Culturatours: »Überraschungserfolg für Europa-Spezial Südschweden nach Stockholm«

Stockholm ist als Reiseziel auch bei Bahnfahrern sehr beliebt. Mitte Juni hatte die Deutsche Bahn (DB) die schwedische Hauptstadt als weiteres Ziel in das Europa-Spezial-Angebot für Schweden aufgenommen. Und schon innerhalb der ersten sieben Wochen nach der Erweiterung des Angebots hatten bereits knapp 1.900 Personen eine Fahrt mit der Bahn nach Stockholm gebucht.


Foto: Stockholm Visit Board

Mit dem Europa-Spezial der Deutschen Bahn gibt es die einfache Fahrt zu aus-gewählten Destinationen in Schweden schon ab 39 Euro in der 2. Klasse und
ab 69 Euro in der 1. Klasse. Weitere Informationen: www.bahn.de und www.culturatours.de

»Chormusik erleben« – Leitgedanke des Dresdner Kammerchor und seines Chefdirigent Hans-Christoph Rademann

Zum Auftakt der Konzertsaison 2011/12 erklingt am Sonntag, 25.09.2011 um 19 Uhr in der Dresdner Annenkirche ein Gipfelwerk der Musikgeschichte mit Dresdner Fundament – die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach.


Dresdner Kammerchor, Foto: Tim Kellner

28 Konzerte im Spannungsfeld von Heinrich Schütz und Heinz Holliger finden in ländlichen Kirchen und großen mitteleuropäischen Konzertsälen. Selbst in Taiwan wird man sächsische Musikschätze hören können, wenn der Dresdner Kammerchor, das Dresdner Barockorchester und Hans-Christoph Rademann dort Jan Dismas Zelenka musizieren.

Das epochale Vorhaben der ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung wird mit Konzerten und CD-Veröffentlichungen fortgesetzt, u.a. mit einer künstlerischen Zusammenarbeit mit Hille Perl und den Sirius Viols. Mit eigenen Heinrich-Schütz-Stadtführungen durch Dresden können Interessierte zudem die sächsische Metropole in einem neuen, frühbarocken Licht erkunden.

Erneut wird der Dresdner Kammerchor mit so renommierten Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Ádám Fischer und Sir Roger Norrington zusammenarbeiten. Und der Dresdner Kammerchor lädt künftig an ausgewählten Terminen zu einer »KostProbe« ein: Hautnah können Besucher erleben, wie ein neues Konzert-programm erarbeitet wird. Der Dirigent und Mitglieder des Chores erläutern persönlich die Werke des kommenden Konzertes und ihre eigene Haltung zu den Kompositionen. Kurzum: Wir bieten eine 30-minütige »KostProbe« der Arbeit des Dresdner Kammerchores. Weitere Informationen: www.dresdner-kammerchor.de

Staatskapelle Dresden: »2. Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch enden mit Besucherrekord«

Die 2. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch sind am gestrigen Sonntag, den 18. September 2011, mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. Mehr als 2.300 Musikliebhaber besuchten von Freitag bis Sonntag die insgesamt fünf Veranstal-tungen im Gohrischer Konzertzelt. Das entspricht einer Steigerung der Auslastung von über 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Konzerte am Freitag und Samstagabend waren ausverkauft.


Levit Nakariakov Jurowski, Foto (c) Matthias Creutziger

Sämtliche Konzerte wurden vom Publikum, das aus ganz Deutschland und teilweise wieder aus dem Ausland in die Sächsische Schweiz angereist war, frenetisch bejubelt. Als Publikumslieblinge erwiesen sich der Pianist Igor Levit und der Schauspieler Christian Friedel, die für ihre Klavier-Matinee mit Lesung am Sonntagvormittag mit einer Standing Ovation gefeiert wurden. Aber auch das Konzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Michail Jurowski am Freitagabend und der Kammerabend am Samstagabend (mit Sebastian Herberg, Igor Levit und dem Schostakowitsch Festival Quartett) brachten das Konzertzelt zum Jubeln.

Das Abschlusskonzert am Sonntagnachmittag, in dem Musiker der Sächsischen Staatskapelle die 15. Symphonie Schostakowitschs in einer Kammermusikfassung spielten, stand dann unter besonderen Vorzeichen: Es wurde kurzfristig dem Dirigenten Kurt Sanderling gewidmet, der am Vormittag verstarb und dem Festival von Beginn an als Schirmherr verbunden war. Erst im Mai 2011 war ihm in seiner Berliner Wohnung der 2. Internationale Schostakowitsch Preis Gohrisch verliehen worden.

Außer den Werken von Dmitri Schostakowitsch stand in diesem Jahr auch die russisch-amerikanische Komponistin Lera Auerbach im Fokus, die den Eröffnungsvortrag hielt und am Sonntagnachmittag als Pianistin eigener Werke zu erleben war. Zu der Film-Matinee am Samstagvormittag hatte sich kurzfristig der Regisseur Tony Palmer ange-kündigt, der dem Festival mit einer kurzen Einführung in seinen Film Testimony (Zeugenaussage, GB 1987, mit Ben Kingsley u.a.) weiteren internationalen Glanz verlieh.

Neben der außergewöhnlichen musikalischen Qualität aller Veranstaltungen schätzten die Besucher erneut die besondere Nähe zwischen Künstlern und Publikum, die sich in zahlreichen direkten Begegnungen widerspiegelte – inmitten der schönen Landschaft der Sächsischen Schweiz. Nach dem Abbau des Konzert-zeltes, beginnen nun die Vorbereitungen für die 3. Internationalen Schostako-witsch Tage Gohrisch, die im Herbst 2012 stattfinden werden. Die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch werden vom Verein Schostakowitsch in Gohrisch e.V. in Kooperation mit der Kammermusik der Sächsischen Staats-kapelle Dresden ausgerichtet. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Daniel Hope intensiviert den Austausch zwischen den USA und Mecklenburg-Vorpommern«

In seinem ersten Jahr als Künstleri-scher Direktor der Festspiele Meck-lenburg-Vorpommern hat Daniel Hope den Austausch zwischen den USA und Mecklenburg-Vorpommern intensiviert:

Bereits zum zweiten Mal kamen auf seine Einladung Musiker aus New York von der Chamber Music Society des Lincoln Center und dem Ensemble ACJW (Academy of Carnegie Hall, The Juilliard School, and the Weill Music Institute) nach Mecklenburg-Vorpom-mern, um nach Probenwochen im Grand Hotel Heiligendamm gemeinsam mit Fest-spielpreisträgern umjubelte Konzerte zu geben – unter anderem mit der europäischen Erstaufführung von Neikrugs „Death Row Memoirs of an Extraterrestrial (AComedy)” im Theater Stralsund, einer Auftragskomposition für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und das Savannah Music Festival. Mit den Musikern des Ensemble ACJW gestaltete Daniel Hope außerdem ein eindruckvolles Konzert im Schweriner Dom zum Gedenken an die Opfer der Anschläge vor zehn Jahren am 11. September 2001.

Hopes ganz persönlicher Einladung folgten weitere Stars wie das Emerson String Quartet und der Starpianist Francesco Tristano. Außerdem präsentierte er junge Künstler aus Amerika wie den Geiger Chad Hoopes, den Pianisten George Li und das Berliner Ensemble Zeitkunst. Foto: (c) Harald Hoffmann. Weitere Informa-tionen: www.festspiele-mv.de

Bremer Philharmoniker: »Gustav Mahlers Symphonie Nr. 2«

»Fragen nach dem Sinn des menschlichen und künstlerischen Daseins, nach der Bedeutung von Leben und Tod beschäftigten Gustav Mahler sein Leben lang. Seine Symphonie Nr. 2 steht fast symbolisch für diese metaphysischen Fragestellungen.

Mahler begann Anfang 1888 mit dem I. Satz. Als er diesen Hans von Bülow auf dem Klavier vorspielte soll dieser entsetzt gesagt haben, dass im Vergleich dazu Wagners „Tristan“ eine haydnsche Symphonie sei. Es folgten fünf Jahre an denen Mahler nicht mehr an seiner 2. Symphonie gearbeitet hat. Erst dann entstand der Plan, diesen inzwischen „Todtenfeier“ genannten I. Satz zu einer Symphonie auszudehnen. Am 16. Juli 1893 war das Scherzo fertig, drei Tage später die Instrumentierung des IV. Satzes und am 30. Juli das „Andante“. Für das Finale fand Mahler erst im Frühjahr 1894 bei der Totenfeier für von Bülow eine Lösung, als er dort den „Auferstehungschoral“ mit einem Text von Friedrich Gottlieb Klopstock hörte. Es folgte eine Überarbeitung des Eröffnungssatzes und im Sommer desselben Jahres war das Werk fertig.

Mahler wollte zwar seine Symphonien als „absolute Musik“, d.h. ohne „Programm“ verstanden haben; gleichwohl schrieb er für seine Zweite vier gedanklich recht ähnliche Erläuterungen. So sah er sich, als er den Trauermarsch des I. Satzes konzipierte, „unter Kränzen und Blumen aufgebahrt tot liegen“. Das Hauptthema ist ein Trauermarsch mit düsterem Charakter. Ihm steht ein poetisches Seitenthema gegenüber. Die inneren drei Sätze der Symphonie betrachtete Mahler als „Intermezzi“. Als „ein Sonnenblick, rein und ungetrübt“ beschrieb er den II. Satz, in dessen Hauptteil ein fast fröhlicher Ländler erklingt. Wie ein Aufwachen nach dem wehmütigen Traum des II. Satzes bezeichnete Mahler den III. Satz, als einen grauenhaften Spuk, aus dem man „mit einem Schrei des Ekels auffahren“ könne. Mahler legte der Stimmung dieses Scherzos ein Bild zugrunde, in dem ein Mensch in dunkler Nacht steht und das Gewoge tanzender Gestalten in einem hell erleuchteten Ballsaal anschaut – dieses Bild steht paradigmatisch für Gesellschaft und Künstler, für einen in sich geschlossenen Kreis und einen Ausgeschlossenen. Der unmittelbar darauffolgende IV. Satz wirkt wie eine Antwort auf die Ausweglosigkeit des III. Satzes: eine ruhige Melodie voller ergreifender Zuversicht. Die innige Atmosphäre dieses Satzes könnte man als „langsame Einleitung“ des Finales verstehen, dessen Vorbild eindeutig der Schlusssatz der Neunten Symphonie von Ludwig van Beethovenwar – nicht nur durch die humanistisch-aufgeklärte Botschaft „Durch Nacht zum Licht“, sondern auch durch den Einsatz von Solisten und Chor, deren Themen schon im Orchester vorher eine ausführliche Entfaltung erhielten. Doch Mahlers „Botschaft“ ist anders: Aus den zahlreichen Motiven des Satzes erklingt das „Ewigkeits-Thema“ mit „Der Rufer in der Wüste“, „Dies irae“ und dem „Auferstehungsthema“. Die Durchführung formt aus diesen Themen und deren Varianten ein Bild vom Jüngsten Gericht, ein wuchtiger Marsch, bei dem man zwischen großen Steigerungen immer wieder Momente des völligen Zusammenbruchs erlebt. Mahler schuf hierbei einen der kühnsten Klangeffekte der symphonischen Literatur: Auf die Rufe von vier Trompeten antworten ängstlich Flöte und Piccoloflöte und darauf der Chor „a cappella“ (wieder ein verblüffender Klangkontrast!) mit dem Choral „Aufersteh’n, ja aufersteh’n“.

Der Choral gipfelt in der „Kernaussage“ der ganzen Symphonie „Sterben werd‘ ich, um zu leben“, die von dem orchestralen Nachspiel auf die Ebene einer unerschüt-terlichen Gewissheit gehoben wird«, so eine Mitteilung der Bremer Philharmo-niker. Weitere Informationen: www.bremerphilharmoniker.de

Gustav Mahler »Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche« – Bremer Philharmoniker eröffnen ihre Konzertsaison 2011/2012

Die Bremer Philharmoniker eröffnen ihre Konzertsaison 2011/2012 mit dem „König der Revolutionäre“ – so jedenfalls sprach Johannes Brahms über Gustav Mahler. Bremens General-musikdirektor Markus Poschner präsentiert die 2. Sym-phonie des großen Provokateurs, der nach Poschners Worten „die Tonkunst implodieren“ ließ.

„Mahler wollte schlicht Musik machen, dass den Leuten Hören und Sehen vergeht, wie er es selbst formulierte. Damit stieß er die Tore in das 20. Jahr-hundert auf“, berichtet Markus Poschner. Für die nächsten Jahre haben sich die Bremer Philharmoniker vorge-nommen, auf ihre ganz eigene Art Mahlers Werke auf die Bühne der Bremer Glocke zu bringen. Im März steht Mahlers 4. Symphonie auf dem Programm, weitere dann in den folgenden Spielzeiten. „Wir betrachten dieses Unterfangen als ein ´Auf der Suche` nach einem Genie, aus allen Richtungen kommend, in alle Nischen und Winkel blickend. Eine faszinierende Entdeckungsreise steht uns bevor“, so Poschner weiter.

Gemäß dem berühmten Zitat von Gustav Mahler „Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche“ setzen die Bremer Philharmoniker mit diesem Auftaktkonzert ein deutliches Ausrufungszeichen und versprechen in der kommenden Konzertsaison für Leidenschaft, Kompromisslosigkeit und Begeiste-rung im Bremer Musikleben zu sorgen. Weitere Informationen: www.bremerphilharmoniker.de

Intendant Dr. Matthias von Hülsen: »Das Publikum der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern schätzte unsere Preisträger ebenso wie die ganz großen Stars.«

Mit ca. 68.000 Besuchern beendeten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am 11. September 2011, erfolgreich ihre 22. Saison. An insgesamt 83 Spiel-stätten – von Kirchen und Klöstern über Schlösser und Scheunen bis zu Gutshäusern und Industriehallen – bescherten Klassikstars und herausragende Nachwuchskünstler Musikfreunden 124 hochkarätige Konzerterlebnisse.


Cellist Li-Wei Qin

Als „Preisträger in Residence“ prägte der chinesische Cellist Li-Wei Qin die Saison mit 19 Konzerten und lenkte z. B. mit dem jungen Hangzhou Philharmonic Orchestra und einem Abend mit traditioneller chinesischer Musik den Blick nach Asien. „Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen, als musikalischer Botschafter das Programm mitzu-gestalten und gemeinsam mit großartigen Musikern aus aller Welt bei diesem wirklich internationalen Festival in so wunderschöner Umge-bung aufzutreten“, so Li-Wei Qin. Als krönenden Abschluss spielte er im Rahmen des Abschlusskonzertes mit dem Konzerthaus-orchester Berlin unter Michel Tabachnik vor der ausverkauften Konzertkirche in Neubrandenburg Edward Elgars Cellokonzert op. 85.

Besondere Höhepunkte der Festspielsaison waren die Auftritte von Klassik-Größen wie Sol Gabetta (Cello), den Klavierlegenden Martha Argerich und Lars Vogt sowie den Geigerinnen Hilary Hahn, Julia Fischer und Midori. Die traditionellen Preisträger-konzerte und der Austausch mit amerikanischen Musikern vom Lincoln Center und der Carnegie Hall erfreuten sich ebenso großer Beliebtheit wie die Themenreihen Künstler-stätten und Fokus Tanz. Ein Besuchermagnet war auch in diesem Jahr wieder das Kleine Fest im großen Park in Ludwigslust, das an zwei Tagen 16.000 kleine und große Kulturfans nach Ludwigslust lockte. Insgesamt 5.000 Menschen besuchten die beiden Pferde-Picknick-Sinfonie-Konzerte in Redefin – inzwischen schon eine Insti-tution unter den Festspiel-Open-Airs – und erlebten das kurzweilige Gesprächskonzert „Wann darf ich klatschen“ mit Daniel Hope, Li-Wei Qin und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz oder das renommierte Kammerorchester St Martin in the Fields unter der Leitung des Pianisten Murray Perahia. Intendant Dr. Matthias von Hülsen freut sich, „dass das Publikum unsere Preisträger ebenso schätzt wie die ganz großen Stars. Das bestätigt uns, dass wir beim künstlerischen Nachwuchs den richtigen Riecher haben. Ebenso erfreulich ist, dass wir mit variierendenThemen – wie z. B. in diesem Jahr mit den Künstlerstätten als Spiel-orten und dem Fokus Tanz – die Neugier von unserem Stammpublikum anstacheln und neue Festspielfreunde dazu gewinnen konnten. Wir freuen uns schon jetzt, auch in der nächsten Saison gemeinsam mit dem Publikum ganz viel Unerhörtes zu entdecken!“

Der Künstlerische Direktor, Daniel Hope, fügt hinzu: „Die Welt zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern! Das war auch in diesem Jahr wieder Programm – unter anderem durch die Residenz meines großartigen chinesischen Kollegen
Li-Wei Qin und unseren erneuten Brückenschlag zur Musikelite aus New York. Die Lincoln Center- und Carnegie-Musiker freuen sich jetzt schon auf 2012 bei uns. Und wir werden den internationalen Austausch noch erweitern!“

Und wie jedes Jahr heißt es: Nach der Saison ist vor der Saison. Vor der Tür stehen die Adventskonzerte, bei denen unter anderem Julian Steckel (Violoncello), Clemens von Ramin und Axel Hacke mit Musik und Literatur für vorweihnachtliche Stimmung im Schloss Ulrichshusen sorgen werden. Das Jahr 2012 läuten Mitglieder der Wiener Philharmo-niker mit den Neujahrskonzerten am 7. und 8. Januar in Ulrichshusen ein. Bereits zwei Monate später, vom 16. bis zum 25. März, erobert der erste Festspielfrühling Rügen 2012 die Vorsaison.

Im Auftrag der Festspiele gestaltet das Fauré-Quartett (Ensemble-Preisträger 2001) als künstlerische Leitung insgesamt 13 außergewöhnliche Kammermusik-Konzerte, die hochkarätige Künstler mit einem überwiegend romantischen Programm an die schönsten Spielorte der Insel bringen. Und auch die „Preis-trägerin in Residence“ für die Hauptsaison steht bereits fest: Im Sommer 2012 wird die junge Geigerin Veronika Eberle den Festspielen ihre ganz persönliche Note verleihen. Im November 2011 wird das Vorprogramm und im Februar 2012 das Gesamtpro-gramm für das kommende Jahr veröffentlicht. Karten und Programm für die Advents- und Neujahrskonzerte und den Festspielfrühling Rügen 2012 sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Institut50plus: »Internationale Schostakowitsch TageGohrisch, Sächsische Schweiz«

Vom 16. bis 18. September 2011 finden zum zweiten Mal in Gohrisch (Säch-sische Schweiz) die Internationalen Schostakowitsch Tage statt. Nach dem großen Erfolg des ersten Festivaljahrgangs 2010 wird der Kurort Gohrisch erneut für drei Tage im Blickfeld der internationalen Schostakowitsch-Pflege stehen. Dmitri Schostakowitsch komponierte 1960 und 1972 in Gohrisch und komponierte im heutigen Parkhotel Albrechtshof 1960 sein achtes Streich-quartett op. 110. Das Werk gilt als eines der zentralen Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts und spiegelt in erschütternder Weise Schostakowitschs existenzielles Leiden unter dem Sowjetregime wider.


Enders Jurowski, Foto: (c) Matthias Creutziger

Der hohe künstlerische Anspruch des Festivals wird gewährleistet durch die Mitwirkung international gefragter Solisten und Dirigenten sowie durch die Sächsische Staatskapelle Dresden, die das Festival mitinitiiert hat und musikalisch ausrichtet.

Als mitwirkende Gäste werden in diesem Jahr u.a. die russisch-amerikanische Komponistin Lera Auerbach, der Pianist Igor Levit, der Trompeter Sergei Nakariakov, der Schauspieler Christian Friedel („Das weiße Band“) und der Dirigent Michail Jurowski erwartet. Eigens für das Festival wird sich ein hochkarätiges „Schostakowitsch Festival Quartett“ aus Stimmführern der Sächsischen Staatskapelle und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zusammenfinden. Weitere Informationen: www.schostakowitsch-tage.de und www.staatskapelle-dresden.de

Institut50plus: »Happy Birthday, Israel Philharmonic Orchestra!«

Vor 75 Jahren wurde das Israel Philharmonic Orchestra von dem polnischen Geiger Bronislaw Huberman gegründet – damals noch unter dem Namen Palestine Orchestra. Anlässlich seiner Jubiläumstournee musiziert das IPO nun auf Einladung der Sächsischen Staatskapelle Dresden erstmals in der Dresdner Semperoper. Die Gründungsmitglieder waren 75 Musiker, die aus Ostereuropa in das damals von Großbri-tannien regierte Palästina gekommen waren. Das erste Konzert des Orchesters leitete kein Geringerer als Arturo Toscanini. Seit 1948 musiziert das Orchester unter seinem heutigen Namen und zählt inzwi-schen zu den weltweit renommiertesten Klangkörpern. Zahlreiche prominente Dirigenten arbeiteten mit dem Orchester zusammen, darunter Leonard Bern-stein (ab 1988 Conductor Laureate), Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel und Christian Thielemann.


ZubinMehta, Foto: ©Wilfried Hösel

Seit 1977 ist Zubin Mehta dem Orchester als Music Director auf Lebenszeit verbunden, und mit ihm musiziert das IPO nun in der Dresdner Semperoper Werke von Isaac Albéniz, Nikolai Rimski-Korsakow, Claude Debussy sowie Maurice Ravels »Boléro«: ein Programm, mit dem das IPO eindrucksvoll seinen Ausnahmerang unter Beweis stellen dürfte. Im Frühling 2012 folgen dann die Staatskapelle und Christian Thielemann einer Einladung des IPO zu einem Konzert in Tel Aviv.

Jan Nast, Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden zu diesem Ereignis:»Es erfüllt uns mit großer Freude, dass das Israel Philharmonic Orchestra unserer Einladung gefolgt ist und anlässlich seiner Jubiläumstournee zum 75. Geburtstag auch Station in der Dresdner Semperoper macht. Zubin Mehta, seit vielen Jahren Music Director des IPO, ist ja auch unserem Orchester auf besondere Weise verbunden. Seit 1994 steht er als gern gesehener Gast regelmäßig am Pult der Staatskapelle, und seine Konzerte zählen immer zu den Höhepunkten einer jeden Konzertsaison. Gemeinsam mit Christian Thielemann erweisen wir im Frühjahr 2012 mit einem Gastkonzert in Tel Aviv dem IPO die Ehre und hoffen, dadurch zumindest einen bescheidenen Beitrag zur deutsch-israelischen Freundschaft leisten zu können.«

Die guten Beziehungen zwischen beiden Orchestern fruchten nicht zuletzt aus einem Gemeinschaftskonzert am 20. Januar 2009, als Musiker des Israel Philhar-monic Orchestra und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Nikolaj Znaider im Berliner Konzerthaus Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy zu dessen 200. Geburtstag musizierten.

Zubin Mehta dirigiert das Sonderkonzert der Israel Philharmonic Orchestra am 10. September 2011, 20:45 Uhr in der Semperoper. Auf dem Programm stehen Auszüge aus der »Iberia«-Suite von Isaac Albéniz, das »Capriccio espagnol« op. 34 von Nikolai Rimski-Korsakow, »Images« für Orchester Nr. 2 (»Ibéria«) von Claude Debussy und der »Boléro« von Maurice Ravel. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

Kammermusik am Kreidefelsen: »Festspielfrühling Rügen 2012 bereichert die Vorsaison auf der Insel mit hochkarätigem Musikprogramm«

Fans der Festspiele MV müssen nun nicht mehr auf den Beginn der Saison im Juni warten: Vom 16. bis zum 25. März 2012 findet der erste Festspielfrühling Rügen 2012 statt. Die Künstlerische Leitung hat das renommierte Fauré Quar-tett übernommen, das mit 13 außergewöhnlichen Kammermusik-Konzerten hochkarätige Künstler an die schönsten Spielorte der Insel bringt und sogar einen Meisterkurs für Laienmusiker gibt.

Der Festspielfrühling erklingt u. a. im Theater und Marstall in Putbus, in der Nebelsignalstation am Kap Arkona, in der Nordperdhalle in Göhren und in der Kunstscheune in Vaschwitz. Auf der Bühne zu erleben sind natürlich die Musiker des Fauré Quartetts sowie ihre prominenten Gäste: der junge Pianist Martin Stadtfeld spielt Bach, die NDR Bigband präsentiert ein Überraschungsprogramm, der Schauspieler Sky Du Mont rezitiert den „Karneval der Tiere“ und Alfred Biolek liest Goethe und Mendelssohn. Dazu kommen Mirijam Contzen (Geige), Julian Steckel (Violoncello) sowie die Festspielpreisträger Matthias Schorn (Klarinette) und Sebastian Klinger (Violoncello) und viele mehr.

Abschließender Höhepunkt bei fast allen Veranstaltungen ist die „Zugabe“. Sie greift zumeist das Thema des Abends auf und bietet dem Publikum die Möglichkeit, in entspannter familiärer Atmosphäre die jeweiligen Künstler des Abends persönlich kennen zu lernen. Der Intendant der Festspiele MV, Dr. Matthias von Hülsen, sagt über den neuen Festspiel-Vorboten: „Mit ihrer atemberaubenden Landschaft und ihrer reichen Baukultur war die Insel Rügen von Anfang an ein besonderes Zentrum unter unseren sommerlichen Festspiel-Landschaften. Nun weiten wir hier unser Programm auch auf den Frühling aus. So bereichern wir die traditionell eher ruhigere Vorsaison der Insel mit einem kulturellen Highlight und können so mit den Festspielen MV für die Insel Rügen neue, kulturell motivierte Gäste gewinnen. Der Festspielfrühling ist dieser Insel sowohl von den Spielorten her als auch vom Programm wie auf den Leib geschneidert. Ich danke dem Fauré Quartett für diese gelungene Programmgestaltung!“

Fauré Quartett: »Wir freuen uns auf zehn spannende Tage«

Die Mitglieder des Fauré Quartetts Erika Geldsetzer (Violine), Sascha Frömbling (Viola), Konstantin Heidrich (Violoncello) und Dirk Mommertz (Klavier) freuen sich sehr auf den Festspielfrühling: „Wir haben ein außergewöhnliches Programm voller Highlights und Überraschungen zusammengestellt und freuen uns auf zehn aufregende, spannende und inspirierende Tage!“ Das Fauré Quartett, Ensemble-Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2001, spielt in den großen Konzertsälen dieser Welt, darunter in der Wigmore Hall in London, in dem Lincoln Center in New York, in der Philharmonie in Berlin und in dem Concertgebouw in Amsterdam. 2008 wurde den Musikern für die Brahms-Klavierquartette der ECHO Klassik und der Preis der deutschen Schallplattenkritik verliehen sowie 2010 der ECHO Klassik für das Album „Popsongs“ in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Die Mitglieder des Ensembles lehren und musizieren als „Quartet in Residence“ an der Karlsruher Musikhochschule sowie in Essen und Berlin (UdK).

Der „Russische Abend“ bringt die russische Seele nicht nur musikalisch sondern auch kulinarisch nach Putbus, wenn nach Rachmaninov, Tschaikowski und Glinka im Theatersaal beim Wodka-Empfang im Hotel Badehaus Goor die Gläser gehoben werden (können) (19. März – 19:30 Uhr). Um sich endgültig von der Insel zu verabschieden, treten das Fauré Quartett und seine Gäste am Sonntag-morgen, dem 25. März um 11:00 Uhr nach dem Abschiedskonzert noch einmal im Marstall auf, um mit Prokofjew, Brahms, Beethoven und Mendelssohn den „Festspiel-Kehraus“ zu begehen. Beim anschließenden Katerfrühstück können sich die Konzertgäste von den abreisenden Musikern verabschieden. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de