Easy Rider in Mc.Pom – Knoefel & Friends: »Eröffnungswochenende am 22.-24. Juli 2011 in Mestlin«

Anlässlich des Konzerts der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am 22. Juli 2011 lädt Knoefel zur ersten Gruppenausstellung ein. Die Präsentation im Haus und Park des Gutshauses Knoefel versammelt 16 Positionen zeitgenössischer Kunst, die zum Teil exklusiv für diesen Ort konzipiert wurden. Ergänzt werden sie durch Skulpturen der Antike aus der Kunstgießerei Markus Schulz.

Die erste Ausstellung im Gutshaus Knoefel vereint unterschiedliche Positionen der zeitgenössischen Kunst aus dem Freundeskreis des Künstlers. Hierbei hat Knoefel als Kurator der Ausstellung darauf ver-zichtet die Arbeiten nach einem Thema aus-zuwählen, sondern bietet den Ort als gemeinsamen Referenzpunkt. Die einzelnen Arbeiten geben einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Künst-ler. Das Spektrum beginnt bei der einfachen schwarz-weiß Zeichnung, geht über in Malerei, Fotografie, Skulptur bis hin zur raum- und land-schaftsbezogenen Installation, die direkt hier vor Ort konzipiert und umgesetzt worden sind. Die Arbeiten werden im Park und in den Räume des ehemaligen Gutshauses präsentiert, das früher als Lehrlingswohn-heim und Kindergarten genutzt wurde.

Vertreten sind Arbeiten von Tina Bara und Alba D‘Urbano (Fotografie, Video), Nina K. Doege (Installation), Gunda Förster (Installation), Matthias Mansen (Holzschnitt), Martin Liebscher (Fotografie), Ronald Lippok (Malerei), Florian Merkel (Wandmalerei), Peter Merkel (Grafik, Collage), Lutz Rainer Müller (Installation), Knoefel (Arbeiten auf Papier), Susanne Schuricht (Installation), Stefan Sehler (Malerei), Wolfgang Stehle (Skulptur), Matthias Jacob (Skulptur), Takwe Kaenders (Skulptur), Michael Schröter (Zeichnung), Markus Schulz (Kunstgießerei).

Gerahmt wird das Eröffnungswochenende durch zwei Konzerte: Im Rahmen der Festspiele MV spielt Emmanuel Ceysson Variationen auf der Harfe (Freitag 22. Juli, um 19:30 Uhr). Die Konzertgäste sind einge-laden, im Rahmenprogramm die Preview der Ausstellung mit der Kunst-historikerin Dr. Reinhild Feldhaus zu entdecken (um 17:00 Uhr). Am Samstag, den 23. Juli, findet ab 17 Uhr die Ausstellungseröffnung im Gutshaus Knoefel statt. Um 20:00 Uhr spielt die Berliner Jazz-Band Pin Addix (mit Sebastian Piskorz (Trompete, Flügelhorn), Ede Merkel (Saxo-phon, Flöte), Nils Marquardt (Posaune, Percussion), Felix Jacobi (Bass), Friedemann Pruß (Schlagzeug)).

Knoefel gibt seine Arbeit, die über zwei Jahre neu angelegte Parklandschaft und das zum großen Teil wiederhergestellte Gutshaus als Spielstätte frei. Die Parkanlage, die als Leinwand für die Ausstellung fungiert, wird durch die Eingriffe der teilnehmende Künstler ständige Veränderungen erfahren. So werden mit der Zeit natürliche Zersetzungsprozesse im Park sichtbar werden und das Gutshaus wird durch Arbeiten der Künstler in ein Objekt der Begierde transformiert.

Tina Bara und Alba D’Urbano zeigen Arbeiten aus der Serie „Kunstwerke: Die Kunst und das schöne Heim“. Es sind Farbfoto-grafien, die sich mit den Wertvorstellungen der 60 Jahre auseinander setzen. Stefan Sehler thematisiert mit malerischen Mitteln die Landschaft. Das Ergebnis gleicht schwarz-weiß Fotografien, die digital entstanden sein könnten. Lutz Reiner Müller
zerlegt vor Ort ein Gartenhaus auf seine Basisarchitektur und entwirft eine Bushaltestelle als Vision des Verreisens. Florian Merkel fertigt für diese Ausstellung eine Wandarbeit, die eine über-lebensgroße, halb nackte Frau darstellt, Sie scheint durch ihre hypno-tische Kraft, die alten Geister aus dem Gutshaus zu vertreiben. Nina K. Doege versenkt eine Tanzfläche in die vorhandene Parklandschaft und holt so ein Versatzstück der städtischen Clubkultur nach Mecklenburg. Gunda Förster bewegt sich mit „Licht und Schatten“ im Spannungsfeld vieler ihrer Arbeiten. Die auf kleine Zettel geschriebenen Zitate verteilt sie an verschiedenen Orten im Haus und im weitläufigen Garten. Matthias Mansen bleibt auch in dieser Ausstellung seiner Arbeitsweise treu. Die zwei großformatigen Holz-schnitte treten aus der Mecklenburgischen Landschaft hervor. Ronald Lippok entführt uns mit seiner Malerei in eine Zeit, in der das Experimentieren im Hinterzimmer und das Infragestellen von Raum und Zeit noch strafbar war. Peter Merkels detailgenaue Zeichnungen zeigen aus der Nähe betrachtet ein wohlüberlegtes Labyrinth aus Strichen und Linien, die sich in der Tiefe auflösen und aus der Distanz Harmonie suggerieren. Martin Liebscher holt mit seiner sich selbst in Szene setzenden, fotografischen Arbeit ein bequemes Berliner Volksbühnen Publikum nach Mecklenburg, welches allein nur für diesen Event angereist zu seien scheint. Wolfgang Stehle produziert für diese Aus-stellung ein architektonisches Konstrukt, das sich mit all seinen Kräften in der Landschaft von Mecklenburg behaupten muss. Die Arbeit beschreibt eine ewig wehrende Konfliktsituation zwischen menschlicher Zivilisation und Natur.

Susanne Schuricht installiert eigens für diese Ausstellung einen neuen Raum-Körper. Ein Belvedere, eine begehbare Rauminstallation. Kontakt und weitere Informationen: www.derknoefel.de und www.musikfest-mv.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Länderschwerpunkt Türkei wird feierlich eröffnet«

Am Samstag, 16. Juli um 20 Uhr wird im Kieler Schloss der Länderschwerpunkt Türkei des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2011 mit einem feierlichen Auftakt-Konzert offiziell eröffnet. Gemeinsam mit Gästen aus der Politik, dem Kulturminister Schleswig-Holsteins, Dr. Eckehardt Klug, dem Botschafter der Republik Türkei, Ahmet Acet und dem türkischen Generalkonsul Devrim Öztürk wird Festivalintendant Prof. Rolf Beck den Startschuss für „Merhaba Türkiye“ geben.


Fazil Say, Foto: (c) Marco Borggreve

Musikalisch gestaltet wird der Eröffnungsabend von dem Bilkent Symphony Orchestra und Sabine Meyer (Klarinette) unter der Leitung von Işın Metin. Auf dem Programm steht – ganz dem Länderschwerpunkt entsprechend – eine Uraufführung von Fazıl Say. Eigens für das SHMF komponierte er das Werk „Khayyam. Konzert für Klarinette und Orches-ter op. 34“. Die Musiker spielen außerdem „Köcekce. Tanzrhap-sodie für Orchester“ von Ulvi Cemal Erkin aus dem Jahr 1943, die das Publikum mitten hinein in die pracht-volle Welt osmanischer Paläste und Harems führt. Darüber hinaus erklingt Nikolai Rimsky-Korssakoffs „Scheherazade. Sinfonische Suite op. 35“ – ein farbenprächtiges Werk voll exotischen und orientalischen Kolorits. Am Sonntag, 17. Juli, wird das Konzert in der Lübecker Musik- und Kongresshalle wiederholt.

Höhepunkte des Länderschwerpunkts sind die Konzerte des türkischen Alleskönner Fazıl Say. Ob als Pianist, Dirigent oder Komponist – gleich in dreifacher Funktion tritt er beim SHMF in Erscheinung. Ein Juwel wird sicherlich die Aufführung von Mozarts Oper „Zaide“. Regisseur Daniel Karasek und der Designer und Bühnenbildner Peter Schmidt nehmen sich gemeinsam mit einem renommierten jungen Solistenensemble und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter der Leitung des Mozart-Kenners Leopold Hager dieses literarisch wie musikalisch ambitionierten Projekts exklusiv für das SHMF an. Mit eindrücklicher Kraft bewegt sich die Konzertinstallation „Hasretim – Eine anatolische Reise“ zwischen originalen Film- und Tonaufnahmen, die als Videoprojektion zu sehen sind, und der Live-Musik des Ensembles, das aus dem Solistenensemble der Dresdner Sinfoniker sowie türkischen und armenischen Musikern besteht. Das Ergebnis ist eine Symbiose von Anatolien und Deutschland, von Klassik und Volksmusik, von historischen Klängen und Zukunftsmusik. Solistische Highlights sind u.a. die Auftritte der türkischen Pianistengarde Gülsin Onay, Hüseyin Sermet und den Zwillingen Ferhan und Ferzan Önder.

Das erste Musikfest des Sommers auf Gut Stocksee am 16./17. Juli steht ganz im Zeichen des Länderschwerpunkts. Unter dem Motto „müzik parti“ können Besucher in idyllischer Landschaft den unter-schiedlichsten Facetten der türkischen Musik lauschen. Eröffnet wird das Musikfest mit einer Uraufführung – dem „Alla-Turca-Rap“ des Isländers Atli Heimir Sveinsson, den das Hyperion-Trio zu Gehör bringen wird. Weitere Informationen: www.shmf.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Ein vielseitiger Musiksommer 2011 läuft auf Touren«

„Merhaba Türkiye“ – Willkommen Türkei: Unter diesem Motto lädt das 26. Schleswig-Holstein Musik Festival vom 9. Juli bis 28. August 2011 zu einer Entdeckungsreise durch die türkische Musiklandschaft ein. Festivalintendant Prof. Rolf Beck und sein Team präsentieren ein vielfältiges Konzertprogramm und zeigen die Musik der Türkei am Puls der Zeit: Bedeutende Solisten, Orchester, Dirigenten und Komponisten sowie hoffnungsvolle Talente sind zu Gast, der Bogen reicht von einer anatolischen Reise entlang der Schwarzmeer-küste über die farbenreiche Kammermusik des großen türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun und das fantasievolle Œuvre seines ebenso bedeutenden Kollegen Fazıl Say (inklusive zweier Uraufführungen) bis hin zu tanzenden Derwischen und zu DJ Ipek, dem hippsten DJ Europas.


Pera Ensemble Derwische, Foto: ©Pera Ensemble

Überblick über die Zahlen und Fakten: insgesamt 131 Konzerte, zusätzlich fünf „Musikfeste auf dem Lande“ und zwei Kindermusikfeste, in 44 Spielorten an insgesamt 73 Spielstätten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Teilen Dänemarks. In der Reihe „Spielraum Hamburg“ werden dabei in 14 Spielstätten 19 Konzerte und ein Musikfest veranstaltet. Es stehen rund 137.000 Eintrittskarten zur Verfügung. Der vom Stiftungsrat genehmigte Haushalt beläuft sich auf 7,75 Millionen Euro. Der Landeszuschuss beträgt in diesem Jahr 1,445 Millionen Euro.

Das NDR Sinfonieorchester rahmt auch in dieser Saison das Schleswig-Holstein Musik Festival mit den Eröffnungs- und Abschlusskonzerten ein. Die Festivaleröffnung in der Lübecker Musik- und Kongresshalle mit dem Geiger Leonidas Kavakos leitet am 9. und 10. Juli der russische Dirigent Semyon Bychkov. Christoph Eschenbach setzt dann sowohl in Lübeck (Abschlussvorkonzert am 27. August) als auch im Kieler Schloss (Abschlusskonzert am 28. August) den musikalischen Schlusspunkt (Solist: David Aaron Carpenter, Viola).

Der Länderschwerpunkt Türkei wird am 16. Juli im Kieler Schloss vom Bilkent Symphony Orchestra unter dem Dirigat von Işın Metin mit Werken des bekannten türkischen Komponisten Ulvi Cemal Erkin und Nikolai Rimsky-Korssakoffs „Scheherazade“ eröffnet. Der musikalische Alleskönner Fazıl Say hat für das Konzert ein eigenes Werk komponiert: „Khayyam. Konzert für Klarinette und Orchester“. Die famose Klarinettistin Sabine Meyer wird es aus der Taufe heben. Weitere Informationen: www.shmf.de

Der Dresdner Kammerchor und das Dresdner Barockorchesterin der Dresdner Annenkirche

Der Dresdner Kammerchor und das Dresdner Barockorchester gastieren am
25. September in der Dresdner Annenkirche unter Leitung von Hans-Christoph Rademann. Zur Aufführung kommt die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach.

Der Dresdner Kammerchor gehört zu den Spitzenchören Deutschlands und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Klang von großer Intensität und Klarheit. Lebendige Ausstrahlung sowie die oft gerühmte klangliche Homogenität und Transparenz sind die Stärken des international gefragten Ensembles, welches unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann seit Jahren weltweit Erfolge feiert. Darüber hinaus erhält der Dresdner Kammerchor regelmäßig Einladungen zu international renommierten Festivals und erarbeitet durch seine variable Besetzung eine programmatische Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Eine Vielzahl von Rundfunk- und CD-Aufnahmen sowie die Zusammenarbeit mit international bedeutenden Orchestern und Dirigenten unterstreichen das Renommee des Chores.

Hans-Christoph Rademann zählt heute zu den gefragtesten Chordirigenten und anerkanntesten Chorklangspezialisten weltweit. 1985 gründete er den Dresdner Kammerchor, dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist. Von 1999-2004 leitete Rademann den Chor des Norddeutschen Rundfunks. Gastspiele brachten darüber hinaus eine Zusammenarbeit mit weltbekannten Orchestern und Chören. Konzertreisen führten ihn in die wichtigsten europäischen Musikzentren sowie durch fast alle Kontinente. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Chorleitung an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden berufen. Seit 2007 ist Hans-Christoph Rademann Chefdirigent des RIAS Kammerchores. Weitere Informationen: www.dresdner-kammerchor.de

Scandlines: »Tagestouren gen Dänemark und Schweden: Stippvisite beim Nachbarn im Norden«

Eine entspannte Fährfahrt und die Highlights des Nordens – mit den Tages-tickets von Scandlines erleben Reisende in 24 Stunden das Beste von Ost-dänemark und Südschweden. Die Fährtickets gelten für die Hin- und Rückreise an einem Kalendertag für Pkw bis 6 Meter Länge inklusive bis zu 9 Personen.

Inhaber des Tagestickets erhalten in Dänemark und Schweden bis zu 20 Prozent Ermäßigung auf zahlreiche Attraktionen vom GeoCenter Møns Klint bis hin zum Filmmuseum in Ystad. Ein Tagesticket nach Dänemark über Puttgarden–Rødby oder Rostock–Gedser gibt es ab 75,- bzw. 99,- Euro. Das Tagesticket nach Schweden über Sassnitz–Trelleborg kann ab 120,- Euro gebucht werden. Zudem bietet Scandlines über Sassnitz–Trelleborg Tagestickets für Fußgänger inklusive Busfahrt nach Malmö oder Kopenhagen für 45,- bzw. 55,- Euro an.

Mit den Tagestickets von Scandlines lassen sich spannende Touren zu den Nachbarn im Norden einfach selbst zusammenstellen. In Ostdänemark locken beispielsweise das GeoCenter Møns Klint, der Knuthenborg Safaripark, das Middelaldercentret, das Louisiana Museum of Modern Art, das Wikingermuseum Roskilde oder verschiedene Attraktionen in Kopenhagen mit ermäßigtem Eintritt für Besitzer eines Scandlines-Tagestickets. Über die Route Puttgarden–Rødby erreichen Reisende Dänemark in nur 45 Minuten, die Überfahrt auf der Route Rostock–Gedser dauert 1 Stunde 45 Minuten.

In Südschweden erwarten Tagesausflügler Städte wie Ystad, Lund und Malmö mit Rabatt auf verschiedene Attraktionen. Ebenso ermäßigten Eintritt erhalten Besitzer eines Tagestickets im Äpplets Hus in Kivik. Die Überfahrt nach Schweden auf der Route Sassnitz–Trelleborg dauert 4 Stunden.

Die Metropole Kopenhagen und das quirlige Malmö können Reisende auch ohne eigenen Pkw erkunden. Scandlines hat für die Route Sassnitz–Trelleborg Tagestickets für Fußgänger inklusive Busfahrt ab Trelleborg im Programm. Das Ticket beinhaltet neben der Fährüberfahrt und dem Transport mit einem Bus eine deutschsprachige Führung ab Trelleborg sowie jeweils eine Stadtrundfahrt in Malmö oder Kopenhagen. Für die Busreise gilt eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen, eine Vorausbuchung ist erforderlich. Weitere Informationen: www.scandlines.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Es gab so viele magische Momente während des Festivals«

Heute, am Sonntag, 3. Juli geht JazzBaltica 2011 mit der letzten SessionNight nach 13 Konzerten, 3 Sessions und zwei Open-Air-Acts erfolgreich zu Ende. Zu dem Festival unter dem Motto „piano, piano – remembering Esbjörn“ kamen trotz des kühlen Wetters knapp 6.000 Besucher nach Kiel, Husum und Salzau und feierten – unter anderem bei rund 22 Stunden langen, kostenlosen Rahmenprogramm – die 21. Ausgabe des renommierten Jazzfestes.


Nils Landgren, Foto: ©Jürgen Lummer

„Es gab so viele magische Momente während des Festivals. Gerade in einem schwierigen Jahr wie diesem haben wir großartige Konzerte erlebt, so zum Beispiel das Tribute to Esbjörn-Konzert, das Festival-geschichte geschrieben hat. Und zu sehen, wie trotz Regen und Gewitter das Publikum JazzBaltica so die Treue hält, macht mich stolz. JazzBaltica 2011 war für mich ein sehr bewegendes Festival“, so Rainer Haarmann, Künstlerischer Leiter von JazzBaltica.

Gemäß des Mottos „piano, piano – remembering Esbjörn“ war das Highlight des Wochenendes das Tribute To Esbjörn-Konzert am Samstagabend, bei dem große Gitarrist Pat Metheny zugegen war. Erstmals nach dem tragischen Unfall standen auch die beiden verbliebenen e.s.t.-Mitglieder Dan Berglund und Magnus Öström wieder gemeinsam auf der Bühne. Die jungen Pianisten Vijay Iyer, Yaron Herman, Leszek Możdżer und Michael Wollny, allesamt der Tradition von Esbjörn Svensson verpflichtet, traten ebenfalls zu seinen Ehren an. Außerdem zollten Viktoria Tolstoy, Nils Landgren und Lars Danielsson ihrem verstorbenen Kollegen bis in die frühen Morgenstunden Respekt.


Pat Metheny, Foto: ©Jürgen Lummer

Ein weiterer Höhepunkt von JazzBaltica 2011 war unter anderem das Konzert von Trombone Shorty. Der 24-Jährige, der gleich in drei musikalischen Disziplinen (Posaune, Trompete und Gesang) in den Jazz-Ring stieg, heizte dem Publikum im Rahmen der DanceNight am Freitagabend ordentlich ein. Die NDR Bigband spielte in diesem Jahr gleich zwei Mal groß auf: Gemeinsam mit dem Songwriter Joe Sample präsentierten die Musiker das Projekt „Children of the Sun“ – eine Weltpremiere! Zusammen mit dem brasilianischen Bossa Nova-Star João Bosco entführten die Musiker der Bigband das Publikum in (musikalisch) wärmere Gefilde. So ließen die mitreißenden Rhythmen Südamerikas das kühle Wetter Norddeutschlands fast vergessen. Dass JazzBaltica immer wieder ein Labor des Jazz ist, wo wichtige Impulse gesetzt werden, zeigte sich einmal mehr mit dem JazzBaltica Ensemble. Von Anbeginn fester Bestandteil des Festivals wurde das Ensemble in diesem Jahr von Nils Wülker geleitet. Der New Yorker Trompeter Dave Douglas ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls ein Konzert mit den experimentier-freudigen jungen Musikern zu gestalten.

Wie gewohnt kam es zu zahlreiche Wiederbegegnungen mit langjährigen Begleitern des Festivals. So zeigte sich der 76-jährige Pianist Don Friedman bereits zum siebten Mal in Salzau und faszinierte das Publikum durch sein emotionales Spiel. Weitere bekannte JazzBaltica-Gesichter waren u.a. Rolf Kühn, der mit seinem Bruder Joachim antrat, Cæcilie Norby und Lars Danielsson. Das Clara Haberkamp Trio erhielt den mit 3.000 Euro dotierten, von der Investitionsbank Schleswig-Holstein gestifteten JazzBaltica Förderpreis, der in diesem Sommer zum vierten Mal verliehen wurde.


Trombone Shorty, Foto: ©Jürgen Lummer

Das heutige SessionKonzert, das den furiosen Abschluss des Festivals 2011 bildet und bis in die frühen Morgenstunden andauern wird, gestaltet der junge Saxophonist, Komponist und Arrangeur Malte Schiller, der sich mit seiner Band „Malte Schiller’s Red Balloon“ dem Publikum präsentiert.

Dem Engagement der Sponsoren von JazzBaltica kommt besondere Bedeutung zu. JazzBaltica dankt den Hauptsponsoren Investitionsbank Schleswig-Holstein und Audi AG sowie dem in diesem Jahr neu gewonnenen Konzertsponsor Snellstar. Zum vierten Mal stiftete die Investitionsbank Schleswig-Holstein den JazzBaltica Förderpreis, der der Nachwuchsförderung im Jazz in Schleswig-Holstein zu Gute kommt. Dem Förderer Provinzial Nord gebührt ebenfalls Dank für die Unterstützung. Die beständigen Medienpartner NDR, 3sat und Deutschlandfunk stärken und bestätigen auch in diesem Jahr mit zahlreichen Übertragungen im Radio und Fernsehen die Popularität des Festivals. Weitere Informationen: www.jazzbaltica.de

Denk-mal50plus: »Ist Phantasie wichtiger als Wissen? – Bremer Philharmoniker mit Vorbildfunktion im Bildungsbereich«

Starken Beifall erhielt Prof. Rudolf Seitz von der Akademie der Bildenden Künste, München, der sich bereits in den 80-iger Jahren mit der Frage auseinandersetze, ob die Phantasie und Kreativität unser Kinder wirklich gewollt wird. Im Jahre 1991 führte er im Weimarer National-theater im Ramen einer Veranstaltung der Ravensburger Pädagogischen Arbeitsstelle aus: »Es ist nicht die musische Fragen, ob wir Kreativität wollen oder nicht. Es ist eine existelle Notwendigkeit, dass wir alles daran setzen müssen, sie zu fördern und zu ermöglichen.«

Rudolf Seitz, der im Jahre 2001 verstorbene Begründer zahlreicher Schulen der Phantasie – vornehmlich in Bayern sowie im im benach-barten Ausland – setzte sich bereits damals mit der Bildungssituation in unserer Gesellschaft auseinander. Er folgte stets der Erkenntnis Albert Einsteins, der formulierte: »Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt«.

Wenn die Bremer Philharmoniker in zahlreichen Wettbewerben mit Preisen in der Kinder- und Jugenarbeit ausgezeichnet wurden, Schul-projekte an Grundschulen durchgeführt werden, die Musikwerkstatt Bremen in das Reich der Töne und Klänge einführt und Instrumenten-workshops anbietet, die Geigerin Viviane Hagner die Grundschule am Pulverberg besucht oder Ideen gesucht werden, die die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen nachhaltig und langfristig verbessern, so sind dies positive Beispiele eines phantasievollen und verantwortungs-bewussten gesellschaftlichen Engagements. Beachtenswert, die Leistung der Bremer Philharmoniker.

Die heutige Generation kann und muss daher gegenüber der nachwachsenden Generation Verantwortung übernehmen – nicht nur in Sonntagsreden. Daher unser persönlicher Appell: Denk-mal50plus. Weitere Informationen: www.bremerphilharmoniker.de

folkBaltica: »Vokalmusik aus Umeå in Nordschweden – die stille Sensation des Festivals«

Als die vier Sängerinnen aus dem nordschwedischen Umeǻ 2003 im Teenager-alter ihre erste CD veröffentlichten, galten sie als die Entdeckung der nordi-schen Folklandschaft. Die Kritiker überschlugen sich: „Vierstimmiger Gesang von einer Formsicherheit, die jegliche Vernunft übersteigt“.

Mittlerweile haben ihre „überirdisch schönen“ Arrangements traditioneller Folksongs und neukomponierter Lieder das Publikum auf vielen internationalen Konzerten und Festivals beeindruckt und bewegt- auch in Flensburg bei der „Hofkultur“ und bei der folkBALTICA 2007. Ihren Auftritt beim Nürnberger Bardentreffen bezeichnete die Presse als „die stille Sensation des Festivals“.

Der Name „Kraja“ ist ein Ausdruck der samischen Urbevölkerung im Norden Schwedens, die 2014 im Mittelpunkt des Kulturhauptstadtprogrammes Umeǻs stehen, und bedeutet „Der Ort, an dem du dich zu Hause fühlst“. Weitere Informationen: www.folkBaltica.de

Schleswig-Holstein Musikfestival: Zwei Konzerte in Lübeck und Hamburg und ein musikalischer Brückenschlag mit Burhan Öçal

Als Fatih Akin sich 2005 für seinen neuen Film auf die Suche nach dem Klang Istanbuls machte, stieß er auf ganz ungewöhnliche Talente. Der 1973 in Hamburg geborene Sohn türkischer Eltern tauchte bei seiner Recherche tief in die Musikszene der Metropole ein und fand drei Ausnahmeerscheinungen: die kurdische Sängerin Aynur, den Klarinettisten Selim Sesler und den Percussionisten Burhan Öçal.

Die Konzerte mit Burhan Öçal finden statt am Freitag, dem 19. August um 20.00 Uhr in der Lübecker Musik- und Kongresshalle unter Leitung des Dirigenten Kristjan Järvi sowie am Samstag, dem 20. August um 20.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle.

Telefonische Kartenbestellungen nimmt das Musikfestival unter der Rufnummer 0431 -237070 entgegen, schriftliche Kartenbestellungen richten Sie an die Kartenzentrale, Schleswig-Holsteinisches Musik-festival, Postfach 3840, 24037 Kiel. Weitere Informationen: www.shmf.de

Schleswig-Holstein Musikfestival: Drei Konzerte in Wyk/Föhr, Hohenlockstedt sowie Hamburg und ein musikalischer Brückenschlag mit Selim Sesler

Als Fatih Akin sich 2005 für seinen neuen Film auf die Suche nach dem Klang Istanbuls machte, stieß er auf ganz ungewöhnliche Talente. Der 1973 in Hamburg geborene Sohn türkischer Eltern tauchte bei seiner Recherche tief in die Musikszene der Metropole ein und fand drei Ausnahmeerscheinungen: die kurdische Sängerin Aynur, den Klarinettisten Selim Sesler und den Percussionisten Burhan Öçal.

Das Konzert mit Selim Sesler »Anatolische Hochzeit« findet statt am Mittwoch, dem 17. August um 20.00 Uhr in Wyk/Inel Föhr, am Donnerstag, dem 18. August um 20.00 Uhr in Hohenlockstedt, Kartoffelhalle Pohl-Boskamp und am Freitag, dem 19. August um 20 Uhr im Museum der Arbeit (Open Air) in Hamburg.

Telefonische Kartenbestellungen nimmt das Musikfestival unter der Rufnummer 0431 -237070 entgegen, schriftliche Kartenbestellungen richten Sie an die Kartenzentrale, Schleswig-Holsteinisches Musikfestival, Postfach 3840, 24037 Kiel. Weitere Informationen: www.shmf.de