau: Die Folgen dieser heimlichen Affären kommen erst Jahre später ans Licht.

Eine Künstlerkolonie im Südengland der 70er Jahre: Dora, Lehrerin an einer alternativen Schule, einen kreativen Ehemann an ihrer Seite, hat hier ihren Lebenstraum verwirklicht. Ihre Tochter Cecilia hingegen möchte vor dieser Freizügigkeitskultur am liebsten davonlaufen. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als die Töpfer- und Kletter-kurse gegen klare Regeln und klassische Uniformen einzutauschen. Als der Englischlehrer James Dahl, Absolvent einer Eliteuniversität, an ihre Schule kommt, verbreitet er erstmals eine Aura der klassischen Bildung und Eleganz in Cecilias Welt.

Dora nimmt das Schwärmen ihrer Tochter nicht ernst, sie ist selbst viel zu sehr mit ihrer eigenen Gefühlswelt beschäftigt: Nach Jahren einer erfüllten Ehe fühlt sie sich ausgerechnet zu Dahls weltläufiger, charismatischer Frau hingezogen. Sie bemerkt nicht, dass die Schwärmerei ihrer Tochter mehr und mehr Grenzen überschreitet. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com

Thomas Mann: »Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.«

Kaum ein anderer Ort auf der Welt zieht die Menschen mehr an als das Meer. Es spricht all unsere Sinne unmittelbar und intensiv an – die glitzernde Oberfläche über blauen oder grünen Tiefen, der sanfte Rhythmus des Wellenschlags, die tosende Brandung am Strand, die salzig-würzige Brise … Beim Anblick seiner Erhabenheit, der tödlichen Gefahr, die es in sich birgt, wird uns unsere eigene Begrenztheit umso deutlicher bewusst; fasziniert und ängstigt uns gleichermaßen das Übermächtige, das Energische, das Numinose des Meeres.

Richard Reschika nähert sich dem Geheimnis »Meer« von verschiedenen Seiten und präsentiert seine mytholo-gische, philosophische, psychologische und poetische Dimension. Ergänzt wird das Buch durch spezielle Meditationen, die direkt am Meer oder auf dem Meer durchgeführt werden können. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Herder Verlag: »Der Mensch ist gut, nur die Leute sind schlecht«

Karl Valentin nimmt in den Herzen der Menschen einen ewigen Platz ein, weil er in den Absurditäten des Alltags verblüffende Erkenntnisse gewinnt: Martin Maier wendet sein Denken auf entscheidende Fragen des 21. Jahrhunderts an: von der Klimafrage bis zur Apokalypse, vom Alltag bis zur Metaphysik. Im Unsinn enthüllt er den Tiefsinn. Im Irrsinn die Wirklichkeit.

Martin Maier, geb. 1960 in Messkirch; 1979 Eintritt in den Jesuitenorden; 1989 bis 1991 Aufenthalt in El Salvador und Pfarrer in einer Landgemeinde; 1993 Dr. theol. mit einer Arbeit über die Theologie von Ignacio Ellacuría und Jon Sobrino; von 1998 bis 2009 Chefredakteur der Stimmen der Zeit; seit 2009 Rektor des Berchmanskollegs in München; Gastdozent an der Zentralamerikanischen Universität in San Salvador und am Centre Sèvres in Paris. Publikationen über die Theologie der Befreiung, Pedro Arrupe und weltkirchliche Fragen.Weitere Informationen: www.herder.de

Siedler Verlag: »Vom Sein zum Bewusstsein – eine atemberaubende Reise in die Tiefen des menschlichen Geistes«

Antonio Damasio ist einer der bedeu-tendsten Neurowissenschaftler unse-rer Zeit, seine Bücher sind internatio-nale Bestseller.

In seinem neuesten Werk widmet er sich einer Frage, die Neurologen, Philosophen und Psychologen seit Jahrhunderten rätseln lässt: Wie entsteht Bewusstsein? Mit seiner Antwort erklärt Damasio, wie der Mensch zum selbstbewussten Wesen wurde und dabei Fähigkeiten wie Sprache, Kreativität und Moral entwickelte.

Seit dreißig Jahren erforscht Antonio Damasio, wie der menschliche Geist arbeitet. Aufgrund überraschender wissenschaftlicher Ergebnisse kann er zeigen, dass das menschliche Bewusstsein ein biologischer Prozess ist, der im Gehirn entsteht. Damit widerlegt Damasio die hartnäckige Vorstellung vom menschlichen Geist als etwas Eigenständiges, das vom Körper getrennt betrachtet werden müsse. In seiner Arbeit geht Damasio über die klassischen Wege, den menschlichen Geist zu untersuchen, hinaus: Neben der Verhaltens-forschung und den Neurowissen-schaften führt er erstmals eine evolutionäre Perspektive ein. Dadurch gelingt es ihm, unser Verständnis von der Entwicklung des menschlichen Geistes entscheidend zu erweitern. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Zeruya Shalev erzählt von unserer schicksalhafte Gebundenheit an Ort, Zeit und vor allem an die Familie, in die wir geboren sind.

Noch mal ganz von vorne beginnen — für den Rest des Lebens. Zeruya Shalev erzählt von unserer schicksal-hafte Gebundenheit an Ort, Zeit und vor allem an die Familie, in die wir geboren sind: Je größer die Fliehkräfte von Wut, Enttäuschung und Trauer, umso stärker ist ihre Anziehungskraft.

Chemda Horovitz liegt in ihrem Bett und blickt mit schwindendem Bewusstsein auf ihr Leben zurück. Sie denkt an ihre Kindheit im Kibbuz, an ihre Ehe und ihre zwei Kinder, von denen sie eines zu sehr und das andere zu wenig liebte. Ihr geliebter Sohn Avner ist zu einem Mann herangewachsen, dessen Erfolg als Anwalt ihn nicht von seiner tiefen Verbitterung erlösen kann. Er verfällt einer geheimnisvollen Frau, die seine Liebe nicht erwidert.

Chemdas Tochter schenkt alle Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Tochter. Als diese sich immer weiter von ihr entfernt, entsteht in ihr das mächtige Verlangen, ein Kind zu adoptieren und noch einmal von vorne zu beginnen. Doch der Widerstand ihrer Familie treibt sie in eine Sackgasse. Sie kann den Traum nicht überwinden, der das zu sprengen droht, was er eigentlich retten soll: ihre Familie.

In Für den Rest des Lebens erzählt Zeruya Shalev von den elementaren Kräften zwischen Eltern und Kindern, von Wut, Enttäuschung und Sehnsucht, von Verletzungen und Liebe und davon, wie sich die Familienbande als stärker und beständiger erweisen als alles Sehnen und Streben, diese zu zerschneiden, und stärker als alle Kräfte, die uns trennen.

Die Übersetzerin Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren. Sie übersetzte mehr als 300 Titel aus dem Hebräischen, dem Englischen und dem Niederländischen ins Deutsche. Zudem ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa dem Deutschen Bücherpreis, der Corine und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.Weitere Informationen: www.berlinverlag.de