Düsseldorf: Akseli Gallen-Kallela-Ausstellung im Museum Kunstpalast

In Kooperation mit dem Musée d‘ Orsay in Paris und dem Kunstmuseum Helsinki präsentiert das Museum Kunstpalast eine umfangreiche Überblick-ausstellung zu dem bedeutendsten finnischen Künstler und zugleich einem der wichtigsten nordeuropäischen Künstler des 19. Jahrhunderts. Nach den Stationen in Helsinki und Paris werden in Düsseldorf mehr als 75 Gemälde, Entwürfe und Objekte zu Textilien und Möbeln sowie grafische Arbeiten aus fünf Jahrzehnten gezeigt.


Abbildung: Akseli Gallen-Kallela, Frühling, 1903, Tempera auf Leinwand, Kunstmuseum Ateneum, Finnische Nationalgalerie, Helsinki/Zentrales Kunstarchiv, Foto: Hannu Aaltonen.

Akseli Gallen-Kallelas Biografie weist Aufenthalte in mehreren europäischen Ländern auf. So studierte er in den 1880er Jahren in Paris, wo ihm 1889 auf der Weltausstellung der internationale Durchbruch gelang. Während seiner Pariser Zeit malte Gallen-Kallela vorrangig impressionistische Stadtansichten, Barszenen, Aktstudien, Porträts von Freunden und Bekannten und arrangierte Genreszenen. Ab den frühen 1890er Jahren propagiert er mit seiner Kunst in zunehmendem Maße eine Ideologie der nationalen kulturellen Autonomie Finnlands. Die Inspiration zu seinen Werken bezog er aus der finnischen Landschaft, der Lokalbevölkerung und besonders aus der Analogie zwischen verschiedenen Mythen (Kalevala) und der Religion (Christentum). Zwischen 1895 und 1901 wurde Kalela, sein Atelierhaus am See Ruovesi, zum Geburtsort des finnischen Jugendstil-Designs. Der Ausstellungskatalog ist in Deutsch, Französisch und Finnisch erhältlich.

Ein besonderes Rahmenprogramm bietet Musik aus Finnland: 19. Juli Heidi Luosujärvi (Akkordeon-Konzert direkt vor den Bildern) und 9. September SAIMAA (Finnisage-Konzert mit u.a. mystischen Balladen und finnischem Tango). Weitere Informationen: www.finnland-institut.de

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