Joe Bausch, Gangster Blues

Sie sind Mörder, Dealer, notorische Betrüger, Vergewaltiger oder haben schwere Raubüberfälle begangen. Und sie alle wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt. Im Knast haben sie viel Zeit, um sich mit ihren Taten auseinanderzusetzen - und irgendwann wollen sie reden: der psychopathische Serienmörder über eine eiskalte Entführung, die beiden Halbbrüder über einen fast perfekten Mord, oder der Rettungssanitäter über den Zufall, der ihn zum Verbrecher machte - mit verheerenden Folgen. Sie alle vertrauen sich Joe Bausch an und lassen ihn tief in den Abgrund ihrer Seele blicken. Die besten dieser Geschichten hat er hier aufgeschrieben. Wahre Geschichten, die unter die Haut gehen.

Joe Bausch, Jahrgang 1953, arbeitet als Regierungsmedizinal-direktor in der Justizvollzugsanstalt Werl und ist bekannt als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth im Kölner Tatort.  Auch Autor des Buches'Knast'. Weitere Informationen: www.ullstein-buchverlage.de

Das Geheimnis der Langsamkeit

Wenn der Stress überhand nimmt, kann einem buchstäblich die Luft ausgehen. Die Aufgaben scheinen von Tag zu Tag zuzunehmen und die Zu-Erledigen-Listen wachsen an. Das »Funktionieren« trainieren Menschen lebenslang, aber das Anhalten, Träumen, Zur-Ruhe-Finden gehört nicht selbstverständlich auf den Übungsplan.

Doris Bewernitz kennt die Erfahrung, sich zwischen den vielen Terminen wie verloren zu fühlen. Und sie erzählt, wie sie das Geheimnis der Langsamkeit für ihr Leben entdeckt hat. Ihr Weg führt in verschiedene Momente der eigenen Lebenserfahrung, in denen die Zeit eine andere Qualität gewonnen hat. Ihre Geschichten inspirieren, sich auf die eigene Lebenskraft zu besinnen, und machen Mut, die Zeit des eigenen Lebens selbst in die Hand zu nehmen. Weitere Informationen: www.patmos.de

Nora-Maria Ellermeyer, Lebensnebel

Burnout und Depression können jeden treffen. Die Psychotherapeutin Nora-Marie Ellermayer ist eine Macherin. Studium, vier Kinder, Hausbau, Therapeutenausbildung, Promotion, Praxisgründung, ein kranker Vater: Das alles wuppt sie mit links. Scheinbar. Denn plötzlich geht nichts mehr. Sie ist erschöpft und ausgebrannt, Angst macht sich breit. Bis sie nicht mehr in der Lage ist, morgens aufzustehen, geschweige denn den Alltag oder ihren Beruf auch nur ansatzweise zu bewältigen. Sie stürzt in eine tiefe, dunkle Depression, die über ein Jahr anhält. 

In ihrem Buch berichtet sie aus zwei Perspektiven. Als Psychotherapeutin klärt sie verständlich und umfassend über Burnout und Depression auf; als Betroffene lässt sie lebendig und verständlich werden, was eine Depression für den, der sie durchsteht, bedeutet. Beeindruckend und hilfreich für alle, die mehr über Burnout und Depression wissen wollen. Weitere Informationen: www.patmos.de

Salim Alafenisch, Die acht Frauen des Großvaters – Das Kamel mit dem Nasenring – Die Feuerprobe

Drei der schönsten Romane des beduinischen Erzählers aus dem Negev. Sonderausgabe zum 70. Geburtstag von Salim Alafenisch.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamele seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er Lesen und Schreiben. Nach dem Gymnasium in Nazareth und einem einjährigen Aufenthalt in London studierte er Ethnologie, Soziologie und Psychologie an der Universität Heidelberg. Seit Langem beschäftigt er sich mit der orientalischen Erzählkunst. Er liest seine Geschichten nicht vor, sondern erzählt sie frei. Salim Alafenisch lebt in Heidelberg.

»Es sind vielleicht auf den ersten Blick nicht die drängendsten Fragen, die der seit 1973 in Heidelberg lebende Schriftsteller stellt. Und doch dienen sie Salim Alafenisch als perfekte Vehikel, um auf anschauliche Weise Grundwerte und zentrale kulturelle Praktiken einer anderen Kultur zu vermitteln. Verpackt in einen mühelos wirkenden, freien Erzählstrom sind die Geschichten und eingeflochtenen Erläuterungen des kulturellen Mittlers Salim Alafenisch alles andere als trockene Landeskunde oder theorielastige Kulturwissenschaft – alle Erzählungen sprechen zunächst Herz und Humor an.« Süddeutsche Zeitung, München. Weitere Informaionen: www.unionsverlag.de

Tausendundeine Nacht – Der Anfang und das glückliche Ende

Der grausame König Schahriyar heiratet jeden Tag neu und lässt jeden Morgen die Frischvermählte töten, bis er an die kluge Schahrasad gerät … Die Rahmengeschichte von Tausendundeine Nacht, das Spannungselixier des weltberühmten Werkes, ist in diesem Buch erstmals vollständig nach den ältesten arabischen Originalen in einem Band zu entdecken. Selbstbewusste Frauen, die ihre Männer düpieren, exotische Genüsse im Palastgarten, heimliche Blicke durchs Fenster und die Suche der Männer nach dem Wesen der Frau:

Die Rahmengeschichte vonTausendundeine Nacht gibt für das ganze Werk den Ton vor und baut eine unwiderstehliche Spannung auf, die in den folgenden Nächten in den unterschiedlichsten Registern aufrechterhalten wird. Lange war das Ende der Geschichte von Schahrasad verschollen. Claudia Ott hat es in einer alten Bibliothek in der Türkei entdeckt und aus dem Arabischen übersetzt, so dass das berühmte Entrée in das Labyrinth der tausendundein Nächte erstmals zusammen mit seinem glücklichen Ausgang gelesen werden kann.  Weitere Informationen: www.chbeck.de 

Rita Kohlmaier, Ich habe etwas zu sagen

»Erheben Sie Ihre Stimme. Wann immer Sie können und möchten. Dieses Buch kann Ihnen den Mut dazu geben: Sie sind in bester Gesellschaft!« Stevie Schmiedel

Immer mehr Frauen wagen den öffentlichen Protest und den Aufstand: Gemeinsam marschieren sie und protestieren gegen ungleiche Bezahlung und ungleiche Bildungschancen, eine übermächtige Waffenlobby, Rassismus oder sexuelle Gewalt. Sie ergreifen das Wort und ihre klaren Botschaften inspirieren (nicht nur) Mädchen und Frauen, Haltung zu beziehen und sich für ihre Rechte deutlicher denn je einzusetzen. In diesem Buch werden charismatische, unbequeme und couragierte Frauen vorgestellt, die mit ihren Reden und öffentlichen Aktionen die Welt verändert haben oder genau jetzt verändern.

Viel zu lange haben Frauen nur gelesen und geschrieben und wirkten lange im Hintergrund oder ganz im Verborgenen. Väter, Brüder, der liebe Gott und eine patriarchale Politik bestimmten über ihr Wohl und Wehe, ihren Körper und Geist, ihren Freiraum und dessen Begrenzung. Schluss damit!

Mitreißend geschriebene Porträts über Angelina Jolie, Chimamanda Ngozi Adichie, Malala Yousafzai, Oprah Winfrey, Emma Gonzaléz, aber auch über die Pionierinnen Rosa Luxemburg, Waltraud Schoppe, Rosa Parks. Weitere Informationen: www.zsverlag.de

Michael Opoczynski, Schmerzensgeld

In »Schmerzensgeld« trifft ein Ermittlerteam mit äußerst unkonventionellen Methoden auf Finanzhaie, die glauben, sich nicht an die Regeln halten zu müssen: Michael Opoczynski rechnet in seinem spannenden Wirtschaftsthriller mit der Banken- und Finanzwelt ab, über die er lange in der ZDF-Sendung »WISO« berichtet hat. Der erste Fall führt die »Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen« auf die Fährte einer Privatbank, die jahrelang ihre Kunden geprellt hat. Nach allen Regeln der Kunst und gleichzeitig juristisch unangreifbar wurden tausende einfache Leute geschädigt. Sie haben alles verloren. Sie sind wütend, sie wollen Rache. Doch sie sind machtlos – bis sich die Gesellschaft der Sache annimmt. Ihr Ziel: Ungerechtigkeit aufdecken, die Täter fassen und sie in der Öffentlichkeit bloßstellen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht : Packend erzählter Politthriller,  unkonventionelles Ermittlertea, fundierte Insider-Kenntnisse aus der Banken- und Finanzwelt.

Ein moderner Robin-Hood-Krimi mit ironischem Augenzwinkern. Michael Opoczynskis Ermittlerteam hat mit den klassischen Detektiven und Polizisten, die man aus Kriminalromanen kennt, wenig gemeinsam. Es ist eine freche, schlagfertige Truppe, die die Gerechtigkeit selbst in die Hand nimmt und sich für die Wehrlosen und Unschuldigen einsetzt. Der Autor war in seiner Arbeit als WISO-Moderator viele Jahre lang mit solchen Schicksalen konfrontiert.

Mit »Schmerzensgeld« hat er einen Kriminalroman der anderen Art geschrieben. Wenn Sie anspruchsvolle und spannende Unterhaltung zu schätzen wissen, sollten Sie sich dieses Buch nicht entgehen lassen! Weitere Informationen: www.benevenentobooks.com

Zafer Senocak, Das Fremde, das in jedem von uns wohnt

Die Erfahrung von Fremdheit, die Begegnung mit unterschiedlichen Nationalitäten und widersprüchlichen Lebensentwürfen löst häufig Abwehr und Furcht aus. Wo Abgrenzung die Kommunikation ersetzt, ist – auch in Deutschland – der gesellschaftliche Zusammenhalt in Gefahr. Der Schriftsteller und Publizist Zafer Şenocak setzt gegen diese Angst eine bewusste, biografische Auseinandersetzung mit dem Fremden in uns selbst.
Als Kind türkischer Mittelschichtseltern, die in Deutschland leben, wächst Şenocak mit den Sprachen, Literaturen, Ritualen und Geschichten zweier Länder auf. Eindeutige Identitätsangebote machen beide Kulturen nicht, weder die deutsche, in der er »der Türke« bleibt, noch die türkische: Şenocak erlebt durch seine politisch engagierte Mutter eine weltlich-moderne Intellektualität. Sein Vater dagegen verkörpert einen zwar kritischen, aber zutiefst spirituellen Islam, die Welt der Poesie und der Liebe zur Sprache. Pole, zwischen denen die türkische Gesellschaft weiterhin changiert.

Zafer Şenocak beglaubigt mit seiner Person, dass aus solcher Vielfalt eine in sich heile, gefestigte Identität erwachsen kann. Zugleich fragt er weiter, was diese Beschäftigung mit den eigenen Herkunftsgeschichten zu einem differenzierten Bild von Integration beitragen kann. Şenocak begreift Diversität als menschliche Grunderfahrung, die man sich bewusst machen und akzeptieren muss, um zu einem modernen, partizipativen Verständnis von Gesellschaft zu gelangen. Weitere Informationen: www.koerber-stiftung.de

Adelheid Bahr (Hg.), Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen?

Aufruf für eine neue Friedenspolitik

Eine Deeskalation im Konflikt mit unserem Nachbarn Russland liegt in unserem ureigensten Interesse. Günter Verheugen, Edmund Stoiber, Horst Telschik, Antje Vollmer und Helmut Schäfer warnten im April diesen Jahres in einem Aufruf an die EU und die deutsche Öffentlichkeit eindringlich vor der „Gefahr eines dritten und letzten Weltkrieges“. Adelheid Bahr macht sich nun ganz im Sinne Willy Brandts und ihres verstorbenen Mannes Egon Bahr für einen Dialog mit Russland und für eine neue Entspannungspolitik stark, um eine breite öffentliche Diskussion zur deutschen und europäischen Ostpolitik in Gang zu setzen. Zahlreiche von Bahrs Weggefährten sowie eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Kunst und Kirchen legen in diesem Buch dar, warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen.

Mit Beiträgen von Adelheid Bahr, Egon Bahr, Wolfgang Bittner, Peter Brandt, Mathias Bröckers, Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Frank Elbe, Justus Frantz, Sigmar Gabriel, Peter Gauweiler, Richard Kiessler, Gabriele Krone-Schmalz, Wolfgang Kubicki, Harald Kujat, Oskar Lafontaine, Albrecht Müller, Matthias Platzeck, Detlef Prinz, Herwig Roggemann, Florian Rötzer, Evgeniya Sayko, André Schmitz-Schwarzkopf, Hans-Joachim Spanger, Antje Vollmer, Konstantin Wecker und Willy Wimmer. Weitere Informationen: www.westend-verlag.de

Meredith Haaf, Streit!

Ein besseres Gegeneinander für ein besseres Miteinander.  Streit ist interessant, Streit macht schlauer, Streit ist lebenswichtig – für eine Gesellschaft wie für den Einzelnen, beruflich und privat. Ein guter Streit zwingt uns zum Argumentieren und Nachdenken. In Zeiten von Flüchtlingskrise, AfD, Brexit und Trump bräuchten wir dringend eine optimale Streitfähigkeit. Doch stattdessen schreien wir lauthals aneinander vorbei, werten den anderen ab oder schweigen ihn nieder. Oder wir gehen auf Kuschelkurs und verteilen Herzchen, Likes und Smileys.

Meredith Haaf fordert eine bessere Streitkultur und fragt: Was passiert mit einer Demokratie, der das Streiten abhanden gekommen ist? Warum trauen wir uns nicht mehr, eine Position zu vertreten? Wie geht gutes Streiten überhaupt und wie können wir es wieder lernen? Weitere Informationen: www.dtv.de