Ein aufregender Musiksommer in Mecklenburg-Vorpommern

Vom 9. Juni bis 9. September gibt es bei der 23. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 125 hochkarätig besetzte Konzerte zu erleben. In Kirchen und Gutshäusern, Klöstern und Schlössern, Industriegebäuden und Scheunen musizieren Solisten von Weltrang wie die herausragenden Pianisten Hélène Grimaud, Bruno Leonardo Gelber und Boris Berezovsky, die Sängerin Anne Sofie von Otter, die Festspielpreisträger Daniel Hope, Julia Fischer, Alice Sara Ott, Viviane Hagner und Daniel Müller-Schott, bedeutende Orchester wie das NDR Sinfonieorchester unter Krzysztof Urbánski, das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, die Philhar-monie der Nationen unter Justus Frantz, das Konzerthausorchester Berlin unter Iván Fischer, das Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgårds, die Dresdner Philharmonie unter Michael Sander-ling, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski und das hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, sowie die Stars von morgen in der Reihe „Junge Elite“.

In diesem Jahr gibt es außerdem gleich drei transatlantische Kammermusik-Projekte: Bereits zum dritten Mal sind die New Yorker Spitzenmusiker von der Carnegie Hall und vom Lincoln Center dabei, während die Musiker von Daniel Hopes Savannah Music Festival aus Georgia ihre Premiere in MV feiern. Mit dem „Fokus Dänemark“ widmen die Festspiele MV dem benachbarten Königreich im Norden anlässlich der dänischen EU-Ratspräsidentschaft neun Konzerte u. a. mit dem Barockorchester Concerto Copenhagen, den Preisträgern Danish String Quartet und Trio con Brio Copenhagen, Corinna Harfouch, die aus H. C. Andersens Märchen „Die Kleine Meerjungfrau“ liest, und einem musikalischen „Midsommerfest“. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Bremer Philharmoniker: »Teuflisch feuriges Neujahrskonzert«

Das neue Jahr begrüßen die Bremer Philharmoniker mit einem wahrhaft feurigen „prosit!“. An drei Konzertabenden wird Dirigent Mario Venzago mit Orpheus, Mephisto und Teufelsgeiger Paganini die Dämonen des vergangenen Jahres vertreiben und die guten Geister des neuen Jahres beschwören.

„Am Anfang eines neuen Jahres stellt sich doch fast jeder leicht bang die Frage, ob es das Schicksal gnädig mit einem meint. Verscheuchen wir diese sinnlosen Sorgen!“ fordert Mario Venzago sein Publikum auf. „Die Musik und ihre Zauberkraft wird die bösen Geister am Wegesrand einfach verjagen.“ Teufelsgeige und Engelsklänge möchte Venzago beschwören und mit Saint Saens´ „Danse Macabre“ und Ravels „Valse“ das Orchester auf dem Rande des Vulkans tanzen lassen. Der russische Pianist Nikolai Tokarev, dem Musikjournalisten Hexerqualitäten bescheini-gen, ist da genau der richtige Mann an seiner Seite. Tokarevs Interpretationen von Rachmaninovs und Liszts Klavierkonzerten überzeugte Kritiker und Publikum gleichermaßen und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Auf dem Programm stehen Werke von Jacques Offenbach (1819-1880), Carl Binder (1816-1860), Franz Liszt (1811-1886), Sergej Rachmaninov (1873-1943), Richard Wagner (1813-1883), Camille Saint-Saëns (1835-1921), Jean Sibelius (1865-1957) und Maurice Ravel (1875-1937). Solisten: Nikolai Tokarev, Klavier und Anette Behr-König, Violine. Der Dirigent: Mario Venzago. Es spielen die Bremer Philharmoniker. Weitere Informationen: www.bremerphilharmoniker.de

Festsspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Den Austausch mit Musikern aus aller Welt fördern!«

Vom 9. Juni bis zum 9. September 2012 finden die 23. Festspiele Mecklenburg-Vorpommern statt. Klassikgrößen und Nachwuchskünstler locken mit hochkarä-tigen Konzerten, neuen und bewährten Reihen in Kirchen, Gutshäusern, Schlös-sern, Industriegebäuden und Scheunen im ganzen Land. Bereits zum dritten Mal kommt die New Yorker Musikelite von der Carnegie Hall und vom Lincoln Center, erstmalig bringt der Künstlerische Direktor Daniel Hope Musiker seines Savannah Music Festivals aus Georgia mit.

Große Konzertmomente versprechen Solisten wie Anne Sofie von Otter, Martin Stadtfeld, Bruno Leonardo Gelber, Boris Berezovsky, Daniel Müller-Schott, Jan Vogler und Julia Fischer, bekannte Klangkörper wie das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, die Philharmonie der Nationen unter Justus Frantz, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski und die Rundfunkorchester von NDR, hr, WDR und MDR sowie The King’s Singers, der Rostocker Motettenchor, der Dresdner Kreuzchor und der Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck.


Veronika Eberle, Foto: (c) Bernd Noelle

Das Gesicht der Saison 2012 ist die junge Geigerin Veronika Eberle. Ihr solistisches Können präsentiert sie als Preisträgerin in Residence unter anderem, wenn sie Sinfonieorchester unter Krzysztof Urbański in Ulrichshusen, Dvořáks Violinkonzert a-Moll mit der Dresdner Philharmonie unter Michael Sanderling in der Konzertkirche Neubrandenburg und das Violinkonzert op. 47 von Sibelius mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgårds in Stolpe spielt. Zum Friends-Projekt finden sich auf ihre Einladung das Münchener Kammerorchester, Antoine Tamestit (Viola), Julian Steckel (Violoncello) und Francesco Piemontesi (Klavier) zur Probenwoche im Schloss Hasenwinkel der NORDMETALL-Stiftung ein, um unter der Leitung von Christoph Poppen ein Kammermusik- und Konzertprogramm für Konzerte in Hasenwinkel, Wismar, Ulrichshusen und Stralsund zu erarbeiten. Zusammen mit weiteren Preisträgern der Festspiele MV, z. B. dem Danish String Quartet, Sebastian Klinger (Violoncello) und Matthias Schorn (Klarinette) gestaltet Veronika Eberle außerdem das Preisträger-Projekt: Ein kammermusikalisches Programm in ganz unterschiedlichen Besetzungen – einstudiert in Hasenwinkel – erwartet den Festspielbesucher in den drei Konzerten im Schloss Ulrichshusen.Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

Institut50plus: »Sind mal kurz unterwegs – zum Musikfest Erzgebirge – Kunstgenuss im Zusammenklang von Landschaft, Architektur und Musik«

Weltbekannte Künstler aus England, Frankreich, Russland und Deutschland sind der Einladung des bekannten Intendanten Hans-Christoph Rademann in dessen Heimat gefolgt und werden vom 14. bis 23. September 2012 die grandiosen Kirchenbauten der Kulturregion Erzgebirge von Annaberg bis Zschopau in musikalische Schwingung versetzen.

Große Chorsinfonik u.a. mit The Sixteen und Le concert spirituel verspricht barock-festliche Festivalmomente. Kammermusikalische und vokale Kostbarkeiten können die Besucher in besonderen, auratischen Räumen erleben, wenn Musik von Johann Hermann Schein oder Gottfried Heinrich Stölzel an deren Geburtsorten aufgeführt wird.

Das Flensburger Institut50plus bietet Musikfreunden dieses besondere Musik-ereignis im Rahmen eines Aufenthaltes vom 14. bis 24. September 2012 im Hotel Wilder Mann in Annaberg zu besonders günstigen Bedingungen an: Bleibe 10 Übernachtungen – zahle 9, dazu 1 Festivalticket, das insgesamt 12 Konzerte bietet. Ein Blick in das Gesamtprogramm des Festivals verrät, dass ausreichend Zeit ist, verschiedenste Ziele im Erzgebirge zu erkunden.

Neben Auftritten des Dresdner Kammerchor oder des Leiters des Berliner Rundfunkchores, Simon Halsey, dürfen sich die Besucher vor allem auf ein Konzert am 16.9.2012 mit der gefeierten Sopranisten Annette Dasch und Rademann freuen. Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk, Grundton D in Kooperation mit dem Musikfest Erzgebirge veranstaltet.

Für ein völlig neues Konzertformat steht „NachtKlang“ am 22.9.2012 in der historischen Lokomotivhalle Schwarzenberg. Nicht nur, weil die Erzgebirgische Aussichtsbahn mit einer Sonderfahrt die Besucher direkt zum Konzertort bringt, sondern auch, weil „NachtKlang“ neue Perspektiven auf Alte Musik eröffnet. Künstler und Ensemble bewerben sich für ein Kurzkonzert, treten gegeneinander an und müssen das Publikum mit ihren Ideen und ihrer Musik begeistern. Dem Gewinner winkt eine CD-Produktion bei Deutschlandradio Kultur.

Die Programmausschreibung dieses 11-tägigen Aufenthaltes im Erzgebirge erhalten Sie beim Institut50plus unter Musikfestfest Erzgebirge 2012. Weitere Informationen auch unter: www.musikfest-erzgebirge.de

Dresdner Frauenkirche: »Thielemanns Weihnachtsoratorium«

Am 8./9. und 15./16. Dezember 2011 dirigiert Christian Thielemann am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden in der Dresdner Frauenkirche erstmals das »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach.


ChristianThielemann, Staatskapelle Dresden Foto: (c) Matthias Creutziger

Lange stand das »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach nicht mehr auf den Programmen der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 1986 dirigierte Peter Schreier das Werk im Rahmen seiner Gesamteinspielung der großen Sakralwerke Bachs in einer prominent besetzten Schallplattenaufnahme in der Dresdner Lukas-kirche. Seitdem tauchte es in seiner Gänze in den Kapellprogrammen nicht mehr auf. Gleichwohl ist das vielleicht bekannteste Werk des Leipziger Thomaskantors auch den Kapellmusikern bestens vertraut. In der Vorweihnachtszeit spielen sie es seit Jahrzehnten regelmäßig in den verschiedensten Formationen – allein in Dresden ist das »Weihnachtsoratorium« in den Wochen vor Weihnachten in rund einem Dutzend verschiedener Interpretationen zu erleben.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte das Werk in diesem Jahr erhalten, wenn Christian Thielemann es jetzt – zum ersten Mal überhaupt – in zwei Zyklen in der Dresdner Frauenkirche dirigiert. Thielemann erfüllt sich damit, noch vor seinem Antritt als neuer Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle im September 2012, einen lang gehegten Wunschtraum: Schon immer wollte er dieses Werk dirigieren, nun habe er hier in Dresden die idealen Bedingungen dafür gefunden.
Thielemann und Bach – diese Kombination dürfte viele überraschen, die den Dirigenten eher als Maßstäbe setzenden Interpreten der Werke Wagners, Bruckners und Richard Strauss‘ kennen und schätzen. Doch Thielemann hat bereits bei seinen letzten Auftritten am Pult der Staatskapelle mehrfach für Überraschungen gesorgt: als er zum Beispiel im Silvesterkonzert 2010 Höhepunkte aus Lehárs »Lustiger Witwe« dirigierte, oder in einem Liszt-Sonderkonzert zu dessen diesjährigem Jubiläum die »Faust-Symphonie« für sich entdeckte. Außerdem mit in Dresden uraufgeführten Raritäten von Wagner, Reger und Pfitzner. Und das »Nocturne symphonique« von Ferruccio Busoni dirigierte Thielemann im 1. Symphoniekonzert der laufenden Saison gleich zweimal hintereinander – zum besseren Kennenlernen.

Mit dem barocken Repertoire betritt er allerdings nun auch stilistisches Neuland. Wobei sich der Dirigent, wie er in der von Kläre Warnecke verfassten Thielemann-Biographie bekannte, seit längerem für die Entwicklungen im Bereich der Alten Musik und ihre Protagonisten interessierte. »Ich habe enorm viel gelernt von den Kollegen, die der historischen Aufführungspraxis huldigen«, ist dort zu lesen. »Sie haben mir beigebracht, meine Ohren zu spitzen und auch einmal Dinge zu überdenken, die mir lieb geworden sind.« Harnoncourt und Gardiner schätze er außerordentlich, er verdanke ihnen viel. »Aber auch Reinhard Goebel, den ich unglaublich faszinierend finde, weil ich bei ihm Sachen entdecken konnte, auf die ich selbst gar nicht gekommen wäre. Das gebe ich gerne zu.«
Nach dem ZDF-Adventskonzert, in dem Thielemann Ende November bereits Werke von Bach, Telemann, Vivaldi und Johann David Heinichen dirigierte, setzt er sich nun erstmals mit einem sakralen Großwerk aus dieser Epoche auseinander. Schon jetzt hat es ihm auch die barocke Tradition Dresdens und der Staatskapelle angetan, so dass in Zukunft in dieser Hinsicht noch weitere Auseinandersetzungen folgen dürften. Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man Thielemann von der barocken Dresdner Hofkapelle schwärmen hört: »Der Ruhm der sächsisch-polnischen Hofkapelle des 18. Jahrhunderts stand dem der heutigen Staatskapelle in nichts nach. Das muss man sich immer vor Augen führen. Wenn man sich die reichhaltigen Bestände und Handschriften in der SLUB ansieht, ist man erstaunt, welche Schätze dort noch schlummern. Das ist musikalisches Weltkulturerbe!«

Bei den insgesamt vier Konzerten in der Dresdner Frauenkirche (Kantaten 1 – 3 am 8. und 9. Dezember, Kantaten 4 – 6 am 15. und 16. Dezember, jeweils 20 Uhr) steht Thielemann mit Sibylla Rubens, Christa Mayer, Daniel Behle und Florian Boesch bzw. Hanno Müller-Brachmann ein exquisites Solistenensemble zur Verfügung. Außerdem wirkt der Kammerchor der Frauenkirche in der Einstudierung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert mit, der um Gäste des MDR Rundfunkchors Leipzig verstärkt wird. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de und www.frauenkirche-dresden.de

»Friends of Dresden Deutschland« und der »Dresden-Preis«

Der Fotojournalist James Nachtwey wird am 11. Februar 2012 um 11 Uhr in der Semperoper Dresden mit dem 3. Internationalen Friedenspreis »Dresden-Preis« geehrt. Der New Yorker gilt als der bedeutendste Kriegsfotograf unserer Zeit. Die Laudatio auf den Preisträger hält der deutsche Regisseur und Fotograf Wim Wenders. Im Anschluss an die Preisverleihung wird im Militärhistorischen Museum Dresden eine Ausstellung mit Fotos von James Nachtwey eröffnet.


Foto: Semperoper

Die Festveranstaltung zur Preisverleihung moderiert Gerhart Baum, Bundesinnen-minister a.D. und als Mitglied der Menschenrechtskommission UN-Beobachter bei den kriegerischen Auseinandersetzungen im Sudan. Eintrittskarten für die Preisverleihung sind zum Preis von 5 Euro ab dem 5. Dezember 2011 an der Tageskasse der Semperoper in der Schinkelwache erhältlich.

Beeindruckt von der aufrüttelnden Wirkung der schockierenden Bilder aus dem Vietnam-Krieg Anfang der 70er-Jahre, beschloss der 1948 im US-Bundesstaat Massachusetts geborene Nachtwey, Kriegsfotograf zu werden, wobei sich James Nachtwey selbst eher als Antikriegsfotograf sieht. Seit Anfang der 80er-Jahre porträtiert er die Krisen und Kriege dieser Welt. Sein Credo lautet: »Ich bin ein Zeuge, und diese Bilder sind mein Zeugnis. Die Ereignisse, die ich festgehalten habe, dürfen nicht vergessen und nicht wiederholt werden.«

Nachtwey hat in Nordirland fotografiert, im Sudan, in Ruanda, Somalia, Tschet-schenien, Bosnien, Afghanistan, Südafrika, Nicaragua und vielen anderen Ländern. Mehrmals wurde er bei seiner Arbeit verwundet, besonders schwer am 10. Dezember 2003 im Irak. Sein Werk ist vielfach ausgestellt und ausgezeichnet worden. So erhielt Nachtwey bisher zweimal den World Press Preis und fünfmal die Robert Capa Medaille. Nachtwey war sechsmal Magazin-Fotograf des Jahres in den USA. Der Dokumentarfilm »War photographer« über James Nachtwey war im Jahr 2002 für den Oscar nominiert.

Laudator Wim Wenders: »Bilder vom Krieg sind oft nur andere Waffen in den Händen der Kriegführenden, verharmlosen den Krieg, rechtfertigen den Krieg oder bereiten darauf vor. James Nachtwey ergreift Partei für die machtlosen Opfer und gibt ihnen mit seinen Bildern Waffen in die Hände, mit denen sie sich endlich wehren können. Seine Fotos lassen sich von den Machthabern nicht für ihre Zwecke instrumentalisieren.«

Zur Begründung der Preisvergabe an James Nachtwey sagt Nobelpreisträger Prof. Günter Blobel, Präsident der »Friends of Dresden«, New York, und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der »Friends of Dresden Deutschland«: »Gewaltprävention kann nur dann funktionieren, wenn ein Bild vermittelt wird von dem, was Krieg und Gewalt sind. James Nachtwey ist einer derjenigen, die ungeachtet der Gefahr für sich selbst solche Bilder liefern. Bilder, die man nie wieder vergisst. Und er tut das als Moralist, als einer, der nicht nur hofft, sondern daran glaubt, dass seine Bilder ein Umdenken bewirken können. Ohne die Fotos des versehrten Dresden wäre die Zerstörung der Stadt lange nicht mehr im Weltgedächtnis präsent als Mahnung vor dem Krieg. Durch die Fotos von James Nachtwey bleiben andere Kriege im Gedächtnis. Susan Sontag schrieb: ›Kriege, von denen es keine Fotos gibt, werden vergessen.‹ Und genau das dürfen wir nicht, Kriege vergessen, weil wir dann auch die Opfer vergessen.« Weitere Informationen:www.semperoper.de

Beschwingter Jahresausklang mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden – Höhepunkte aus Operetten von Franz Lehár

Wie schon im vergangenen Jahr, steht in den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden auch zum Jahresende 2011 ein besonderer Höhepunkt bevor: Am 30. und 31. Dezember dirigiert Christian Thielemann zum zweiten Mal das traditionelle ZDF-Silvesterkonzert in der Semperoper, das mit Highlights aus Operetten von Franz Lehár erneut für einen beschwingten und festlichen Jahresausklang sorgen wird. Bereits im vergangenen Jahr war das Publikum in der Semperoper und an den Fernsehbildschirmen begeistert von Thielemanns mitreißendem Dirigat der »Leichten Muse« – und wo sonst kann man diese Musik heute auf diesem Niveau erleben!


Ana Maria Labin

Auch für dieses Jahr hat Christian Thielemann ein Programm mit Werken von Franz Lehár ausgewählt, an dem eigentlich Anna Netrebko und Erwin Schrott mitwirken sollten. Leider haben diese beiden Künstler ihre Mitwirkung am Silvesterkonzert aber kurzfristig abgesagt. In der Begründung der für die beiden zuständigen Künstleragentur heißt es, dass sich Anna Netrebko und Erwin Schrott auf die erneute Zusammenarbeit mit Christian Thielemann und der Staatskapelle Dresden sehr gefreut hätten. »In der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit ist es ihnen aber leider nicht möglich, dieses Konzert adäquat vorzubereiten und auf dem für sie üblichen Niveau zu präsentieren. Beiden Künstlern tut es außerordentlich leid, das Publikum in Dresden und an den TV-Bildschirmen enttäuschen zu müssen. Sie hoffen, dass dieses wunderbare Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann.«

Alle Verantwortlichen auf Seiten des ZDF wie auch der Staatskapelle Dresden und der Semperoper bedauern diese Absage sehr, sind aber auch sehr glücklich darüber, dass es gelungen ist, innerhalb kurzer Zeit zwei wunderbare Sängerinnen zu gewinnen, die das Konzert nun gemeinsam mit dem bereits angekündigten Startenor Piotr Beczala bestreiten werden: Die Sopranistinnen Angela Denoke und Ana Maria Labin stehen für höchste Qualität und haben sich den Termin – durch persönliche Vermittlung von Christian Thielemann – in ihren vollen Terminkalendern kurzfristig einrichten können.

Angela Denoke ist eine der führenden deutschen Sopranistinnen und wurde vom Fachmagazin »Opernwelt« bereits mehrfach als »Sängerin des Jahres« ausgezeichnet. Sie gastiert regelmäßig an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit, darunter die MET in New York und die Wiener Staatsoper, und ist auch dem Dresdner Publikum als Wagner- und Strauss-Interpretin höchsten Ranges wohl bekannt. Die junge Rumänin Ana Maria Labin steht am Beginn einer großen internationalen Karriere und wurde erst kürzlich als Valencienne in Franz Lehárs »Die lustige Witwe« an der Mailänder Scala gefeiert.

Gemeinsam mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden werden Angela Denoke, Ana Maria Labin und Piotr Beczala im Silvesterkonzert wie angekündigt Höhepunkte aus Operetten von Franz Lehár singen. Darüber hinaus ist auch – wie im vergangenen Jahr – der Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden an diesem Jahresausklang der Extraklasse beteiligt. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

Schleswig-Holstein Musik Festival: JazzBaltica lebt! Nils Landgren und Rolf Beck beweisen Standfestigkeit und visionäre Kraft!

JazzBaltica lebt! Das internationale Festival wird ab 2012 von dem schwedi-schen Posaunisten, Sänger und Komponisten Nils Landgren geleitet und eine neue Heimat im Hafengelände der Gemeinde Timmendorfer Strand-Niendorf finden. Die Konzerte werden in der Evers-Werft veranstaltet, die seit vielen Jahren beliebte Spielstätte des SHMF ist. Damit zieht die JazzBaltica direkt an die „Baltic Sea“, den Strand der Ostsee, und somit „back to the roots”.

Landgren nimmt damit den JazzBaltica-Gründungsgedanken wieder auf, Künstler aus der Ostseeregion in den Mittelpunkt zu rücken. Unter der Devise „new places, familiar faces“ (neue Plätze, bekannte Gesichter) veranstaltet der Jazzexperte vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2012 seine erste JazzBaltica. Dem Engagement der Sponsoren von JazzBaltica kommt besondere Bedeutung zu. JazzBaltica dankt den Hauptsponsoren Investitionsbank Schleswig-Holstein und Audi AG.

Prof. Rolf Beck, Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals: „Mit einer gewissen Sorge notierte Die Zeit im vergangenen Jahr: ‚Wie stolz könnte Schleswig-Holstein auf dieses Kulturereignis sein!‘ Wir sind froh und natürlich auch stolz, dass es uns nun nach dieser Zeit der Ungewissheit gelungen ist, JazzBaltica zu retten und auch in Zukunft bei uns in Schleswig-Holstein eines der international führenden Jazzfestivals veranstalten zu können. JazzBaltica ist ein Festival aufregender musikalischer Begegnungen. Ein Festival, bei dem viele Künstler den Sprung zur internationalen Karriere geschafft haben. Und diese Geschichte wollen wir nun am neuen Ort und mit neuer künstlerischer Leitung fortschreiben. Ich danke der Gemeinde Timmendorfer Strand für ihre erhebliche finanzielle Unterstützung, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Ich danke Nils Landgren dafür, dass er die Zukunft von JazzBaltica künstlerisch gestaltet. Und ich bin sehr froh über die von Kulturstaatsminister Bernd Neumann zugesagte Anschubfinanzierung für den Neustart von JazzBaltica.“

Nils Landgren: Posaunist, Sänger und Komponist gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Topnamen des europäischen Jazz. Ob solo, in Zusammenarbeit mit Musikern wie Joe Sample, Ray Parker jr. und Maceo Parker oder mit seiner Funk Unit, die ihre Hörer stets aufs Neue mitzureißen vermag, als Leiter der NDR Bigband oder bis vor kurzem des JazzFest Berlin, stets wird der Mann mit der roten Posaune begeistert aufgenommen und im Kreise der Kollegen extrem hoch geschätzt. Mit dem Festival JazzBaltica ist er von Anfang an als Künstler eng verbunden.

Die Evers-Werft direkt im Niendorfer Hafen an der Ostsee ist eigentlich besonders für ihre Segelyachten bekannt. Ihre große Werfthalle verwandelt sich seit vielen Jahren in eine einzigartige Spielstätte des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die 800 bis 1000 Zuhörer, die in diesem besonderen Konzertsaal Platz finden, können so in sehr guter Akustik Musik direkt am Wasser genießen. Weitere Informationen: www.jazzbaltica.de

Musikfest Erzgebirge: »Hohe Kunst, tief verwurzelt«

Weltbekannte Künstler aus England, Frankreich, Russland und Deutschland sind der Einladung des Intendanten Hans-Christoph Rademann in dessen Heimat gefolgt und werden vom 14. bis 23. September 2012 die grandiosen Kirchen-bauten der Kulturregion Erzgebirge von Annaberg bis Zschopau in musikalische Schwingung versetzen.

Große Chorsinfonik u.a. mit The Sixteen und Le concert spirituel verspricht barock-festliche Festivalmomente. Kammermusikalische und vokale Kostbarkeiten können die Besucher in besonderen, auratischen Räumen erleben, wenn Musik von Johann Hermann Schein oder Gottfried Heinrich Stölzel an deren Geburtsorten aufgeführt wird.

„Besonders freut es mich, dass langjährige Begleiter und Partner meines eigenen musikalischen Weges das Musikfest 2012 mitgestalten werden und ihm den gebührenden Glanz verleihen,“ schreibt Hans-Christoph Rademann in seinem Grußwort. Neben Auftritten des Dresdner Kammerchor oder des Leiters des Berliner Rundfunkchores, Simon Halsey, dürfen sich die Besucher vor allem auf ein Konzert am 16.9.2012 mit der gefeierten Sopranisten Annette Dasch und Rademann freuen. Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk, Grundton D in Kooperation mit dem Musikfest Erzgebirge veranstaltet.

Für ein völlig neues Konzertformat steht „NachtKlang“ am 22.9.2012 in der historischen Lokomotivhalle Schwarzenberg. Nicht nur, weil die Erzgebirgische Aussichtsbahn mit einer Sonderfahrt die Besucher direkt zum Konzertort bringt, sondern auch, weil „NachtKlang“ neue Perspektiven auf Alte Musik eröffnet. Künstler und Ensemble bewerben sich für ein Kurzkonzert, treten gegeneinander an und müssen das Publikum mit ihren Ideen und ihrer Musik begeistern. Dem Gewinner winkt eine CD-Produktion bei Deutschlandradio Kultur.

Ein farbenreiches Begleitprogramm von der Ausstellung „Das begehbare Programmheft“ über ein SchulMusikFest bis zu Exkursionen lädt dazu ein, in die Welt der Musik einzutauchen, die Traditionen im Erzgebirge zu erkunden und einen faszinierenden Zusammenklang von Landschaft, Architektur und Musik zu erleben.

Tickets zwischen 5 und 36 € sind ab 1. März erhältlich. Bereits ab 2. Januar kann das Festivalticket erworben werden, das Eintritt zu allen Konzerten zu besonders günstigen Konditionen ermöglicht. Weitere Informationen: www.musikfest-erzgebirge.de

Frequenzwechsel: »Veranstaltungen im Raum Stuttgart, Dresden und an Bord der Color Line – Zusammenarbeit mit dem Flensburger Institut50plus«

Gemeinsam mit Jörg-Peter Schröder, Frequenzwechsel, arbeitet Horst Grenz vom Institut50plus an Ideen, wie Arbeit und Leben in der zweiten Halbzeit im Spiel des Lebens sinn-stiftend und gesund gestaltet werden können.

Als Autor hat Jörg-Peter Schröder gesellschaftlich bedeutende und im Blick auch auf menschliche und wirtschaftliche Herausforderungen brisante Titel veröffentlicht. In der Praxis sorgt der erfrischende Mix aus Fachkenntnis, Erfahrung und intelligentem Sprachwitz für einen Perspektivenwechsel. In seinen Umdenk-Büchern stellt er Reflextionsfragen und manches auf den Kopf. Dabei behält der Coach das Ziel nachhaltiger persönlicher Weiterentwicklung im Einklang mit unternehmerischer Wertschöpfung, immer im Auge.

Dr. Jörg-Peter Schröder bietet Einzelcoachings und Seminare an der Nahtstelle von Führung, Gesundheit und persönlicher Entwicklung an. In vielen Fernseh- und Rundfunkinterviews sowie Vorträgen im In- und Ausland hat. Er gab einem großen Publikum zum Burnout-Problemen praktische Hilfestellung.

In seinem Büchern „Wege aus dem Burnout“ (Cornelsen-Verlag 2006) und „Stress-management“ (Cornelsen Verlag 2004) hat er wichtige Erfahrungen im Coaching von Führungskräften im Burnout zusammengetragen und eine Vielzahl praktischer Tipps zur Stressbewältigung und für den Umgang mit Erschöpfungsdepressionen gegeben. Im kommenden Jahr bietet Dr. Jörg-Peter Schröder Tagesseminare im Raum Stuttgart und Dresden an.

Im Fußball spielen wir in der zweiten Halbzeit auf das andere Tor. Wenn nicht, schießen wir Eigentore. In seinem Buch „Auf zur zweiten Halbzeit“ (Kösel-Verlag 2008), hat er dargestellt, wie der Wechel von der Midlife-Crisis zur Midlife-Power mit Leichtigkeit gelingt. Seine Übungen vom oje oje oje zum olé olé olé machen Lust auf ein beschwingtes Hüpfen durch den Möglichkeitsraum in der zweiten Halbzeit im Spiel des Lebens. Hierzu findet in der Zeit vom 23. bis 25. September 2012 ein Seminar auf der Color Magic, Kurs Oslo, statt. Weitere Informationen: www.institut50plus.de und www.frequenzwechsel.de