Institut50plus: »Leipzig feiert 800 Jahre THOMANA«

Im Jahr 2012 feiert Leipzig unter dem Motto „glauben, singen, lernen“ ein bedeutendes Jubiläum: 800 Jahre THOMANA. Die Trias aus Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule prägt bis heute das städtische Leben. Namen wie Martin Luther und Johann Sebastian Bach sind mit der THOMANA untrennbar verbunden.

Das Jubiläum wird mit vielen Höhepunkten gewürdigt und sorgt für weltweite Aufmerksamkeit. Dazu trägt auch die Deutsche Zentrale für Tourismus mit bei. Mit ihrem PR-Thema 2012 „800 Jahre Thomanerchor“ stellt sie es in den Fokus des weltweiten Deutschlandmarketings.

Der Festakt zum Gründungsjubiläum der THOMANA findet am 20. März 2012 im Beisein des Bundespräsidenten Christian Wulff in der Thomaskirche statt. Bereits am Vortag öffnet die zentrale Ausstellung „CANTATE! Zum 800. Geburtstag der Thomaner“ im Stadtgeschichtlichen Museum. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den fünf Festmusiken, die von internationalen Komponisten für das Jubiläumsjahr geschrieben werden. Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller knüpft mit seiner Komposition zu Ostern an die Matthäuspassion an. Am 21. März lädt Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einem großen „Bürgerfest“ in das Neue Rathaus ein.

Im Rahmen der Thomana 2012 gib es drei Festwochen. Der Thomanerchor organisiert Festtage vom 19. bis 25. März, die Thomasschule vom 17. bis 23. September und die Thomaskirche vom 31. Oktober bis 4. November. Insgesamt finden rund 250 Veranstaltungen statt. Programm: www.thomana2012.de

Ab 16. Februar kommt der Film „Die Thomaner“ in die Kinos. Er blickt hinter die Kulissen des Chores. Der Thematik THOMANA widmet sich auch die aktuelle Ausgabe „NÄHER dran“, www.naeherdran-leipzig.de.

Wer sich auf die Spuren des Jubiläums begeben möchte, kann bei Leipzig Tourismus und Marketing GmbH das Reiseangebot „800 Jahre THOMANA“ buchen. Es beinhaltet zwei Übernachtungen, Stadtführung, Abendessen, Besuch der Ausstellung „CANTATE!“ und ein Jubiläumskonzert. Preis: ab 139 Euro (pro Person im DZ). Tel. 0341/7104-275, www.leipzig.travel/reiseangebote

Semperoper Dresden: »Ein William Forsythe Ballettabend« – Premiere am 25. Februar

Höhepunkt des »William Forsythe Ballettabends« ist die Premiere einer Suite von Pas de deux, die speziell für das Semperoper Ballett neu kreiert und arrangiert wurde.


Ensemble Artifact-Suite, Foto: (c) Costin Radu

Die Company präsentiert außerdem zwei weitere von Forsythes »klassischen« Choreografien: »Artifact Suite« und »Enemy in the Figure«. Premiere ist am 25. Februar um 20 Uhr. Weitere Informationen: www.semperoper.de

Lera Auerbachs Requiem: »Dresden – Ode an den Frieden«

Alljährlich musizieren die Sächsische Staatskapelle und der Staatsopernchor am 13. und 14. Februar ein bewegendes Konzert im Gedenken an die Zerstö-rung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. In diesem Jahr stehen diese Konzerte unter einem besonderen Vorzeichen: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren er-klingt zu diesem Anlass ein neu komponiertes Requiem, das neben der Ausein-andersetzung mit der Vergangenheit auch das heutige Leid thematisiert und den Gedanken der Hoffnung mit einschließt. Mit ihrem Requiem »Dresden« stellt die Capell-Compositrice Lera Auerbach zugleich das umfangreichste Werk im Rahmen ihrer Dresdner Residenz vor. Von Tobias Niederschlag.

Gemeinsamer Wunsch der Auftraggeber und der Komponistin war eine Urauf-führung im wieder aufgebauten Dresdner Gotteshaus, das für die Überwindung von Trauer und Tod durch Hoffnung und Versöhnung steht. So erklingt das Werk nun erstmals im direkten zeitlichen Vorfeld des Dresdner Gedenktages am 11. Februar und nachfolgend am 13. und 14. Februar auch in der Semperoper.


Lera Auerbach, Foto: © F.Reinhold

Lera Auerbach stand in den vergangenen Monaten in besonderer Weise im Fokus der Medien: Im August und September 2011 eröffnete die Komponistin mit der Aufführung ihrer »Dialogues on Stabat Mater« und der Uraufführung ihres neuen Streichquartettes »Songs of Alkonost«, das in der Semperoper und bei den Inter-nationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch zu hören war, ihre Residenz als diesjährige Capell-Com-positrice der Sächsischen Staatskapelle. Im November 2011 folgte die Uraufführung ihrer Oper »Gogol« am Theater an der Wien – ein Erfolg, der die Opernwelt aufhorchen ließ und Publikum wie auch zahlreiche Kritiker in Begeisterung versetzte. »Auerbach ist primär eine Melodikerin«, schwärmte Reinhard Brembeck in der Süddeutschen Zeitung.

»Wer so fest an die Melodie glaubt, wer nichts anderes im Instrumentalen sucht, der kann auch brillant für Singstimmen schreiben.« In den diesjährigen Konzerten am Dresdner Gedenktag steht die nächste Uraufführung eines vokalen Auerbach-Werkes an: das Requiem »Dresden«, das wie die Gogol-Oper abendfüllend sein wird und damit den größten Auftrag darstellt, den die Staatskapelle bislang an einen ihrer Capell-Compositeure vergeben hat. Hierfür kooperierte sie mit der Stiftung Frauenkirche Dresden. Weitere Informationen:www.staaatskapelle-dresden.de

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2012: 125 Konzerte an 83 Spielstätten – Klassikgrößen, Kammermusik-Projekte und »Komponierte Landschaften«

Vom 9. Juni bis 9. September gibt es bei der 23. Saison der Festspiele Mecklen-burg-Vorpommern 125 hochkarätig besetzte Konzerte zu erleben. In Kirchen und Gutshäusern, Klöstern und Schlössern, Industriegebäuden und Scheunen musizieren Solisten von Weltrang wie die herausragenden Pianisten Hélène Grimaud, Bruno Leonardo Gelber und Boris Berezovsky, die Sängerin Anne Sofie von Otter, die Festspielpreisträger Daniel Hope, Julia Fischer, Alice Sara Ott, Viviane Hagner und Daniel Müller-Schott, bedeutende Orchester wie das NDR Sinfonieorchester unter Krzysztof Urbánski, das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, die Philharmonie der Nationen unter Justus Frantz, das Konzerthausorchester Berlin unter Iván Fischer, das Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgårds, die Dresdner Philharmonie unter Michael Sanderling, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski und das hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, sowie die Stars von morgen in der Reihe „Junge Elite“.


Veronika Eberle, Foto: (c) Jan Northoff

Gleich 11 Neuentdeckungen sind unter den insgesamt 83 unverwechselbaren Spielstätten, bei denen in diesem Jahr der Schwerpunkt „Komponierte Landschaf-ten“ den Blick auf die zahlreichen Gartenarchitektonische Meisterwerke in MV lenkt – von Parkanlagen des großen Lenné über duftende Rosen-, Pfarr- und Apotheker-gärten bis zu tropischen Gewächshäusern. Geigerin Veronika Eberle ist das Gesicht der Saison 2012. Die „Preisträgerin in Residence“ spielt u. a. vier große Violinkon-zerte, gibt einen Duo-Abend mit dem Pianisten Lars Vogt und leitet die Kammer-musikreihen Preisträger- und Friends-Projekt. In diesem Jahr gibt es außerdem gleich drei transatlantische Kammermusik-Projekte: Bereits zum dritten Mal sind die New Yorker Spitzenmusiker von der Carnegie Hall und vom Lincoln Center dabei, während die Musiker von Daniel Hopes Savannah Music Festival aus Georgia ihre Premiere in MV feiern.

Mit dem „Fokus Dänemark“ widmen die Festspiele MV dem benachbarten Königreich im Norden anlässlich der dänischen EU-Ratspräsidentschaft neun Konzerte u. a. mit dem Barockorchester Concerto Copenhagen, den Preisträgern Danish String Quartet und Trio con Brio Copenhagen, Corinna Harfouch, die aus H. C. Andersens Märchen „Die Kleine Meerjungfrau“ liest, und einem musika-lischen „Midsommerfest“. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann mit erster Schütz-CD der Gesamteinspielung


In saftigem Orange, farbenreich und lebensprall wie die Musik selbst, erschien im März 2011 die die erste CD mit Werken von Heinrich Schütz im Rahmen der Schütz-Gesamtein-spielung. Der Dresdner Kammerchor und sein Chefdirigent Hans-Christoph Rademann interpretieren 400 Jahre nach ihrem Erscheinen 1611 in Vene-dig die „Italienischen Madrigale“ des Henrico Saggittarius Allemanno.Es sind Werke, in denen sich Schütz ins Offene wagt. Venedig wird zur Chiffre für die Entdeckung des Neuen, für das Experiment und die Über-schreitung eigener Grenzen. Es ist eine gleichsam jugendliche Musik voll Ex-zentrik und emotionalem Überschwang – voll Leben.

Und mehr noch: Die Italienischen Madrigale formulieren für Schütz ein künstlerisches Programm, das seinem gesamten Schaffen zugrunde liegt. Die einzigartige Wort-Ton-Kunst des Dresdners und Europäers Heinrich Schütz geht auf seine ersten italienischen Jahre 1609-12 zurück.

Die „Italienischen Madrigale“ erscheinen im Rahmen von „Heinrich Schütz: Die Gesamteinspielung“. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann, in Kooperation mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro und gefördert durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank wird dem ersten deutschen Komponisten von europäischem Rang ein klingendes Denkmal gesetzt.
Die CDs, Konzerte und begleitenden Informationsangebote sind eine Einladung, in den Kosmos Schütz einzutauchen und mit dem Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann das faszinierende und farbenreiche Gesamtwerk des Vaters der Chormusik zu erkunden.

Die Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung (2011-2017) unter der musikalischen Gesamtleitung von Hans-Christoph Rademann ist eine Kooperation des Dresdner Kammerchores mit dem Carus-Verlag Stuttgart und MDR Figaro. Die Gesamteinspielung wird unterstützt durch die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Laeiszhalle und Elbphilharmonie: »Hören, was im März 2012 kommt!«

Im Februar gastierte Andris Nelsons beim NDR Sinfonieorchester – nur einen Monat später kehrt das letti-sche Dirigentenwunder am 21. März mit seinem eigenen Orchester, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, in die Laeiszhalle zurück. Als Solistin konnte Andris Nelsons die junge Klaviervirtuosin (und Wahl-Hamburgerin) Anna Vinnitskaya gewinnen.

Emmys, Grammys, Oscars – die Liste der Auszeichnungen ist lang. Mit eigenen Alben, Songs für andere Künstler und vor allem auch mit Filmmusik wurde er berühmt: Randy Newman kommt am 15. März zu uns in die Laeiszhalle zu einem Konzert, dem seine Hamburger Fans seit langem entgegenfiebern. Im Rahmen der Konzertreihe »Jazz Piano« ist am 18. März mit Jason Moran (37) einer der aufregendsten Jazzpianis-ten der jüngeren Generation zu Gast im Kleinen Saal.

Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, legt das Programmmanagement Ihnen den 24. März ans Herz: Randy Crawford, amerikanische Jazz- und Soulsängerin, und das Joe Sample Trio. Auch ein Abend, den man ganz bestimmt so schnell nicht vergessen wird! Weitere Informationen: www.elbphilharmonie.de

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Chad Hoopes erhielt den Publikumspreis der Hamburger Reederei F. Laeisz«

34 junge Solisten und 10 Ensembles haben sich auch 2011 wieder bei den 35 „Junge Elite“-Konzerten um die begehrten Nachwuchspreise der Festspiele MV beworben. Nach der Bekanntgabe der Preisträger des NORDMETALL-Ensemble-preises und des einmaligen Dirigentenpreises im Dezember 2011 stehen nun auch die weiteren Preisträger der Festspielsaison 2011 fest: Den WEMAG-Solistenpreis erspielte sich der amerikanische Pianist Conrad Tao mit einem Klavierabend in Stolpe. Ebenfalls aus Amerika stammt der Geiger Chad Hoopes, der in Nossentin, begleitet von Mara Mednik am Klavier, die Herzen der Konzertbesucher gewann und nun den von der Reederei F. Laeisz gestifteten Publikumspreis bekommt. Die Preisträger 2011 sind in der kommenden Saison in Konzerten zu erleben, bei denen dann auch die Preise verliehen werden. Die Konzerttermine werden im Februar mit dem Gesamtprogramm 2012 veröffentlicht.


Chad-Hoopes, Foto: (c) Donna Wheatley

Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV: „Mit Chad Hoopes und Conrad Tao bereichern zwei höchst talentierte junge Musiker aus den USA unsere internationale Preisträgerfamilie. So können die Besucher der Festspiele MV die mit Sicherheit spannenden Karrieren dieser beiden Ausnahmetalente bei uns hautnah mit verfolgen.“

Der mit 5.000 Euro dotierte Solistenpreis wird seit 1995 verliehen und seit 2008 von der WEMAG AG gestiftet. Zu den bisherigen Solisten-Preisträgern gehört u. a. der Klarinettist Matthias Schorn, der an diesem Wochenende (Sa. 7.1., 16:00 Uhr; So. 8.1., 15:00 Uhr) mit dem aus Wiener Philharmonikern bestehenden Ensemble Theophil die Neujahrskonzerte im Schloss Ulrichshusen spielt .

Der 1994 geborene chinesisch-amerikanische Pianist Conrad Tao widmet sich auch noch der Geige und ist als Komponist erfolgreich. Er studiert in New York Klavier bei Yoheved Kaplinsky an der Juilliard Pre-College Division und Violine bei Catherine Cho an der Juilliard School sowie Komposition bei Christopher Theofanidis an der Yale University. Conrad Tao gewann zahlreiche Preise, u. a. beim Juilliard Pre-College Gina Bachauer Piano Competition und beim Prokofiew Concert Competition. Für seine Bestrebungen, Jugendlichen klassische Musik näher zu bringen, erhielt er den Davidson Fellow Preis des Davidson Institute for Talent Development. Conrad Tao spielte Solorezitale in renommierten Konzertzentren in Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko und Chile sowie u. a. beim Mostly Mozart Festival in New York, dem Singapore Sun Festival, dem Festival del Sole Napa Valley, dem Festival of the Arts BOCA und beim Russian National Orchestra Festival im Bolschoi Theater in Moskau. Er konzertierte mit bedeutenden Klangkörpern wie dem Philadelphia Orchestra, dem Russian National Orchestra, der San Francisco Symphony und dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra und arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Mikhail Pletnev, Leonard Slatkin und Jaap van Zweden zusammen. Seine Kompositionen erhielten zahlreiche Auszeichnungen und werden regelmäßig von renommierten Künstlern aufgeführt.

Für den Publikumspreis bewerten die Besucher der „Junge Elite“-Konzerte die Künstler per Abstimmungskarten in den Kategorien Technische Fertigkeit, Interpretation und Persönliche Ausstrahlung. 2004 gewann die Geigerin Veronika Eberle den Preis, die 2012 als Preisträgerin in Residence die Festspiele MV prägen wird. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird von der Reederei F. Laeisz gestiftet.

Der ebenfalls 1994 geborene Amerikaner Chad Hoopes spielte im Sommer 2011 auf Empfehlung von Daniel Hope bei den Festspielen MV. Der junge Geiger lebt in Cleveland und studiert bei David Cerone am Cleveland Institute of Music. Er gewann bereits zahlreiche bedeutende Preise, u. a. beim Yehudi Menuhin International Violin Competition. Chad Hoopes gab bereits ein Rezital beim Menuhin Festival in Gstaad, spielte ein Gala-Konzert mit dem National Arts Centre Orchestra unter Pinchas Zukerman und konzertierte mit so herausragenden Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, der San Francisco Symphony, dem Minnesota Orchestra, dem Pittsburgh Symphony, dem Orchestra of the Welsh National Opera, dem Brüsseler Kammerorchester und dem Trondheim Symphony Orchestra.

Im Dezember 2011 hatten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bereits einige Preisträger bekannt gegeben: Der NORDMETALL-Ensemblepreis würdigt mit Daniela Koch (Flöte), Philipp Bohnen (Violine), Wen Xiao Zheng (Viola) und Emmanuel Ceysson (Harfe) vier junge Musiker, die ihre Fähigkeit zum Ensemblespiel 2011 bei unterschiedlichen Kammermusikprojekten in besonderem Maße bewiesen haben. Der einmalige, von Nordex gestiftete Dirigentenpreis geht an Alondra de la Parra und Cornelius Meister.

Die Förderung von Nachwuchsmusikern bildet seit Gründung eine tragende Säule der Festspiele MV: Junge vielversprechende Musiker werden zu Konzerten in der Reihe Junge Elite eingeladen und sind damit Anwärter auf den Ensemble- oder Solisten- sowie den Publikumspreis. Einmal ausgezeichnet, kehren die Preisträger auch noch als berühmte Künstler immer wieder zu den Festspielen MV zurück, wie z. B. Daniel Müller-Schott, Julia Fischer oder Daniel Hope. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Preise an junge Musiker und Dirigenten«

34 junge Solisten und 10 Ensembles haben sich auch 2011 wieder bei den 35 Junge Elite-Konzerten um die begehrten Nachwuchspreise der Festspiele MV beworben. Zum Ensemble-, Solisten- und Publikumspreis kommt in diesem Jahr einmalig ein Dirigentenpreis hinzu.

Der mit 10.000 Euro dotierte Ensemblepreis der NORDMETALL-Stiftung würdigt in diesem Jahr nicht ein bestehendes Ensemble, sondern vier junge Musiker, die ihre Fähigkeit zum Ensemblespiel 2011 bei unterschiedlichen Kammermusikprojekten in besonderem Maße bewiesen haben: Philipp Bohnen (Violine), Wen Xiao Zheng (Viola) und Emmanuel Ceysson (Harfe) beim Kammermusikfest in Hasenwinkel und Ulrichshusen sowie Daniela Koch (Flöte) bei einem Konzert mit jungen Musikern der New Yorker Academy of Carnegie Hall in Benz auf Usedom.


Alondra de la Parra, Foto: (c) Brian Hatton

Der mit 10.000 Euro dotierte Dirigentenpreis wird von Nordex gestiftet und geht zu gleichen Teilen an Alondra de la Parra, die in Klütz die Norddeutsche Philharmonie Rostock und in Greifswald die Kammerakademie Potsdam dirigierte, und Cornelius Meister für seinen Auftritt mit dem NDR Sinfonieorchester und Daniel Hope in der
Konzertkirche Neubrandenburg.

Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV: „Die Kammermusik-Projekte mit unseren Preisträgern sowie europäischen und amerikanischen Nachwuchskünstlern sind ein Herzstück unseres Programms. Dabei haben uns in diesem Jahr Daniela Koch, Philipp Bohnen, Wen Xiao Zheng und Emmanuel Ceysson mit ihrem Können und der Fähigkeit in ganz unterschiedlichen Besetzungen zu spielen so überzeugt, dass wir dies mit dem Ensemblepreis würdigen. Bei den jungen Dirigenten 2011 haben sich Alondra de la Parra und Cornelius Meister dermaßen hervorgehoben, dass wir uns entschlossen haben, dafür einmalig einen Dirigentenpreis zu vergeben.“ Weitere Informationen: www.musikfest-mv.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Tan Dun bekommt Hamburger Bach-Preis 2011 im Rahmen des SHMF-Länderschwerpunkts China verliehen«

Der chinesische Komponist, Dirigent und Klangkünstler Tan Dun erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hamburger Bach-Preis 2011. Verliehen wird der Bach-Preis am 18. August 2012 in der Hamburger Laeiszhalle im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Dort wird Tan Dun anlässlich des SHMF-Länderschwerpunktes China ein Konzert des NDR Sinfonieorchesters dirigieren.


Du Tan -China, Foto: (c) Nana Watanabe

Berühmt wurde Tan Dun nicht zuletzt durch die Oscar-prämierte Komposition der Filmmusik zu dem Kinofilm „Tiger and Dragon“ (2000). Neben reiner Orchestermusik hat Tan Dun auch Werke für die Opernbühne komponiert. Sein als Auftragswerk der New Yorker Philharmonie entstandenes Klavierkonzert HEAR & NOW wurde von dem Pianisten Lang Lang uraufgeführt. Im letzten Jahr wurde Tan Dun zum Weltkulturbotschafter der Expo Shanghai ernannt.

Der Bach-Preis wird seit 1950 alle vier Jahre, anlässlich des 200. Todestages von Johann Sebastian Bach, vom Hamburger Senat vergeben. Vorherige Preisträger waren Paul Hindemith (1951), Ernst Krenek (1966), György Ligeti (1975), Alfred Schnittke (1992) und zuletzt Sofia Gubaidulina (2007).

Das Schleswig-Holstein Musik Festival widmet sich vom 7. Juli bis zum 25. August 2012 der chinesischen Kulturnation. Tan Dun wird unter anderem auch eine Arbeitsphase mit der internationalen Orchesterakademie des SHMF leiten und mit den jungen Musikern aus aller Welt sein Filmmusik-Projekt „Martial Arts Trilogy“ einstudieren (Konzert am 12. August in Neumünster). Das vollständige Festivalprogramm wird am 2. März 2012 veröffentlicht. Informationen unter www.shmf.de.

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Pipa trifft auf Piccolo-Flöte – die Frist für den chinesisch-deutschen Kompositionswettbewerb läuft«

Die Frist läuft. Nur noch zwei Monate bis zum Abgabetermin: Anlässlich des SHMF-Länderschwerpunkts „China“ 2012 ist – in Zusammenarbeit mit dem Central Conservatory of Music Beijing, China – ein chinesisch-deutscher Kompositionswettbewerb für Kammermusik ausgeschrieben.


Festivalorchester, Foto @ Axel Nickolaus

Die prämierten Werke werden im August 2012 im Hauptprogramm des Schleswig-Holstein Musik Festivals uraufgeführt. Die Uraufführungen werden vom Ensemble ConTempo Beijing, das zum ersten Mal in Europa auftritt, gespielt und im Rahmen eines gemeinsamen Workshops vom Ensemble Modern und dem Ensemble ConTempo Beijing einstudiert.

Das Ensemble ConTempo Beijing gründete sich aus Studenten des Central Conservatory of Music Beijing, China. Das Ensemble, das in variabler Besetzungsgröße auftritt und sowohl europäische als auch chinesische Instrumente verwendet, wurde seit seiner Gründung von Musikern des Ensemble Modern aus Frankfurt am Main trainiert und begleitet. Ihr erster öffentlicher Auftritt in Beijing im Mai 2011 fand ein internationales Presseecho.

Erklärtes Ziel der Zusammenarbeit von Ensemble ConTempo Beijing und Ensemble Modern ist es, die zeitgenössische Musik Chinas einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten, die aus Deutsch-land oder China stammen oder dort ihren festen Wohnsitz haben und nicht älter als 35 Jahre sind. Die Komposition sollte mindestens eine Septettbesetzung und mindestens ein chinesisches Instrument aufweisen. Abgabetermin ist der 10. Januar 2012. Weitere Informationen unter www.shmf.de/contempo