Festspiele Mecklenburg-Vorpommern präsentieren Vorprogramm 2009!

 
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern präsentieren Vorprogramm 2009!»Musik unverdünnt und pur – das sind die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern«, so schwärmt Matthias Schorn, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, der seit 2005 Mitglied der Preisträgerfamilie der Festspiele ist. Auf Schloss Bothmer trifft er im kommenden sommer weitere Musikerkolleginnen und -kollegen, so auch die Preisträgerin in Residence 2009 Viviane Hagner. Gemeinsam feiern sie beim Musikfest in Klütz den 200. Geburtstag von Telix Mendelsson Bartholdy. Mit der Herausgabe der Vorschau 2009 sind die kommenden Festspiele eingeläutet, das Programm verspricht erneut Vilefalt und Qualität.

Vom 7. Juni bis zum 13. September 2009 erwartet Klassik- und Festivalfreunde wieder ein außergewöhnliches Programm voller musikalischer Überraschungen: Das Gesicht der neuen Saison ist die Geigerin Viviane Hagner, die als vierte Preisträgerin in Residence den Sommer prägen wird. Schon in den ersten 25 Konzerten der neuen Saison begrüßen internationale Musiker wie die französische Sängerin Patricia Kaas, die Dirigenten Vladimir Ashkenazy und Kent Nagano, die Pianistin Hélène Grimaud, die Geiger und Festspielpreisträger Julia Fischer und Daniel Hope sowie Orchester wie die Academy of St Martin in the Fields oder das Konzerthausorchester Berlin die Besucher. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Eberhard Görner: »Weltbürger in patriotischer Absicht«

 
Eberhard Görner: »Weltbürger in patriotischer Absicht«Erneut erweist sich Eberhard Görner (Bad Freienwalde), Buchautor, Drehbuchautor und Filmregisseur, in dem Buch »Ortstermin – Bilder aus dem Stollberger Land« als ein Autor, dem es gelingt, Situationen sprachlich differenzierend zu gestalten.

»Es kam der Tag«, so Eberhard Görner in seinem Beitrag «Meine Heimat«, »wo das Volk seine Heimat in den Farben der DDR nicht mehr schützen wollte. Der soziale und kulturelle Reichtum meiner Kindheit war zum Windhauch geworden. Das Kino war vermauert, das Restaurant Sächsischer Hof, wo wir noch Peterchens Mondfahrt als Marionetten-Theater erlebten, zur Ruine verkommen. Der Friedhof, zwischen den Gräbern Wüstenei. Das Gasthaus Grüne Wiese abgerissen. Der orientalische Weihnachtsberg, der größte von Sachsen, verdämmerte zerbrochen auf dem Dachboden der herunter gekommenen Gaststätte Erzgebirgischer Hof, und wenn das Weihnachtsfest nahte, stürmten die Hausfrauen des Dorfes HO und Konsum, weil sich das Gerücht verbreitet hatte, Apfelsinen und Zitronen seien geliefert worden. Die Ausreiseanträge wurden zum Massensport. Die Häuser verfielen und durch das Dach der Kirche fiel der Regen.« OrtsterminAber das steht schon in der Bibel beim Propheten Kohelet, folgert Eberhard Görner: Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Sternenhimmel gibt es eine bestimmte Zeit: Eine Zeit zum Gebären | und eine Zeit zum Sterben | eine Zeit zum Pflanzen | und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen |eine Zeit zum Töten | und eine Zeit zum Heilen | eine Zeit zum Niederreißen | und eine Zeit zum Bauen | eine Zeit zum Weinen | und eine Zeit zum Lachen | eine Zeit für die Klage | und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Steine werfen | und eine Zeit zum Steine sammeln | eine Zeit zum Umarmen | und eine Zeit , die Umarmung zu lösen | eine Zeit zum Suchen | und eine Zeit zum Verlieren | eine Zeit zum Behalten | und eine Zeit zum Wegwerfen | eine Zeit zum Zerreißen | und eine Zeit zum Zusammennähen | eine Zeit zum Schweigen | und eine Zeit zum Reden | eine Zeit zum Lieben | und eine Zeit zum Hassen | eine Zeit für den Krieg | und eine Zeit für den Frieden.

Und wenn Eberhard Görner heute in seinen Geburtsort Niederwürschnitz zurückkehrt, setzt er sich gerne vor die neu errichtete Friedhofskapelle. Die Rododrendon-Büsche leuchten in der Sonne, gelb und rot. »Dort ist ein Platz, wo ich gerne bin. Hier treffe ich auf meine Vergangenheit, erlebe die Gegenwart und denke an die Zukunft.«

Eberhard Görner, 1944 im Erzgebirge geboren, studierte an der Pädagogischen Hochschule Leipzig Germanistik und Geschichte, und danach Regie und Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Eberhard Görner ist Mitbegründer der bekannten Fernsehreihe »Polizeiruf 110«. Seine Drehbücher nach Literatur von Stephan Hermlin, Christa Wolf, Erich Loest und Thomas Mann wurden mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, wie auch der Spielfilm »Der neunte Tag« (2004) in der Regie von Volker Schlöndorff.

Mit seinen bisherigen Porträts über Gottfried Bermann Fischer, Freya von Moltke, Elisabeth Mann Borgese, George Tabori, Eugen Jochum, Armin Mueller-Stahl, Karl Richter, George Bähr oder Klaus Staeck gehört Eberhard Görner in die erste Reihe des deutschen Dokumentarfilms. Auch als Buchautor hat er sich einen Namen gemacht.

Ein Himmel aus SteinSeine historische Romanbiographie »Ein Himmel aus Stein« erzählt die Geschichte von George Bähr, dem Erbauer der Frauenkirche zu Dresden. Sein im vergangenen Jahr im Leipziger Verlag Faber & Faber erschienenes Buch »Am Abgrund der Utopie« lässt berühmt Persönlichkeiten von Klaus Maria Brandauer bis Klaus von Bismarck zu Wort kommen über die Chancen, auf welche Weise der Mensch sich mit unserem blauen Planeten doch noch aussöhnen kann?

Sein Terminkalender ist gut gefüllt – Erberhard Görner sucht den Dialog mit Zuschauern und Zuhörern, so am 04.11.2008 Chemnitz Lesung aus »Ortstermin«, 07.11.2008 Dresden Weinbergkirche, Filmvorführung »Der neunte Tag«, 09.11.2008 Leipzig, Dominikanerkloster: Filmvorführung »Der neunte Tag«, 23.11.2008 Erlangen: Vortrag und Film »George Tabori«, 26.11.2008 Dresden: Lesung aus »Der Narr und sein König«, 27.11.2008 Sonneberg: Vortrag und Lesung »Am Abgrund der Utopie«, 06.12.2008 Eberswalde, »Am Abgrund der Utopie«. Eberhard Görner ist heute gefragter Referent in Volkshochschulen, Kirchengemeinden sowie Vereinen und Verbänden. Weitere Informationen und Buchungen im Rahmen der Leserreise: Institut50plus, Telefon 0461 140 144, www.institut50plus.de und www.mironde.com

Goldmann Verlag: »Weihnachtliche Rezepte,garniert mit einer Prise Humor«

 
Goldmann Verlag: »Weihnachtliche Rezepte, garniert mit einer Prise Humor«Peter Gaymann schwingt diesmal nicht nur den Bleistift, sondern auch den Kochlöffel. Heraus kommt dabei ein ganz besonderer Genuss für alle, die gutes Essen und gelungene Cartoons lieben. Serviert wird das Beste zur Winter- und Weihnachtszeit von feinen Kleinigkeiten bis zum kompletten Festtagsmenü, gewürzt mit einer satten Prise von Gaymanns unverwechselbarem Witz und Scharfsinn.

Über 30 Verwöhnideen mit Fisch, Geflügel und Fleisch und leckere vegetarische Alternativen sorgen für gelungene Festtage. Klassisch oder exotisch verfeinert kommt jeder auf seinen Geschmack: Seeteufel-Osso-Bucco in Gewürzkruste, Gänsekeulen mit Beifuß, Weißmohnpudding, Orangensorbet in der Schale … Die eingestreuten Cartoons machen das Kochen zum doppelten Vergnügen und bringen gute Laune in die Küche. Weitere Informationen: www.randomhouse.de

Denk-mal50plus: »Politisches Theater heute«

 
Denk-mal50plus: »Politisches Theater heute«Fernab des politischen Tagesgeschehens (oder auch ganz nah dran …) bemüht sich die Bundeszentrale für Politische Bildung Einfluss auf das Zeitgeschehen zu nehmen, jedenfalls begleitend theoretisch. Mit der Herausgabe der Zeitschrift aus »Politik und Zeitgeschehen«, eine Beilage zur Wochenzeitung »Das Parlament« versucht sie, uns in der Ausgabe vom 13. Oktober Nachdenkenswertes zum Thema »Politisches Theater« nahe zu bringen.

Eberhard Görner im Interview mit Maria von Bismarck: »Autoren von Shakespeare bis Brecht besitzen für das Theater Langzeitwirkung über Jahrhunderte hinweg. Jetzt sind wir konfrontiert mit Autoren und mit Literatur, die eher Kurzzeitwirkung haben«.

»Ja, und das trifft auch auf die Politik zu. Weil der Mensch überdreht ist – durch Kommunikation, durch Medien, durch Anspruch – und keine Wurzeln mehr empfindet, muss alles schnell konsumiert werden, weil er sonst zusammenbricht. Weil sonst das ganze System zusammenbricht. Deswegen setzt man sich diese kurzen Ziele. Wenn man sich Theater in den USA anschaut und sich dort in der Gesellschaft umsieht, ist dieses Phänomen noch extremer. Was steckt dahinter? Nichts als Angst vor der Zukunft, Angst vor langem Atem, Angst davor, etwas aufzubauen, wie vielleicht im alten Ägypten jemand einen Tempel gebaut und wirklich drei Monate gebraucht hat, um einen Stein dorthin zu setzen«, so Maria
von Bismarck.

Eberhard Görner: »Du hast die Misere des Theaters beschrieben. Erhoffst du dir eine Verbesserung durch die Politik?«

»Ehrlich gesagt: Ich glaube, dass es keine Politiker mehr gibt, die sich ernsthaft öffnen für Kunst oder Theater. Oder nur ganz wenige. Selbst Kultus- oder Kulturminister haben keine Zeit, ins Theater zu gehen oder sich die Vielfalt des Theaters anzuschauen. Oder zu lesen. Das sind Manager. Und ich glaube, dass die meisten den großen Fehler machen, dass sie die Bedeutung von Kultur völlig unterschätzen. Deswegen habe ich nicht viel Hoffnung, dass sich etwas verbessert. Im Gegenteil: Ich glaube, dass die Wüste, die oft in der Politik herrscht, immer mehr auf die Kultur übergreift. Aber es muss natürlich von der Politik kommen. Weil Politik die Theater finanziert. Das Erkennen der Wertigkeit von Kultur, dass sie eben nicht nur Unterhaltung ist und nicht nur eine nette Beilage zum Steak. Das ist immer weniger der Fall«. Soweit Auszüge aus dem Interview mit Eberhard Görner.

Wolfgang Engel auf die Frage von Eberhard Görner: »Du hast Theater immer als Form des politischen Dialogs mit dem Publikum verstanden. In der DDR warst du in dieser Hinsicht eine Lichtgestalt. Verlangt einem eine geschlossene Gesellschaft mehr Phantasie und Intelligenz ab als eine offene?«

»Ich habe gelernt, dass alles, was man am Theater macht, mit Politik zu tun hat. Selbst in Stücken, wo man meint, dass sich die Leute privat verhalten, ist das meist nur ein vorgeschobener Grund für einen politischen Vorgang. Oder umgekehrt, sie meinen, sich privat zu verhalten, und das hat politische Auswirkungen. Also eine ewige Dialektik. Die Grenzen sind fließend. Dafür sind die alten Stücke geradezu prädestiniert, weil sie in ihrer Sprache Assoziationsfelder zulassen. Das hat schon etwas mit der DDR zu tun: Das Maul war verbunden oder zugeklebt, und man hat trotzdem versucht zu sprechen. Ich habe alle Stücke, die ich gemacht habe, immer so verstanden, egal, ob der Text zweitausend Jahre alt war oder zwei Jahre. Wenn er etwas mit meinem Verständnis von Gegenwart zu tun hatte, dann habe ich das gemacht. Ich habe Stücke, bei denen ich das nicht gemerkt habe, nicht inszeniert. Dass das eine oder andere mehr oder weniger gelungen war, ist eine andere Sache. Das hat auch damit zu tun, wie ein Satz, der vor einem steht, der sich aus Buchstaben und Worten zusammensetzt, innerhalb von zehn Jahren mehrfach interpretiert werden kann. Das hat mich gereizt. Es gibt dieses berühmte Beispiel vom Deutschen Theater in Berlin, wo es drei Nathan-Aufführungen gab: 1946, 1956 und 1966. Es war jedes Mal derselbe Text, aber es waren drei völlig unterschiedliche Aufführungen«, so Wolfgang Engel gegenüber Eberhard Görner.

Eberhard Görner (64) ist Filmregisseur, Dramaturg und Drehbuchautor, u. a. für „Nikolaikirche“ (Regie: Frank Beyer) und „Der neunte Tag“ (Regie: Volker Schlöndorff); Honorarprofessor für Bewegtbildmedien an der HTW Dresden und Leiter der E. G.-Filmproduktion. Liliencron-Haus, 16259 Bad Freienwalde.

Horst Grenz, Leiter des Flensburger Instituts50plus: »Soweit Ausschnitte aus zwei lesenswerten Interviews. Auf der real-politischen Bühne – auch auf der wirtschaftlichen – befinden wir uns nach Auffassung des englischen Politikwissenschaftlers und Buchautoren Colin Crouch im Zeitalter der »Postdemokratie«. Wer sind die Regisseure, wer die Schauspieler, wer die Zuschauer?«, so ist zu fragen. Weitere Informationen: www.bpb.de/publikationen und per E-Mail Eberhard Görner: liliencronhaus@freenet.de

Institut50plus: Teilnahme am Thüringer ReisemarktTravel 08 in Weimar

 
Institut50plus: Teilnahme am Thüringer ReisemarktZum siebten Mal fand in der Zeit vom 03. bis 06. Juli 2008 die Thüringer Tourismusbörse »Travel 08«statt. Aus Deutschland und dem benachbarten Ausland waren Reise- und Tagungsveranstalter sowie Vertreter der Fachpresse nach Weimar gekommen. Mehr als 70 Aussteller boten im modernen Congress Centrum Neue Weimarhalle einen »Thüringer Markt der Möglichkeiten«: Hotels, Landgasthöfe, Verkehrsträger, Museen und Stiftungen, Programmanbieter.

Thematische Stadtführungen und eine wundervolle Abendveranstaltung in der Villa Haar im historischen Park an der Ilm rundete den Aufenthalt in Weimar ab: Friedrich Schiller und seine Begleitung entführten in die Zeit der Weimarer Klassik, Figuren des Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer begleiteten die Gäste an einem außergewöhnlichen Tagungsort. Nach Abschluss des Workshops hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich im Rahmen unterschiedlichster Exkursionen Eindrücke vor Ort zu sammeln: »Das klassische Thüringen« in Eisenach, Gotha, Erfurt und Weimar, »Wanderland Thüringen« Kyffhäuser und Hainich, »Von der Klassik zur Moderne«: Bauhaus, Gropius, van der Velde oder »TOP-Tagungsorte« in Suhl, Erfurt und Eisenach.

Gastgeber in Weimar waren die Hotels Dorint Am Goethepark, Grandhotel Russischer Hof, Hotel Dorotheenhof, Hotel Elephant, Leonardo Hotel, Quality Hotel und in Apolda das Hotel am Schloss.

Horst Grenz, Leiter des Flensburger Instituts50plus: »Eine gelungene und anregende Fachveranstaltung, eine ausgezeichnete Mischung aus Information, Anschauung, Unterhaltung und Kommunikation. Auffallend: Menschen, die ihre Gäste gerne empfingen sowie umsichtige Gastgeber und Begleiter waren.« Weitere Informationen: www.thueringen-tourismus.de und www.instiut50plus.de

Denk-mal50plus: »Glücksfall Alter – Lustvoll älter sein statt Jugendwahn«

 
Denk-mal50plus: »Glücksfall Alter – Lustvoll älter sein statt Jugendwahn«Die Autoren Peter Gross und Karin Fagetti vollziehen in ihrem Buch »Glücksfall Alter«, erschienen im Herder Verlag Freiburg, einen radikaler Blickwechsel, und geben aus Sicht eine positive, zugespitzte Antwort auf die »demografische Frage«.

»Wir alle werden immer älter – ein Glücksfall für unsere Gesellschaft, denn Alter hat Zukunft! Die Autoren setzen den gängigen Katastrophenszenarien neue Denkmöglichkeiten entgegen: Stil statt Fummel. Lustvoll älter sein statt Jugendwahn. Konzentration statt Verzettelung. Erotik statt Viagra und sie fragen: »Wer redet uns eigentlich ein, dass weniger junge Menschen ein Problem sind? Wer will wissen, was Menschen bei Alzheimer wirklich empfinden? Wer sagt, dass der Horizont der Endlichkeit nur Schrecken birgt? Wichtig ist nur: Nicht abwarten, was das Alter mit uns macht, sondern es selber leben und neu erfinden«, so der Verlag.

Horst Grenz, Leiter des Flensburger Instituts50plus: Provokant und nachdenkenswert ist die Feststellung der Autoren, dass kein Jugend-, sondern ein Alterswahn drohe, der sich auf Jugendlichkeit trimmt und damit der Jugend ihre Prvilegien stiehlt. »Nackte Alte auf Werbeplakaten und in Werbeprospekten, Prada-Omis in Ayurveda-Schönheitsfarmen befreien sich nicht vom Diktat der Jugend, sondern unterwerfen sich ihm. Bleibt zu hoffen, dass die Rechnung der Marktstrategen, die das vierte Lebensalter für sich entdeckt haben, nicht aufgeht und die Alten zu ihren echten Stärken finden – und zu eine Freiheit, die diese Bezeichnung verdient. Weitere Informationen: www.herder.de