Parnassia: »Eine ergreifende Suche nach Identität, Erinnerung und Vergebung«

Um sie vor der Deportation zu retten, nimmt ein kinderloses Ehepaar die kleine jüdische Rivka auf. Aus Rivka wird Anneke, doch die Geschichte ihrer Herkunft wird sie — und alle, die sie lieben — ein Leben lang begleiten.

Amsterdam 1942. Die Verfolgung der Juden in den Niederlanden wird immer brutaler. Um ihre kleine Tochter in Sicherheit zu wissen, bringen Rivkas Eltern sie bei einem kinderlosen Pfarrersehepaar unter. Erst Jahre später, nach dem Krieg, kehrt ihr Vater zurück, doch aus Rivka ist Anneke geworden, aus der Jüdin eine Christin. Und so bleibt sie bei ihrer neuen Familie, nimmt eine neue Identität an — jene, der sie ihr Überleben verdankt.

Als Anneke sich in Joost verliebt, der ebenfalls aus einer jüdischen Familie stammt, bricht zum ersten Mal die Vergangenheit wieder auf. Jahrzehnte später trifft sich Anneke nach einer langen Zeit der Entfremdung mit ihrer ältesten Tochter Sandra im Strandlokal »Parnassia« und erzählt ihr nach und nach ihre Geschichte und wie es dazu hat kommen können, dass sie alle, die sie liebten, im Stich ließ, um ein neues Leben zu beginnen. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com

Joanna Briscoe: »Die Folgen dieser heimlichen Affären kommen erst Jahre später ans Licht.«

Die sechzehnjährige Cecilia verliebt sich in ihren Englischlehrer. Gleich-zeitig verliebt sich ihre Mutter in dessen Frau: Die Folgen dieser heimlichen Affären kommen erst Jahre später ans Licht.

Eine Künstlerkolonie im Südengland der 70er Jahre: Dora, Lehrerin an einer alternativen Schule, einen kreativen Ehemann an ihrer Seite, hat hier ihren Lebenstraum verwirklicht. Ihre Tochter Cecilia hingegen möchte vor dieser Freizügigkeitskultur am liebsten davonlaufen. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als die Töpfer- und Kletter-kurse gegen klare Regeln und klassische Uniformen einzutauschen. Als der Englischlehrer James Dahl, Absolvent einer Eliteuniversität, an ihre Schule kommt, verbreitet er erstmals eine Aura der klassischen Bildung und Eleganz in Cecilias Welt.

Dora nimmt das Schwärmen ihrer Tochter nicht ernst, sie ist selbst viel zu sehr mit ihrer eigenen Gefühlswelt beschäftigt: Nach Jahren einer erfüllten Ehe fühlt sie sich ausgerechnet zu Dahls weltläufiger, charismatischer Frau hingezogen. Sie bemerkt nicht, dass die Schwärmerei ihrer Tochter mehr und mehr Grenzen überschreitet. Weitere Informationen: www.berlinverlage.com

Thomas Mann: »Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.«

Kaum ein anderer Ort auf der Welt zieht die Menschen mehr an als das Meer. Es spricht all unsere Sinne unmittelbar und intensiv an – die glitzernde Oberfläche über blauen oder grünen Tiefen, der sanfte Rhythmus des Wellenschlags, die tosende Brandung am Strand, die salzig-würzige Brise … Beim Anblick seiner Erhabenheit, der tödlichen Gefahr, die es in sich birgt, wird uns unsere eigene Begrenztheit umso deutlicher bewusst; fasziniert und ängstigt uns gleichermaßen das Übermächtige, das Energische, das Numinose des Meeres.

Richard Reschika nähert sich dem Geheimnis »Meer« von verschiedenen Seiten und präsentiert seine mytholo-gische, philosophische, psychologische und poetische Dimension. Ergänzt wird das Buch durch spezielle Meditationen, die direkt am Meer oder auf dem Meer durchgeführt werden können. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Herder Verlag: »Der Mensch ist gut, nur die Leute sind schlecht«

Karl Valentin nimmt in den Herzen der Menschen einen ewigen Platz ein, weil er in den Absurditäten des Alltags verblüffende Erkenntnisse gewinnt: Martin Maier wendet sein Denken auf entscheidende Fragen des 21. Jahrhunderts an: von der Klimafrage bis zur Apokalypse, vom Alltag bis zur Metaphysik. Im Unsinn enthüllt er den Tiefsinn. Im Irrsinn die Wirklichkeit.

Martin Maier, geb. 1960 in Messkirch; 1979 Eintritt in den Jesuitenorden; 1989 bis 1991 Aufenthalt in El Salvador und Pfarrer in einer Landgemeinde; 1993 Dr. theol. mit einer Arbeit über die Theologie von Ignacio Ellacuría und Jon Sobrino; von 1998 bis 2009 Chefredakteur der Stimmen der Zeit; seit 2009 Rektor des Berchmanskollegs in München; Gastdozent an der Zentralamerikanischen Universität in San Salvador und am Centre Sèvres in Paris. Publikationen über die Theologie der Befreiung, Pedro Arrupe und weltkirchliche Fragen.Weitere Informationen: www.herder.de

Siedler Verlag: »Vom Sein zum Bewusstsein – eine atemberaubende Reise in die Tiefen des menschlichen Geistes«

Antonio Damasio ist einer der bedeu-tendsten Neurowissenschaftler unse-rer Zeit, seine Bücher sind internatio-nale Bestseller.

In seinem neuesten Werk widmet er sich einer Frage, die Neurologen, Philosophen und Psychologen seit Jahrhunderten rätseln lässt: Wie entsteht Bewusstsein? Mit seiner Antwort erklärt Damasio, wie der Mensch zum selbstbewussten Wesen wurde und dabei Fähigkeiten wie Sprache, Kreativität und Moral entwickelte.

Seit dreißig Jahren erforscht Antonio Damasio, wie der menschliche Geist arbeitet. Aufgrund überraschender wissenschaftlicher Ergebnisse kann er zeigen, dass das menschliche Bewusstsein ein biologischer Prozess ist, der im Gehirn entsteht. Damit widerlegt Damasio die hartnäckige Vorstellung vom menschlichen Geist als etwas Eigenständiges, das vom Körper getrennt betrachtet werden müsse. In seiner Arbeit geht Damasio über die klassischen Wege, den menschlichen Geist zu untersuchen, hinaus: Neben der Verhaltens-forschung und den Neurowissen-schaften führt er erstmals eine evolutionäre Perspektive ein. Dadurch gelingt es ihm, unser Verständnis von der Entwicklung des menschlichen Geistes entscheidend zu erweitern. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Zeruya Shalev erzählt von unserer schicksalhafte Gebundenheit an Ort, Zeit und vor allem an die Familie, in die wir geboren sind.

Noch mal ganz von vorne beginnen — für den Rest des Lebens. Zeruya Shalev erzählt von unserer schicksal-hafte Gebundenheit an Ort, Zeit und vor allem an die Familie, in die wir geboren sind: Je größer die Fliehkräfte von Wut, Enttäuschung und Trauer, umso stärker ist ihre Anziehungskraft.

Chemda Horovitz liegt in ihrem Bett und blickt mit schwindendem Bewusstsein auf ihr Leben zurück. Sie denkt an ihre Kindheit im Kibbuz, an ihre Ehe und ihre zwei Kinder, von denen sie eines zu sehr und das andere zu wenig liebte. Ihr geliebter Sohn Avner ist zu einem Mann herangewachsen, dessen Erfolg als Anwalt ihn nicht von seiner tiefen Verbitterung erlösen kann. Er verfällt einer geheimnisvollen Frau, die seine Liebe nicht erwidert.

Chemdas Tochter schenkt alle Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Tochter. Als diese sich immer weiter von ihr entfernt, entsteht in ihr das mächtige Verlangen, ein Kind zu adoptieren und noch einmal von vorne zu beginnen. Doch der Widerstand ihrer Familie treibt sie in eine Sackgasse. Sie kann den Traum nicht überwinden, der das zu sprengen droht, was er eigentlich retten soll: ihre Familie.

In Für den Rest des Lebens erzählt Zeruya Shalev von den elementaren Kräften zwischen Eltern und Kindern, von Wut, Enttäuschung und Sehnsucht, von Verletzungen und Liebe und davon, wie sich die Familienbande als stärker und beständiger erweisen als alles Sehnen und Streben, diese zu zerschneiden, und stärker als alle Kräfte, die uns trennen.

Die Übersetzerin Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren. Sie übersetzte mehr als 300 Titel aus dem Hebräischen, dem Englischen und dem Niederländischen ins Deutsche. Zudem ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa dem Deutschen Bücherpreis, der Corine und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.Weitere Informationen: www.berlinverlag.de

Berlin Verlag: »Fluss der Wunder – ein überwältigender Abenteuerroman«

Im Auftrag eines Pharmainstituts reist Marina Singh in den brasilia-nischen Urwald, um ihren verschol-lenen Kollegen Anders zu suchen — und um herauszufinden, welche mysteriösen Forschungen die exzentrische Dr. Swenson im Urwald betreibt. Für Marina beginnt eine gefahrvolle Reise zu den Grenzen von Wissenschaft und Mythos, Wahn und Wunder.

Als der Biologe Anders Eckman auf der Suche nach Dr. Swenson im brasilia-nischen Regenwald verschwindet, soll Swensons ehemalige Studentin Marina Singh dem Fall nachgehen und die eigenwillige Forscherin aufspüren, die sich seit Jahren weigert, Berichte an ihr Institut zu liefern. Marina folgt Eckmans Spuren und wagt sich auf eine gefährliche Reise ins dunkle Herz des Amazonas, um zu klären, was es mit Swensons geheimnisvollen Studien über die Fruchtbarkeit der Ureinwohner auf sich hat. Doch je näher sie ihrem Ziel auf dem Rio Negro entgegenreist, desto klarer wird ihr, dass sie sich nicht nur den Gefahren des Urwalds, sondern auch ihren eigenen Ängsten stellen muss …

Fluss der Wunder ist ein intelligenter Abenteuerroman mit einer faszinierenden Heldin, ein packendes Stück Literatur über Wissenschaft und Moral, den Schrecken der Natur und das Grauen im Herzen eines jeden, der Grenzen überschreitet, an denen kein Mensch jemals rühren sollte. WEitere Informationen: www.berlinverlag.de

Robert Louis Stevenson: »Der Master von Ballantrae – Ein wiederentdecktes Meisterwerk«

Die spannende Geschichte vom Kampf zweier ungleicher Brüder beginnt im Schottland des 18. Jahrhunderts. James Durie, der Erbe auf Durisdeer, ist tollkühn und skrupellos, Henry zurückhaltend und redlich. James folgt ohne Rücksicht auf seine Pflichten den Fahnen des glücklosen ‚Bonnie Prince Charlie‘. Henry muss seinen Platz einnehmen und heiratet schließlich auch die für den Bruder bestimmte Frau. Doch damit nimmt der schaurige Abenteuerroman erst seinen Anfang, denn Master James ist nicht tot…

Robert Louis Stevenson wurde 1850 in Edinburgh geboren und starb 1894 in Vailima auf der Samoa-Insel Upolo. Als Autor spannender Abenteuerromane und exotischer Südseegeschichten gelangte der schottische Erzähler zu Weltruhm. Seine bekanntesten Werke u.a.: ›Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde‹ (dtv 1887); ›Die Schatzinsel‹ (dtv 1897). Weitere Informationen: www.dtv.de

Khalil Gibran: »Im Garten des Propheten – Der Prophet kehrt heim«

Nach seiner zwölfjährigen Reise kehrt Almustafa, der Prophet, in seine Heimat zurück. Alle sind begierig, an seiner großen Weisheit teilzuhaben. Almustafa jedoch bleibt zunächst 40 Tage lang allein in seinem Haus.

Dann nimmt er neun Männer bei sich auf, um ihnen sein Wissen über Leben, Tod, Liebe, Natur und Gott zu ver-mitteln. Im Zentrum steht dabei das Verhältnis des Menschen zur geheim-nisvollen und wunderbaren Natur.

Khalil Gibran, geboren 1883 im Libanon, war Dichter, Philosoph und Künstler und emigrierte in jungen Jahren in die USA. Sein Lebenswerk galt der Versöhnung der westlichen und arabischen Welt. Er starb 1931. Weitere Informationen: www.dtv.de

Wallace Stegner: »Vor der Stille der Sturm – Kein Paradies, nirgends.«

Joe Allston – lange erfolgreicher Literaturagent – kehrt, gemeinsam mit seiner Frau Ruth, der exzentri-schen Ostküste und dem wirren Treiben der Swinging Sixties den Rücken. Auf der Suche nach Stille aber findet er: kein Paradies, nirgends.

Dort, wo er es erhoffte, in den berau-schend schönen Hügeln Kaliforniens, wird er abermals in die Unordnung des Lebens gestoßen. Die Begegnung mit einer jungen Frau, die gegen den Tod ankämpft und doch vom Leben, seiner Intensität und Schönheit, durchdrun-gen scheint, trifft ihn tief.

Die herbe, aber verführerische Emp-findungsfülle jener Tage versöhnt Allston schließlich – mit Niederlagen, Verlust und Zweifeln. Er, der Erfüllung in einer Idylle gesucht hatte, findet in ihrer Unvollkommen-heit sich selbst. Weitere Informationen: www.dtv.de