Serge Embacher: »Demokratie heißt Kontroverse, heißt Bewegung, heißt Veränderung«

Demokratie heißt Kontroverse, heißt Bewegung, heißt Veränderung. Doch allzu lange schon stagnieren die politischen Institutionen, die staat-lichen ebenso wie die zivilgesell-schaftlichen. Nun präsentieren die Bürger die Rechnung: Parteienver-drossenheit, Wutbürgertum, aber auch das Erstarken von Sozialneid und Rassismus sind Symptome einer Gesellschaft, die ihre Vision verloren hat. Wo Selbstsucht statt Gemein-wohl regiert, wirken die zentri-fugalen Kräfte einer entfesselten Ökonomie.

Der Politikwissenschaftler Serge Embacher sieht den Dreh- und Angel-punkt gesellschaftlichen Zusammen-halts in der aktiven Bürgergesellschaft. Doch noch fehlt es von allen Seiten an Bereitschaft, Parti-zipation als integralen Bestandteil einer modernen Gesellschaft zu begreifen. Dies gilt nicht nur für den Staat und seine Akteure, sondern auch für das Gemeinwesen als Ganzes.

Konsequent ruft Embacher zu einem »demokratischen Wandel« auf: Die Politik muss Kontrollmacht abgeben, die Wirtschaft sich demokratisieren und die Bürgergesellschaft sich öffnen – erst im Zusammenwirken dieser drei Systeme kann die Gesellschaft neuen Zusammenhalt entwickeln und Antworten auf die brennenden Fragen von Gegenwart und Zukunft finden. Weitere Informationen: www.http://www.koerber-stiftung.de

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