Tucholskys Erzählungen Rheinsberg. »Ein Bilderbuch für Verliebte und Schloß Gripsholm«

Sie gilt als das Urgefühl des Men-schen und gerade die Schriftsteller versuchen sich ihr mit der Intensi-tät des Wortes punktuell zu nähern: die Liebe. Nur wenigen gelingt dies jedoch mit der verspielt-melancho-lischen Leichtigkeit eines Kurt Tucholsky. Die hier versammelten Erzählungen Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte und Schloß Gripsholm. Eine Sommergeschichte gleichen Pastellzeichnungen, die mit schlichten Strichen ein ganzes Universum entstehen lassen, des-sen Bildkraft unerwartet fasziniert und dessen verborgene Sehnsucht gerade deswegen bezwingt, weil sie in der vordergründigen Unschein-barkeit der Farben zugleich enthalten und gestillt ist.

„In der heutigen Zeit Liebe? Lieben Sie? Wer liebt denn heute noch?“ (Kurt Tucholsky) Seit Menschengedenken ist sie die Gretchenfrage, Künstler versuchen sie in Wort, Bild und Ton zu ergründen. Tucholskys Erzählungen Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte und Schloß Gripsholm. Eine Sommergeschichte bleiben dem Leser jedoch gerade deshalb in Erinnerung, weil sie sich ihm nicht dadurch aufdrängen, dass sie den Anspruch erheben, das Rätsel der Liebe lösen zu wollen.

Auf diese Weise schaffen sie einen Raum, der es ihnen erlaubt, die Liebe zu veranschaulichen: ihre unstillbare Sehnsucht nach dem nie zu Befriedigen-den, ihre neckisch-frivole Saumseligkeit, aber auch ihre unergründlichen Wünsche und destruktiven Begierden. Weitere Informationen: www.marixverlag.de

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