folkBALTICA: »Leidenschaft aus Tango, Jazz und großer Poesie«

folkBALTICA-Besucher wissen längst um das Phänomen: Neben Argentinien ist Finnland die tangoverrückteste Nation. Und auf dieser Leidenschaft fußt auch die Musik des Trios Saimaa mit der ausdruckstarken, raumfüllenden Stimme der aus Finnland stammenden Sängerin Anna-Katariina Hollmérus, begleitet von zwei exzellenten deutschen Musikern.

Aber Saimaa ist mehr: da ist die Nähe zum nordischen Jazz und neben Texten aus der „Kalevala“ erklingen vertonte Gedichte von Goethe, Shakespeare und Hesse, übersetzt in die warme Klangfarbe der finnischen Sprache – einfach ein Genuss.

Lidenskab af Tango, Jazz og stor Poesi

folkBALTICA-besøgende kender allerede til fænomenet: Ved siden af Argentina er Finland nok verdens mest tangotossede nation. Tangolidenskaben er basis for Saimaa-trioen, med den udtryksfulde karismatiske finske sangerinde Anna-Katariina Hollmérus i front, ledsaget af to excellente tyske musikere. Men Saimaa er mere end det. Ud over nærheden til den nordiske Jazz, og ved siden af tekster fra det finske nationalepos ”Kalevala” , har de st musik til tekster af Goethe, Shakespeare og Hesse, oversat til det finske sprogs varme klangfarver – ganske enkelt ren nydelse!

Veranstaltungen: 9. Mai 2012 Büdelsdorf, KiC, 20.00 Uhr, 10. Mai 2012 Schleswig, Volkskunde Museum 20.00 Uhr, 11. Mai 2012 Sønderborg, Alsion Cafe, 20.30 Uhr, 12. Mai 2012 Flensburg, Hauptbühne Duborg-Skolen, 20.00 Uhr . Künstler: Anna-Katariina Hollmérus: Gesang, Christian Beckers: Klavier, Pedalbass, David Herzel: Schlagzeug. Weitere Informationen: www.folkbaltica.de

Institut50plus: »Konzertveranstaltungen in Deutschland – der Musiksommer 2012 steht bevor«

Das Flensburger Institut50plus infor-miert aktuell über Konzertveranstal-tungen in Deutschland. An ausge-wählten Orten, mit internationaler Besetzung und für alle diejenigen gedacht, die das Besondere lieben.

Lassen Sie sich deshalb inspirieren von einem breit gefächerten Programm-angebot in den beliebtesten Regionen Deutschlands – vom Ostseestrand bis hin zur Semper Oper nach Dresden oder von der Elbphilharmonie in Hamburg bis hin zum Rheingau mit Konzertstationen im Kloster Ebersbach oder der Alten Oper in Frankfurt/Main.

Neu eingestellt wurde das Musikangebot der Frauenkirche Dresden, der Fest-spielfrühling Rügen (Faure Quartett) und des Musikfestes Erzgebirge (Kunst-genuss im Zusammenklang von Landschaft, Architektur und Musik). Weitere Informationen: www.institut5oplus.de

Institut50plus: »Musikfest Erzgebirge 2012 – Kunstgenuss im Zusammenklang von Landschaft, Architektur und Musik«

Das Musikfest Erzgebirge ist ein Brückenschlag zwischen den reichen musikalischen Traditionen des Erzgebirges und den faszinierenden Interpretationen von heute. Der Intendant des Festivals, Hans-Christoph Rademann, selbst verkör-pert die reizvolle Verbindung aus Verwurzelung in der Region und künstlerischen Leistungen von internationalem Rang, die sich das Musikfest Erzgebirge zum Ziel gesetzt hat.

Das Flensburger Institut50plus bietet in der Zeit vom 14. bis 24. September 2012 den Besuch dieses einzigartigen Brückenschlages zwischen den Traditionen des Erzgebirges. Erleben sie ein hochklassiges Musikfest. Weltstars, renommierte Botschafter der sächsischen Musikschätze, musikalische Entdecker und Grenzgänger, junge Talente sowie die Kantorein der Region verwandeln das Erzgebirge an 10 Veranstaltungsorten in unvergessliche Musikerlebnisse.

Das Angebot des Instituts50plus umfasst 10 Übernachtungen im Hotel Wilder Mann direkt im Zentrum der Gebirgsstadt Annnaberg im Doppelzimmer inklusive Frühstück (zahle 9 – bleibe 10!) sowie das Festivaltickel mit 12 Abendkon-zerte. Der Preis pro Person beträgt bei eigener Anreise mit Bahn oder PKW 688,00 €. Weitere Informationen und Programm: www.institut50plus.de

Institut50plus: »100 Jahre Savonlinna Opernfestspiele 2012«

Die Savonlinna Opernfestspiele sind nicht nur wegen ihres hohen künstleri-schen Anspruchs, sondern auch wegen der zahlreichen Uraufführungen finni-scher Opernwerke (11 in den Jahren 1930-2008) weltweit bekannt. Diese Tradition, die das Festival zum Dauerliebling internationaler Musikkritiker hat avancieren lassen, wird im Jubiläumsjahr mit zwei Weltpremieren fortgesetzt.

Durch die Vertonung des Original-Librettos von Juha-Pekka Hotinen hat Kimmo Hakola, einer der zeitgenössischen finnischen Komponisten ersten Ranges, eine tragikomische Opera buffa geschaffen, deren Handlung in einem der legendärs-ten Opernhäuser Europas spielt: In der La Fenice in Venedig, die vor 15 Jahren vom verheerenden Feuer verwüstet wurde und heute wieder im neuen Glanz erstrahlt. Für die Inszenierung der gleichnamigen Oper zeichnet Vilppu Kiljunen, der bereits mit zwei Opern (Faust 1999, der Reitersmann 2005) in Savonlinna große Erfolge gefeiert hat, verantwortlich. Weitere Mitarbeiter des Produktionsteams sind der Bühnenbildner Kimmo Viskari, die Kostümbildnerin Piia Rinne und der Lichtdesigner Ilkka Paloniemi.

Die zweite Neuproduktion zum Jubiläumsjahr ist Free Will, die erste im Internet entstandene Oper. Das Online-Projekt, organisiert und geführt von der Internet-gemeinschaft Opera by You, hat es mehr als vierhundert Beteiligten aus 35 Ländern möglich gemacht, aktiv an der Gestaltung einer Oper mitzuwirken. Unterstützt durch ein Spezialistenteam, kristallisiert sich derzeit das aus einer Vielfalt von Themen, musikalischen Ideen sowie Vorschlägen für Text und Bühnenbild hervorgegangene Fundament zu einer wahren Oper heraus. Das Expertenteam bilden die Librettistin Iida Hämeen-Anttila, der Komponist Markus Fagerudd, der Bühnenbildner und Lichtdesigner Samuli Laine, die Kostümbildnerin Essi Palo, der Opernregisseur Jere Erkkilä, der Produktionschef Jukka Pohjolainen und die Projektleiterin Päivi Salmi.

Die wachsende internationale Bedeutung der Savonlinna Opernfestspiele wird durch diese beiden Uraufführungen klar ersichtlich: Die Oper von Kimmo Hakola wird in italienischer Sprache (Italienisch von Nicola Rainò) uraufgeführt und die im Internet auf ein englischsprachiges Libretto vertonte Oper Free Will ist schon alleine die internationalste Produktion in der Geschichte der Opernkunst.

Der Spielplan der Festsaison 2012 ist ein interessanter Mix aus Tradition und Moderne, aus Internationalem und Finnischem. Die Tradition verkörpern drei der legendärsten und beliebtesten Produktionen in der Geschichte der Savonlinna Opernfestspiele: August Everdings Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte, Ilkka Bäckmans Version von Richard Wagners Fliegendem Holländer und András Mikós Interpretation von Giuseppe Verdis Aida.

Die Festspiele bieten auch jeden Sommer ein Forum zur Begegnung der brillantesten finnischen Opernstars und des talentierten Künstlernachwuchses, dem die Savonlinna Opernfestspiele oft als Sprungbrett für ein festes Engagement an der finnischen Nationaloper bzw. für eine Karriere an internationalen Opernhäusern gedient haben. In der Hauptrolle des Fliegenden Holländers singen Matti Salminen und Juha Uusitalo, den Sarastro in der Zauberflöte der imposante Bass Jaakko Ryhänen. Die Solistentradition der Zauberflöte wird fortgesetzt vom Tenor Jussi Myllys, dem Bariton Arttu Kataja sowie den Sopranistinnen Marjukka Tepponen und Miina-Liisa Värelä, die der Sieg beim Timo Mustakallio -Gesangswettbewerb über Nacht berühmt gemacht hat. Weitere Informationen: www.operafestival.fi

Der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann mit erster Schütz-CD der Gesamteinspielung

In saftigem Orange, farbenreich und lebensprall wie die Musik selbst, erschien im März 2011 die die erste CD mit Werken von Heinrich Schütz im Rahmen der Schütz-Gesamtein-spielung. Der Dresdner Kammerchor und sein Chefdirigent Hans-Christoph Rademann interpretieren 400 Jahre nach ihrem Erscheinen 1611 in Venedig die „Italienischen Madri-gale“ des Henrico Saggittarius Allemanno.

Es sind Werke, in denen sich Schütz ins Offene wagt. Venedig wird zur Chiffre für die Entdeckung des Neuen, für das Experiment und die Überschreitung eigener Grenzen. Es ist eine gleichsam jugendliche Musik voll Exzentrik und emotionalem Überschwang – voll Leben. Und mehr noch: Die Italienischen Madrigale formulieren für Schütz ein künstlerisches Programm, das seinem gesamten Schaffen zugrunde liegt. Die einzigartige Wort-Ton-Kunst des Dresdners und Europäers Heinrich Schütz geht auf seine ersten italienischen Jahre 1609-12 zurück.

Die „Italienischen Madrigale“ erscheinen im Rahmen von „Heinrich Schütz: Die Gesamteinspielung“. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann, in Kooperation mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro und gefördert durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank wird dem ersten deutschen Komponisten von europäischem Rang ein klingendes Denkmal gesetzt.

Die CDs, Konzerte und begleitenden Informationsangebote sind eine Einladung, in den Kosmos Schütz einzutauchen und mit dem Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann das faszinierende und farbenreiche Gesamtwerk des Vaters der Chormusik zu erkunden.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann veröffentlichen im Februar 2012 die „Zwölf geistlichen Gesänge“ von Heinrich Schütz

Zum „nützlichen Gebrauch“ habe Heinrich Schütz diese Motetten in seinen „Neben Stunden“ verfertigt. Mit dieser Einspielung kann man nun einen Blick in das Arbeitszimmer und die kompositorische Werkstatt des Dresdner Hofkapellmeisters Schütz erlangen, handelt es sich bei den „Zwölf geistlichen Gesängen“ doch um Werke, die vor allem für den musikalisch-liturgischen Alltag be-stimmt sind, bis hin zu Tischgesängen für die gemeinsamen Mahlzeiten mit seinen Schülern. Gerade diese Tischgesänge sind kunstvolle Belege für die musikalische Durchdringung des Alltags. Dass noch bis heute im Alumnat des Dresdner Kreuzchores und an zahlreichen heimischen Esstischen das „Benedicite vor dem Essen“ und das „Deo gratias nach dem Essen“ erklingen, ist eine Tatsache, die Schütz bestimmt glücklich machen würde.

Es sind Werke für den Alltag, aber ohne Abstriche an der musikalischen Qualität. Schütz schuf Werke zur musikalischen (Früh-)Erziehung und zur Verlebendigung der Liturgie. Wohl jenen Zeiten, in denen Werke wie die „Zwölf geistlichen Gesänge“ als Nebenprodukte gelten können!

Mit der Einspielung des Werkzyklus der „Zwölf geistlichen Gesänge“ haben der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann im Rahmen ihrer Schütz-Gesamteinspielung den Blick auf die bisher eher verborgenen Territorien des „Kosmos Schütz“ gerichtet und einen wertvollen Schatz gehoben. Es sind Motetten, die es wert sind entdeckt zu werden und die einen würdigen Platz in den Arbeits- und Wohnzimmern und den Kirchen von heute verdient haben.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Dresdner Kammerchor veröffentlicht CD mit Trauer- und Trostmusiken von Heinrich Schütz: Güldene SterbKunst

Im Rahmen der ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung haben der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann die „Musikali-schen Exequien“ sowie weitere Trauer- und Trostmusiken aus der Feder des Dresdner Hofkapellmeis-ters Heinrich Schütz veröffentlicht. Zahlreiche Ersteinspielungen machen diese CD auch für diejenigen beson-ders wertvoll, denen die Exequien von Schütz schon längst vertraut sind. Die Musik von Heinrich Schütz ist eine Musik nah am Leben. Eine Musik, die teilnimmt an der Geschichte und Kultur, aus der sie hervorgeht und in der die Erfahrungen des „Sagittarius“ selbst untrügliche Spuren hinterlassen haben. Diese Musik ist nah am Leben – gerade, wenn sie das Sterben besingt.

Das meint nicht nur, dass die Musik von Schütz immer auch vor dem Hintergrund massenhaften Leidens und Sterbens angesichts eines 30 Jahre wütenden Weltkrieges und der Allgegenwart tödlicher Krankheiten zu sehen und zu hören ist. Es meint vielmehr, dass sich zahlreiche Trauermusiken von Schütz auf konkrete biografische Ereignisse im Leben Schütz’ zurückführen lassen. Es sind Werke, die vom schlichten vierstimmigen Choral bis zur mehrchörigen Raummusik reichen und doch stets eines verbindet: die besonders intensive Verbindung aus Wortsorgfalt und Klangsinnlichkeit, aus schlichter musikalischer Trostpredigt und hoher Expressivität. Und all das mit großer persönlicher Anteilnahme. Jene Schütz’schen Werke, in denen Tod und Leben, Sterben und Ewigkeit, Trauer und Trost musikalisch wie theologisch besonders eindringlich erfahrbar werden, sind in dieser Einspielung nacherlebbar.

Die Musikalischen Exequien (1636) bedeuten einen Höhepunkt der mitteleuropäi-schen Musikkultur des 17. Jahrhunderts. Heinrich Schütz verdichtete verschiedene Bibelstellen zu einer ergreifenden Begräbnismesse, in der Text, Musik und Raum zu einem Gesamtkunstwerk mit erlösender Perspektive verschmelzen. Im Grunde handelt es sich um einen vertonten Sarg! Denn die Texte der Musikalischen Exequien finden sich zu allererst auf einem edlen Kupfersarg, den Heinrich Posthumus Reuß, der mitteldeutsche Adlige, bereits zu Lebzeiten für seine eigene Begräbnisfeier anfertigen ließ. Und Schütz lieferte dann die Begräbnismusik.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Carmina Burana“-CD des Festivalchores bekommt Stern des Monats von Fono Forum«

Im Festivalsommer 2011 begeisterte der Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck unter der Leitung von Rolf Beck mit Carl Orffs „Carmina Burana“ in der Fassung für zwei Klaviere und Schlagwerk von Wilhelm Killmayer. Nun hat das Magazin Fono Forum in seiner März-Ausgabe die bei Sony erschienene Aufnahme mit dem Stern des Monats ausgezeichnet.

Kritiker Clemens Haustein lobt beson-ders die exquisite Qualität des Festi-valchores und die besondere Interpre-tation durch ihren musikalischen Leiter. In dieser Fassung kommt Orffs „Carmi-na Burana“, so Haustein, „noch spannungsgeladener, beweglicher, federnder daher, in der klanglichen Verschlankung fast kammermusikalisch zugespitzt.“ Sein Fazit: „Der Chor ist glänzend eingestellt, agiert präzise und klangschön … Die ‚Carmina‘ mal nicht als schwergängige Klangmaschinerie, sondern vom Bombast befreit: Man entdeckt Orffs Hit-Stück neu und ist überrascht, wie elegant es klingen kann.“

Hintergrundinformationen: „Alles was ich bisher geschrieben und Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen“, schrieb Carl Orff nach der Uraufführung der „Carmina Burana“ an seinen Verleger. Orff hatte ein Werk geschaffen, dessen klanggewaltiger Eingangschor bis heute bewegt und dessen Melodien faszinieren. Die Grundlage für sein Werk bilden spätlateinische und mittelhochdeutsche Liedtexte aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die im Codex Buranus überliefert sind. Diese wurden 1803 im Kloster Benediktbeuern wiederentdeckt und 1847 als „Carmina Burana – Lieder aus Benediktbeuern“ herausgegeben. Für sein Opus magnum, die „Carmina Burana“, wählte Carl Orff daraus 24 Trink- und Liebeslieder aus. Was ihn an dieser Handschrift so derart entflammt hatte, „war ausschließlich der mitreißende Rhythmus, die Bildhaftigkeit dieser Dichtungen und nicht zuletzt die vokalreiche Musikalität und einzigartige Knappheit der lateinischen Sprache“. Schon bald nach der Uraufführung 1937 avancierte das Werk zu einem der populärsten des 20. Jahrhunderts.

Im Festivalsommer 2011 war die „Carmina Burana“ in einer Fassung des Orff Schülers Wilhelm Killmayer für zwei Klaviere, Pauken und Schlagwerk zu erleben. Zusammen mit dem Percussion-Star Martin Grubinger brachte der Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck das Werk zur Aufführung. Begleitet wurde er dabei vom Ferhan und Ferzan Önder Piano Duo unter der Leitung von Rolf Beck. Ein unvergessliches Hörerlebnis.

Mitwirkende: Simona Šaturová (Sopran), Benjamin Bruns (Tenor), Dominik Köninger (Bariton), Ferhan und Ferzan Önder Piano Duo, Martin Grubinger (Schlagzeug), The Percussive Planet Ensemble, Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck, Limburger Domsingknaben, Rolf Beck (Dirigent). Die CD-Aufnahme von Carl Orffs „Carmina Burana“ (Sony) kann bestellt werden über: www.shmf.de/shop

Ein aufregender Musiksommer in Mecklenburg-Vorpommern

Vom 9. Juni bis 9. September gibt es bei der 23. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 125 hochkarätig besetzte Konzerte zu erleben. In Kirchen und Gutshäusern, Klöstern und Schlössern, Industriegebäuden und Scheunen musizieren Solisten von Weltrang wie die herausragenden Pianisten Hélène Grimaud, Bruno Leonardo Gelber und Boris Berezovsky, die Sängerin Anne Sofie von Otter, die Festspielpreisträger Daniel Hope, Julia Fischer, Alice Sara Ott, Viviane Hagner und Daniel Müller-Schott, bedeutende Orchester wie das NDR Sinfonieorchester unter Krzysztof Urbánski, das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, die Philhar-monie der Nationen unter Justus Frantz, das Konzerthausorchester Berlin unter Iván Fischer, das Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgårds, die Dresdner Philharmonie unter Michael Sander-ling, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski und das hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, sowie die Stars von morgen in der Reihe „Junge Elite“.

In diesem Jahr gibt es außerdem gleich drei transatlantische Kammermusik-Projekte: Bereits zum dritten Mal sind die New Yorker Spitzenmusiker von der Carnegie Hall und vom Lincoln Center dabei, während die Musiker von Daniel Hopes Savannah Music Festival aus Georgia ihre Premiere in MV feiern. Mit dem „Fokus Dänemark“ widmen die Festspiele MV dem benachbarten Königreich im Norden anlässlich der dänischen EU-Ratspräsidentschaft neun Konzerte u. a. mit dem Barockorchester Concerto Copenhagen, den Preisträgern Danish String Quartet und Trio con Brio Copenhagen, Corinna Harfouch, die aus H. C. Andersens Märchen „Die Kleine Meerjungfrau“ liest, und einem musikalischen „Midsommerfest“. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Helmuth Rilling: »Er hinterlässt wahrlich ein reiches Erbe!«

»Musik darf nie bequem sein, nicht museal, nicht beschwichtigend. Sie muss aufrütteln, die Menschen persönlich erreichen, sie zum Nachdenken bringen«, so formulierte Helmuth Rilling sein professionelles Selbstverständnis. Unmittelbar nach dem 80. Geburtstag von Helmuth Rilling im kommenden Jahr wird Hans-Christoph Rademann die Akademieleitung zum 1. Juni 2013 übernehmen.

Die Internationale Bachakademie Stuttgart wurde im Jahr 1981 von Helmuth Rilling gegründet. Mit ihren Ensembles Gächinger Kantorei und Bach-Collegium Stuttgart ist sie zum international anerkannten Markenzeichen für hochwertige Musikproduktionen und Musikvermittlung geworden. Bis heute prägt Helmuth Rilling als Akademieleiter die Bachakademie maßgeblich und ist als künstlerischer Leiter der Ensembles sowie als gefragter Gastdirigent weltweit präsent. Seit 2008 gestaltet Intendant Christian Lorenz die Zukunft der Bachakademie inhaltlich und konzeptionell. Die heutige Arbeit der Internationalen Bachakademie Stuttgart lässt sich am besten mit drei Tätigkeitsfeldern beschreiben: Veranstaltungen – Ensembles – Musikvermittlung.

Hans-Christoph Rademann wurde 1965 in Dresden geboren. Er gründete den Dresdner Kammerchor, mit dem er sich bald einen hervorragenden Ruf im In- und Ausland erarbeitete, und leitet diesen seit 1985. Seit der Saison 2007/2008 ist er Chefdirigent des RIAS Kammerchores in Berlin, der zu den besten Vokalensembles in Europa zählt. Rademann hat die Gächinger Kantorei bereits im Januar 2011 im Rahmen eines Akademiekonzertes erfolgreich geleitet.

Am 3. Februar 2012 gastierte der Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Herrn Rademann in der Stiftskirche Stuttgart mit Werken von Heinrich Schütz.»Wir freuen uns, dass wir Herrn Rademann als Nachfolger von Helmuth Rilling und als Akademieleiter gewinnen konnten. Er hat einen herausragenden Ruf als Chorleiter und wir sind überzeugt, dass er die Bachakademie gut in die Zukunft führen wird«, so Leibinger, Mitglied des Vorstands der Bachakademie. »Es ist eine Ehre, Helmuth Rilling, den ich seit vielen Jahren kenne, nachfolgen zu dürfen. Die Bachakademie bietet ein hervorragendes Umfeld und gute Möglichkeiten, auf höchstem Niveau zu arbeiten«, so Hans-Christoph Rademann. Weitere Informationen: www.bachakademie.de