Der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann mit erster Schütz-CD der Gesamteinspielung

In saftigem Orange, farbenreich und lebensprall wie die Musik selbst, erschien im März 2011 die die erste CD mit Werken von Heinrich Schütz im Rahmen der Schütz-Gesamtein-spielung. Der Dresdner Kammerchor und sein Chefdirigent Hans-Christoph Rademann interpretieren 400 Jahre nach ihrem Erscheinen 1611 in Venedig die „Italienischen Madri-gale“ des Henrico Saggittarius Allemanno.

Es sind Werke, in denen sich Schütz ins Offene wagt. Venedig wird zur Chiffre für die Entdeckung des Neuen, für das Experiment und die Überschreitung eigener Grenzen. Es ist eine gleichsam jugendliche Musik voll Exzentrik und emotionalem Überschwang – voll Leben. Und mehr noch: Die Italienischen Madrigale formulieren für Schütz ein künstlerisches Programm, das seinem gesamten Schaffen zugrunde liegt. Die einzigartige Wort-Ton-Kunst des Dresdners und Europäers Heinrich Schütz geht auf seine ersten italienischen Jahre 1609-12 zurück.

Die „Italienischen Madrigale“ erscheinen im Rahmen von „Heinrich Schütz: Die Gesamteinspielung“. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann, in Kooperation mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro und gefördert durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank wird dem ersten deutschen Komponisten von europäischem Rang ein klingendes Denkmal gesetzt.

Die CDs, Konzerte und begleitenden Informationsangebote sind eine Einladung, in den Kosmos Schütz einzutauchen und mit dem Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann das faszinierende und farbenreiche Gesamtwerk des Vaters der Chormusik zu erkunden.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann veröffentlichen im Februar 2012 die „Zwölf geistlichen Gesänge“ von Heinrich Schütz

Zum „nützlichen Gebrauch“ habe Heinrich Schütz diese Motetten in seinen „Neben Stunden“ verfertigt. Mit dieser Einspielung kann man nun einen Blick in das Arbeitszimmer und die kompositorische Werkstatt des Dresdner Hofkapellmeisters Schütz erlangen, handelt es sich bei den „Zwölf geistlichen Gesängen“ doch um Werke, die vor allem für den musikalisch-liturgischen Alltag be-stimmt sind, bis hin zu Tischgesängen für die gemeinsamen Mahlzeiten mit seinen Schülern. Gerade diese Tischgesänge sind kunstvolle Belege für die musikalische Durchdringung des Alltags. Dass noch bis heute im Alumnat des Dresdner Kreuzchores und an zahlreichen heimischen Esstischen das „Benedicite vor dem Essen“ und das „Deo gratias nach dem Essen“ erklingen, ist eine Tatsache, die Schütz bestimmt glücklich machen würde.

Es sind Werke für den Alltag, aber ohne Abstriche an der musikalischen Qualität. Schütz schuf Werke zur musikalischen (Früh-)Erziehung und zur Verlebendigung der Liturgie. Wohl jenen Zeiten, in denen Werke wie die „Zwölf geistlichen Gesänge“ als Nebenprodukte gelten können!

Mit der Einspielung des Werkzyklus der „Zwölf geistlichen Gesänge“ haben der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann im Rahmen ihrer Schütz-Gesamteinspielung den Blick auf die bisher eher verborgenen Territorien des „Kosmos Schütz“ gerichtet und einen wertvollen Schatz gehoben. Es sind Motetten, die es wert sind entdeckt zu werden und die einen würdigen Platz in den Arbeits- und Wohnzimmern und den Kirchen von heute verdient haben.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Dresdner Kammerchor veröffentlicht CD mit Trauer- und Trostmusiken von Heinrich Schütz: Güldene SterbKunst

Im Rahmen der ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung haben der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann die „Musikali-schen Exequien“ sowie weitere Trauer- und Trostmusiken aus der Feder des Dresdner Hofkapellmeis-ters Heinrich Schütz veröffentlicht. Zahlreiche Ersteinspielungen machen diese CD auch für diejenigen beson-ders wertvoll, denen die Exequien von Schütz schon längst vertraut sind. Die Musik von Heinrich Schütz ist eine Musik nah am Leben. Eine Musik, die teilnimmt an der Geschichte und Kultur, aus der sie hervorgeht und in der die Erfahrungen des „Sagittarius“ selbst untrügliche Spuren hinterlassen haben. Diese Musik ist nah am Leben – gerade, wenn sie das Sterben besingt.

Das meint nicht nur, dass die Musik von Schütz immer auch vor dem Hintergrund massenhaften Leidens und Sterbens angesichts eines 30 Jahre wütenden Weltkrieges und der Allgegenwart tödlicher Krankheiten zu sehen und zu hören ist. Es meint vielmehr, dass sich zahlreiche Trauermusiken von Schütz auf konkrete biografische Ereignisse im Leben Schütz’ zurückführen lassen. Es sind Werke, die vom schlichten vierstimmigen Choral bis zur mehrchörigen Raummusik reichen und doch stets eines verbindet: die besonders intensive Verbindung aus Wortsorgfalt und Klangsinnlichkeit, aus schlichter musikalischer Trostpredigt und hoher Expressivität. Und all das mit großer persönlicher Anteilnahme. Jene Schütz’schen Werke, in denen Tod und Leben, Sterben und Ewigkeit, Trauer und Trost musikalisch wie theologisch besonders eindringlich erfahrbar werden, sind in dieser Einspielung nacherlebbar.

Die Musikalischen Exequien (1636) bedeuten einen Höhepunkt der mitteleuropäi-schen Musikkultur des 17. Jahrhunderts. Heinrich Schütz verdichtete verschiedene Bibelstellen zu einer ergreifenden Begräbnismesse, in der Text, Musik und Raum zu einem Gesamtkunstwerk mit erlösender Perspektive verschmelzen. Im Grunde handelt es sich um einen vertonten Sarg! Denn die Texte der Musikalischen Exequien finden sich zu allererst auf einem edlen Kupfersarg, den Heinrich Posthumus Reuß, der mitteldeutsche Adlige, bereits zu Lebzeiten für seine eigene Begräbnisfeier anfertigen ließ. Und Schütz lieferte dann die Begräbnismusik.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Carmina Burana“-CD des Festivalchores bekommt Stern des Monats von Fono Forum«

Im Festivalsommer 2011 begeisterte der Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck unter der Leitung von Rolf Beck mit Carl Orffs „Carmina Burana“ in der Fassung für zwei Klaviere und Schlagwerk von Wilhelm Killmayer. Nun hat das Magazin Fono Forum in seiner März-Ausgabe die bei Sony erschienene Aufnahme mit dem Stern des Monats ausgezeichnet.

Kritiker Clemens Haustein lobt beson-ders die exquisite Qualität des Festi-valchores und die besondere Interpre-tation durch ihren musikalischen Leiter. In dieser Fassung kommt Orffs „Carmi-na Burana“, so Haustein, „noch spannungsgeladener, beweglicher, federnder daher, in der klanglichen Verschlankung fast kammermusikalisch zugespitzt.“ Sein Fazit: „Der Chor ist glänzend eingestellt, agiert präzise und klangschön … Die ‚Carmina‘ mal nicht als schwergängige Klangmaschinerie, sondern vom Bombast befreit: Man entdeckt Orffs Hit-Stück neu und ist überrascht, wie elegant es klingen kann.“

Hintergrundinformationen: „Alles was ich bisher geschrieben und Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen“, schrieb Carl Orff nach der Uraufführung der „Carmina Burana“ an seinen Verleger. Orff hatte ein Werk geschaffen, dessen klanggewaltiger Eingangschor bis heute bewegt und dessen Melodien faszinieren. Die Grundlage für sein Werk bilden spätlateinische und mittelhochdeutsche Liedtexte aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die im Codex Buranus überliefert sind. Diese wurden 1803 im Kloster Benediktbeuern wiederentdeckt und 1847 als „Carmina Burana – Lieder aus Benediktbeuern“ herausgegeben. Für sein Opus magnum, die „Carmina Burana“, wählte Carl Orff daraus 24 Trink- und Liebeslieder aus. Was ihn an dieser Handschrift so derart entflammt hatte, „war ausschließlich der mitreißende Rhythmus, die Bildhaftigkeit dieser Dichtungen und nicht zuletzt die vokalreiche Musikalität und einzigartige Knappheit der lateinischen Sprache“. Schon bald nach der Uraufführung 1937 avancierte das Werk zu einem der populärsten des 20. Jahrhunderts.

Im Festivalsommer 2011 war die „Carmina Burana“ in einer Fassung des Orff Schülers Wilhelm Killmayer für zwei Klaviere, Pauken und Schlagwerk zu erleben. Zusammen mit dem Percussion-Star Martin Grubinger brachte der Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck das Werk zur Aufführung. Begleitet wurde er dabei vom Ferhan und Ferzan Önder Piano Duo unter der Leitung von Rolf Beck. Ein unvergessliches Hörerlebnis.

Mitwirkende: Simona Šaturová (Sopran), Benjamin Bruns (Tenor), Dominik Köninger (Bariton), Ferhan und Ferzan Önder Piano Duo, Martin Grubinger (Schlagzeug), The Percussive Planet Ensemble, Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck, Limburger Domsingknaben, Rolf Beck (Dirigent). Die CD-Aufnahme von Carl Orffs „Carmina Burana“ (Sony) kann bestellt werden über: www.shmf.de/shop

Ein aufregender Musiksommer in Mecklenburg-Vorpommern

Vom 9. Juni bis 9. September gibt es bei der 23. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 125 hochkarätig besetzte Konzerte zu erleben. In Kirchen und Gutshäusern, Klöstern und Schlössern, Industriegebäuden und Scheunen musizieren Solisten von Weltrang wie die herausragenden Pianisten Hélène Grimaud, Bruno Leonardo Gelber und Boris Berezovsky, die Sängerin Anne Sofie von Otter, die Festspielpreisträger Daniel Hope, Julia Fischer, Alice Sara Ott, Viviane Hagner und Daniel Müller-Schott, bedeutende Orchester wie das NDR Sinfonieorchester unter Krzysztof Urbánski, das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, die Philhar-monie der Nationen unter Justus Frantz, das Konzerthausorchester Berlin unter Iván Fischer, das Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgårds, die Dresdner Philharmonie unter Michael Sander-ling, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski und das hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, sowie die Stars von morgen in der Reihe „Junge Elite“.

In diesem Jahr gibt es außerdem gleich drei transatlantische Kammermusik-Projekte: Bereits zum dritten Mal sind die New Yorker Spitzenmusiker von der Carnegie Hall und vom Lincoln Center dabei, während die Musiker von Daniel Hopes Savannah Music Festival aus Georgia ihre Premiere in MV feiern. Mit dem „Fokus Dänemark“ widmen die Festspiele MV dem benachbarten Königreich im Norden anlässlich der dänischen EU-Ratspräsidentschaft neun Konzerte u. a. mit dem Barockorchester Concerto Copenhagen, den Preisträgern Danish String Quartet und Trio con Brio Copenhagen, Corinna Harfouch, die aus H. C. Andersens Märchen „Die Kleine Meerjungfrau“ liest, und einem musikalischen „Midsommerfest“. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Helmuth Rilling: »Er hinterlässt wahrlich ein reiches Erbe!«

»Musik darf nie bequem sein, nicht museal, nicht beschwichtigend. Sie muss aufrütteln, die Menschen persönlich erreichen, sie zum Nachdenken bringen«, so formulierte Helmuth Rilling sein professionelles Selbstverständnis. Unmittelbar nach dem 80. Geburtstag von Helmuth Rilling im kommenden Jahr wird Hans-Christoph Rademann die Akademieleitung zum 1. Juni 2013 übernehmen.

Die Internationale Bachakademie Stuttgart wurde im Jahr 1981 von Helmuth Rilling gegründet. Mit ihren Ensembles Gächinger Kantorei und Bach-Collegium Stuttgart ist sie zum international anerkannten Markenzeichen für hochwertige Musikproduktionen und Musikvermittlung geworden. Bis heute prägt Helmuth Rilling als Akademieleiter die Bachakademie maßgeblich und ist als künstlerischer Leiter der Ensembles sowie als gefragter Gastdirigent weltweit präsent. Seit 2008 gestaltet Intendant Christian Lorenz die Zukunft der Bachakademie inhaltlich und konzeptionell. Die heutige Arbeit der Internationalen Bachakademie Stuttgart lässt sich am besten mit drei Tätigkeitsfeldern beschreiben: Veranstaltungen – Ensembles – Musikvermittlung.

Hans-Christoph Rademann wurde 1965 in Dresden geboren. Er gründete den Dresdner Kammerchor, mit dem er sich bald einen hervorragenden Ruf im In- und Ausland erarbeitete, und leitet diesen seit 1985. Seit der Saison 2007/2008 ist er Chefdirigent des RIAS Kammerchores in Berlin, der zu den besten Vokalensembles in Europa zählt. Rademann hat die Gächinger Kantorei bereits im Januar 2011 im Rahmen eines Akademiekonzertes erfolgreich geleitet.

Am 3. Februar 2012 gastierte der Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Herrn Rademann in der Stiftskirche Stuttgart mit Werken von Heinrich Schütz.»Wir freuen uns, dass wir Herrn Rademann als Nachfolger von Helmuth Rilling und als Akademieleiter gewinnen konnten. Er hat einen herausragenden Ruf als Chorleiter und wir sind überzeugt, dass er die Bachakademie gut in die Zukunft führen wird«, so Leibinger, Mitglied des Vorstands der Bachakademie. »Es ist eine Ehre, Helmuth Rilling, den ich seit vielen Jahren kenne, nachfolgen zu dürfen. Die Bachakademie bietet ein hervorragendes Umfeld und gute Möglichkeiten, auf höchstem Niveau zu arbeiten«, so Hans-Christoph Rademann. Weitere Informationen: www.bachakademie.de

»Leipziger Notenspur – Stätten europäischer Musikgeschichte«


Schumann-Haus, Foto: (c)Ulrike Richter-Brzoska

Erleben Sie einen einzigartigen 5 km lange Rundweg, der am 12.5.2012 eröffnet wird. Innerhalb von 23 Stationen sind die wichtigsten Wohn- und Schaffensstätten berühmter Komponisten auf einem Wegeleitsystem erfasst. Mit dem weltweit ein-maligen Konzept „Leipziger Notenspur – Stätten europäischer Musikgeschichte“ hat sich Leipzig um den Titel UNESCO Weltkulturerbe beworben. Weitere Informationen: www.leipzig.travel

Institut50plus: »Leipzig feiert 800 Jahre THOMANA«

Im Jahr 2012 feiert Leipzig unter dem Motto „glauben, singen, lernen“ ein bedeutendes Jubiläum: 800 Jahre THOMANA. Die Trias aus Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule prägt bis heute das städtische Leben. Namen wie Martin Luther und Johann Sebastian Bach sind mit der THOMANA untrennbar verbunden.

Das Jubiläum wird mit vielen Höhepunkten gewürdigt und sorgt für weltweite Aufmerksamkeit. Dazu trägt auch die Deutsche Zentrale für Tourismus mit bei. Mit ihrem PR-Thema 2012 „800 Jahre Thomanerchor“ stellt sie es in den Fokus des weltweiten Deutschlandmarketings.

Der Festakt zum Gründungsjubiläum der THOMANA findet am 20. März 2012 im Beisein des Bundespräsidenten Christian Wulff in der Thomaskirche statt. Bereits am Vortag öffnet die zentrale Ausstellung „CANTATE! Zum 800. Geburtstag der Thomaner“ im Stadtgeschichtlichen Museum. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den fünf Festmusiken, die von internationalen Komponisten für das Jubiläumsjahr geschrieben werden. Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller knüpft mit seiner Komposition zu Ostern an die Matthäuspassion an. Am 21. März lädt Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einem großen „Bürgerfest“ in das Neue Rathaus ein.

Im Rahmen der Thomana 2012 gib es drei Festwochen. Der Thomanerchor organisiert Festtage vom 19. bis 25. März, die Thomasschule vom 17. bis 23. September und die Thomaskirche vom 31. Oktober bis 4. November. Insgesamt finden rund 250 Veranstaltungen statt. Programm: www.thomana2012.de

Ab 16. Februar kommt der Film „Die Thomaner“ in die Kinos. Er blickt hinter die Kulissen des Chores. Der Thematik THOMANA widmet sich auch die aktuelle Ausgabe „NÄHER dran“, www.naeherdran-leipzig.de.

Wer sich auf die Spuren des Jubiläums begeben möchte, kann bei Leipzig Tourismus und Marketing GmbH das Reiseangebot „800 Jahre THOMANA“ buchen. Es beinhaltet zwei Übernachtungen, Stadtführung, Abendessen, Besuch der Ausstellung „CANTATE!“ und ein Jubiläumskonzert. Preis: ab 139 Euro (pro Person im DZ). Tel. 0341/7104-275, www.leipzig.travel/reiseangebote

Semperoper Dresden: »Ein William Forsythe Ballettabend« – Premiere am 25. Februar

Höhepunkt des »William Forsythe Ballettabends« ist die Premiere einer Suite von Pas de deux, die speziell für das Semperoper Ballett neu kreiert und arrangiert wurde.


Ensemble Artifact-Suite, Foto: (c) Costin Radu

Die Company präsentiert außerdem zwei weitere von Forsythes »klassischen« Choreografien: »Artifact Suite« und »Enemy in the Figure«. Premiere ist am 25. Februar um 20 Uhr. Weitere Informationen: www.semperoper.de

Lera Auerbachs Requiem: »Dresden – Ode an den Frieden«

Alljährlich musizieren die Sächsische Staatskapelle und der Staatsopernchor am 13. und 14. Februar ein bewegendes Konzert im Gedenken an die Zerstö-rung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. In diesem Jahr stehen diese Konzerte unter einem besonderen Vorzeichen: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren er-klingt zu diesem Anlass ein neu komponiertes Requiem, das neben der Ausein-andersetzung mit der Vergangenheit auch das heutige Leid thematisiert und den Gedanken der Hoffnung mit einschließt. Mit ihrem Requiem »Dresden« stellt die Capell-Compositrice Lera Auerbach zugleich das umfangreichste Werk im Rahmen ihrer Dresdner Residenz vor. Von Tobias Niederschlag.

Gemeinsamer Wunsch der Auftraggeber und der Komponistin war eine Urauf-führung im wieder aufgebauten Dresdner Gotteshaus, das für die Überwindung von Trauer und Tod durch Hoffnung und Versöhnung steht. So erklingt das Werk nun erstmals im direkten zeitlichen Vorfeld des Dresdner Gedenktages am 11. Februar und nachfolgend am 13. und 14. Februar auch in der Semperoper.


Lera Auerbach, Foto: © F.Reinhold

Lera Auerbach stand in den vergangenen Monaten in besonderer Weise im Fokus der Medien: Im August und September 2011 eröffnete die Komponistin mit der Aufführung ihrer »Dialogues on Stabat Mater« und der Uraufführung ihres neuen Streichquartettes »Songs of Alkonost«, das in der Semperoper und bei den Inter-nationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch zu hören war, ihre Residenz als diesjährige Capell-Com-positrice der Sächsischen Staatskapelle. Im November 2011 folgte die Uraufführung ihrer Oper »Gogol« am Theater an der Wien – ein Erfolg, der die Opernwelt aufhorchen ließ und Publikum wie auch zahlreiche Kritiker in Begeisterung versetzte. »Auerbach ist primär eine Melodikerin«, schwärmte Reinhard Brembeck in der Süddeutschen Zeitung.

»Wer so fest an die Melodie glaubt, wer nichts anderes im Instrumentalen sucht, der kann auch brillant für Singstimmen schreiben.« In den diesjährigen Konzerten am Dresdner Gedenktag steht die nächste Uraufführung eines vokalen Auerbach-Werkes an: das Requiem »Dresden«, das wie die Gogol-Oper abendfüllend sein wird und damit den größten Auftrag darstellt, den die Staatskapelle bislang an einen ihrer Capell-Compositeure vergeben hat. Hierfür kooperierte sie mit der Stiftung Frauenkirche Dresden. Weitere Informationen:www.staaatskapelle-dresden.de