Bremer Philharmoniker: »Mit Musik mit Pfiff den Herbst begrüßen«

Die beliebte Veranstaltungsreihe der Bremer Philharmoniker „Musik mit Pfiff“ beginnt ab September mit ihrem Herbstprogramm. Jeden Donnerstag und Freitag können junge Familien in der Musikwerkstatt mit herbstlichen Klanggeschichten das märchenhafte Reich der klassischen Orchesterinstru-mente entdecken.

Am Donnerstag, den 1. September geht es los: Unter dem Motto „Besuch im Zoo“ können die 3-6jährigen einen spannenden Nachmittag mit Fagott, Tuba und Geige erleben. Am Freitag begleiten Kontrabass, Klarinette und Trompete die Kinder mit einer fröhlichen Klanggeschichte auf den „Freimarkt“. Die beiden Musikpädago-ginnen Johanna Schattke und Bettina Schmidt haben speziell für Kindergarten-kinder ein Konzept entwickelt, dass Neugier weckt und Freude an Klängen und Instru-menten fördert. In Kleingruppen mit nicht mehr als zehn Kindern werden drei ausgewählte Instrumente vorgestellt, von denen jeweils eines aus den Bereichen Streich-, Holz- und Blechblasinstrument kommt. Eingerahmt in fröhliche Geschichten, mit Gesang und Tanz lernt jedes Kind die jeweiligen Besonderheiten kennen: „Musik lässt sich am einfachsten durch eigenes Erleben vermitteln – und dazu gehört das Ausprobieren unbedingt dazu.“, erklärt die Projektleiterin der Musikwerkstatt Gwendolyn Schubert und freut sich auf viele Kinder, die mit „Musik mit Pfiff“ den Herbst begrüßen möchten. Weitere Informationen: www.bremerphilharmonie.de

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Eine Geigerin verzaubert den Sommer 2012 – Veronika Eberle wird Preisträgerin in Residence

Jedes Jahr vergeben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern die Position des Preisträgers in Residence an einen herausragenden Künstler aus der großen Preisträgerfamilie des Festivals. „Trotz Ihrer Jugend hat Veronika Eberle neben ihrem unerhört schönen Ton eine große Reife und künstlerischen Tiefgang.

Treffender als Simon Rattle kann man ihre Künstlerpersönlichkeit nicht charakterisieren, der von ihr sagt, dass sie eine der außergewöhnlichs-ten und begabtesten Musikerinnen ist, die er je gehört hat. Sie wird seiner Ansicht nach bald zum Kreis der gefragtesten europäischen Künstler gehören.“, freut sich Festspielintendant Dr. Matthias von Hülsen.


Veronika Eberle, Foto: (c) Bernd Noelle

Seit 2004 ist Veronika Eberle nun Mitglied in der großen Festspielfamilie und war bereits bei zahlreichen Konzerten hier in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Sie übernimmt nun den Staffelstab vom chinesischen Cellisten Li-Wei Qin, der die vergangenen Monate musikalisch entscheidend prägte. Wer bereits heute die zukünftige Preisträgerin in Residence erleben möchte, der kann dies noch in diesem Sommer tun. Zusammen mit David Afkham, Preisträger des Young Conductors Award 2010 wird die Publikumspreisträgerin 2004 Veronika Eberle gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin am 04. September um 16:00 Uhr in der Festspielscheune in Ulrichshusen zu Gast sein. Auf dem Programm steht an diesem Abend von F. Mendelssohn Bartholdy die Konzertouvertüre op. 26 „Hebriden“ und das Konzert Nr. 2 e-Moll für Violine und Orchester op. 64. Im zweiten Teil wird die Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 von Tschaikowski präsentiert.

Veronika Eberle wurde 1988 im süddeutschen Donauwörth geboren und erhielt dort seit dem 6. Lebensjahr Geigenunterricht. Frühere Lehrer waren Olga Voitova und Christoph Poppen. Seit 2001 studiert sie an der Musikhochschule München bei Ana Chumanchenco. Seit ihrem Debütkonzert im Alter von zehn Jahren mit den Münchner Symphonikern konzertierte sie bereits mit einigen der weltweit führenden Orchestern, wie den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.

Die Publikumspreisträgerin der Festspiele MV 2004, hat sich inzwischen in der internationalen Musikszene einen Namen gemacht als eines der viel versprech-endsten Violintalente, die Deutschland in den letzten Jahren hervorgebracht hat. So führen sie zukünftige Engagements zum Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Mozarteum Orchester Salzburg (Mozartwoche), der Academy of St Martin in the Fields, dem Schottischen Kammerorchester, dem Musikkolle-gium Winterthur und der Monte-Carlo-Philharmonie. Kammermusikalisch tritt Veronika Eberle in London (Wigmore Hall), Montreal (Pro musica Serie), Frankfurt (Alte Oper), Bonn (Beethovenhaus) und bei den Luzerner Festspielen auf. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Institut50plus: »Staatskapelle Dresden stellt ihre neue Capell-Compositrice Lera Auerbach vor«

Mit den »Dialogen mit Stabat Mater« stellt die Sächsische Staatskapelle Dresden bereits im ersten Konzert der neuen Spielzeit ihre aktuelle Capell-Compositrice Lera Auerbach vor. Das Werk, welches seine Dresdner Erstauf-führung erlebt, erklingt zu Beginn des 1. Aufführungsabends und wird der ersten Symphonie von Ludwig van Beethoven gegenübergestellt.


Lera Auerbach, Foto: ©F.Reinhold

Die »Dialoge mit Stabat Mater« entstanden im Jahr 2005 als Co-Auftrag des Musikfests Bremen und des Lucerne Festival. Sie wurden am 13. September 2005 im niedersächsischen Verden mit Gidon Kremer (Violine), einem der wichtigsten Interpreten von Auerbachs Werken, Ula Uljona (Viola) und der Kremerata Baltica uraufgeführt. Auerbach tritt in diesem Werk in einen »Dialog« mit Giovanni Battista Pergolesis berühmtem »Stabat Mater«, das als eine der bedeutendsten Verto-nungen der Marienklage gilt. »Die ›Dialoge mit Stabat Mater‹ sind ein Experiment. Zum einen war es meine Absicht, ausgewählte Sätze aus Pergolesis berühmtem Meisterwerk in ein Concerto grosso für Violine, Viola und Kammerorchester zu übertragen, ohne gleichzeitig dem Geist der Originalkomposition untreu zu werden […] Andererseits hoffte ich, einen Rahmen, einen Dialog oder eine Perspektive schaffen zu können für einen Blick aus unserer Zeit auf dasselbe alte Thema.« (Lera Auerbach)

Am Pult der Staatskapelle debütiert der junge usbekische Dirigent Aziz Shokha-kimow, der erstmals 2010 auf sich aufmerksam machte, als er den 2. Preis beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg gewann. Bereits 2001 wurde er Assistant Conductor des Nationalen Symphonieorchesters von Usbekistan. Von 2005 bis 2009 nahm er unter der Obhut von Vladimir Spivakov am Ausbildungs-programm des National Philharmonic Orchestra of Russia teil. Dieses Orchester dirigierte er im November 2010 erstmals in einem regulären Abonnementkonzert.

Die Staatskapelle hat für die weitere Saison drei Kompositionsaufträge an Lera Auerbach vergeben: ein Streichquartett (UA am 15.9.2011 im 1. Kammerabend), ein »Dresden Requiem« (UA am 11.2.2012 in der Dresdner Frauenkirche, Co-Auftrag mit der Stiftung Frauenkirche) sowie ein weiteres Orchesterwerk (UA am 1. Juli 2012 im 12. Symphoniekonzert). Der 1. Aufführungsabend findet am 24. August 2011um 20 Uhr in der Semperoper unter Mitwirkung von Aziz Shokhakimov (Dirigent), Jörg Faßmann (Violine), Sebastian Herberg (Viola) und Christian Langer (Vibraphon) sowie Lera Auerbach »Dialoge mit Stabat Mater« für Violine, Viola, Vibraphon und Streicher Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 statt. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

Restel: »Bei uns in Finnland finden Sie stets das passende Hotel«

Ob Geschäftsreisender, Tourist oder Organisator von Gruppenreisen, in den Hotels der Restelkette ‚liegen‘ Sie richtig. Restel Hotels bieten insgesamt hervorragende Qualität sowie ein faires und gutes Preis-Leistungsverhältnis und einen perfekten Service vor Ort.

Derzeit betreibt Restel 47 Hotels in Finnland. Sie befinden sich jeweils im Herzen der Stadt oder unmittelbar in der Natur. Die Restel-Hotelkette umfasst die inländischen Cumulus und Rantasipi-Hotels sowie die internationalen Marken Holiday Inn und Crowne Plaza. Das historische Hotel Seurahuone Helsinki und Spa Ikaalinen, Finnland größtes Spa-Hotel, bieten zusätzliche Alternativen mit einem ausgezeichneten Service für Ihren nächsten Aufenthalt in Finnland.

Die besondere Aufmerksamkeit verdient in Helsinki das Jugendstilhotel »Seura-
huone«
, allein wegen der zentralen Lage am Hauptbahnhof. Holiday Inn und das Cumulus Hotel Hakaniemi sowie das Cumulus Airporthotel sind ebenfalls empfehlenswerte Adressen.

Touristische Highligts Helsinkis sind stets die Felsenkirche, die Uspenski-Kathdrale, das Sibelius-Monument und die Museumsinsel Seurasaari sowie unter architekto-nischem Blickwinkel die zahlreichen Jugendstilbauen der Stadt und auch die Wohn-gebiete der Nachbarstädte Espoo und Vantaa. Empfehlenswert sind aber auch Ausflüge nach Porvoo mit einer bezaubernden Altstadt, oder auch ein Ausflug in das nahegelegene Fiskar Village.

Das Flensburger Institut50plus präsentiert Hotels der Restelkette und bietet dazu einen raschen und individuellen Buchungservice. Sie haben die Wahl, schauen Sie auf die informative Finnlandkarte. Beratung und Buchung: www.institut50plus.de/finnland_hotels.php

Pferde-Picknick-Sinfoniekonzert: »Murray Perahia konzertiert am 03. September 2011 mit der Academy of St Martinin the Fields«

Wer glaubt, die Academy of St Martin in the Fields noch nie gehört zu haben, irrt sich aller Wahrscheinlich-keit nach, denn wer so preisgekrönte Hollywoodfilme wie „Jenseits von Afrika“, „Amadeus“, „Der englische Patient“ oder „Philadelphia“ gesehen hat, wird ganz unausweichlich und sicherlich mit viel Genuss den Klängen der Academy of St Martin in the Fields gelauscht haben. Das Orchester ist mit weit über 500 Aufnahmen das am meisten aufgenommene Kammerorchester überhaupt. 1958 von Sir Neville Marriner gegründet, setzte sich das Ensemble anfänglich aus einer Gruppe führender Londoner Musiker zusammen, die noch ohne Diri-genten auftraten. Mittlerweile ist das vormals kleine Ensemble auf ein 63-köpfiges Orchester angewachsen. „Back to the roots“ heißt es aber diesmal in der Reithalle in Redefin, wenn das renommierte Orches-ter in kleinerer Besetzung und geleitet von einem der bedeutendsten Pianisten unserer Zeit – Murray Perahia – zu musikalischen Sternstunden einlädt. 2004 durch Queen Elizabeth II zum Knight Commander of the British Empire ernannt, führt der dreimalige Grammy-Gewinner und zweimalige ECHO Klassik-Preisträger das Orches-ter vom Klavier aus an, ganz so wie es im 17. und 18. Jahrhundert üblich war – „back to the roots“ eben.

Auf dem Programm stehen Werke von G. F Händel: Ouvertüre zur Oper „Alcina“ HWV 34, W. A. Mozart: Konzert Nr. 27 B-Dur für Klavier und Orchester KV 595 und J. Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur Hob. I:101 „Die Uhr“. Es spielen Aca-demy of St Martin in the Fields und Murray Perahia, Klavier. Geboten wird ab 13:00 Uhr Picknick im Park, um 16:00 Uhr die Pferdeshow und um 18:00 Uhr das Konzert in der Reithalle. Weitere Informationen:

Semperoper: »Jugendlicher Saisonauftakt – Sir Colin Davis eröffnet mit dem Gustav Mahler Jugendorchester die neue Spielzeit der Sächsischen Staatskapelle Dresden«

Bereits zum dritten Mal in Folge eröffnet das Gustav Mahler Jugendorchester am 22. August 2011, 20 Uhr in der Semperoper die neue Spielzeit der Sächsischen Staatskapelle in der Dresdner Semperoper.


SirColinDavis, Foto: (c) Matthias Creutziger

Die in den letzten Jahren gewachsene Kooperation zwischen beiden Orchestern ist nicht zuletzt dem Umstand zu danken, dass zahlreiche Musiker der Staats-kapelle ihre ersten Erfahrungen in dem nach wie vor wohl renommiertesten Jugendorchester weltweit gesammelt haben. Der Kontakt zwischen beiden Orchestern wird intensiv gepflegt und soll zukünftig durch Gemeinschaftspro-jekte weiter ausgebaut werden.

Am Pult des GMJO steht in diesem Jahr ein Maestro, der auch der Staatskapelle seit 30 Jahren eng verbunden ist und den sie 1990 zu ihrem bislang einzigen Ehren-dirigenten ernannt hat: Sir Colin Davis.

Er begleitet das GMJO auf seiner diesjährigen Sommertournee mit Stationen in Bozen, Salzburg, Dresden und London und dirigiert ein französisch-russisches Programm mit der Symphonie in drei Sätzen von Igor Strawinsky, Maurice Ravels »Shéhérazade« und der vierten Sym-phonie von Pjotr I. Tschaikowsky. Den Solopart in den Orchester-liedern von Ravel übernimmt mit Susan Graham eine der führenden Mezzosopranistinnen unserer Zeit.

Sir Colin Davis ist im Laufe der neuen Spielzeit auch mehrfach am Pult der Staatskapelle zu erleben und geht im Mai 2012 gemeinsam mit dem Orchester auf eine Europatournee unter dem Motto »Sir Colin at 85«. Auf dem Programm stehen Werke von Igor Strawinsky Symphonie in drei Sätzen, Maurice Ravel »Shéhérazade«, Trois Poèmes sowie Pjotr I. Tschaikowsky Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 unter dem Dirigat von Sir Colin Davisrigent, Gesang Susan Graham, Mezzosopran. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

Institut50plus: »Zubin Mehta dirigiert am 29. und 30. September sowie am 1. und 2. Oktoberdie Berliner Philharmoniker«

Am 15. September wird um 18.30 Uhr im Foyer der Philharmonie das Projekt SONGS – Aus Mahlers Zeit III des Education-Programms der Berliner Philharmoniker präsentiert. Das Projekt nimmt Motive und Themen aus Mahlers Achter Symphonie zum Ausgangspunkt. An diesem kreativen Projekt nehmen Studenten von Berliner Hochschulen teil, die anhand von Mahlers Musik und seiner geistigen Welt eigene musikalische Ideen formulieren, entwickeln und arrangieren. Das Ergebnis des Projekts wird unmittelbar vor der Aufführung der Achten Symphonie präsentiert und ist Teil des musikfest berlin 11.

Am 21. September startet unsere neue Reihe im Kammermusiksaal Spätes Idyll: Die 1890er Jahre, bestehend aus einem (kostenfreien) Vortrag und anschließendem Konzert. Den Beginn der Vortragsreihe „Ein Jahrzehnt wird besichtigt“ mit dem Thema Kulturgeschichte macht um 19 Uhr der Berliner Schauspieler Hanns Zischler. Im Anschluss spielt um 20.15 Uhr das Vincent Trio (Christian Stadelmann Violine, Dietmar Schwalke Violoncello, Alexander Malter Klavier) Antonín Dvořáks Klaviertrio Nr. 4 und Sergeij Rachmaninows Trio élégiaque Nr. 2.

Gastdirigent der Konzerte der Berliner Philharmoniker am 22., 23. und 24. September ist Semyon Bychkov. Er dirigiert Luciano Berios Rendering für Orchester und dessen Sequenza VII für Oboe (Albrecht Mayer) sowie William Waltons Symphonie Nr. 1 b-Moll.

Zugunsten der Deutschen Tinnitus-Stiftung Charité i.G. spielen das Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker, die Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker, das Philharmonische Bläserquintett Berlin und Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker am 25. September um 11 Uhr in der Philharmonie. Es erklingen Werke von Villa-Lobos, Paul Hindemith, Goff Richards u.a..

Mit Musik und Literatur laden die Mitglieder des Ensembles Bolero Berlin und der Schauspieler Dominique Horwitz am 25. September im Kammermusiksaal zu einer Expedition durch die musikalische Welt Südamerikas ein.

Die Kammermusikreihe Klavier leitet am 28. September die Pianistin Lise de la Salle ein. Sie widmet ihren Abend dem Komponisten, Pianisten und Jubilar Franz Liszt und seinen Klavier-Bearbeitungen von Werken Bachs, Mozarts, Schumanns und Wagners.

Zubin Mehta dirigiert am 29. und 30. September sowie am 1. und 2. Oktober die Berliner Philharmoniker. Zu Gast ist der Cellist Johannes Moser, der Robert Schumanns Konzert für Violoncello und Orchester op. 129 interpretiert. Umrahmt wird das Cello-Konzert von Gottfried von Einems Orchestermusik op. 9 und Gustav Mahlers Erster Symphonie. Weitere Informationen: www.berliner-philharmoniker.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: »Paul Hindemith-Preis für Markus Lehmann-Horn«

Der Komponist Markus Lehmann-Horn bekommt an diesem Sonntag, 21. August 2011, im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals den mit 20.000 Euro dotierten Paul Hindemith-Preis verliehen. Das Preisgeld wird von der Hindemith-Stiftung (Blonay/Schweiz) und den drei Hamburger Stiftungen Rudolf und Erika Koch-Stiftung, Walther und Käthe Busche-Stiftung und Gerhard Trede-Stiftung getragen.

Der Preis wird im Rahmen eines Schlagzeug-Marathons mit Martin Grubinger, dem Schleswig-Holstein Festival Orchester und dem Dirigenten John Axelrod in der Lübecker Musik- und Kongresshalle vergeben (Konzertbeginn 19 Uhr). Das ursprünglich geplante Werk „Rot…“, das Markus Lehmann-Horn für diesen Anlass Martin Grubinger auf den Leib komponiert hat, kann aus probentechnischen Gründen an diesem Abend leider nicht uraufgeführt werden.

Martin Grubinger wird es zu einem späteren Zeitpunkt aus der Taufe heben. Stattdessen erklingt Lehmann-Horns Werk „Drei Lieder für Sopran und Orchester“ nach Texten von Else Lasker-Schüler, den Solistenpart hierbei übernimmt Sopranistin Trine Wilsberg Lund.

Für Markus Lehmann-Horn bedeutet Musik „nicht rationale Information, sondern sinnliche Kommunikation“. Der Komponist wurde 1977 in München geboren. Ab 1984 erhielt er Klavierunterricht, daneben Gitarrenunterricht bei Gulaab; ab 1992 setzte er seinen Gitarrenunterricht bei Abi von Reininghaus und Gunnar Geiße in München sowie bei Michael Arlt in Würzburg fort. Ab 2000 nahm er Kompositions-unterricht bei Tobias PM Schneid (Neuburg a.d. Donau). Von 2003 bis 2007 studierte er Komposition für Film und Fernsehen an der Hochschule für Musik und Theater München. Im Herbst 2007 begann er die Meisterklasse im Fach Komposition bei Heinz Winbeck in Würzburg. Er bekam Kompositionsaufträge im Konzertbereich u.a. für die Münchner Opern-Festspiele (2003), die Bayerische Akademie der Schönen Künste (2008), die Kasseler Musiktage (2009), das Siemens Arts Program (2008) und das A•DEvantgarde-Festival München (2003/09/11). Daneben schrieb er Filmmusik-Kompositionen für diverse nationale und internationale Filmproduktionen.

Markus Lehmann-Horn erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, z.B. Franz-Grothe-Preis 2009, „Gerhard Schedl Musiktheaterpreis“ der Neuen Oper Wien 2009, sowie den vierten Platz beim „Berliner Opernpreis 2010“. Mehrfache Nominierung für die beste Filmmusik beim „Jerry Goldsmith-Award“ 2008/09/10 in Ubeda, Spanien. Weitere Informationen: www.shmf.de

Konzert in der Berliner Waldbühne am 23. August: »Berliner Philharmoniker und Riccardo Chailly«

Das Konzert in der Waldbühne, das am 2. Juli aufgrund der Witterungsverhält-nisse kurzfristig abgesagt werden musste, wird am 23. August nachgeholt. Alle Konzertkarten behalten ihre Gültigkeit und gewähren bei Vorlage Einlass in die Waldbühne. Das Konzertprogramm bleibt unverändert: Unter der Leitung von Riccardo Chailly spielen die Berliner Philharmoniker Werke von Schostako-witsch, Rota und Respighi.

Die neue Saison startet regulär am 26. August mit der Symphonie Nr. 7 von Gustav Mahler; die Berliner Philharmoniker spielen unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Am nächsten Tag begibt sich das Orchester samt Künstlerischem Leiter auf seine jährliche Festspiel-Reise zu den Salzburger Festspielen (Konzerte am 28. und 29. August) sowie zum Lucerne Festival (31. August und 1. September). Bevor es wieder nach Berlin geht, gastiert das Orchester am 2. September in der Alten Oper Frankfurt und am 3. September in der Kölner Philharmonie. Auf den Konzertpro-grammen stehen Mahlers Symphonie Nr. 7, Benjamin Brittens Nocturne für Tenor solo, sieben obligate Instrumente und Streich-orchester op. 60 (Ian Bostridge, Tenor) und Bruckners Symphonie Nr. 9 d-Moll.

Im Rahmen des Musikfest berlin 11 geben die Berliner Philharmoniker insge-samt 5 Konzerte: Unter der Leitung von Andris Nelsons spielen sie am 10. und 11. September (um 19 Uhr bzw. um 11 Uhr) Werke von Hans Pfitzner, Heinrich Kaminski und die Suite aus Richard Strauss‘ Oper Der Rosenkavalier.

Desweiteren sind in Wolfgang Rihms Marsyas, Rhapsodie für Trompete mit Schlagzeug und Orchester (2. Fassung) der Solo-Trompeter Gabór Tarkövi und der Schlagzeuger Jan Schlichte aus den Reihen der Berliner Philharmoniker solistisch zu erleben. Am 15., 17. und 18. September wird der Mahler-Zyklus fortgesetzt: Dessen Symphonie Nr. 8, auch als „Symphonie der Tausend“ bekannt, kommt an den drei Abenden unter der Leitung von Sir Simon Rattle zur Aufführung. Die mitwirkenden Solisten und Chöre können Sie dem angefügten Konzertkalender entnehmen. Diese drei Konzerte sind bereits ausverkauft. Weitere Informationen: www.berliner-philharmoniker.de

Musikfest Stuttgart: »Mitten im Zeitgeist – Oratorium AQUA auf dem Weg nach Stuttgart«

Der Venezolaner Gonzalo Grau (*1972) hat im Auftrag der Internationalen Bachakademie Stuttgart eigens für das Musikfest das Wasser-Oratorium AQUA komponiert. Mit einem Vorgeschmack lockt die Uraufführung von Ausschnitten im Rahmen des Young Euro Classic Festivals am 13. August im Konzerthaus in Berlin.


Gonzalo Grau, Foto: Bachakademie

Am Samstag, den 13. August, wird AQUA in Berlin vom Bundesjugend-orchester unter Leitung der Helmuth-Rilling-Preisträgerin Maria Guinand in Auszügen vorgestellt. Die mit Spannung erwartete europäische Erst-aufführung des kompletten Werkes findet am 3. September beim MUSIKFESTUTTGART 2011 statt; zuvor wird AQUA noch in Venezuela und Ecuador aufgeführt.

Gonzalo Grau stammt aus einer Musikerfamilie in Caracas. Von 1995 bis 1998 studierte er am Berklee College of Music. Seitdem tritt er als Interpret, Komponist oder Arrangeur mit zahlreichen namhaften Künstlern auf. Bereits 2000 arbeitet er im Auftrag der Internationalen Bachakademie, damals gemeinsam mit dem Komponisten Osvaldo Golijov an der Pasión Según San Marcos (PASSION 2000). In AQUA übernahm sein Vater, der Komponist und Musikpädagogen Alberto Grau die Arbeit am Chorsatz.

Gonzalo Graus Kompositionsstil ist durch vielfältige Einflüsse geprägt.
»Für mich ist eine gregorianische Melodie genauso schön wie ein kubanischer Santería-Gesang. Indische Ornamentik und barocke Artikulation können bei mir im selben Stück liegen.« Spezielle Sound-effects machen Aqua zu einem multikulturellen Oratorium, in dem der Mensch und seine (bedrohte) Umwelt im Zentrum stehen. AQUA ist in fünf Sätze gegliedert, die jeweils ein poetisches Bild der Metapher von den »Wegen des Wassers« beschreiben. Die Musik folgt schroffen, sanften und verborgenen Flussläufen, singt von Regen und Über-schwemmungen und klagt über vergiftete Quellen und die Folgen eines zügellosen Fortschritts. Der Schluss führt zum gemeinsamen Ziel aller Süßwasserwege – dem Aufgehen in den Weiten des Ozeans. Der rote Faden der Handlung entsteht durch die Figur eines Fergen, der auf seinem Nachen den Fluten folgt. AQUA ist für Chor, Orchester, zwei Solisten und einen Sprecher komponiert. In Stuttgart wird die Gächinger Kantorei den Chorpart übernehmen.

Die Dirigentin Maria Guinand (*1953) ist die erste Preisträgerin des 2008 anlässlich des 75. Geburtstages von Helmuth Rilling ins Leben gerufenen Helmuth-Rilling-Preises. Internationale Anerkennung erwarb sie sich für ihre hohe Musikalität und ihr soziales Engagement. Sie ist maßgeblich an der Jugendarbeit des »Sistema Nacional de Orquestas y Coros Infantiles e Juveniles« in Venezuela beteiligt, das durch den Dirigentenstar Gustavo Dudamel weltweit bekannt geworden ist. Weitere Informationen: www.bachakademie.de