Jürg Amann: »Vater, warum hast Du mich verlassen?«

Was geschieht mit einem Menschen, dem durch besondere Zeitumstände, durch Prophezeiungen, in die er hineinwächst, und durch die eigene geistige Veranlagung Göttlichkeit aufgebürdet wird?

Antworten auf diese Frage gewinnt Jürg Amann aus den vier neutestamentlichen Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Aus diesen Texten hat Amann die Autobiografie Jesu Christi extrahiert, eine faszinierende Erzählung, in der uns einer der berühmtesten Heils-bringer der Menschheitsgeschichte nahe-kommt wie nie zuvor ganz im Sinne des Fazits von Pontius Pilatus, dem römi-schen Statthalter, der Jesus gegen eigenes Ermessen und nur unter dem Druck der Menge zum Kreuzestod verurteilte und ausrief: »Seht, ein Mensch!« Jürg Amann, 1947 in Winterthur geboren, Studium der Germanistik in Zürich und Berlin, Promotion über Franz Kafka. Zunächst Literaturkritiker und Dramaturg, seit 1976 freier Schriftsteller (Prosa, Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik, Essays). Lebt heute in Zürich. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Ingeborg-Bachmann-Preis, Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, Schiller-Preis. Im Arche Verlag erschienen zuletzt Die kalabrische Hochzeit (2009) und Der Kommandant (2011), »ein beeindruckendes Buch« (NDR). Weitere Informationen: www.arche-verlag.com

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